Zu Fuss über die Alpen

Diese Flüchtlinge nahmen Schnee und Kälte auf sich, um nach Frankreich zu gelangen.

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Achtung Gefahr: Ein Schild warnt die Passanten auf dem Weg nach Frankreich vor Lawinengefahr. (Bild: REUTERS/Siegfried Modola)

Um gut bewachte Grenzübergänge zu umgehen, nehmen einige Flüchtlinge die beschwerliche Wanderung über die Alpen auf sich. Auf den langen Strapazen begegnen sie eisiger Kälte und Gefahr durch Naturgewalten. Die Aussicht auf die Ankunft in einem sicheren Land wie Frankreich treibt sie an. Am Feuer erzählen sie sich Geschichten von Folterung und Gefangennahmen.

Die Nachrichtenagentur Reuters redete mit drei Flüchtlingen, die es schafften, nach Frankreich zu kommen. Sie wurden jedoch nach Italien zurückgesandt. Doch sie schafften es, lebendig anzukommen. Die Internationale Organisation für Migration schätzt, dass 2017 rund 3000 Flüchtlinge im Mittelmeer ertranken beim Versuch, Italien zu erreichen.

Mit Turnschuhen und nassen Hosen durch den Schnee: Diese Flüchtlinge schrecken selbst vor tiefem Schnee nicht zurück. (Bild: REUTERS/Siegfried Modola)

Von glühender Hitze in eisige Kälte: Migranten aus der Darfurregion im Sudan wärmen sich am Feuer unter einer Autobahnbrücke. In ihrer Herkunftsregion kann es tagsüber bis zu 40 Grad werden. Auch sie versuchen die Grenze von Italien nach Frankreich zu überqueren. (Bild: REUTERS/Siegfried Modola)

Kurze Pause auf einem langen Weg: Abdullhai aus Guinea hatte beinahe drei Jahre, um aus seiner Heimat in die verschneiten Alpen zu gelangen. (Bild: REUTERS/Siegfried Modola)

Schuhe am Feuer trocknen lassen: Diese jungen Männer wärmen sich am Feuer in der verschneiten Landschaft. (Bild: REUTERS/Siegfried Modola)

Das Tor zum goldenen Land: Der Weg in die heiss begehrte Zukunft in Frankreich ist steinig, die Migranten sind eisiger Kälte und anderen Naturgewalten ausgesetzt. Zudem haben sie selten ausreichende Bekleidung. (Bild: REUTERS/Siegfried Modola)

Die Zahl der Flüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Italien kamen, sank in den letzten drei Jahren. 2015 waren es noch über eine Million, 2016 wurden 363’504 registriert und 2017 noch 171’635. (Bild: REUTERS/Siegfried Modola)

Steiler Weg, um besser bewachte Grenzübergänge zu umgehen: Abdullhai ist einer von Hunderten von Migranten, die im letzten Jahr probierten, über die Alpen von Italien nach Frankreich zu gelangen.

Einer der Flüchtenden erzählt: «Unser Leben in Guinea war nicht gut. Wir haben keine Arbeit dort und keine Zukunft für unsere Kinder. Hier in Europa können wir eine Zukunft haben. Hier können wir Arbeit und ein Leben in Würde finden. Das ist es Wert für mich.» (Bild: REUTERS/Siegfried Modola)

Suchtrupp aus der Luft: Ein Helikopter der französischen Polizei sucht Migranten, die über die Alpen fliehen wollen. (Bild: REUTERS/Siegfried Modola)

Mit zunehmendem Schneefall wurde die Überquerung der Berge noch gefährlicher. (Bild: REUTERS/Siegfried Modola)

Fluchtroute und Wanderroute zugleich: Hier begegnen die Migranten einem italienischen Wanderer. (Bild: REUTERS/Siegfried Modola)

Das Grauen im Rücken, die Hoffnung vor Augen: Ein Flüchtling zeigte dem Fotografen seine Verletzungen aufgrund der Folterungen in einem libyschen Gefängnis und sagte: «Nach all dem ist die Überquerung der Alpen kein grosses Ding mehr für mich.» (Bild: REUTERS/Siegfried Modola)

6 Kommentare zu «Zu Fuss über die Alpen»

  • Hans Schmid sagt:

    Könnte man sich in den deutschsprachigen Medien nicht gelegentlich mal darauf einigen, diese Menschen nicht mehr euphemistisch als „Flüchtlinge“ sondern zumindest neutral als „Migranten“ zu bezeichnen?
    Legitime Flüchtlinge mit Asylgrund müssten nämlich nicht derartige Risiken und Strapazen auf sich nehmen, sondern sie könnten ganz einfach im ersten europäischen Land um Asyl ersuchen. Dass sie dies nicht tun, spricht Bände…

  • Ausgeraubter Scheidungsvater sagt:

    Was soll die Weihnachtsgeschichte. Billigste Demagogie und Auflagendrückerei.
    Diese Migrationsunternehmer sammeln zu Hsuse Geld und Verschulden sich mit mehreren Jahreseinkommen um hier einzuwandern.
    Die Motivation ist vielleicht begreiflich, aber deshalb noch lange für uns nicht akzeptabel.
    Wenn deren Heimatländer unfähig sind sich um die eigenen Bürger zu kümmern, dann wird es Zeit für Sanktionen gegen Politiker dieser Länder. Anstatt deren Fluchtgelder bei uns zu bunkern.
    Wer hier als Wirtschaftsmigrant ohne Einreiserecht ankommt soll für seine Kosten bezahlen und keine Bleibeaussichten haben.
    Anstatt hier teuer betreut zu werden, sind Berufsschulen und Fabriken in Afrika zu bauen.
    Hier hingegen ist erstmals im eigenen Land die Ungleichheit zu beheben.

  • Greta Schulz sagt:

    Immerhin, recht gut ausgerüstet und von einem fürsorglichen Kamerateam begleitet sind diese Flüchtlinge schon. Etwas befremdlich mag erscheinen, dass keine Frauen und Kleinkinder mit dabei sind, gewiss haben die vor Krieg und Verfolgung jenseits der Alpen ihre Familien zu warmherzigen Einheimischen gebracht, die ihnen verborgen von den bürokratischen Staatsfunktionären kostenlos Unterkunft und die so wichtige ausgewogene Säuglingsnahrung frisch aus der Region und frei von schädlichen Pestiziden gewähren. Später, sobald die Integration der Väter initialisiert wird, werden Frauen und Kinder dann nachkommen. Für allemal sei dazu gesagt: Alle Flüchtenden haben ein Recht auf umfassende Staatshilfe, ich drücke diesen Menschen ganz fest die Daumen!

  • Peter Kobelt sagt:

    Und was will uns diese Fotoreportage nun mitteilen? Dass Wirtschaftsmigranten Flüchtlinge seien? Dass angesichts der Gefahren denen sie sich aussetzen die Umgehung von Gesetzen tolerierbar sein soll? Mein Resumée: Wer so viel Energie und Geld darauf verwenden kann illegal nach Europa einzuwandern, kann in seinem Heimatland fast alles erreichen.

  • Alexander Dernburg sagt:

    Sie sind bekannt, man weiss wer und wo sie sind. Also: Verhaften, bestrafen und danach zurückschicken. Es sind immer noch Kriminelle, die ohne die nötigen Papiere eingereist sind und damit ein strafbares Delikt begangen haben.

  • Arthur Brenner sagt:

    Man stelle sich vor, diese „Migranten“ würden diesen Einsatz bei sich zu Hause leisten!!

Kommentar

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