Alle unter einem Dach

Eine Fotoserie aus dem Bündner Safiental bringt Nutztiere dorthin zurück, wo sie früher den Winter verbrachten: im Haus des Bauern.

Hanspeter Gander spielt seinen Geissen in der Küche ein Ständchen.

Geiss, Sau und Huhn als Mitbewohner: Was heute gestellt und befremdlich wirkt, war früher annähernd Realität. Im Bündner Safiental etwa hatte man besonders harte Winter zu überstehen und holte darum Nutztiere aus dem Stall in die Stube. So sicherten die Bauernfamilien nicht nur deren Überleben – gerade Hühner mussten vor Kälte geschützt werden –, sondern hatten auch eine zusätzliche Wärmequelle im Haus. Die gackernden WG-Gspänli dankten es zudem mit dem einen oder anderen Ei, das sie ansonsten zu dieser Jahreszeit nicht gelegt hätten.

Die Fotografin Monique Coulin und der Fotograf René Ruis porträtierten für ihr Gemeinschaftsprojekt Safier Bergbauern zu Hause mit ihren Tieren, die alles andere als stubenrein sind. Es ist eine inszenierte Reise zurück in jene Zeit, als die Verbindung zwischen Mensch und Vieh zwangsläufig noch ein kleines bisschen mehr Lebensgemeinschaft war.

Hahn Hannibal nimmt mit seinen Hühnern das Schlafzimmer von Ursula Zinsli in Beschlag.

Minipig Elmar (unter dem Tisch) und seine Kumpels geniessen ihr Mahl im Esszimmer der Hungers.

Ob nach Tanja Buchlis Kindern die Schafsbande mit Baden dran war, ist unbekannt.

Die Ganders haben ihre Geissenherde zu Tisch gebeten.

Während Christina und Florian Cescatti mit dem Haushalt beschäftigt sind, nimmt sich Kuh Greina gwundrig der Hauserkundung an.

Nach Kalb Noelias Besuch dürfen die Zinslis ausmisten.