Zwischenwelten

In Ursula Schulz-Dornburgs Serien werden unsichtbare, vergessene und verschwindende Kulturen sichtbar gemacht.

Everan – Gyumri (aus der Serie: Transitorte, Armenien). (2004, Barytabzug, 44,7 × 34,8 cm, Archiv der Künstlerin)

Seit 40 Jahren befasst sich die Fotografin Ursula Schulz-Dornburg mit Grenzlandschaften, Transitorten und Relikten vergangener Kulturen. Ihre analogen Schwarzweissfotografien sind Zeugnisse verschwundener Landschaften, vergangener politischer Systeme, sich im Auflösen befindlicher Kulturkreise und erlöschender Gesellschaften. Geprägt von ethnologischer Neugierde und einem archäologischen Blick, sind die Aufnahmen an den Schnittstellen von Dokumentarismus und politischer Fotografie, von Konzeptkunst und aufklärerischem Verantwortungsgefühl entstanden.

Anhand von 13 umfangreichen Werkgruppen und mehr als 200 Arbeiten gewährt das Städel-Museum in Frankfurt am Main mit «The Land In-Between» erstmals einen umfassenden Gesamtüberblick über das Schaffen der Künstlerin.

Von Medina an die jordanische Grenze (aus der Serie: Von Medina an die jordanische Grenze). (2003, Barytabzug, 31,3 × 25,3 cm, Archiv der Künstlerin)

Kronstadt (aus der Serie: Kronstadt). (2002, Heliografie, 70 × 45 cm, Archiv der Künstlerin)

Erevan – Parakar (aus der Serie: Transitorte, Armenien). (2004, Barytabzug, 44,7 × 34,8 cm, Städel-Museum, Frankfurt am Main)

Opytnoe Pole – Atomwaffentestgelände Semipalatinsk (aus der Serie: Opytnoe Pole). (2012, Barytabzug, 35 × 35 cm, Städel-Museum, Frankfurt am Main)

Tal der Gräber (aus der Serie: Verschwundene Landschaften, Palmyra, Syrien). (2010, Barytabzug, 30 × 31,8 cm, Städel-Museum, Frankfurt am Main)

Von Medina an die jordanische Grenze (aus der Serie: Von Medina an die jordanische Grenze). (2003, Barytabzug, 31,3 × 25,3 cm, Archiv der Künstlerin)

Verschwundene Landschaften, Irak, Marsh Arabs (aus der Serie: Verschwundene Landschaften, Irak, Marsh Arabs). (1980, Barytabzug, 26 × 26 cm, Privatsammlung, USA)

15 Kilometer entlang der georgisch-aserbeidschanischen Grenze 1998–1999 (aus der Serie: 15 Kilometer entlang der georgisch-aserbeidschanischen Grenze 1998–1999). (1998/99, Barytabzug, 23 × 25 cm, Städel-Museum, Frankfurt am Main)

Von Medina an die jordanische Grenze (aus der Serie: Von Medina an die jordanische Grenze). (2003, Barytabzug, 31,3 × 25,3 cm, Archiv der Künstlerin)

Echiniadzin – Erevan (aus der Serie: Transitorte, Armenien). (2002, Barytabzug, 44,7 × 34,8 cm, Städel-Museum, Frankfurt am Main)

Ursula Schulz-Dornburg. The Land In-Between – Fotografien von 1980 bis 2012

Die Ausstellung im Städel-Museum in Frankfurt am Main dauert noch bis zum 9. September.

Weitere Informationen zur Fotografin finden Sie hier.