Das Ammenmärchen vom bösen Durchzug

Warum sollte Passatwind mit 60 km/h herrlich und Bürozugluft mit 2 km/h teuflisch sein? (Foto: iStock)

Die deutsche Immigration in die Schweiz ist an sich eine Erfolgsgeschichte, wir denken an die Menschen in den Professuren der ETH, in Sozial- und Pflegeberufen, in den Tankstellen und an der Ikea-Kasse. Sicher, es gibt unangenehme Begleiterscheinungen: «Poschte» heisst immer mehr «ichaufe», und auch andere Schwabizismen breiten sich via TV-Werbespots aus, und kurlige Dialektwörter werden langsam verdrängt. Ich schnalle mich schon für den Moment an, wenn ich zum ersten Mal einen Berner Oberländer «lecker» sagen höre, und werde in dem Moment der SVP beitreten. 

Ohne Immigration von Deutschen wäre Ihnen noch mehr erspart geblieben (unter anderem ich, seit 1962 im gelobten Land anwesend). Wir wissen, dass nichts geringer ist als die Assimilationsbereitschaft von Deutschen. Der Immigrant aus Sri Lanka weiss nach drei Tagen, dass wir gerne alles auf der ersten Silbe betonen, Beispiel Aussprache der geliebten SBB: ESSbb! Deutsche werden auch noch nach 30 Jahren in der Schweiz sbBE sagen, was verstörend ist.

Durchzug als Mitbringsel der Deutschen?

Deshalb halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass der Durchzug aus Deutschland in die Schweiz kam. Ich kann mich nicht erinnern, dass das in den 60ern und 70ern ein Problem oder Thema war. Sieht man alle Treffer zu Durchzug und Zugluft im Idiotikon, wird schnell klar, dass es sich um Wind vor der Tür und nicht im Haus handelte – früher.

Irgendwann muss es genug Deutsche in der Schweiz gegeben haben, dass Durchzug auch in der Schweiz ein Thema wurde. In Deutschland ist das seit jeher eine furchtbare und unsinnige Obsession. Menschen, die kein Problem damit haben, in den Ferien am Strand von Fuerteventura Hitze und gleichzeitig Nordostpassat mit 60 km/h auszuhalten, fantasieren sich schlimme Krankheiten bis zum Tod zusammen, sobald in einem Büro von einem Fensterli zum anderen schreckliche 2 km/h wehen.

Steifer Nacken? Nein, Erleichterung! (Foto: iStock)

Im eigenen Saft schmoren muss nicht sein

Was hört man nicht alles, was die hinterhältige Zugluft alles anstellen soll, steifer Nacken, Grippe und Schlimmeres. Das führt dazu, dass viele Menschen in Sommern wie diesem vollkommen sinnlos im eigenen Saft vor sich hin schmoren, statt die Segnungen des Windes zu geniessen, der in der deutschen Sprache und nur dort der gemeine, hinterhältige Durchzug ist.

Wenn man nämlich alles richtig macht, kann einem die Hitze, die kommende Woche wieder verschärft auf uns zukommt (10-Tage-Trend, einfach Ihren Ort eingeben), wenig anhaben.

Es könnten sich nun einfach alle einen Ventilator kaufen. Viele Grosis und Ättis würden auch in der Schweiz noch leben, würden Kinder und Enkel einen Ventilator schenken. Mit einem anständigen, Wind machenden Propeller hält man fast jede Temperatur aus. Doch in der allgemein grassierenden Unwissenheit wird bei Hitze so ziemlich alles falsch gemacht, was Linderung verschaffen könnte. Und der unwissenschaftliche Aberglaube ist natürlich inzwischen dutzendfach im Internet verewigt, damit sich die Zugluft-Ängstler immer gegenseitig versichern können, dass man nur ein sinnvolles Leben führen kann, wenn die Luft permanent steht.

Was Sie bei Hitze tun sollten

Das gilt insbesondere für Kinder und ältere Menschen:

  1. Klimaanlage einschalten, wenn vorhanden. Eine gutschweizerisch gewartete Klimaanlage macht nicht krank. Alle Bedenken vor Klimaanlagen sind lustiger Aberglaube.
  2. Kaufen Sie einen Ventilator oder mehrere. Lassen Sie sie laufen. Es passiert Ihnen nichts. Deckenventilatoren können nur bei niedriger Raumhöhe ungesund sein.
  3. Wenn Sie in beide Richtungen hinaus Fenster haben, immer alle öffnen, wenn Sie daheim sind. Geniessen Sie den angenehmen Wind. Laden Sie bis Herbst keine Deutschen ein.
  4. Es ist dunkelster Aberglaube, dass man Fenster schliessen soll, sobald es draussen wärmer ist als drin. Sie produzieren drin so viel Feuchtigkeit und Kohlendioxid bei stehender Luft, dass alles besser ist als das Elend, das Sie mit geschlossenen Fenstern produzieren.
  5. Haben Sie alle Fenster nur in eine Richtung und womöglich tendenziell Richtung Süden, sind Sie verloren. Auch geöffnete Fenster bringen wenig, da es so kaum Luftaustausch gibt, ausser wenn Sie ihn erzwingen. Fenster mit Mückengitter versehen und weit aufmachen, Ventilatoren nachts vom Fenster in den Raum ausrichten, tagsüber einfach vor Ihr Gesicht stellen.

Geniessen Sie den Sommer

Wenn Ihnen Deutsche begegnen, die mit Durchzug drohen, diskutieren Sie eine mögliche Ausschaffung, da dieser Aberglaube die Gesundheit vieler Menschen bei uns bedroht. Falls Sie in den Ferien in heissen Gegenden sind, wo es gerne windet und womöglich die Leute beim Schaffen draussen schwitzen, fragen Sie die Leute, ob sie eine der Beschwerden haben, die allenthalben dem Durchzug zugeschrieben werden. Fragen Sie sich selbst, warum Sie es immer angenehm fanden, wenn am Strand am späten Vormittag der Seewind aufkam.

Und wenn Sie daheim genügend Ventilatoren oder durch Fenster überall schönen Durchzug haben, geniessen Sie den Sommer. Und zu guter Letzt: Kleinkinder brauchen ab 30 Grad nur eine Windel und Schatten/Sonnenschutz, sonst nichts. Bitte verzichten Sie auf Kappen und alles, was wärmt. Und noch mal, auch wenn die Plakate immer nur was über Hunde sagen: nie ein Kind im Sommer auch nur kurz im Auto lassen. Nie. Einfach nie. Gar nie.

112 Kommentare zu «Das Ammenmärchen vom bösen Durchzug»

  • Karin Stepi sagt:

    Warum das Ammenmärchen vom Durchzug bereits aus drm Mittelalter stammen könnte lesen sie hier:
    http://m.spiegel.de/spiegel/print/d-46034539.html

  • Thomas schweikle sagt:

    Ammenmärchen? Jein.

    Durchzug, der nur einen Teil des Körpers trifft: Böse.
    Durchzug, der alle Teile des Körpers trifft: ok.

    Warum? Weil Durchzug, der nur einen Teil des Körpers trifft diesen einen Teil weit stärker kühlt als guttut, ohne das der Rest des Körpers davon besonders profitiert — also auch gekühlt wird. Das gibt dann partielle Unterkühlungen. Besonders anfällig dafür: der Nacken.

    Bei Schreibtischtätern ist genau das oft gegeben: der Nacken sitzen im Luftstrom des geöffneten Fensters, die Füße sind dem nicht ausgesetzt. Die Arme und der Oberkörper stecken in einem mal mehr, mal weniger luftdurchlässigen Hemd und profitieren vom Luftstrom nicht.
    Folge: der Körper schwitzt. Der Nacken auch. Der Nacken wird kalt und kälter. Irgendwann ist dann der Punkt erreicht: steif.

  • Thomas schweikle sagt:

    Durchzug war bei uns nie ein Thema. Ausser er führte dazu das Türen oder Fenster mit lautem Krachen zugeschlagen wurden. In extremen Fällen war dann im Anschluss eine Glasscheibe fällig (die bei den Türen, durch Plexiglas ersetzt wurde).

    Simple Lösung: Türen festbinden, Fenster ebenfalls. Manchmal hilft es auch was davorzustellen, damit die nicht vom Durchzug zugeschlagen werden und im Extremfall sogar kaputtgehen.

  • Hans Hasler sagt:

    Ja, ich habe auch jahrzehnte lang geglaubt, das mit dem Durchzug sei Unsinn. Ich hatte auch jahrzehntelang regelmässig Hexenschuss und Halskehre. Irgendwann habe ich gemerkt, dass zwischen Durchzug und Halskehre sehr wohl ein direkter Zusammenhang besteht.
    In den Ferien sitze ich übrigens nie 8 Stunden in gleicher Ausrichtung im Wind. Darum gibt es auch weniger Probleme…
    Herr Kachelmann mag ein anständiger Wetterfrosch sein (obwohl diese Fainboys hier mir ein Rätzel sind). Als Mediziner taugt er nichts.

  • Pesche sagt:

    Wegen der „Zugluft“ sind Velorennfahrer auch ständig krank. Am schlimmsten dran sind aber die Fallschirmspringer; Zugluft mit 200 km/h, da stirbt man garantiert, auch wenn der Fallschirm sich normal öffnet. Im Sommer gerne auch mal mit kurzen Hosen und T-Shirt aus dem Flugzeug springen, sogar wenn auf 4000 msl Minusgrade herrschen. Bei der Landung alles steif wegen der Zugluft, dann noch am Abend ein kaltes Bier und man spürt den kalten Hauch des Todes.

    • Franz Bettinger (Arzt) sagt:

      Kachelmann hat recht bzgl. der Schweiz, und Sie mit dem Hinweis auf die Tropen. Sobald die Außentemperatur (in den Tropen, kaum in der Schweiz) höher ist als die 36,5°-Kern- Temperatur des Menschen, nutzt Durchzug nichts mehr, um den Körper zu kühlen. Ja, die Kern-Temperatur! Die durch Konduktion (Blutfluss) an die kühlere Haut geleitet wird. Physikalisch involviert sind beim Kühleffekt des Durchzugs (wind chill) die Konvektion von Luft, die kälter ist als der Mensch. Es kommt nicht darauf an, ob die Luft außen wärmer ist als in Gebäuden, sondern darauf, ob die Luft wärmer ist als der Mensch und das hängt vom Breitengrad ab. Stehende Luft führt kaum Körperwärme ab. Bewegte Luft schon. In einem Bach kühlt man mehr aus als in einem Teich. Daher sind Durchzug oder Ventilatoren wichtig.

      • Thomas schweikle sagt:

        Ähm: Sie vernachlässigen die Wirkung von Schwitzen. Wasser das Verdampft kühlt extrem wirkungsvoll. Ich kriege sie, vorausgesetzt sie können gemütlich vor sich hin schwitzen, noch mit 43°C warmer Luft gekühlt!

        Durchzug ist nicht dramatisch (ausser durch Zugeschlagene Türen und Fenster). Zugluft dagegen schon eher. Es hängt damit zusammen wie stark der Kühleffekt ist und wieviel Bewegung die Kühlung an andere Körperstellen bringt. Problematisch ist, wenn nur Teile des Körpers gekühlt werden, aber der Rest heftig vor sich hin, im eigenen Saft gart. Die der Zugluft ausgesetzten Teile werden kräftig gekühlt. Die anderen Schwitzen. Hält der Zustand zu lange an, dann kommt es zu den beschriebenen Problemen. Lösung: großflächig Wind. Oder die Zugluft abstellen.

  • Peter Aletsch sagt:

    Kachelmann verdient somit den ‚Kaktus‘-Preis für Ratschlag für Energieverschwendung, falls durch seine Empfehlung mehr energetische Wohnungskühlung durch überflüssige Durchzugs-Erwärmung gemacht wird. Zumindest eine Maschine wird dadurch verstärkt Strom konsumieren: der Kühlschrank. Da er auch Abwärme liefert, muss er sich selber verstärkt kühlen: eigentlich eine Kettenreaktion wie bei der Kernenergie. Könnte man nicht Energie-WKs ‚für alle‘ machen, wo gelernt wird, Energie im Haus zu sparen: im Winter Heizenergie, im Sommer eher indirekt durch passives Kühlhalten?

  • suza sutter sagt:

    der kachelmann hat für mich fast immer unrecht, was er sagt, aber wie er es sagt, ist wunderbar😅

  • Dani sagt:

    Hallo Herr Kachelmann, schön wieder mal etwas von Ihnen zu lesen, ich hatte Sie schon vermisst. Also dass der Durchzug aus natürlichem „Fenster öffnen“ keine Krankheiten mit sich bringt, das war mir schon immer klar. Nicht sicher bin ich beim Ventilator oder eben der Klimaanlage, vor allem wenn die immer an die gleiche Stelle beim Körper wehen. Das kann doch keine Einbildung sein, dass man nach einem heissen Sommertag und Shoppingbummel in den klimatisierten Geschäften auf einmal Erkältet ist, oder dass man unter einer Klimaanlage, die einem an die Schultern zieht, eine Halskehre bekommt.

    Jedenfalls ist Durchzug in Verbindung mit einem schwenkbaren Ventilator vor dem Fenster im Sommer eine super Wohltat und gerade in Tropennächten der Retter schlechthin.

  • Roger Staub sagt:

    Meteorologe Kachelmann wagt sich in Sachgebiete vor, von denen er nichts versteht. Glaubt irgendwelchen „wissenschaftlichen“ Fake-News und walzt sie zu Pseudowahrheiten aus. Auch eine Art, sich ins Gespräch zu bringen.

  • Robert Hasler sagt:

    Bei uns früher, als es noch keine Deutschen gab – sondern höchstens Schwaben – und die D-Mark noch 1.20 Wert war, da sprach man von Durchzug, wenn einer einfach so daherlaberte, dass es zu einem Ohr rein und zum andern wieder raus ging.

  • Markus Keller sagt:

    Die Innentemperatur in Gebäuden entspricht zu 90% der Temperatur der inneren Bauteile. Die Lufttemperatur oder Abwärme von Menschen spielt nur sekundär eine Rolle. Jedoch transportiert die Luft viel Wärme. Wenn es also draussen wärmer ist als die gewünschte Innentemperatur soll der Wärmetransport unterbunden werden und somit die Fenster geschlossen werden, damit sich die inneren Bauteile möglichst wenig erwärmen können. Auch Räume mit Fensterläden oder äusseren Rolläden verdunkeln bringt viel.
    Ich bitte den Autor, sich zuerst über Bauphysik zu informieren, bevor so ein Unsinn geschrieben wird.

    • Peter Aletsch sagt:

      Alles richtig, nur muss man „… transportiert die Luft viel Wärme“ relativieren insofern das nur zutrifft bei hohem Luftdurchfluss. Chill-factor, nur hier angewandt auf die allgemein höheren statt kälteren Aussenlufttemperaturen.

    • zysi sagt:

      Ich bin nicht Bauphysiker; aber mir scheint, dass Sie mit einzig dem Fokus auf die Temperatur und Wärme nicht alle physikalischen Einflüsse berücksichtigen, die Herr Kachelmann im Artikel andeutet.
      Im Punkt 4 wird dies erwähnt mit dem Hinweis auf die Feuchtigkeit und dem CO2.
      Aber ich gehe nun mal davon aus, dass Sie wie der Herr „Hannes“ weiter unten auch die unterschiedlichen Eigenschaften von trockener, feuchter und nasser Luft bei verschiedenen Temperaturen (hohe und tiefe) kennen.
      Ansonsten kann hier das Mollierdiagramm weiterhelfen.

      • Markus Keller sagt:

        Sind viele Leute in einem kleineren Raum, muss natürlich mal das CO2 raus. In ca 10 Minuten lüften dürfte die Luft ersetzt sein (je nach Temperaturunterschied innen und aussen) – und dann Fenster wieder zu.
        Übrigens: wenn Kachelmanns Theorie stimmen würde, würden es dann hunderte Millionen von Menschen in tropischen-subtropischen und Mittelmeerländer falsch machen – wohl kaum.

      • Peter Aletsch sagt:

        Wenn es wegen Wasserdampf und CO2 (Klimagase) so schlimm stünde, müsste man auch im Winter ständig Durchzug haben. Es genügen aber einige wenige schnelle Lüftungen, und falls irgendein kleiner Schlitz beim Rollladengurteinlass besteht, nicht einmal das.

    • Franz Bettinger (Arzt) sagt:

      Kachelmann hat recht, was die Schweiz betrifft. Und Sie, Herr Keller, haben recht mit dem Hinweis auf die Tropen. Erklärung: Sobald die Außentemperatur (wie in den Tropen, aber kaum in der Schweiz) höher ist als die Kern-Temperatur des Menschen von 36,5°, nutzt Durchzug nichts mehr, um den Menschen zu kühlen. Ja, die Kern-Temperatur, die per Konduction des Blutes an die kühlere Haut abgeleitet werden kann und bei Hitze auch dahin abgeleitet wird. Physikalisch involviert sind beim Kühleffekt im Fall von Durchzug (also der Herstellung von wind chill) die Konvektion von Luft, die kälter ist als der Mensch, und nicht die Konduktion (z.B. das bevorzugte Stehen auf in Wirklichkeit gar nicht kalten Marmorplatten) und auch nicht nicht die Strahlungswärme. Es kommt – anders als Sie annehmen, Herr

      • Markus Keller sagt:

        Herr Bettinger – wir reden hier von Behaglichkeit und nicht von medizinisch lebensgefährlichen Überhitzung vom Körper. Oder schlafen Sie denn gut in einem Raum mit 35.5 celsius, immerhin noch kühler als die Körpertemperatur?

      • Markus Keller sagt:

        Und… Die Ethik und Moral gebietet uns zumindest ein leichte Kleidung zu tragen. Daher empfinden die meisten Menschen bei der Arbeit je nach benötigter Bewegung eine Temperatur wesentlich tiefer als die Körpertemperatur, nämlich ca 20-25 bei ca 50% Luftfeuchtigkeit als angenehm. Bei der Diskussion hier geht es darum, wie in einem Gebäude diese Behaglichkeit hergestellt/beibehalten werden kann, möglichst ökologisch und ökonomisch. Klimanlagen können das, haben aber auch Nachteile (oft Zugluft und Energieverbrauch). Um ´Konduktion des Blutesˋ im nackten Körper geht es hier wohl eher nicht. Sorry.

  • Markus Keller sagt:

    Das Problem mit Durchzug ist, dass man sich darauf nicht einstellt oder einstellen kann, im Gegensatz zu kräftigem Wind draussen. Ähnliches Problem: Übelkeit auf grösseren Schiffen im Gegensatz zu keinem Problem auf kleinen Schiffen bei hohen Wellen.
    Ich bekomme bei Durchzug ganz klar massiv Kopfweh und fahre jedoch Motorrad ohne davon Kopfweh zu bekommen. Haben Sie nun verstanden, Herr Kachelmann?

  • Biene Sums sagt:

    Somit kommt für die Halskehre im Sommer also nur noch der Pollenstaub als Ursache in Frage. 🙂

  • Wetterfrosch sagt:

    Du hast recht, nur immer über das Wetter zu schreiben wird ja richtig langweilig.
    Du hast schon sehr früh dieses Thema provoziert indem du plötzlich das trockene Thema mit lockeren Bezeichnungen wie „Blumenkohlwolken“ etc. aufgelockert hast.
    Nun ist diese Phase auch vorbei indem dich viele diesbezgl. kopiert haben. Als „Spaltenschreiber“ gelingt es Dir wie erkennbar sehr gut mit diesem gerissenen Durchzugsthema das Völkle zu Diskussionen zu provozieren, wobei das der Trend von vielen Spaltenschreiber ist. Gut für den Tagi und gut für Dich. Wie heisst es doch, spricht man gut oder spricht man schlecht von mir, Hauptsache man spricht von mir. Sei lieb gegrüsst.

  • Naja... sagt:

    Nun, wo bleibt der Hinweis auf die wissenschaftlichen Quelle? Wenn Sie schon mit Aberglauben aufräumen möchten, wäre es das Mindeste, dass Sie die Grundlagen zur kritischen Betrachtung anbieten.

  • Hannes sagt:

    Punkt 3 ist pyhsikalischer Unsinn. Wenn es draussen 35°C ist, dann werden die Fenster beschattet und geschlossen. Der Temperaturanstieg in den Räumlichkeiten kann so verhindert werden, da es sowas wie den U-Wert gibt, welcher aber anscheinend in dieser Diskussion als nicht relevant befunden wurde, da wohl zuviel Pyhsik. Desweiteren wurde auch die Komfortzone des Menschen nicht erwähnt, was ebenfalls noch so relevant wäre (die ETHZ, Architektur, Bauphysik gibt Ihnen sicher gerne Auskunft betreffend Konvektion und Behaglichkeit).
    Bitte wenden Sie sich doch an einen Bauphysiker und bleiben Sie lieber ausserhalb der Gebäudehülle, da sind ihre Artikel definitiv besser (und haben Hand und Fuss).

    • Peter Aletsch sagt:

      Neben der Wärmedämmung (U-Wert) spielt auch die Wärmespeicherungskapazität der schweren, tragenden Gebäudemasse eine wichtige Rolle. Mit beiden hohen Werten kann man die Nachtkühle von einer Nacht zur anderen ‚retten‘. Ich sehe oft bei gewissen Gebäuden wie Verkaufshallen, dass man meint, man müsse tagsüber die Löcher aufmachen zwegs kühlenden Durchzugs. Dadurch heizen sie sich aber auch auf. Nachts sind sie dann geschlossen aus Sicherheitsgründen, wodurch eine Abkühlung verhindert wird. Dadurch heizen sich diese Hallen grandios auf.

      • Hannes sagt:

        Genau, Herr Aletsch, hab mich kurz gehalten, da die Speicherung der Wärme auch den Zeitfaktor nach sich zieht und dies dann ein kleines Referat ergeben hätte. Insbesondere wenn man dann das Betrachtungsfeld von 24 Stunden auf zwei Wochen erhöht, was eigentlich sinnvoll wäre…

  • Peter Aletsch sagt:

    „Wenn Sie in beide Richtungen hinaus Fenster haben, immer alle öffnen, wenn Sie daheim sind.“ Theoretisch und experimentell falsch. Früher wussten noch mehr Leute, dass es drinnen bis 10 Grad kühler bleibt bei solarer Abschirmung am besten durch (ausklappbare) Aussenrolllaeden etc. und Verhinderung von ständigem Luftaustausch. Das steht auch in einem Beispiel in der digital gesteuerten HLK – Technik, das ich einmal als Beispiel nahm. Mein altes Holzhaus hat nur Dämmklasse E und wird erst so gegen 20h abends gleich warm wie draussen bei 35 °. Wegen den Gasen kein Problem, es kommt genug durch die Rollladenschlitze etc. Die Wärmekapazität von Luft ist sehr gering, so dass mehrmaliges Lüften nicht zu wesentlicher Temperaturerhoehung führt.

    • Peter Aletsch sagt:

      Dazu kommt: bei Durchzug erwärmt sich der grosse Wärme(‚Kälte‘)-Puffer Mauer/Wand relativ schnell. Er wird also auch am nächsten Morgen und Tag noch wärmer sein als sonst. Man muss ständig die Erwärmung der Mauern verhindern. Gut ist, wenn man einen tiefen Keller hat, denn damit kann man zusätzlich von unten kühlen. Dabei hilft, dass kühle Nachtluft dorthin hinabsinkt und auch bleicht, sofern man dessen Türen und Fenster geschlossen hält.

  • Aenn sagt:

    Grüezi Herr Kachelmann
    Kann es sein, dass es beim Durchzug, Auto- und Cabriofahren auf die Temperatur ankommt? Dafür würde jedenfalls meine eigene Erfahrung sprechen. Und wenn wir schon dran sind, hätte ich noch eine Frage zu einem früheren Beitrag: ist ein Cabrio mit geschlossenem Stoffdach ein vor Blitzeinschlag schützender Käfig? Vielen Dank und Gruss

  • Riek Oechslin sagt:

    Kachelmann schreibt Quatsch hier. Sogar mein TCM Arzt mit CH Dr. Med. schüttelt nur den Kopf. Durchzug macht chronisch krank Punkt fertig

  • Markus Tschopp sagt:

    Schuster, bleib bei deinen Leisten! – würde ich Ihnen gerne als Antwort geben, lieber Herr Kachelmann! Fangen wir mit der Geschwindigkeit von Zugluft an. Ist diese 60 Kmh, nimmt dies der menschiche Körper sofort wahr und stellt sich entsprechend darauf ein. Die Hauttemperatur wird gesenkt und es gibt deshalb einen relativ niedrigen Energieverlust. Beträgt die Zugluft jedoch nur 2 km/h, kann dies der Körper oft nicht feststellen, die Durchblutung der Haut bleibt gleich und der Verlust von Wärme ist höher. Hat eine Person dazu noch eine hohe Hautfeuchtigkeit, ist der unbemerkte Wärmeverlust durch die Verdunstungskälte noch viel höher. Die Folge ist eine Unterkühlung mit all ihren Folgen …! – Klimaanlagen sind schwierig zu warten, und darum ist auch die Legionärskrankheit ausgebrochen ..!

  • Claude Fontana sagt:

    Schon komisch,dass ich, ohne den Artikel zu kennen schon Jahrelang genau das tue was Sie vorschlagen, Meine Fensterfront geht nach Süden hinaus, und im Sommer bringt Fenster aufmachen gar nichts. Aber sobald es kühler wird Abends auf damit, und den Venti davor. Mückengitter hab ich zwar keine aber sogar die sind mir lieber als die Hitze. dann läuft der venti die Nacht durch und am nächsten tag mache ich ab spätestens Mittags die rolladen nach unten,bis Abend.

  • Helga Tränensack sagt:

    Klimaanlagen zu empfehlen geht nun gar nicht. Alte und Kinder können sich an heissen Tagen auch im Keller oder in einer Unterführung aufhalten. Nur für’s wohlbefinden diese unsäglich umweltschädlichen Geräte zu betreiben, ist pure Dummheit und reinster Egoismus mit einer Nach-mir-die-Sinntflut-Mentalität. Herr Kachelmann, raten Sie den Leuten besser, das hitzegenerierende Motorfahrzeug stehen zu lassen. Gleichzeitig ist der ÖV einzustellen. Auch diese produzieren eine Hitze, die verboten werden muss. Das hilft allen viel besser.

  • Franz Marke sagt:

    Als ich das erste Mal das alte Chemiegebäude der ETH Zürich vor mehr als zwanzig Jahren betreten habe, amüsierte ich mich über den Warnhinweis an der Eingangstüre, man solle diese wegen des Luftzugs geschlossen halten. Die panische Angst vor Luftzug hatte ich bisher immer als helvetische Eigenart angesehen. Aber wahrscheinlich schenken sich auch da Schweiz und Grosser Kanton nichts, was man aber auf beiden Seiten des Rheins nicht gern hören wird.

    • Peter Aletsch sagt:

      Weiter denken! Kann sein, dass dadurch ein Brand nicht gefördert werden sollte. Oft muss man bei Klimaanlagen die Leute darauf aufmerksam machen, nicht die Fenster und Türen zu öffnen. Verstehen Sie das?

  • Aleks Jovanoviv sagt:

    Ich habe mal im Buch von Joseph Murphy, einem Psychologen der die Theorie der Macht des Unterbwussteins erklären wil gelesen, das wenn man glaub dass man vom durchzug krank werden kann, man es auch wird. Wissenschaftlich gebe es dafür aber keine Beweise. Ich fahre Motorrad, teils mit nassem Haar am Morgen und hatte noch NIE Probleme deshalb. Also vertrete ich hier dir Theorie das Durchzug nur diejenigen krank macht welche dies auch glauben.
    Einen kleinen Einwand: Klimaanlagen trocknen die Luft aus und bei falscher Nutzung kann es sein dass die Schleimhäute austrocknen.(z.B. ganze Nacht an in kleinen Räumen) Trockene Schleimhäute sind anfälliger auf Bakterien und Viren. Jedoch sollte ein normales Immunsystem dies aushalten können. Was aber nicht immer der Fall ist.

    • Hans Hasler sagt:

      Was ist Ihrer Meinung nach die Ursache von einer „Halskehre“? Ich persönlich hatte noch nie Krebs (zum Glück) – würde aber nie auf die Idee kommen, desswegen zu behaupten, dass es keinen Krebs gibt.
      Durchzug kann nunmal wirklich Verspannungen auslösen.
      Mit Erkältung habe ich selber auch kein Problem. Was kein Beweis ist, dass das ganze nur psychisch verursacht wird.

  • Werner Boss sagt:

    Es war ja schon immer den glücklichen, gesunden vorbehalten, sich über die “ Empfindlichkeiten“ derer lustig zu machen, welche halt durch ungleiche körperliche Voraussetzungen etwas mehr zu ertragen haben in ihrem Leben als andere! Es ist sehr wohl so, dass sich durch punktuelle Abkühlung von Muskulatur und Gelenken hartnäckige und ziemlich schmerzhafte Unpässlichkeiten bilden können. Ganz egal ob Durchzug oder bloss Wind
    Lustig ist jeweils festzustellen, wie sich die “ Helden “ , wie wohl auch der Autor, sehr schnell, das Windstillste Plätzchen im Gartenrestaurant ergattert haben, wenn es am Abend kühler wird!

  • Christian Bolliger sagt:

    Es fällt mir ja sehr schwer – aber ich muss die deutschen Einwanderer in den Schutz nehmen. Den prägnantesten Satz den ich als Kind der 60er Jahre von meinen Grossmüttern, Tanten und den gesammelten Freundinnen derselben in Erinnerung habe: „Es zieht – mis Rheumatisch!“ Das alles von echten Zürcher Mittelstandsfrauen – die einzigen Eingewanderten kamen aus dem Aargau. Ich selbst spürte keinen Lufthauch und zweifelte an den Fähigkeiten von Menschen über 40.

  • Felix sagt:

    Im Artikel habe ich keine Quellen gefunden, in den Kommentaren erwähnen Sie, Herr Kachelmann, den Stand der Wissenschaft. Ich würde wirklich gerne (ganz unironisch) nachlesen und meinen Aberglauben damit besiegen – wo kann ich das tun?

  • Christoph Bögli sagt:

    Ich denke mal, die Vorurteile gegen Klimaanlagen kommen primär von Erlebnissen aus dem Urlaub, da in manchen Ländern die äussere Hitze in Gebäuden mit extremer Kühlung überkompensiert wird. Was zu einem teils problematischen Temperaturgefälle führt, wenn man in Shorts nassgeschwitzt aus schwüler Tropenhitze in einen Raum mit fröstelnden 16 Grad stolpert. Das ist tatsächlich nicht unbedingt gesund oder zumindest nicht angenehm, aber v.a. das Resultat unangemessener Verwendung von Klimaanlagen. Wenn man diese auf eine sinnvolle Temperatur einstellt, dann sind Klimaanlagen eine unbedenkliche Wohltat (ausser vielleicht aus ökologischen Gründen, aber das ist ein anderes Thema).

  • Guguseli sagt:

    Herrlich!
    Es gibt Länder da existiert nicht mal ein Wort für Durchzug.
    Ich liebe ihn – wirklich – ganz fest und geniesse ihn seit Jahrzehnten wann immer möglich.
    Und dies ohne irgendwelche Nebenwirkungen.

  • Michael Hofmann sagt:

    Es tut mir leid Herr Kachelmann aber Sie irren sich betreffend Ihrer Ansicht über Fenster die man bei Hitze schliesst. Ich wohne in den Berner Bergen in einem Denkmal geschützten Haus mit nicht renovierter Fassade. Der Verputz der Fassade ist ein alter Mörtel, übermalt. Ich habe renovierte aber auch schon veraltete Fenster. Habe in der Nacht teils Fensterläden zu und Fenster offen. Am morgen angenehme Kühle die bleibt wenn ich Sonnseitig tagsüber 1-2 Fensterläden schliesse. Schattseitig öffne ich tagsüber immer ein Fenster bei Sommerhitze. Hunde können nicht schwitzen aber mein Schäferhund fühlt sich so immer wohl. Offene ungeschützte Fenster bei Sommersonne bei mir würden wegen Sonnen exponierter Lage und der extrem guten Fassade erfahrungsgemäss in kürze eine unerträgliche Sauna machen.

    • Christoph Bögli sagt:

      Es ging aber nicht um Fensterläden, sondern die Fenster selber. Dass alles, was die Sonne abblockt, zur Kühlung beiträgt, ist natürlich so – die Fenster verschliessen sollte man deswegen im Normalfall aber trotzdem nicht.

      • Michael Hofmann sagt:

        Sorry Herr Bögeli was wollen Sie mir erzählen?
        Alleine Fenster schliessen bringt nichts weil sich durch das erheizte Glas die Hitze staut. Lesen Sie die Kommentare. Etliche beschreiben Fenster dichtmachenn usw. bei Sonne als nützlich. Die Fensterläden sonnseitig auch noch zu schliessen ist die logische Konsequenz. Und ein Fenster ist bei mir immer offen wegen dem Hund. Sie haben meinen Kommentar nicht verstehen wollen. Danke für ihre unangebrachte Behlerung das ich mich mit Fensterläden schliessen entgegen dem Artikel geäussert haben soll.

  • Rolf Bachmann sagt:

    Bei den Antworten von Herrn Kachelmann kommt der oft der Eindruck auf, er meine es ironisch. Irrtum, für ihn ist doch auch Ironie nur ein Aberglaube.

  • Hans Schaller sagt:

    Ich bin vor 84 Jahren in Solothurn geboren und dort aufgewachsen. Wenn es im Haus zu heiss war, dann machten wir „Durzug“. Durchzug ist also kein Import aus Deutschland, sondern ein Wort des Solothurner Dialekts.

    Schöne Durzug,

    Hans Schaller

  • Christa Arnet sagt:

    Völlig klar, dass manche Leute vom Durchzug einen steifen Nacken bekommen. Aber nicht von der Luft, sondern von der Angst vor der Luft. Das erzeugt eine grässliche Verspannung und diese schmerzt natürlich.

  • Eisbär sagt:

    Lieber Herr Kachelmann
    Ich habe teilweise bis 29 Grad im Büro und öffne hinter und vor mir die Fenster.
    Als Nebenwirkung davon habe ich die „Halskehre“. Bilde ich mir das nun tatsächlich nur ein?

  • Beni Schwarzenbach sagt:

    Die beste Klimaanlage ist ein feuchtes Käppi oder T-Shirt. Nichts kühlt so effektiv wie die Verdunstungskälte direkt am Körper.

  • Stephan Baumann sagt:

    Durchzug kann selbst in einem mit Shengfui-Krimskrams dekorierten Raum zu schweren Beschwerden führen. Mit Notfallkügeli lässt sich vielleicht das Schlimmste abwenden. Ach der Aberglaube wird nie aussterben.

  • Raimund W. Ritzi sagt:

    Der gute Herr Kachelmann schreibt amüsante Artikel und ich hoffe, dass die Angaben zum „Durchzug“ einfach rundweg stimmen.
    Allerdings verhehlt er nicht, dass er (wohl inzwischen) von den Deutschen nicht viel hält, was den Artikel etwas schmälert.
    Ich würde mir wünschen, ihn wieder öfters im TV zu sehen, ist er doch auch als Wetterprophet spannender als die meisten Moderatoren.

  • Daniel Wigger sagt:

    Mit dem kühlenden Durchzug bin ich ganz bei Ihnen, Herr Kachelmann. Aber: Es geht noch kühler: Machen sie den Durchzug nur in der Nacht, und speichern sie die kühle Luft im Innern den Tag hindurch. Erst wenn es drinnen wärmer ist als draussen, müssen sie die Fenster aufmachen.

    • Jörg Kachelmann sagt:

      Das stimmt nur, wenn niemand im Raum ist, sobald jemand drin wohnt, völliger Unsinn, siehe Text.

      • Geert sagt:

        So einen Quatsch. Kein Südländer käme je auf die dumme Idee, tagsüber ein Fenster zu öffnen. Bei uns war letzte Woche ohne Klimaanlage angenehme 19-21 Grad, während draussen 30+ war. Fenster spätestens um 8:00 zu, und erst um 23:00 wieder auf.

  • Ralph sagt:

    Habe gestern vom Ventilator einen steifen Nacken bekommen, bin aber nicht Deutscher. Was mache ich falsch?

    • Jörg Kachelmann sagt:

      Sie neigen zu Einbildung. Gehen Sie an den Strand und schauen Sie, ob Sie bei Wind auch einen steifen Nacken bekommen. Viel Glück.

  • Fritz Zoller sagt:

    In einem Minergie-Haus mit Komfortlüftung (Wärmeaustausch) stimmt die Behauptung betreffend Feuchtigkeit und Kohlendioxid unter Nr. 4 nicht. Wer will darf aber trotz Komfortlüftung Durchzug machen, ist nicht verboten aber am Tag unnötig.

    • roland sagt:

      die lüftung (sehr komfortabel!) ist im sommer völlig unnötig. den strom spare ich mir, und öffne jede nach die fenster.

      • Horst Naujoks sagt:

        Mache ich inzwischen auch: von Juni bis August ist die kontrollierte (was für ein imposantes Adjektiv) Lüftung, sprich der Propeller im Keller : aus. Minergie at it’s best 😉 [hej jo, han d’fenschter offe, uff dr richtige site]

  • Matt Senn sagt:

    DANKE! DANKE! DANKE!
    Ich kann den Müll nicht mehr hören von wegen steifer Nacken oder Erkältung

  • Maja Bürgisser sagt:

    Herr Kachelmann irrt, wenn er meint, die Hysterie betr. Durchzug käme von den Deutschen. Ich bin jetzt 72 Jahre alt, bin in Zürich geboren und aufgewachsen, wie auch meine beiden Eltern und Grosseltern . Diese Angst kenne ich seit ich denken kann und genau so lange habe ich ein Problem damit und muss ständig aus irgendwelchen Lokalen oder Verkehrsmitteln flüchten, weil ich lieber erfriere als zu ersticken. Seit ein paar Jahren lebe ich jetzt im Sommer sehr heissen Sottoceneri und auch hier grassiert diese Angst, v.a. bei älteren Menschen ( Frauen?). Ich denke, man hat so einen Grund für alle Wehwehchen gefunden und kann somit die anderen dafür verantwortlich machen. Niemand getraut sich nämlich, dagegen zu opponieren, man will ja nicht schuld am Leiden der Mitmenschen sein.

    • Horst Naujoks sagt:

      Ich finde Herrn Kachelmann erfrischend, einen starten Nacken bekomme ich davon jedenfalls nicht.
      Ihren Beitrag finde ich aber mehr: Horizonterweiternd. Danke.

      Das Lustige im Ernsten und umgekehrt, das macht es aus (für mich)

  • Petraccini sagt:

    Mit dem „Durchzug“ mag Herr Kachelmann Recht haben. Das andere ist definitiv Käse; wenn am Morgen die Temperaturen über die Raumtemperatur steigen, mache ich immer alles dicht. Und es bleibt wunderbar kühl in meiner guten Stube!

    • Jörg Kachelmann sagt:

      Das ist Einbildung. Sie erzeugen durch Ihr Atmen eine so schwüle und CO2-reiche Atmosphäre bei sich zuhause bei völliger Windstille, dass nur die Einbildung Sie durch den Tag bringt.

    • Hotel Papa sagt:

      Funktioniert nur in dicken Gemäuern. Wir haben in unserem Büroleichtbau alles versucht: Kühle Luft am Morgen mit Ventilator einfangen, verschiedenste Öffnungs und Schliessstrategien. Es blieb immer gleich: im Büro ca. 2°C wärmer als draussen.
      Also Fenster auf, und sich zumindest vom Windhauch fächeln lassen.

      • Egici Egon sagt:

        frau petracini ist ja vielleicht dann tagsüber gar nicht zu hause. dann ergibt’s sicher sinn!

  • Carolina sagt:

    Haha, selten so gelacht! Aber in einem muss ich Sie korrigieren: es ist in unserem Freundes- und Bekanntenkreis schon so oft diskutiert worden, dass fast immer die Männer – sagen wir mal so ab Mittelalter bzw dann, wenn die meisten Frauen geöffnete Fenster beim Schlafen wollen wegen nächtlichen Schwitzens – gerne mal in ihrem eigenen Saft dahinschmoren! Und zwar angeblich, weil der Durchzug ihnen Rücken- und Nackenschmerzen verursacht. Und das auch bei hohen Aussentemperaturen – und übrigens sind Ventilatoren auch bäh! Und kein Deutscher in Sicht!

    • Hotel Papa sagt:

      Umkhert isch au gfahre! Bei mir war es regelmässig die holde Weiblichkeit, die den Gfrörli raushängt und keine kühle Nachluft will.

  • Manuela Alder sagt:

    Super Artikel. Danke, lieber Jürg. Hoffentlich lesen das auch meine Grossraumbüro-Kollegen. Vor allem die vielen Deutschen darunter, die tatsächlich bei jedem lauen Lüftchen loshüsteln und zum Schal greifen.
    Eben hat im Zug neben mir ein Berner Oberländer «lecker» gesagt. Eintrittsformular für die Volkspartei ist bestellt.

  • adam gretener sagt:

    Durchzug von den Deutschen? Da liegt Kachelmann aber falsch, der soll mal mit einer Grossmutter von Balkan über Durchzug sprechen, dann weiss er woher dieser Irrglaube wirklich kommt.

  • Wolfgang Linder sagt:

    Lieber Jörg, Deine Artikel sind wirklich super, im Allgemeinen. Aber hier ist ein Punkt leider völliger Schwachsinn. Nach meiner Zeit bei MeteoMedia bin ich in die Energiewirtschaft gegangen und hatte dort einen richtig guten Job. Nach einigen Jahren ist die Firma leider in ein neues, ultramodernes, mit Klimaanlage ausgestattetes Gebäude gezügelt. Nach zwei Tagen konnte ich dort nicht mehr arbeiten. Ich war grau im Gesicht, hatte Hustenanfälle, konnte wegen Konzentrationsproblemen meine Arbeit nicht erledigen und kaum mehr 5 Minuten joggen. Dabei befand ich mich im Training für den Jungfraumarathon (erfolgreich!). Meine Karriere in der Energiewirtschaft war damit zu Ende. Glaube mir, viele Klimaanlagen in der Schweiz sind gesundheitsschädlich! Beste Grüsse, Wolfgang Linder

  • Theobald Fankhauser sagt:

    Danke für diesen amüsanten Beitrag! Dieser ist einfach herrlich geschrieben.

  • Peter Kobelt sagt:

    Darf ich als Herkunftsschweizer ‚klasse!‘ schreiben?

  • Mark Meyer sagt:

    Wow, äs zücht, wer hätt s Fänschter offen gloo? Danke Herr Kachelmaa für diesen excellenten Beitrag zur Aufklärung der Allgemeinheit!

  • Ursel sagt:

    So gerne ich die Geschichten von Kachelmann lese – und ihm zu 98 % recht gebe – muss ich doch diesmal sagen: „Herr Kachelmann, Sie haben anscheinend noch nie – gar nie – einen steifen Hals gehabt und zwar vom Durchzug!“ Wenn man im Auto sitzt und je ein Fenster von der hinteren Gegenseite und eins von der vorderen beim Fahren ca. 2 Stunden geöffnet ist, bekommen Sie wirklich vom Durchzug einen steifen Hals – glauben Sie mir das bitte! Diese Schmerzen dauern ca. 6 Tage!

    • Jörg Kachelmann sagt:

      Genau, alle Cabriofahrer in Italien, Spanien und Griechenland, Kalifornien, Florida haben einen steifen Hals, das weiss man ganz genau!

      • Ursel sagt:

        Ich spreche nicht von Cabrios, sondern von „richtigen“ Autos, bei denen nur diese zwei Fenster geöffnet sind!

  • Rolf Randegger sagt:

    „Alle Bedenken vor … Zugluft … sind lustiger Aberglaube.“
    Ziemliche Anmassung, wass Sie sich hier erlauben, Herr Kachelmann. Als ob Sie als Meteorologe allwissend wären. Und Einfühlungsvermögen geht Ihnen ganz ab. Es gibt Menschen, für die ist Zugluft und ihre Folgen die Hölle – ist wohl sinnlos, hier noch weiter darauf einzugehen, denn anscheinend haben Sie auch bessere Kenntnisse als Patienten und Mediziner. Ich habe mich schon oft gewundert, mit welcher Sicherheit Sie Ihre absurden Behauptungen an die Leser bringen. Sie verdienen mit Ihrer Kolumne den Titel ‚Besserwisser der Nation‘ – gratuliere!

    • Eleonore sagt:

      Ich stimme Herrn Randegger total zu. Sei es im öffentlichen Verkehrsmittel, Wartezimmer, Restaurant, überall wo eine Klimaanlage in betrieb ist, muss ich, falls möglich, den Platz wechseln oder eben, ich bekomme eine Erkältung mit allen ihren unangenehmen Auswirkungen. Wie ist es möglich, dass man so einem dummen Schwauderi einen Platz in den Medien gibt.

      • Jörg Kachelmann sagt:

        Weil er nicht über seine eigene kleine lustige Einbildung schreibt, sondern über den Stand der Wissenschaft. Etwas besser wissen ist nichts Böses, es gibt sicher auch Dinge, bei denen sich Herr Randegger auskennt. Es ist immer bezeichnend, wie Menschen, die in ihrem Aberglauben gefangen sind, reagieren, wenn man über den Aberglauben schreibt. Es ist wie bei Sektenmitgliedern, wenn jemand den Guru in Frage stellt.

      • Hans Hasler sagt:

        Auch an dieser Stelle möchte ich Sie nochmals nach ihrer Quelle zu diesem „Stand der Wissenschaft“ nachfragen. Woher haben Sie diesen Unsinn? Wer hat festgestellt, dass Zugluft nicht zu Muskel/Halsschmerzen führen kann und dass das nur Einbildungen sein sollen?
        („Cabriofahrer haben keine Halskehre“ Aussagen sind kein „Stand der Wissenschaft“. Das zeugt nur von der Unkenntis was die Nackenschmerzen auslösen: Konstanter (leichter) Wind aus immer der gleichen Richtung. Cabrios haben Luftwirbel, was auch für den Strand von Fuerte gilt.)

  • Maura Hailey sagt:

    Danke Herr Kachelmann – prima geschrieben. Freue mich auf mehr Durchzug, weil ich ihn liebe. Und Ihr letzter Satz ist einfahrend und prima.

  • vladimir petrosian sagt:

    Und so schreibt jeder ein bisschen was er will und warum das Gegenteil genau so richtig ist.
    Hier kann man von einer spezialisierten Ärztin lesen warum Durchzug schädlich sein kann (nicht muss).

    http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/wie-klimaanlage-und-ventilator-der-gesundheit-schaden-koennen-a-978599.html

    • Jörg Kachelmann sagt:

      Ja, ich kenne das Interview, sehr lustig. Ich habe mit ihr gesprochen, die Ergebnisse sind völlig abseitig und hält keiner peer review durch ausländische Wissenschafter stand.

  • Julia Müller sagt:

    Ich praktiziere bei Hitze meine „Rom-Methode“ – habe früher mal dort gearbeitet, diese Methode bei „Einheimischen“ gesehen und für mich für gut befunden – also: Diejenigen Fenster, auf die die Sonne scheint, öffnen, Rollladen runterlassen. Gleichzeitig diejenigen Fenster, auf die die Sonne nicht scheint, öffnen = die „noch“ kühle Luft reinlassen. So lüftelets echli, aber nicht zu fest = es ist angenehm kühl und bleibt angenehm kühl. Bei mir funktionierts gut und: Es kostet nichts.

  • mengold sagt:

    lieber herr kachelmann
    die familie meiner frau stammt aus sizilien und der grossteil lebt in lugano. ich kann Ihnen versichern, dass dort der durchzug (corrente) ein noch grösseres thema ist. der corrente blockiert alles, vom magen bis zum nacken.
    freue mich schon auf den nächsten beitrag von Ihnen.

  • Michael Giger sagt:

    Amüsante kleine Wrap-ups zu den gängigen Mythen…Ich mag das, auch mit den kleinen leicht boshaften aber wirklichkeitsnahen Seitenhieben, die gewisse PC Gläubige wahrscheinlich grad zum Hyperventilieren und zur hypermoralischen Schnappatmung bringt . Wir brauchen wieder Männer und Frauen, die sagen was Sache ist und das fängt zuerst mal im Kleinen an also auch in einem amüsanten Wetter-Blog.

  • Rolf Meier sagt:

    Endlich spricht mal wer Klartext zur Zugluft. Zugluft: Wissen Sie noch, wie alle immer über Xüchti klagten, wenn man früher im Zug (Eisenbahn, wo man die Fenster noch runter schieben konnte) die Luft reinliess? Das war früher – heute schützen sich alle Xüchtigeplagten auch im Sommer mit Halstüchern, um ja nicht an Nackenstarre zu leiden. Sie leiden lieber an der unsäglichen Schwüle und Hitze.

    • Frau von und zu sagt:

      Gestern bin ich ohne Halstuch verreist, in der Annahme dass ich das bei 30+ Grad nicht brauche. 3 Stunden Besprechung in einem klimatisierten Raum und 4 Stunden Warten am klimatisierten Flughafen ergibt am nächsten Tag Nackensteife mit krisseligem nervus occipitalis major. Wenn man einmal anfällig dafür ist, dann ist man anfällig dafür. Meine Mutter hatte das ab 34 und mich hat’s im gleichen Alter auch befallen.

      • Hans Hasler sagt:

        Kenn ich auch das Problem. Und es ist idiotisch, dass Leute das einfach „besser wissen“.
        Nicht jeder ist zugluftempflindlich. Aber die, die es sind wissen es ohne wenn und aber.

      • Karin Stepi sagt:

        Den steifen Nacken hatten Sie wann? Genau: am (anderen) Morgen! Garantiert nicht von der Zugluft, sondern vom Schlafen. Meist weil das Kissen nicht „passt“ oder man im Schlaf „nach oben wandert“ sprich an der Wand oder Betthaupt anstösst, dort recht lang sozusagen unter „Spannung“ liegt. Eine Halskeri ist eine Verspannung. PUNKT.
        Wenn Durchzugskrankheiten existieren würden, wären Millionen von Amerikanern dauernd schwer krank. In den USA kennt man (meines Wissens) nicht einmal ein Wort für diese bei uns so gefürchtete Zugluft! In NY sind im Sommer ALLE Fenster der Ubahn geöffnet, es „zieht“ wie wahnsinnig und NIEMAND wiklich niemand wird davon krank.
        Lieber Herr Kachelmann DANKE HERZLICH für diesen Artikel! Gerne würde ich die Trams ind Busse in Zürich damit tapezieren.

      • Hans Hasler sagt:

        @Stepi:
        Das US Wort für Zugluft heisst draught . Besonders lange wurde da wohl nicht gesucht.

  • Heidi Arn sagt:

    Was sagen Sie zur ziemlich verbreiteten Meinung, bei Gewitter suche sich der Blitz den Weg durch meine geöffneten Fenster? Der Regen vielleicht, aber der Blitz interessiert sich doch nicht für mein bisschen Durchzug, oder?

  • jane marple sagt:

    ziemlicher blödsinn, was sie da von sich geben, herr kachelmann. reden und schreiben sie doch einfach übers wetter, aber lassen sie die finger von anspruchsvolleren themen, bei denen es sehr wohl etwas medizinisches verständnis braucht.

    • Jörg Kachelmann sagt:

      Nein, kein Blödsinn, sondern Stand der Wissenschaft. Cooles Pseudonym!

      • jane marple sagt:

        Doch, lieber Herr Kachelmann. Meine Tochter arbeitete zwei Jahre an einem Ort mit extremen Durchzug (Restaurant, wo im Sommer mangels Klimaanlage versucht wird, mit dem Aufreissen aller Fenster, unter 35 Grad Raumtemperatur zu kommen). Nachdem Sie schon letztes Jahre wegen einer extremen Nebenhöhlenentzündung pausieren musste, und diese doch interessanterweise wieder ausbrauch, sobald es warm wurde und die Fenster wieder immer offen standen, bekam sie als „Zugabe“ noch das Tietze-Syndrom. Zwei unabhänige Aerzte attestierten ihr, dass ihre Leiden sehr wohl vom Durchzug kommen und sie musste diesen Job aufgeben. Es ist ein Unterschied, ob man draussen im Wind mit angemessener Kleidung steht, oder ob man in einem zugigem Raum im T-Shirt arbeiten muss und schwitzt!

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