Deshalb ist Trump Trumpf

Die Show muss stimmen: Donald Trump spricht bzw. hustet vor Anhängern in Anaheim über Mitt Romney. Foto: Jonathan Ernst (Reuters)

Die Show muss stimmen: Donald Trump spricht bzw. hustet vor Anhängern in Anaheim über Mitt Romney. Foto: Jonathan Ernst (Reuters)

«Jeder Lügner und Ehrabschneider hat Tag und Nacht damit verbracht, meine Reputation zu zerstören», weinte 1824 der amerikanische Präsidentschaftskandidat und spätere Präsident John Quincy Adams. Der Mann missverstand die Natur der Präsidentschaftswahlen. Sie sind in erster Linie Entertainment: Donald Duck mit 8000 Atomsprengköpfen und zehn Flugzeugträgern. Der Rest ist Geschwafel. Und nur ein sauertöpfischer Pedant wie Mitch McConnell, der republikanische Mehrheitsführer im Senat, würde dem nicht zustimmen.

McConnell sagte neulich mit missbilligendem Blick auf Trump, der Einzug ins Weisse Haus erfordere «mehr als nur Entertainment für ein grosses Publikum». Das ist totaler Unsinn: Entscheidend für Sieg oder Niederlage ist der Unterhaltungswert der Kandidaten. Deshalb ist Trump Trumpf. Er unterhält blendend, im Gegensatz zu Hillary Clinton, die stets geschäftsmässig daherkommt und nie etwas sagen würde, worüber alle lauthals lachen. Sie ist eine Buchhalterin der Macht, wogegen Trump eine zündende Show mit pikanten Einlagen bietet.

Brot und Spiele: Trump weiss zu unterhalten, hier in Sacramento. Foto: Lucy Nicholson (Reuters)

Brot und Spiele: Trump weiss zu unterhalten, hier in Sacramento. Foto: Lucy Nicholson (Reuters)

Seine offizielle Nominierung zum republikanischen Kandidaten beim Parteitag in Cleveland wird deshalb alles Bisherige in den Schatten stellen. Sogar die Krönung Karls des Grossen 800 in Aachen wird dagegen verblassen. Er wolle einen «prächtigen Parteitag», der «brillant abläuft», sagte Trump neulich. Einer seiner Berater versprach, der Parteitag werde eine «grosse Sache» werden. Trump selber versprach «Showbizz» in Cleveland. Wie es sich für eine überlebensgrosse TV-Celebrity gehört.

Gewiss wird er seine Fans aus dem Lager der Entertainer anschleppen, Bewunderer wie Wayne Newton, Kid Rock, Dennis Rodman, Hulk Hogan und Loretta Lynn. Sie sind nicht mehr taufrisch, aber immerhin. Ausserdem möchte Trump seine grosse Rede – Gerüchte besagen, ihre Länge werde Fidel Castros Rekorde übertrumpfen! – nicht im Kongresszentrum in Cleveland halten, sondern in einem Stadion. Wie Obama beim demokratischen Parteitag 2008 in Denver. Er sprach in einer Football-Arena vor einer Kulisse von griechischen Säulen. Es erinnerte an Kirk Douglas im Sandalen-Epos «Spartacus».

Bitte recht freundlich: Trump posiert nach einem Interview in seinem Büro. Foto: Lucas Jackson (Reuters)

Bitte recht freundlich: Trump posiert nach einem Interview in seinem Büro. Foto: Lucas Jackson (Reuters)

Trump will Obama jetzt in Cleveland überbieten. Mehr Säulen, mehr Sandalen. Panem et circenses, Baby! Vielleicht darf Mike Tyson eine Rede halten. Er ist ein Anhänger Trumps. Und womöglich bringt Dennis Rodman Kim Jong-un mit. Das wäre ein Knüller. Es triebe die TV-Quoten hoch und spülte Trump die Wähler nur so zu. «Wir werden eine unglaubliche Zeit in Cleveland haben», enthusiasmierte sich Trump kürzlich.

Man munkelt, er werde vor seiner Ankunft in Cleveland von Stadt zu Stadt ziehen und die Huldigungen der Wähler entgegennehmen. Girls mit Hula-Reifen werden ihm vortanzen und schwer bewaffnete Bürger zu seiner Begrüssung wild in die Luft ballern. Sobald seine mit Girlanden aus billigem Plastik geschmückte Boeing 757 vom Firmament herabgeschwebt ist, werden freiwillige Helfer massenweise Cheeseburger unter das Volk verteilen. Laute Hosianna-Rufe werden erschallen und Loretta Lynn und Wayne Newton ein letztes Duett singen.

Hillary hat dem nichts entgegenzusetzen. Sie hat nicht einmal ein eigenes Flugzeug. Ihr Unterhaltungswert tendiert gegen null. Sie ist ein Loser.

Donald Trump landet auf dem Mesa Gateway Airport in Mesa, Arizona. Foto: Gage Skidmore (Flickr)

Donald Trump landet auf dem Mesa Gateway Airport in Mesa, Arizona. Foto: Gage Skidmore (Flickr)

36 Kommentare zu «Deshalb ist Trump Trumpf»

  • Ulrich Suter sagt:

    Trump ueberrascht uns alle immer wieder aufs Neue!

    Wie einfach Gerechtigkeit und Gerichte sein koennen zeigt er damit, dass er einfach einmal alle Angreift und verunglimpft. Seien es Mexikaner, Muslime, Behinderte oder Frauen. Sind diese erst einmal, zurecht oder zuunrecht angegriffen, dann kann er diese dann als befangen ansehen, welche somit als neutrale und „gerechte“ Richter nicht mehr in Frage kommen.

    Er wird dann alle – Metyger, Farmer, Richter, Gelehrte, Kleine, Grosse, Unter-, Uebergewichtige, Arme, Mittelschicht, New Yorker, Califonier etc. angreifen bis am ende der einzige faire Richter ein 19 jaehriges Fotomodell aus Boise Idaho aus seiner Trump Girls sein kann.

  • Richard sagt:

    Man staunt wenn man sieht welche Qualifikationen in unserer Zeit die Türe zur Weltmacht und Weltherrschaft öffnen. Das Profil deckt sich schon gut mit jenem des kommenden letzten Weltherrschers „welcher widersteht und sich selbst erhöht über alles was Gott heißt oder ein Gegenstand der Verehrung ist,…“ s. 2.Thess Kapitel 2. Laute Hosianna-Rufe sind hier jedenfalls fehl am Platze. (Hosianna: siehe Wikipedia und Matthäus 21.9)

  • koch ra sagt:

    Die letzte wirklichkeitsgetreue ‚last night show‘ – in der Tat. Den TV gilt es abschliessend – bloss stummzuschalten zur angenehmen Nachruhe. Irgendwelche Einwände? Nun dann, gute Nacht.

  • Linus Huber sagt:

    Es geht nicht um Trump, sondern darum, dass die Bevölkerung zunehmend die Nase voll hat von den korrumpierten Regierungen und jeder Kandidat, welcher die lineare Weiterentwicklung des Status Quo der Institutionalisierung der Vetternwirtschaft ernsthaft in Frage stellt, immer stärker als Alternative erwogen wird. Es handelt sich um ein weltweites Phänomen.

    • Benni Aschwanden sagt:

      Aber dann wundere ich mich um so mehr, dass ausgerechnet ein Geschäftsmann (und nur Geschäftsmann) mit offensichtlichem vetternwirtschaftlichem Gebaren und egomanischem Inszenierungsdrang als heilsbringende Alternative angesehen wird?

      • Linus Huber sagt:

        @ Benni

        Sie liegen richtig, dass Trump sicherlich kein idealer Kandidat ist. Die Frage ist ja nicht diese, sondern die möglichen Alternativen, welche leider nicht bestehen, um den Filz von korrupten Weltregierungsfanatikern und Kriegstreibern loszuwerden. Weltweit sind leider fast alle, welche das bestehende korrupte Establishment in Frage stellen, selber noch stärkere Kontrollfreaks als die gegenwärtigen Status Quo verteidigenden Schmarotzer. Vielleicht geht der Weg mangels fehlender Alternativen ueber solche Individuen, wonach in der 2. Runde sich hoffentlich ein neuer Zeitgeist durchsetzen mag.

      • Linus Huber sagt:

        Sie unterliegen übrigens einem grundlegenden Ueberlegungsfehler. Wenn ein Geschäftsmann das durch die Politik geschaffene Anreizsystem ausnützt, ist dies legitim, denn er ist nicht für das Anreizsystem verantwortlich, sondern die Politiker, welche sich offensichtlich verdingten.

  • Alain Burky sagt:

    Loretta Lynn für Trump; aber nicht mehr taufrisch? Und Beyoncé für Hillary Clinton. Einiges jünger – aber besser? Und eh. Mitglieder der Hippie-Band ‚Grateful Dead‘ spielten schon an Tea-Partys. Die tranken da aber sicher keinen Tea – eher Jack Daniels – auf Jack Kerouac. Und für wen ist Neil Young? (Ev. für Bernie Sanders). Aber als Kanadier muss er zum Glück nicht wählen. – Fazit: So ist heute die Wahlberichterstattung – aus den USA …

  • Andreas Bollner sagt:

    Konnte Obama zum FRIEDENS-Nobelpreisträger werden, so ist es allemal nicht abwegig, dass Donald Trump zum Präsidenten gewählt wird. irgendwann muss sich auch der hinterste und letzte Trump-Gegner damit abfinden, dass eine allfällige Misere mit Hillary Clinton unter allen Umständen zu vermeiden ist.

  • Heinz Stucki sagt:

    Wer gegen die Machenschaften und Macht der Wallstreet- Banker ist, wählt Trump. Die Wallstreet Banker allerdings unterstützen H. Clinton, schon alleine das sollte einem zu denken gegeben. Trump ist nicht das alleinige Symptom, es gibt einen weltweiten Trend. In vielen Ländern beginnen sich die Wähler gegen die Arroganz und die Ignoranz des Establishments zu wehren. Neben dem Establishment gibt es allerdings auch noch genug Angsthasen, die lieber das Establishment und den Geldadel unterstützen als die Opposition dagegen.
    In den USA halte ich eine dritte Möglichkeit für absolut real, wenn Trump nicht medial ausgeschaltet werden kann dann halt mit einem Attentat.

  • Marc Reto Wirth sagt:

    Mit der sinngemässen Behauptung, Trump habe in der Kampagne nur Erfolg weil Entertainment/Unterhaltungswert das Entscheidende bei den Amerikanern sei, weicht der Autor der wahren Problematik aus und die Wahrheit beim Namen zu nennen; den Bildungszustand/ das „Niveau“ der Massen in den USA, die einem Kandidaten wie Trump ermöglichen medial im tiefsten Boulevard Stil ohne Anstand gegenüber anderen „Gegnern“als Spitzenkandidat für die Präsidentschaft, des angeblich mächtigsten und vorbildlichsten Landes der Welt – mithilfe des Medienbusiness – erkoren zu werden.
    Dass Trump es zum einigen Kandidaten der Republikaner geschafft hat, müsste Grund genug sein sich für die USA „Fremd zu…

    • Mario Monaro sagt:

      Zunächst einmal sollten sich die Republikaner schämen – machen viele auch – das sie nichts besseres aufstellen konnten als das was da war und das sie von einem Trump förmlich gekapert wurden. Sie hätten z.B. von Anfang an Bloomberg anfragen können, der hätte gute Chancen gehabt auch Stimmen aus der Mitte zu holen. Dass er unabhängig ist, hat er in New York bewiesen, als er sich mit verschiedenen Lobbys ohne mit der Wimper zu zucken angelegt hat. Er wäre ein mehr als valabler Kandidat gewesen.

    • Ulrich Suter sagt:

      @Wirth – man kann das Blidungsniveau der USA nicht verallgemeinern. In Boston haben die meisten meiner Freunde 1 bis 2 Master oder ein PhD. In SF ist es aehnlich. Im Sueden haben aber bis 70% keine abgeschlossene Schule.

      Die Rep. sind von ihrem Establishment einfach nur – zurecht – enttaeuscht. Was die seit den 80ern der Basis vorgemacht haben war schlicht eine Frechheit. Die GOP erreicht die Basis nicht mehr.

      Mit Trump eine Sarah Palin ohne Rock, dafuer mit mehr Geld und damit mit einem groesseren Lautsprecher. Da er noch mehr radikalisiert bekommt er noch mehr Publizitaet im TV.

      Jindal hat immer viel Mist erzaehlt meinte aber zurecht: „the GOP has to stop being the stupid party“

      • Marc Reto Wirth sagt:

        @Ulrich Suter; Der Wert eines Musterabschlusses in den USA ist direkt abhängig bei welcher Universität er erworben wurde. Abgesehen von einigen Top Universitäten wie Harvard, Pricton, MIT einem halben Dutzend anderer Unis, haben die übrigen Universitäten nicht das Niveau einer durchschnittlichen Westeuropäischen Universität, was die Anforderungen an die Studierenden belangt.
        Zudem ist ein Masterabschluss noch lange kein „Beweis“, dass Intellekt und hoffentlich vertieftes Allgemeinwissen sich auf die Urteilsfähigkeit und das gesellschaftspolitisches Verhalten positiv auswirkt – wie die starke Präferenz grosser Teile der Republikaner-Abgeordneten für das Kandidaten- Profil von Trump zeigen.

        • Ulrich Suter sagt:

          @Wirth – Sie haben Recht was die Qualitaet der Studienprogramme angeht. Ich habe auch nicht gesagt, dass dem nicht so sei. Ich habe lediglich erwaehnt, mann koenne den (Zitat) den Bildungszustand/ das “Niveau” der Massen in den USA nicht ueber einen Kamm scheren.Jedoch hat Boston aleine 17 grosse Unis. Harvard, MIT, BU, oder UMass sind absolute Topschulen. Die Ivy League hat 8 Schulen. Dazu kommen dann noch Schulen wie Stanford, CalTech, Berkeley USC oder UCLA. So schlecht sind diese Schulen also nicht.

          Sie haben nicht von Intellekt, sondern von den Bildungszustand und dem “Niveau” der Massen gesprochen. Die Rep.Kandidaten sind nicht duemmer als die Dem. Sie sind lediglich populistischer

          • Marc Reto Wirth sagt:

            Herr Suter, diese Argumentation überzeugt mich. Auch in der Schweiz und in Europa ist der Populismus und die mediale Verbreitung wie in den USA auf dem Vormarsch – jedoch nicht auf „Trump-Niveau“.

        • jonny blue sagt:

          @ Suter: Sorry not entirely true.
          1) Zumindest koennen in den USA kleine leute immer wieder aufs studium gehen, um fuer sich was zu erreichen. Eure CH hat das lange geachtete USA buildungs modell des BSc.und Master kopiert, aber eben nur fuer relative wenige zugaenglich gemacht. Ich bin zeitzeuge wie die CH im bildungswesen diskriminierte um dann mit ausreden bildungsmoeglichkeiten vorzuenthalten.
          2) Algemeinbildung haengt vom einzelnen ab. Wer sich informieren will der kann. Also bitte nicht veralgemeinern und die schuld total dem staat zu schieben. In CH ist welt-algemeinbildung ein fremdwort. Insulaner denken herrscht in CH wie in USA.

          • Ulrich Suter sagt:

            @blue- Sie haben vollkommen Recht. Ich habe auch nicht gesagt dass es in der Schweiz oder in den USA besser sei. Lediglich dass es in den USA eine Menge sehr sehr guter Schulen gibt. Wobei der Durchschnitt der Hochschulen in EU vermutlich ein wenig besser ist. Ich denke dass der Mittelweg der richtige ist – Aprentmentship, BSc und Master fuer alle welche dies wollen. In den USA hat man ohne BSc ein Problem, weil es keine Berufslehre gibt. CH hat wegen der Bildungsharmonisierung (Bologna Prozess) den BSc und den Master kopiert, da ihre eigenen Studien im Ausland nicht anerkannt wurden.

            Ihr Punkt 2 ist sehr gut und korrekt! Bildung ist immer individuell und muss nicht immer formel sein!

  • Ulrich Suter sagt:

    Der wahre Grund warum Trump so populaer ist, ist dass es die Rep. verpasst haben die Lehren aus dem Wahldebakel 2o12 umzusetzen. In Thinktank Analysen wurde die Niederlage von Romney seziert, in alle Einzelteile zerlegt und analysiert. Demzufolge haetten die Rep. ihren Parteimitgliedern und mitteilen muessen, dass ihre Versprechungen wohl eher Versprecher waren und mit Realitaet, Gesellschafts- und Kulturwandel nichts zu tun hatten.

    Die Fuehrung der Rep. hatten seither nie die Cojones sich vor ihre radikalisierte Basis zu stellen und denen mitzuteilen „hey, beruhigt euch – alles was wir euch in den letzten 30 Jahren vorgemacht haben war alles Lug und Trug“.

    Trump wird Sturm ernten…

  • Dr.Andi sagt:

    Ich finde es ja lustig, dass Trump ausgerechnet am fehlende Geld scheitern wird.
    Er kann sich wahrscheinlich leisten, 100 bis 200 Millionen in seine Wahlkampf zu investieren.
    Clinton wird zehn mal mehr zur Verfügung haben.
    Es ist schon recht vielsagend, dass es letztlich nur um das Geld geht:
    so werden wohl in jedem Fall weiter Milliadäre die USA regieren.

    In der Schweiz gibt die SVP mit Abstand mehr für die Beeinflussung der Bürger aus, als alle anderen Parteien zusammen.
    Trotzdem bekommen sie nicht immer ihren Willen durch: das ist doch mal erfreulich 🙂

  • Jürg Bühler sagt:

    Herr Kilian, Sie schreiben nun schon seit 2015 gegen Trump, aber finden Sie Sich doch langsam damit ab, dass er der nächste Präsident der USA wird. Oder wollen Sie wirklich ein Desaster wie Hillary Clinton im Weissen Haus? Danach würde die USA nie mehr eine Frau zur Präsidentin wählen wollen.
    Die Wähler in den USA haben es schon gemerkt, dass man Hillary nicht vertrauen kann. Trump steht für Wende und nicht für leere Worte wie Obama in 2008 und die USA braucht eine Wende.
    Ja etwas Show gehört dazu und Trump ist ein Meister darin. Muss ja nicht falsch sein, wenn es nicht leere Worte bleiben wie bei Obama, der v.a. aussenpolitisch ein Chaos hinterlässt.

    • Christian Bühler sagt:

      Und wie heisst die Wende, Herr Bühler? Noch mehr Waffen für die gewissenlose amerikanische Waffenlobby, Heimschicken von Millionen von Latinos, Unterdrückung statt Förderungen der Minderheiten(wie Obama), Abschaffung aller sozialen Einrichtungen, die unter Obama entstanden sind, Politik als Theater, statt Aktion, Aufkündigung der Abkommen mit Europa, Rückzug der Amerikaner auf eine „Insel der Seligen“ und die übrige Welt Herr Putin überlassen – der ja dem Herrn Trump offensichtlich sympathisch ist. Heisst das – Wende? Frau Clinton mag vieles falsch machen, aber soviel Dummheit an der Spitze einer Weltnation – das ist der blanke Horror.
      Und dass Obama nur geredet hat ist schlicht eine…

      • Marcel Weber sagt:

        Ein Rückzug der USA wäre wünschenswert! Dann müsste Europa – allen voran die EU – die Probleme mit Russland selber lösen und endlich Farbe bekennen. Über Putin Jammern, aber gleichzeitig ab Freitag die EURO feiern und den Rest des Jahres Champions-League konsumieren – alles finanziert von GASPROM. Die Unfähigkeit Europas zu handeln zeigt sich momentan auch wieder in der Asylkrise. Lieber steigt man mit einem grössenwahnsinnigen, kleinen Mann mit Schnauz ins Bett (das hatten wir bereits Mal vor 80 Jahren) und sieht tatenlos zu, wie er seinen Traum vom Osmanischen Reich mit Gewalt beginnt zu verwirklichen, als eine europäische Lösung zu suchen.

    • Mario Monaro sagt:

      Wende? Sowas hat politisch noch immer ins Chaos geführt. Evolution ist besser als Revolution und wohin Trump das Land genau führen wird, ist unabsehbar. Mit Hillary weiss man was man bekommt. Grosse Stricke wird sie nicht zerreissen, aber je weniger das die USA versuchen, desto besser für die Welt – jedenfalls meistens.

      • Jürg Bühler sagt:

        Trump will gerade aussenpolitisch sich mehr raushalten, wenn das Ihre Befürchtung ist.
        Er will die USA (intern) wieder auf Vordermann bringen, oder sehen Sie es als eine grosse Errungenschaft an, das ein sehr grosser Teil der Bevölkerung auf Essensmarken angewiesen ist und die USA praktisch alles importiert (Handelsbilanz Defizit)?

    • Ulrich Suter sagt:

      @Bühler – ach ja. Vor Obama war es doch SO VIEL besser. Da hatten wir Terroranschlaege, unberechtigte Kriege mit 100’000 von unschulden Opfern, Folter, Guantanamo, eine SEC die schlief als die Banken die Wirtschaft an die Wand fuhr und die groesste Wirtschaftskriese seit 1929! Obama doch so viel schlechter mit gut 11 mio neuer Jobs….

      Es ist an der Zeit dass wir endlich wieder einen Praesidenten haben welcher duennhaeutig alle angreift welche ihn nicht unterstuetzen und eine Impulskontrolle eines verwoehnten 7 Jaehrigen hat. Wie schoen werden die Zeiten sein, wenn Trump seine Versprechen der Massendeportierung, der Flaechenbombardements und der um vieles erweiterten Folter wahrmacht

      • Jürg Bühler sagt:

        @Ulrich Suter Unberechtigte Kriege? Saddam aus Kuwait rausschmeissen? Ein Land angreifen, das in flagrantem Bruch der Waffenstillstandsbedingungen war?
        Zumindest hat Bush kein Chaos im Irak hinterlassen, das hat Obama geschafft. ISIS? Obama. Lybien failed State? Obama. Afghanistan failed State? Obama. Ägypten? Obama, zum Glück haben die Generäle die Situation gerettet. In Mali musste Frankreich eingreifen. Guantanamo? Wieso sollte man feindlichen Kämpfern Luxus bieten? Obama hat auch nichts dran geändert, weil auch er merkte, dass es das halt brauchte.
        SEC hat nicht geschlafen. Demokraten haben Bush blockiert, als er Subprime Kreditvergabe unter Lupe nehmen wollte.

        • Ulrich Suter sagt:

          @Bühler – meine Kritik galt G.W. Mit ihm war es so VIEL besser. Er war vor 911 mit Golf und seiner Ranch beschaeftigt. Danach hat er die wahren Drahtzieher (die Saudies) gedeckt. Diese haben es den Amerikanern dann damit gedankt dass sie zu den Hauptsponsoren des IS wurden. Der Irakkrieg hat den IS, die Situationen in Lybien, in Syrien oder in Aegypten erst ermoeglicht. Warum mussten die USA in Mali eingreifen? Ist Mali ein Teil der USA? Bezueglich Gitmo – Obama hat unverzueglich Folter gestopt, wiederholt versucht alle aufs US Festland zu bringen, die Rep. haben dies wiederholt zunichte gemacht.

          Bezueglich SEC – entweder haben Sie da keine Ahnung oder Sie machen sich/uns bewusst was vor!

        • Ulrich Suter sagt:

          @Bühler- es ist in Ordnung eine andere Meinung zu haben. Es ist aber nicht in Ordnung andere Fakten zu haben (SEC). Die SEC hatte gerade einmal genug Mitarbeiter um das Licht zu loeschen. Seien Sie doch bitte ein wenig konkreter wie und wann die Dem. Bush gehindert haben sollen die Subprime Kredit zu untersuchen!

          Oder auch bezueglich Gitmo. Das waren keine feindlichen Kaempfer. Nur ganz wenige waren in Terrorismus verwickelt. Aus welchem Grund wurde KEINER je vor Gericht gestellt und verurteilt? Das waren Bauern oder Deutsche welche zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Mehr nicht. Auch ein wenig Folter aenderte dies nicht!

          Auch bezueglich Umweltschutz war es vor Obam viel besser!

          • Linus Huber sagt:

            Trump ist nicht Bush sondern entsprechend seiner Rede zur Aussenpolitik absichtlich eine aus strategischen Gründen gewisse Unberechenbarkeit an den Tag legt, wobei er stärker auf Verhandlung als Krieg setzten dürfte als die gegenwärtigen Kriegstreiber und Weltergierungsfanatiker in Washington, weshalb sie ihn offensichtlich derart verunglimpfen. Jedoch wissen wir bewiesenermassen alle, wie sich die korrupte und lügende Hillary im Amt verhalten wird – zum kotzen.

  • Anh Toàn sagt:

    Etwa wie Köppel gegen Sommaruga

    Personenwahlen als Casting Show, Selfie Kultur, -„ich bin so schön, ich bin so toll, ich bin der Anton aus Tirol“ – wird politisches Programm. Kapital, Liberal, Fatal, Sch…egal!

    Immer wenn ich Trump und Konsorten höre, wurmt mir Frau Annette Humpe (Ideal) im Ohr:

    „ich rede was du gerne hörst
    und du fällst gerne darauf rein
    ich warte bis du auf mich schwörst
    dann lass ich dich allein

    Ich habe unbändige Lust
    fies und gemein zu sein
    es macht mir einen Höllenspaß
    so wie ein Schwein zu sein

    ich lüg dich an mit einem Lachen
    das fällt dir gar nicht auf
    ich kann noch ganz andre Sachen machen
    da kommst du gar nicht drauf

    • Ulrich Suter sagt:

      @ Toàn – Sehr gut geschrieben. Ich haette nie gedacht dass mir heute Nachmittag Frau Humpe ueber den Weg laeuft….. und sie mir ihrem Text alles ueber Trump sagt, was gesagt werden muss.

  • Verena Larcher sagt:

    Lieber Putzigkeit als Trump.

    • Michael sagt:

      Genau – wir haben zwar keine Menschen auf den Mond geschickt, aber bei uns wird nicht der gewählt, der mit dem dickeren Auto etc. zu einer Wahlveranstaltung fährt.

  • Walter Ehn sagt:

    Sollte Trump President werden,
    Gut Nacht Amerika !

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