Verdammt, Herr Putin!

Es gibt so allerhand, was man in Russland nicht darf. Eine Demo gegen den Kreml organisieren, zum Beispiel. Oder am Staatsfernsehen Putin-Witze erzählen. Oder mit einer ukrainischen Flagge über den Roten Platz spazieren. So ist es in diesem Land, und es ist auch keine Neuigkeit: Der Freiheit geht es eher medioker.

Jetzt aber wird alles noch viel schlimmer. Ab Juli ist auch noch das grobe Fluchen untersagt. In Büchern und Liedern, auf Bühnen und am TV darf nur noch anständig gesprochen werden. Verdammt, Herr Putin, was ist denn das für eine Scheissidee?

Ein entsprechendes Gesetz hat der Präsident jedenfalls schon unterzeichnet. Bei Zuwiderhandlungen gibt es saftige Bussen – ab umgerechnet 65 Franken gehts los. Firmen zahlen über 1000 Franken für verbale Entgleisungen ihrer Mitarbeiter.

Auch Journalisten sind im Visier der Sprachpolizei. Beamte der staatlichen Medienaufsicht sollen tagaus, tagein im Internet nach indexierten Wörtern suchen. Werden sie fündig, gibts eine Verwarnung an die Redaktion – und im Wiederholungsfall gleich den Schliessungsbefehl.

In jedem anderen Land der Welt würde man einen solchen Sprachpurismus für einen schlechten Witz halten. In Russland ist es ein Angriff auf die Volksseele. Fluchen ist hierzulande nicht bloss Spielart normalen Sprechens; Fluchen ist Nationalsport, Mittel der Psychohygiene und zudem Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Abhandlungen. Kern der einzigartigen obszönen Sprachwelt ist der sogenannte russische Mat, eine geheimnisvolle Fluchsprache. Mat basiert auf nur drei Wortwurzeln, jeweils ziemlich unanständige Ausdrücke für Penis, Vagina und Beischlaf. Mithilfe von Vorsilben, Nachsilben und anderen Sprachtricks wird daraus ein ganzer Kosmos gestrickt.

Experten bringen es auf ganze Erzählungen, die unter der Gürtellinie liegen. Dabei gibt es schwierige Regeln, wann es sich ziemt, Mat anzuwenden. Unter Männern auf Sauftour: immer. Auf der Kolchose: meistens. Bei Anwesenheit von Frauen: nur in absoluten Ausnahmesituationen.

Mat ist wie Russland: emotional, kreativ, aufmüpfig, manchmal auch feinsinnig. Mat ist auch politisch. Die Band Leningrad provoziert seit Jahren das Establishment mit unzüchtigen Texten. Zu Sowjetzeiten sprachen Dissidenten gerne Mat, um sich vom kommunistischen Biedermeier abzugrenzen. Und in der Ukrainekrise ist Mat erneut zur weltanschaulichen Waffe geworden. Ukrainische Patrioten betiteln den russischen Präsidenten gerne mit dem Mat-Wort «Chujlo». Es beschreibt einen Menschen, den man ganz und gar nicht sympathisch findet.

Kein Wunder, ist den Kontrollfreaks im Kreml das alles suspekt. Nachdem die politische Landschaft gleichgeschaltet wurde, muss nun die Sprache dran glauben. Vordergründig handelt die Regierung aus Sorge um die Menschen. Es sei eine «Hauptaufgabe des Staates, die Sittlichkeit und die moralische Gesundheit der Bürger zu schützen», sagte ein Vertreter der Machtpartei Einiges Russland. Das ist natürlich verlogener Quatsch, um es milde zu sagen.

Kritische Russen erinnern sich, dass selbst Putin nicht immer Kindergarten-tauglich redet. Tschetschenische Kämpfer wollte er auch schon «auf dem Scheisshaus abmurksen»; oppositionelle Demonstranten nannte er eine «Affenbande». Und schliesslich hat das Land noch ein paar andere Probleme als Unflätigkeiten. «Es wäre besser, unsere Regierung würde sich darum kümmern, die Lebensbedingungen in Russland zu verbessern», hat es der Schauspieler Nikita Dschigurda auf den Punkt gebracht. «Dann müssten die Menschen auch weniger fluchen.»

96 Kommentare zu «Verdammt, Herr Putin!»

  • Franz Hose sagt:

    Wer glaubt, dass er Sprache mit Gesetzen regulieren kann, hat sehr wenig Ahnung von Sprache. Wer glaubt Sprache mit Gesetzen regulieren zu müssen, hat nicht nur keine Ahnung von Sprache, sondern ein ernsthaftes Problem. Das bezieht sich längst nicht nur auf Putin. Sprachgesetze sind wirkungslos und faschistoid. Einem Rassisten seine beleidigende Sprache zu verbieten, ändert nichts an seiner Gesinnung. Ein Sexist wird nicht weniger Sexistisch, wenn er von einer Kaufperson, statt von einem Kaufmann spricht. Wenn man mir vulgäre Sprache nehmen will, brauche ich nicht mal 5 Minuten um zahlreiche neue Wortschöpfungen zu machen, die wahrscheinlich noch viel vulgärer als die bestehenden sind. Neue Umschreibungen oder notfalls ganz neue Wortschöpfungen. Gerne auch Kunstwörter wie Rutzenfüggler oder sowas. Also seid kreativ Russen. Sprache kann man nicht mit Gesetzen kontrollieren. Sprache hängt von jedem einzelnem Sprecher und seinem Geschmack ab.

    Lustig auch, wie schnell die kritischen Russen gepostet haben. Man könnte fast meinen, dass die seit einiger Zeit organisiert unsere Medien konsumieren und kommentieren.

  • Arthur Gubler sagt:

    Fragen sie Ueli Maurer, wie es bei uns bei ganz harmlosen Sprüchen abläuft.

  • Andy Miller sagt:

    @Hill, Sie wissen nicht ein mal, was in ihrem Gehirn abläuft, was diskutieren sie da von der Zukunft Russlands? Primitivo….

    • Adrian Wehrli sagt:

      Andrej Millerowitsch, mit der verletzten russischen Seele. Trotz und die Flucht in eine fiktive Vergangenheit haben noch keinem Volke gutgetan. Ich wünsche dem Russischen Volke eine glänzende Zukunft mit all seinen hellen Köpfen, magischen Brauchtum und Kulturellen Erbe. Und ja, es tut weh daruf hingewiesen zu werden dass Russland ein 2.Weltland geworden ist, aber bitte nehmen Sie mal die rosa Brille ab. (Leider sind auch die USA zu einem 2. Weltland abgerutscht)

      • Andy Miller sagt:

        Adrijan Whrlirovich, Sie müssen noch erwachsen werden. Sitzen Sie lieber ruhig in ihrer schönen Schweiz, die Ihre allliebste Amis mit Schweden ständig verwechseln.

  • Amadio Clute sagt:

    Erstens sind die Demos vom Westen subventioniert, und das ist bewiesen, daher hart zuschlagen ist Pflicht. Etwas vom Rest wäre auch im Westen absolut notwendig.

  • Peter Hess sagt:

    Ich finde das Fluchen eine schädliche, unreflektierte Gewohnheit, genauso wie die Gewohnheit vieler westlicher Journalisten, alles was ihnen nicht passt an Russland Herrn Putin in die Schuhe zu schieben.

    • Adrian Wehrli sagt:

      .. das stimmt. Den Russland war schon vor Putin im Arsch , jetzt ist es bloss noch ein bisschen arschiger …

    • Adrian Wehrli sagt:

      … ja Fluchen ist scheisse! Verbieten wir es, zusammen mit den Bürgerrechten. Das saufen auch gleich! Und das Denken sowieso, wozu haben wir Google?

      • Hey Bro Adrian, eins kann ich dir garantieren, mit deinen Mat-Jargon, würdest du nicht mal mit den gesetzlichen Regelungen bestraft werden können. Viel zu flach sind deine Ausdrücke.
        Es geht hier um ein gepflegtes russisch (farbigste Sprache der Welt) landesweit bei den Behörden und in der öffenzlichkeit wieder einzuführen und nicht ein Knaki-Slang, damit auch die ganze Welt den Sinn verstehen kann was einer erzählt und nicht nach jeden 2-en Wort des Satzes ein vulgärer oder fäkaler Mat dahinter steht.
        Ich bin mir ganz sicher, das du keine vulgärfäkale Ausdrücke bei den Behörden verwendest, oder doch? …

  • Peter Glauser sagt:

    Ah, Herr Nauer ist nun von Kiew nach Berlin geflogen, und (be)richtet nun von da aus über Russland und die Ukraine.
    Woher die Information stammt, dass man auf dem roten Platz nicht mit einer Ukraine-Flagge rumlaufen dürfe, bleibt sein Geheimnis. Es ist wohl nicht empfehlenswert, aber nicht verboten. Aber er kann ja mal testen, was passiert, wenn er am Spreebogen einen Hakenkreuz oder nur schon einen Reichsadler spazieren trägt. Er würde nämlich verhaftet.
    Und klar, eine Demo gegen den Kreml würde vielleicht nicht überall bewilligt, aber könnte durchgeführt werden, solange sie nicht von den rahmenmässig 700 westlichen NGO’s in Russland initiiert wird. Verständlich.
    Würde eine russische NGO in Berlin, so es denn eine gäbe, eine Demo gegen den Bundestag oder die EU organisieren, würde sie doch genausowenig bewilligt…

    • Adrian Wehrli sagt:

      Es gibt keine russische NGO, alles ist in Russland GGO, Mütterchen Russland schiebt und klaut sich alles unter den grossen Rock.

  • Andrei Karpatchev sagt:

    Ich bin Russe und finde die Entscheidung von russischer Regierung („Putin“) sehr sinnvoll.
    Diejenige, die die Gegebenheiten der Russischen Sprache nicht kennen, hier meine eine Sub-Sprache „Mat“, sollen bitte mit ihren Urteilen zurückhaltend bleiben.
    Allgemein gilt es: bevor man jemanden kritisiert, muss man die Situation genau verstehen!

    • Dave Hill sagt:

      @ Andrej: Die russische Seele ist in den letzten 23 Jahren vor allem opportunistisch geworden, wovon Ihr Kommentar zeugt. Setzen Sie sich lieber dafür ein, dass Russland endlich ein Rechtsstaat wird und Wirtschaftreformen in Angriff nimmt. Aber davor hätten Sie wohl Angst, denn dies würde natürlich voraussetzen, dass man die Regierung kritisieren darf und nicht gleich verhaftet wird.

      • Dave Hill sagt:

        @ Andrej: Und übrigens, wenn Sie’s schon so mit der russischen Sprache haben: Schreiben Sie Ihren Vornamen mit „j“ und nicht „i“ am Schluss, denn schliesslich ist’s im Russischen auch so („й“) – gopfridstutz … 😉

        • Genau solche Besserwisserei bewundere ich!
          Sollen Sie nicht lieber den eigenen Namen korrekter schreiben, wenn Sie Deutsch so gut beherrschen? Z.B.: „Dejw“?
          Sorry, das ist ein Kindergarten!

          • S. Meier sagt:

            @Andrei Karpatchev.
            Wenn den in der CH den Kommentatoren die Argumente ausgehen, fangen sie an auf der Rechtschreibung rumzuhacken und kommen sich dann auch noch besonders schlauf vor dabei.

          • Dave Hill sagt:

            @ S. Meier: Ja Herrgottstutz, Sie haben’s ja auch einfacher – Meier kann man nicht mit „j“ schreiben … (aber kennen Sie das „y“ ??).

          • S. Meier sagt:

            Sie sind wahnsinnig schlau Herr Hill. Ich verneige mich vor Ihrer Intelligenz.

      • Hi Dave,
        Worauf basieren Ihre Annahmen über Russland und den Zustand des Rechtsstaats in Russland?
        Auf den sehr einseitigen Darstellungen in der westlichen Presse?

        Zur Zeit ist für mich der russische Staat viel glaubwürdiger, als derjenige in Deutschland oder Schweiz. Dabei gehe ich davon aus, dass ich die Situation in Russland ein Stückchen besser verstehe, als Sie. Über Situation in der
        Schweiz kann ich auch sprechen, weil ich hier einige Jahre lebe.

        Haben Schweizer wirklich keine andere Sorgen, als einen Mentor über Russland zu spielen? Das finde ich arrogant und besserwisserisch, tut mir leid!

        • Dave Hill sagt:

          @ Andrej: Sie ereifern sich deshalb so sehr, weil Sie ganz genau verstehen, von was ich rede. Und weil Sie genau wissen, dass Ihren Landsleuten die politischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten fehlen, daran etwas zu ändern. Es ist einfach ein russischer Patriot zu sein, wenn man im westlichen Ausland lebt und all die Annehmlichkeiten hat, von denen Ihre Landsleute nur träumen können.

          • Dejw, ich „ereifere mich“ so sehr, weil ich die Einseitigkeit der Schweizer Presse durchblicke und inzwischen überzeugt bin, dass ich das nicht ändern kann.
            Zu Ihrem Verständnis: Russland ist vieeeel grösser als Schweiz. Allein dadurch ist es schwieriger einen direkten Einfluss zu ermöglichen. Interessanterweise pflegt ausgerechnet Putin einen möglichst direkten Dialog mit Leuten. Sei es regelmässige direkte telefonische Leitung oder Meldemöglichkeiten über Internet. Zugegeben, Russland hat noch langen Weg vor sich, aber ich traue das meinem Land zu, dass es das schafft.
            Was Putin in den letzten 14 Jahren erreicht hat – damit kann sich keine Schweizer Regierung messen.

        • Markus Frey sagt:

          Was ist Russland? Außer dem Glück, auf Gas und Öl zu sitzen, Waffen und ein paar Flaschen Vodka zu exportieren, gibts noch nichts, beschämend für ein solch großes Land, welches so viel von sich hält…besser man würde sich der eigenen Entwicklung widmen, anstelle ständig von den eigenen Problemen abzulenken und sinnlose Gesetzte und Kriege anzufangen.

          • Lieber Markus
            Halten Sie sich wirklich für einen Russlandkenner?
            Was Sie hier rauslassen bezeugt, dass Sie Russland gar nicht kennen, weder dessen Geschichte, noch die Gegenwart.

          • Dave Hill sagt:

            @ Andrej: Aber wir kennen die Zukunft Russlands … sieht düster aus.

          • Franz Vontobel sagt:

            😀

          • Adrian Wehrli sagt:

            Fakt ist: Russland ist im Arsch. Von Korruption zerfressen, kein Rechtsstaat und die Lebenserwartung ist auch im Arsch. Putin ist ein Kleptomane. Mir ist es absolut wurscht was sie mit diesen Fakten machen, aber Ihrer „Sicht der Dinge nach“ hat Vladin ihnen ins Gehirn gesch…. . Jesus, so eine Käse zu verbreiten! Mütterchen Russland wurde von den Sowjets schon gevögelt und was noch übrigblieb hat der Kasionkapitalismus abgegrabscht. Amen.

          • Andy Miller sagt:

            Herr Frey, Russen erwarten nicht viel von kleinen Schweizer. Bauern halt… Sie dürfen nur über ihr Dorflein diskutieren, und nicht über RUSSLAND, Sie sind dafür sehr schlecht gebildet.

        • David Neuhaus sagt:

          @ Andrei ich bin Schweizer und muss mich für einen grossteil unserer Presse sowie die Aussagen einiger Kommentatoren fremdschämen. Ich versichere Ihnen das es viele Schweizer gibt die fähig sind die Situation so zu sehen wie sie ist und Sie sie richtigerweise darstellen. Respekt für das was Russland in den vergangenen Jahren erreicht hat. Wir hätten dies wahrscheinlich nicht geschafft.

          • Peter Hess sagt:

            @Andrei und David. Ich bin Schweizer und lebe seit zwei Jahrzehnten in der russischen Provinz. Habe also die letzten 20 Jahre in Russland selber erlebt. Ich kann eurer Sicht der Dinge nur zustimmen. Und ich habe früher auch an die freie westliche Presse geglaubt. Heute weiss ich es besser. Die Oeffentlichkeit im Westen wird sehr einseitig informiert. Etwas vom Besten zu diesem Thema ist für mich Noam Chomsky: Manufacturing consent. Im Falle Russlands kommen noch die alten Vorurteile aus dem Kalten Krieg dazu, die nun auferstanden sind. Etwas pointiert würde ich die gängige Meinung im Westen über Russland als eine Mischung aus Halbwissen, Arroganz und alten Vorurteilen bezeichnen.

    • Ryf sagt:

      Lieber Herr Karpatchev,

      seine sie doch so gut und erläutern Sie mir doch in ein paar Sätzen, was Putin in den letzten 14 Jahren erreicht hat. Ich sehe vieles, nur leider nichts positives. Es würde mich wirklich interessieren, was die Russen in Putin sehen.

      • Lieber Herr (oder Frau?) Ryf
        Danke für die Frage und für Ihr Interesse! Allein deswegen würde ich Sie gerne bei mir zu einer Tasse russischen Tee einladen!
        Was mir so spontan sofort in den Sinn kommt, wenn ich an Putin denke:
        – Zerfall bzw. Demontage von Russland gestoppt;
        – Befriedung der Tschetschenien (ich habe das nach den Jeltzins Bombardierungen von Grosny für unmöglich gehalten);
        – Ordnung geschaffen, die unglaubliche Kriminalität der 1990’s besiegt;
        – Kultur wird auch wieder belebt (das diskutierte Gesetz geht in diese Richtung);
        – Technologie und Bildung werden im Land wieder geschätzt;
        – Trotz grossem Widerstand des Westens hat eigenes Volk auf der Krim beschützt und Russlands strategische Interessen verteidigt;
        – Leuten wieder Würde gegeben: es ist jetzt wieder „cool“ ausgebildet zu sein und etwas zu erreichen (nicht nur pure Kommerz), man hat jetzt andere Ziele, als einfach die Trostlosigkeit mit dem Wodka zu begiessen;
        – Leistet ein Vorbild: sportlich, lernfähig, glaubwürdig…
        Und noch eine persönliche Einschätzung: heute möchte ich lieber im aufstrebenden Russland leben, als in der reichen Schweiz.

        • Vera sagt:

          Lieber Andrei, Ihre Geduld und Sachlichkeit beim Aufklärung sind bewundernswert. Ich würde mich sehr freuen Sie zu einer Tasse Tee einladen zu dürfen, herzlichst, Vera.

          • Liebe Vera,
            Können wir gerne machen! Klicke einfach auf meinem Namen in dieser Meldung.
            (gilt auch für Herr/Frau Ryf und Alle, die mit mir Entwicklung in Russland besprechen wollen).

          • Herr Karpatchev,,
            Wir können die Situation in Russland (und der Ukraine) gerne diskutieren, diese ist nämlich nicht so schwarz-weiss, wie diese von vielen Bloggern (inkl. Meiner Meinung nach Ihnen) hier dargestellt wird.
            Freundliche Grüsse

        • Sophie Ostermann sagt:

          Hallo Andrei
          Ich gebe ihnen in allem Recht. Sogar wenn es noch 10 Jahre dauert und der Höhenflug des Westens nicht erreicht wird muss man dies nicht bedauern. Denn bei uns geht es bergab und von der Demokratie ist nicht viel übrig. Große Zeitungen sind USEU gesteuert und berichten nur das erlaubt ist. Kommentare werden abgelehnt und natürlich auch zensiert. Das Volk will kein Fracking und wir werden es doch bekommen. Natürlich seid ihr in ein paar Sachen noch hinten dran, aber ihr seid auf dem besten Weg. Alles Gute für Sie und Russland

      • David Neuhaus sagt:

        Wenn ich Antworten darf; Einfacher geht es nicht: Sehen sie sich die offiziellen Statistiken an. Oder noch einfacher: Wikipedia; Soziale und Wirtschaftliche Entwicklung unter Putin. Aber wollen Sie es wirklich wissen? Lebt sich doch einfacher wenn man seine Meinung nicht in Frage stellen muss.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Nun die Situation ist sehr genau. Es wird hier die Meinungsfreiheit abgesägt, sei das in Suaheli, Mat oder Rotwälsch. Putin vögelt sein Volk und es lächelt dabei, soll mal jemand die russische Volksseele verstehen …

      • Andy Miller sagt:

        Herr Wehrli, Ihre „Engstirnigkeit“ ist einfach unglaublich tief. Sie sollen sich besser informieren, bevor Sie über Russland und Putin anfangen zu motzen. Sie müssen mehr lesen.

  • S. Meier sagt:

    Ach, Herr Neuer, selbst in unseren Online-Foren und Kommentarspalten gibt es eine Nettiquette, wo keine Schimpfwörter benutzt werden dürfen.

    • Franz Vontobel sagt:

      Verdammte Scheisse, das stimmt doch nicht, ferfickt und zugenäht! 😉

      • S. Meier sagt:

        Das ist nur heute und in diesem Blog so. Sie wissen ganz genau, dass ihr Kommentar nur jetzt und heute freigeschaltet wurde. Man muss ja jetzt ganz schnell das Gegenteil beweisen.

        • S. Meier sagt:

          oder ist es vielleicht gar möglich, dass von heute an in den Kommentarspalten nicht mehr zensuriert wird und jetzt alle Kommentare online gehen?

        • Franz Vontobel sagt:

          A) stimmt das nicht – ich hab‘ schon oft geflucht hier…
          B) Auch wenn’s so wäre: ist immer noch ein Unterschied, ob ein privates Unternehmen auf seiner Plattform Fluchen „zensiert“, oder ob der Staat ein Gesetz erlässt, das Fluchen unter Strafe stellt. Meinen sie nicht auch?

  • S. Meier sagt:

    übrigens Herr Nauer, auch in Spanien wurden letztes Jahr Demos verboten und unter empfindliche Geldstrafen gestellt.

  • Markus Schneider sagt:

    Ganz bestimmt darf man eine Demonstration gegen den kreml organisieren, denn beim Kreml hanelt es sich bloss um das historische Zentrum Moskaus, eine Burg. Was Sie meinen ist wohl die russische Regierung, aber Sie schwätzen halten lieber irgendwelches Zeug daher, ohne die geringste Ahnung zu haben. Es geht nur darum, dass Leute wie Sie ihr unflätiges Vokabular öffentlich via Medien verbreiten, das Fluchen an sich ist überhaupt nicht betroffen. Lassen Sie die Russen ihre Gesetze haben und uns unsere. Den Russen interessieren ihre Schweizer Zimperlichkeiten doch auch nicht, oder kommt er in unser Land und sagt uns bei jeder Gelegenheit, was ihm missfällt? Gehen Sie nicht nach Moskau, sondern heim.

    • Franz Vontobel sagt:

      Der Kreml ist nach wie vor Amtssitz des russischen Präsidenten. Nur so a propos haltloses Zeugs daherschwatzen…

    • Franz Vontobel sagt:

      Oder denken sie, wenn es heisst: „Das Weisse Haus liess verlauten…“, dass dann tatsächlich das Gebäude etwas gesagt hat..? Echt?

      • Adrian Wehrli sagt:

        … die Russen denken immer sie seien Poeten, aber in wahrheit sind sie blos Mimosen …

        • Adrian Wehrli sagt:

          @ Schneider. Wenn denn die Russen auch zuhause bleiben würden, wäre das ganz o.k. Nur sind sie gerade über die Westgrenze, will sagen Ukraina getorkelt.

        • Andy Miller sagt:

          Herr Wehrli, ja ganau, Russen nicht nur denken, sie sind Poeten! Wollen Sie unbedingt wissen, wie Russen Ihre „Bauernsprache“ „gern“ haben? Zum Glück haben Russen eine sehr viele Poeten und Litereaturklassiken. Ich vermute aber schwer, Sie hassen Russen, weil Sie auf unsere Kultur neidisch sind.

          • Adrian Wehrli sagt:

            @ Miller. Ich mag das russische Volk sehr, nur hasse ich es wenn sich jemand für etwas besonders hält und behauptet es laufe „anders“ ab. Nur weil ein Land viele Poeten hat, macht das den Kleinbürger nicht zum Poeten. Denken Sie Herr Bünzli aus der Schweiz weiss wie man eine Uhr baut?

  • rascha kocher sagt:

    Die Russen ohne ihr „Palachamucha“? Nicht einmal mehr Dampf ablassen…?
    Wer’s glaubt; „Zivilisationen“ die unter Gewaltherrschaft errichtet – lernt uns die Zeit – sind begrenzt überlebensfähig.
    Spätestens dann, wenn sich das eigene Volk dagegen richtet.

  • Daniel Schütz sagt:

    Als ich Russisch gelernt habe, wollten mir die Russen mit grosser Begeisterung Mat beibringen (oft ist es ja so, dass man in einer Fremdsprache zuerst Fluchwörter lernt). Ich habe mich immer bewusst gewehrt. Zu gross ist die Gefahr, das falsche Wort im falschen Moment zu verwenden. Geflucht wird in Russland tatsächlich viel. Das ist schade, zumal die Sprache doch sehr schön ist. Dass viel geflucht wird zeigt aber leider auch die Einfältigkeit der grossen Masse in Russland, was sich jetzt auch wieder im Verhalten gegenüber der Ukraine offenbart.

  • Mario Monaro sagt:

    Nauers Fazit, dass Deutschland jede Reise wert ist, teile ich hundertpro – verdammt nochmal!

  • Heiner Hug sagt:

    Staatliche Zensur ist in jedem Fall verwerflich, aber Verherrlichung einer auf Genitalien und Beischlaf beruhender Fluchkultur ist ebenso fehl am Platz.
    Diese Kultur findet man auch in anderen slawischen Sprachen. Und es bringt ein Volk bestimmt nicht zu kulturellen Höhenflügen, wenn man in jedem 2. Satz die Mutter f…t. Ganz im Gegenteil, es passt vielmehr zum Sumpf von Suff und Korruption.
    Aber wie gesagt: staatliche Zensur ist zu verwerfen.

  • Mark sagt:

    „In jedem anderen Land der Welt würde man einen solchen Sprachpurismus für einen schlechten Witz halten“.
    Herr Nauer sollte einmal in die USA fahren und sehen wie es da mit der (Sprach) Zensur steht.
    Aber vielleicht will er nur Russland schlecht machen und mithelfen den Grund für einen Krieg zu bereiten?!

    • Adrian Wehrli sagt:

      Also um das Vorgehen in Russland zu verteidigen, nehmen Sie die USA als Beispiel? Nur weil die Amis sich in das Knie schiessen und die Russen zu Tode saufen, soll der andere denselben Schwachsinn mitmachen?

    • David Neuhaus sagt:

      @Mark, bin genau ihrer Ansicht auch was die Beweggründevon Herrn Nauer anbelangt. Nach meiner Ansicht versucht er das krampfhaft schon seit Monaten.

  • Na und sagt:

    In Italien(westliches Land, Nato Mitglied, G7 Mitglied) gibt es ein ähnliches Gesetz. Auch dort ist es verboten im Fernseher und in der öffentlichkeit schimpfwörter zu benutzen. Und was Demos angeht tja In Italien ist es verboten ohne einen speziellen Erlaubniss in der nahe von Kirchen zu demostrieren. Und Sie wissen sicher das in Italien ja keine 100m gibt ohne das es eine Kirche steht. Gesetz wurde von der ehemalige Minister des Intern Maroni verabischiedet.

    • SrdjanM sagt:

      Aber wohl kaum in Büchern auch, oder?

    • Pippo Casiraghi sagt:

      Woher haben Sie das? Es gab früher ein Gesetz, wonach die in der italienischen Umgangsprache ziemlich verbreitete Gotteslästerung (z.B. porco dio, puttana madonna, mannaggia al cristo etc.) verboten war. Dieser ziemlich überholte Paragraf ist aufgehoben worden.

  • Matthias Moser sagt:

    Meine Frau ist Russin und ich befürchte, sie darf nie mehr nach Russland reisen, ohne zu befürchten, verhaftet zu werden. Ich habe sie noch nicht gefragt, was sie zu diesem Gesetz meint, aber ich werde das noch tun und kann mir eine Reaktion von ihr vorstellen, die in Russland eine vermutlich vierstellige Summe als Busse zur Folge hätte.
    Zugegeben, ihre Flüche, die sie selbst als gut gebildete, akademische Frau in einem ganz normalen Satz aussprechen kann, würden einem Schweizer, bei wörtlicher Übersetzung wohl die Schamröte ins Gesicht treiben. Aber ich denke, Flüche sollten nicht wirklich übersetzt werden. So ist einer der geläufigsten, normalsten Flüche übersetzt „Fick deine Mutter“.
    Nun, zum Glück hat Russland keine anderen Sorgen!!!!

    • Andy Miller sagt:

      Herr Moser, sind Sie sicher, ob Ihre Frau aus Russland stammt und nicht aus Kazachstan?? Putin und Duma haben sich absolüt richtig für unschöne Russiche Sprache beschlossen. Ein Deutschsprachiger wird es kaum verstehen. Aber Russen ist es vollig egal, schlüssendlich es ist unser Land, und unser President ist dafür verantwortlich unsere schöne Sprache aufmerksam von schlechte Einflüsse zu schützen. In deutschen Fernsehen ist es nomal täglich das Wort „Scheisse“ und „verdammt“ zu hören. Für den Russischen Staatlichen Fernsehen und für einen kulturellen Umgang sind absolüt nicht zulässig!

  • Vera sagt:

    Wer der russischen Sprache nicht mächtig ist, wird niemals nachvollziehen können, wie derb und hart mat ist. Ich rege mich jedes mal auf, wenn die Menschen es sinnlos verwenden, ohne Rücksicht auf Kinder zu nehmen. Wie würden es Sie, Herr Nauer, es Ihrem Kind erklären, was die oben erwähnte Wörter und Sprüche bedeuten? Unsere Sprache ist unglaublich reich und ja, es gibt Situationen (Unfall, tiefe Enttäuschung und auch Begeisterung) wo man mat verwendet. Aber bitte nicht bei jedem zweitem Satz und auch nicht bei kommentieren im Internet.Und übrigens, mat ist schon längst passé, es deutet daraufhin, dass die Person, die permanent sich mit mat ausdrückt, ungebildet ist und emotionell auf tieferer Stufe der Entwicklung steht.

    • Mark sagt:

      @Vera
      Da Herr Nauer keine Quelle angibt, frage an Sie: Gibt es das Gesetz wirklich?

    • Adrian Wehrli sagt:

      Liebe Vera, nichts begriffen. Flucherei mag vulgär, primitv und unpassend sein, dies jedoch staatlich zu verbieten, ist, mit verlaub, ein „hirngefickte scheissidiotie“ und keinem gebildeten Menschen würdig.

      • Vera sagt:

        Lieber Adrian, unsere Schimpfkultur hat lange Wurzeln und wir verwenden es ALLE ab und zu. Es ist aber dem Porno nicht unähnlich und darum gehört nicht in die Öffentlichkeit. Der von Ihnen oben erwähnte Beispiel glänzt durch Anstand und Bescheidenheit, wenn wir es mit russischen Mat vergleichen. Daher erlaube ich mir noch ein Mal die Wiederholung meines Satzes: „ES GEHÖRT NICHT IN DIE ÖFFENTLICHKEIT“. Wir wollen den Kindern es wieder beibringen noch erklären,was diese Ausdrücke bedeuten, vor allem weil unsere Sprache unglaublich reichhaltig und wunderschön ist.

        • Max Muster sagt:

          Liebe Vera, ob es nun „in die öffentlichkeit gehört“ oder nicht, das sind gesellschaftliche sitten und regeln, an die man sich halten kann, oder nicht. Ihre Argumentation mit dem Porno hinkt sehr hinterher, da hierzulande Pornos auch nicht verboten sind, ja man findet sie sogar in der videothek (falls man sie sich nicht einfach im Internet auf diversen Pornoseiten anschaut). Wenn ein Staat das Fluchen verbietet ist das ein gewaltiger Eingriff in einige Grundrechte (nur mal zur Aufzählung, Bundesverfassung Art. 10 Recht auf persönliche Freiheit, Art. 16 Meinungsfreiheit und GANZ wichtig Art. 18 „Die Sprachenfreiheit ist gewährleistet“. In der liberalen Schweiz absolut nicht durchsetzbar, genau so wie man ein pornoverbot nicht durchsetzen kann und könnte.

          • Vera sagt:

            Lieber Max, Ihre Meinung ist nachvollziehbar, nur macht man hierzulande einen grossen Fehler, indem man gleichen Massstab für komplett verschiedene Kulturen, Mentalitäten und Sprachen verwendet. Wir geniessen die liberale Schweiz sehr, nur es ist äusserst naiv Russland und Schweiz zu vergleichen. Wenn die Zuschauer in einem von Zürcher Theater bei mehrmaligen Verwendung des Wortes „Arschloch“begeistert mit Applaus reagieren, weckt es bei uns im Moskau nicht ein mal ein müdes Lächeln. Nicht desto trotz, falls Sie Zeit und wahre Interesse haben zu wissen um was es sich bei diesem Gesetz handelt, ohne polemisch zu werden, empfehle ich Ihnen gerne den Link, den ich um 16:58 geteilt habe, zu lesen.

        • Adrian Wehrli sagt:

          Klar, nur weil Ihr Russen mehr Genitalvokale reinwebt könnt ihr krasser Fluchen als die Boys in Brooklyn? Muhahahaha …
          Klar gehört das nicht in die öffentlichkeit, aber NICHT ÜBER DAS GESETZT! Sonst beraubt Ihr den Bürger seiner ferfickten RECHTE!

    • Adrian Wehrli sagt:

      Mat ist ja so krass, macht alle Mädchen nass, sogar Putin, der homophile Homophob, scheisst ganz brav ohne Mat. Verflucht! Kann jemand mal die Kinder hier fernhalten?

      • Vera sagt:

        Werter Herr Wehrli, Ihre jungfräuliche Ausdrücke belustigen mich und deuten darauf hin, dass Sie am Anfang Ihrer Schimfkarriere sind. Also falls es für Sie zu anstrengend war den Link, den ich um 16:58 geteilt habe, zu lesen, dann erübrigt sich das ganze noch ein mal zu erklären. Schönen Abend und schimpfen Sie gut;-)

        • Adrian Wehrli sagt:

          Liebe Vera, nichts begriffen, suhlen Sie sich brav weiter in Ihrem verletzten Stolz. Amen.

          • Vera sagt:

            Lieber Adrian, ich möchte sehr hoffen, dass Sie es nicht ernst meinen, dass diese harmlose Meinungsaustausch meine Stolz verletzen kann. Mich interessiert eher auf was Ihre Meinung und Sichtweise basiert sind. Es liegt mir fern Sie zu belehren, nur Ihre Ausdrucksweise deutet darauf hin, dass Ihre Meinung ausschliesslich Dank Blick, Tagi und Fox entstanden ist. Verzeihen Sie bitte, falls ich falsch liege.

    • Hasenauer Irina sagt:

      Hört doch auf das Russland zu unterdrücken. Was habt Ihr Westen gemacht? Eine Unterstützung von Rechtsextremisten an der West-Ukraine führ dazu, dass es tausende von aufständischen Ost-Ukrainer von diesen Faschisten umgebracht wurden und 400 000 Flüchtlinge wurde von Russland übernommen. EU wollte prinzipiell nicht sehen und zeigen, was es tatsächlich an der Ost-Ukraine passiert Infolge dieser Politik. Die Russen haben die Nasse voll von Faschisten, schon auch im zweiten Weltkrieg . Russische Armee war sehr oft als Retter der Welt. Sie sollen wieder das tuen.

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