Diese 4 Pflanzen geben neue Energie!

Bye-bye, Wintermüdigkeit! Im Frühling gilt es, die Lebensgeister zu wecken. (Fotos: iStock)

Der Frühling ist endlich da! Im Jahreskreislauf spriessen ab 21. März wieder die ersten, meist gelben pflanzlichen Frühlingsboten, die Antrieb, Kraft, Erwärmung und Stärkung symbolisieren. Unser Körper entwickelt über den Winter mit oft geschwächter Leberfunktion Erstarrungs-, Ermüdungs- oder Stauungserscheinungen, die mit folgenden Heilpflanzen in verschiedenen Darreichungsformen aufgebrochen werden können.

Wermut

Wirkung: Das Wesen dieser ausgesprochen bitteren Pflanze ist ein Symbol des «Aufrufs zur Wachheit und Präsenz» geworden, und sie gehört zu den Pflanzen, die unsere Stoffwechselfunktionen ankurbeln können. Wermut tonisiert einen «überforderten» Magen und aktiviert Körper und Psyche. Winterschläfer werden so flugs in den Frühling geholt! Ein altes Sprichwort sagt auch: Wermut heilt Schwermut.

Anwendung: Ein paar Tropfen Urtinktur – je nach Anbieter kann das variieren – mit wenig Wasser trinken; wichtig ist die Einnahme 30 Minuten vor oder nach den Mahlzeiten. Tee und Kapseln sind auch erhältlich.

Brennnessel

Wirkung: Die Inhaltsstoffe dieser kraftvollen Pflanze sollen Altes, Kraftloses und Unbrauchbares aus dem Körper befördern und Raum für Neues schaffen. Früher wurde die Brennnessel auch «Blutreinigungspflanze» genannt.

Anwendung: Da die Brennnessel eine grosse Eisenpflanze ist, können die Blätter wie Spinat gebraten werden – dann brennen sie nicht mehr. Geniessbar ist sie zudem als Tee oder Tinktur, und ihre Samen kann man sogar in Brot einbacken.

Löwenzahn

Wirkung: Die Bitter- und Mineralstoffe, Vitamine und Enzyme des vitalen blühenden Krautes gelten als Therapeutikum, auch gegen chronische Müdigkeit.

Anwendung: Als Urtinktur mit wenig Wasser einnehmen. Feingeschnipselt von der Wiese ist der Löwenzahn sehr schmackhaft in jedem Frühlingssalat, wie Kräuterpfarrer Künzle empfiehlt. Teemischungen sind von verschiedenen Herstellern erhältlich.

Ginkgo

Wirkung: Steigerung der Vitalität und Leistungsfähigkeit bieten die Inhaltsstoffe dieser aussergewöhnlichen nicht einheimischen Pflanze (auch Tempelbaum genannt). Ihre Widerstands- und Regenerationskraft ist unübertrefflich.

Anwendung: Ich gebe jeweils drei Tropfen Urtinktur direkt auf die Zunge (sehr bitter). Die gerösteten Ginkgo-Samen bekommt man in Fernost-Läden unter der Bezeichnung Pa-Kewo, sie sind eine Delikatesse.

Weitere Energielieferanten

Meine persönliche, aktuell bevorzugte Starthilfe, um den Frühlingsmotor anzukurbeln, sind die Energiekapseln von Dr. Andres (Stadelhofenapotheke, Zürich). Mit der kurmässigen Einnahme (Mischung von Guarana, Ginkgo und Ginseng) bleibt die Leistungsfähigkeit stabil und der Antrieb konstant. Es empfiehlt sich, immer Pausen einzuschalten. Gute Erfahrungen habe ich auch mit dem in jeder Apotheke erhältlichen Heidelberger Pulver gemacht, das Wermut plus andere wichtige Bitterpflanzen enthält. Bärlauch (Allium ursinum) gehört bei mir ebenfalls zu den Frühlingskraftpflanzen, wenn man den Geruch mag als Tinktur oder in der Küche als Pesto.

Weitere Informationen:

  • Roger und Hildegard Kalbermatten: «Pflanzliche Urtinkturen» (AT-Verlag)
  • Kräuterpfarrer Johann Künzle: «Chrut und Uchrut» (AT-Verlag)
  • Siegrid Hirsch und Felix Grünberger: «Die Kräuter in meinem Garten» (Freya-Verlag)
  • www.kraeuterweisheiten.de