5 Beauty-Trends für 2018

Alle wollen ihre Nase: Meghan Markle, die Verlobte von Prinz Harry. Foto: Alastair Grant (AP, Keystone)

Man mag von Schönheits-OPs halten, was man will. Ich finde den Trend zur steten Selbstoptimierung äusserst fragwürdig. Die ersten Botox-Spritzen mögen anfänglich noch gewisse positive Ergebnisse bringen, wenn man sich Faltenfreiheit wünscht. Doch irgendwann geht das Ganze nicht mehr auf. Sei es, weil die Mimik einfriert, sei es, weil die Gesichtszüge zunehmend einen clownesken Eindruck machen. Oder weil der «aufgebügelte» Kopf nicht mehr zum faltigen Hals passt. Wie bei jeder anderen Sucht gilt auch hier: Es ist schwierig, aufzuhören, weil es scheinbar immer etwas zu verbessern gilt.

Weil die Schönheit ja möglichst lange konserviert werden muss und neue Methoden möglichst viele Kunden anlocken sollen, gibt es auch im Bereich der Schönheitseingriffe Prognosen bezüglich kommender Trends. Die American Academy of Facial Plastic and Reconstructive Surgery (AAFPRS), verrät, was in diesem Jahr besonders gefragt sein wird.

1. Eine Nase wie Meghan

Wer die Verlobungsfotos von Prinz Harry und Meghan Markle gesehen hat, dem ist sicher die Nase der Amerikanerin aufgefallen. Die ist zwar nicht klassisch schön, gibt dem Gesicht der 36-Jährigen aber durch ihre aussergewöhnliche Form einen optimistischen Ausdruck. Nachdem viele Frauen weltweit die Outfits und die Accessoires der zukünftigen Prinzessin bereits kopiert haben, rückt nun ihre Nase ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Durch sogenannte Filler, Injektionen mit Hyaluron, ist sie für alle erhältlich – zumindest vorübergehend. Im Interview mit Allure.com bestätigt ein renommierter Schönheitschirurg, dass Markles Nase auf der Wunschliste der Patientinnen zurzeit ganz oben steht. Was in den USA schon Trend ist, wird sicher auch in Europa bald gefragt sein.

2. Möglichst natürlich

Die sogenannten Filler, die unter die Haut gespritzt werden, um Lippen oder Falten aufzufüllen, sollen spärlicher eingesetzt werden, damit der Effekt natürlicher wird.

3. Vorbeugen ist besser

Immer mehr Schönheits-Docs raten dazu, bereits vor 40 mit Anti-Aging-Behandlungen zu beginnen. Denn habe sich eine Falte erst mal in die Haut gegraben, werde es immer komplizierter, sie wieder glatt zu ziehen. Mini-Botox-Injektionen in die Zornesfalte oder zum Stimulieren der Kollagenproduktion mittels Microneedling oder Laserbestrahlung sollen noch gefragter werden. Dazu passt auch der fragwürdige Trend in der Beautyindustrie, die vermehrt mit ganz jungen Frauen für Anti-Aging-Produkte wirbt.

4. Selfie-Wahn

Verschiedenen Umfragen zufolge wollen immer mehr Frauen auf ihren Social-Media-Accounts besser rüberkommen. Gefragt seien darum Laserbehandlungen gegen Pigmentflecken und Filler-Injektionen für schärfere Wangenknochen. Meine Frage: Wäre da Photoshop nicht günstiger?

5. Beauty to go

Möglichst schnelle Verschönerungen sind immer gefragter. Am liebsten die sogenannten Lunchtime-Facials über Mittag. Statt eines Mittagessens werden die Falten geglättet oder die Lippen aufgespritzt. Das kann durchaus seriös gemacht werden, aber es gibt auch in der Schweiz in diesem Bereich schwarze Schafe, wie verschiedene Medienberichte in den letzten Wochen aufgezeigt haben.

9 Kommentare zu «5 Beauty-Trends für 2018»

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.