So wird Essen zum Gehirn-Doping

Kochen mit Köpfchen: Denn viele Nahrungsmittel wirken sich direkt auf unsere Hirnleistung aus. (iStock)

Das Gehirn macht nur etwa 2 Prozent des gesamten Körpergewichts aus, verbraucht aber 20 Prozent der täglich aufgenommenen Energie. Dabei zählt, was, wann und wie oft wir essen und trinken. Zwar lässt sich dadurch der IQ nicht steigern. Doch von einer insgesamt ausgewogenen Ernährung darf man immerhin erwarten, dass die Merkfähigkeit zumindest kurzfristig besser wird und der altersbedingte Abbau der Gehirnleistung etwas gebremst werden kann.

Die optimale Hirnnahrung

Studien zeigen, dass die Konzentrationsfähigkeit nach einem gut zusammengesetzten Frühstück besser ist als ohne. Es sollte genügend Eiweiss liefern und den Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe schnellen lassen. Sehr gut geeignet ist ein Birchermüesli mit wenig Zucker, Haferflocken, frischen Früchten und Milchprodukten wie Quark oder Joghurt. Damit wird der Stoffwechsel angekurbelt, und der Organismus verarbeitet Nährstoffe effizienter. Das Koffein im Kaffee wirkt stimulierend, der Körper produziert vermehrt Dopamin, welches die Konzentrationsfähigkeit fördert.

Zwischenmahlzeiten sind nicht zwingend nötig fürs Gehirn. Wer Hunger hat, sollte am besten zu Äpfeln und Nüssen greifen. In einer Studie der Universität Chicago konnte gezeigt werden, dass die Hirnleistung von Schülern in nur einem Monat um 30 Prozent stieg, wenn sie anstatt Weissbrot und Fast Food Nüsse und Äpfel assen. Unerlässlich ist jedoch, über den Tag verteilt genug zu trinken. Sonst leidet die Konzentration.

Der Power-Snack fürs Kurzzeitgedächtnis

Ein gut ausgewähltes Mittagessen füttert die grauen Zellen ganz anders als ein rasch runtergeschlungener Schokoriegel. Es ist leicht verdaulich und lässt den Blutzuckerspiegel nur langsam und moderat ansteigen. So sättigt es lange und unterstützt die Konzentration und geistige Leistungsfähigkeit. Sehr kohlenhydratreiche, fettige Mahlzeiten belasten den Magen über Gebühr und machen eher müde. Besser ist ein Salat- oder Gemüseteller mit einem Ei, etwas Fleisch oder Fisch. Letzterer versorgt uns mit Omega-3-Fettsäuren, welche das Nervensystem vor altersbedingten Schäden schützen. Acetylcholin aus dem Ei steigert die Leistung des Kurzzeitgedächtnisses messbar. Und Fleisch beugt einem Eisenmangel vor. Salat oder Gemüse, aber auch Obst, versorgen die Zellen mit unzähligen Vitaminen wie Vitamin C und bioaktiven Pflanzeninhaltsstoffen, welche unter anderem die Gehirndurchblutung steigern.

Von erhöhten Vitamin- und Mineralstoffdosen profitiert das Gehirn übrigens nur dann, wenn ein Mangel vorliegt, etwa ein Eisen- oder Vitamin-B12-Mangel. Auch einzelne Lebensmittel können das Gehirn nicht zu Höchstleistungen ankurbeln. Eine kürzlich im Journal «Neurology» publizierte Studie kam zum Ergebnis, dass Kakao das Gehirn nur dann leistungsfähiger macht, wenn die Probanden vorher eine unterdurchschnittliche Gehirnleistung aufwiesen.

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