Wenn Keime die Leidenschaft killen

(iStock)

Wichtiges und sensibles Thema: Hygiene in Liebesbeziehungen. (iStock)

Der Mann war ein echter Hingucker: charmant, intelligent und humorvoll. Wir waren schon einige Male zusammen ausgegangen, und ich konnte mir gut vorstellen, ihn noch näher kennen zu lernen. Nur eines irritierte mich: Wenn Rolf* während unserer Treffen jeweils auf die Toilette ging, konnte ich kaum einen Schluck trinken, schon sass er wieder am Tisch. Ich dachte mir nichts dabei, fühlte mich sogar ein bisschen geschmeichelt, dass er so schnell wieder bei mir sein wollte.

Die Beziehung wurde enger. Und als er eines Abends beim gemeinsamen Nachtessen aufstand und nach dem Gang auf die Toilette innert 20 Sekunden wieder Platz nahm, sagte ich im Scherz: «Händewaschen wird klar überbewertet.» Er lachte nicht, sondern sagte nur ernsthaft: «Du hast völlig recht, reine Zeitverschwendung.»

Plötzlich wurde mir klar: Die Hände, die mich liebkosten, waren oft ungewaschen. Ich bin definitiv keine Reinlichkeitsfanatikerin, aber die Hände nach einem Toilettenbesuch nicht zu waschen, ist für mich ein No-go. Da ich so verliebt war, versuchte ich das Ganze erst einmal auszublenden, jeder von uns hat ja so seinen Tick, sagte ich mir. Bei Rolf wars nun mal der Verzicht auf das Händewaschen.

Meine Taktik funktionierte nicht. Sassen wir beim Apéro und mein Geliebter griff nach dem Toilettengang in die Erdnüsschenschale, grauste es mir. In dem Schälchen können sich Spuren von Urin der männlichen Gäste eines halben Restaurants befinden. Wann immer ich Rolfs Hände anschaute, fing es an, mir ein bisschen zu «gruusen»; nur ein kleines bisschen, aber es reichte, dass er seine Faszination für mich verlor.

Und ich begann innerlich Buch zu führen und zählte, wie oft Rolf duschte, seine Fussnägel schnitt und seine Haare wusch. Ich war nicht stolz darauf, aber ich konnte nicht anders. Kurz: Was die Hygiene betraf, war bei ihm ziemlich viel Luft nach oben. Und nein, ich sprach Rolf nicht darauf an. Wenn ein Mann mit Mitte vierzig aus Prinzip seine Unterhosen nur zweimal in der Woche wechselt, konnte ich nicht viel machen. Ich war ja nicht seine Mama. Aber ich fragte mich immer öfter, wieso ein Mann, der äusserlich so proper daherkam, so (nach)lässig mit der eigenen Sauberkeit umging.

Die Leidenschaft erlosch wie die Flamme einer abgebrannten Kerze. Mag auch sein, dass ich diesbezüglich etwas neurotisch war, aber ich konnte den Gedanken nicht verdrängen, wie viele Bakterien und Keime an Rolf klebten.

Wenn wir gerade bei Bakterien und Keimen sind, hier ein kleiner Einschub mit ein paar eindrücklichen Fakten zum Thema:

• Auf einer Computertastatur (inklusive Maus) sitzen 400-mal so viele Bakterien wie auf einer regelmässig gesäuberten Toilette.

• Bis zu 500 Keime können sich auf einem Smartphone tummeln. Das hat das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene in Marburg herausgefunden. Schon kleinste Kratzer auf dem Display reichen Keimen, Pilzen und Bakterien als Versteck und Nährboden.

• Eine von fünf Bürotassen ist mit Fäkal- bzw. E.-coli-Bakterien verschmutzt.

• Dass öffentliche Toiletten eklig und hygienisch bedenklich sind, ist nicht neu. Trotzdem setzten sich 16 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer in öffentlichen Toiletten auf die Klobrille, obwohl dort Krankheiten wie Hepatitis A, Herpes, Salmonellen und Filzläuse lauern.

• Mehr als 7 Milliarden Keime sitzen auf einem Spülschwamm.

(Quelle: Doris Preissler, «Schreckliches Wissen», Riva-Verlag)

Natürlich sagte ich Rolf nicht, dass der Trennungsgrund seine mangelnde Hygiene war. Ich sagte einfach, ich hätte mich entliebt. Was natürlich auch stimmte. Die Trennung verlief kühl und emotionslos. Zum Abschied meinte Rolf: «Im Übrigen schnarchst du, wenn du erkältet bist. Das hat mich recht gestört.» Für einen Moment wollte ich sagen: «Und du bisch en Grüsel.» Aber ich liess es. Manchmal ist es besser zu schweigen.

*Name geändert

105 Kommentare zu «Wenn Keime die Leidenschaft killen»

  • Hans Hintermeier sagt:

    “ In dem Schälchen können sich Spuren von Urin der MÄNNLICHEN Gäste eines halben Restaurants befinden.“

    Es ist schon erschreckend, wie salonfähig der Sexismus gegen Männer geworden ist. Er ist bereits fest etablierter Bestandteil unserer Kultur, so dass er den wenigsten auffällt, so „selbstverständlich“ ist es geworden, dass Männer irgenwie „Schwei ne“ sind und Frauen „Engel“. Bei Frauen geht man wie selbstverständlich davon aus, dass sie so etwas (z.B. die Hände nicht waschen) nie machen würden, bei Männer ist man jedoch sofort bereit von einem Fall auf alle zu schliessen. Zurecht sind wir sensibel, was Sexismus gegenüber Frauen betrifft (in den Medien), wir sollten nun aber auch Sexismus gegen Männer nicht mehr als selbstverständlich hinnehmen.

    • Lori Ott sagt:

      Ich bin über die genau genau gleiche Textstelle gestolpert.
      Es erstaunt mich, dass es der Autorin anscheinend nicht bekannt ist dass weltweit (d.h. unabhängig vom Land) öffentliche Damen-WCs (inkl. jene von Restaurants, Flughäfen, etc.), obwohl meistens häufiger gereinigt, extrem viel dreckiger ist als die Herren-WCs am jeweils selben Ort.

  • Drecksmaidli sagt:

    Was ich zuerst gedacht habe: Wenn sonst in der Beziehung alles im Butter war, ist es sehr schade, dass ein solches Problem der Grund für die Trennung war. Warum nicht feinfühlig ansprechen?? Zweitens: Wenn man die Hygiene so streng betrachtet und sein Augenmerk auf die Vermeidung jeglicher Keime legt, muss man zwingend Michael Jackson-Handschuhe tragen. Ist dann beim Liebensspiel vielleicht nicht mehr so antörnend, das ist ja allgemein eine „Keimschlacht“ :). Und die Keime sind eben nicht – wie Frau Aeschbach annimmt- vor allem auf öffentlichen Klos zu finden. Sondern dort wo man sie nicht erwartet – im eigenen Kühlschrank, in öffentlichen Verkehrsmittel, auf der eigenen Tatstatur etc… Ich müsste nonstop Händewaschen. Das gilt dann eine Zwangsstörung. Haben heutzutage viele.

  • Danny sagt:

    Vielleicht ist es wirklich so, dass der arme Mann mit seinem unglücklichen Spruch in Wirklichkeit seinen Hygienewahn zu kaschieren versucht hat um die Dame nicht abzuschrecken. Eine dahingehende Zwangsstörung kann genauso ein Liebeskiller sein. Ein Gespräch darüber hätte sicher irgend etwas bewirkt.
    Manchmal hört man(n) aber bei der händewaschenden Fraktion auf der Toilette auch den Spruch, dass es schon etwas eigenartig sei, wenn wir uns nach dem Pinkeln jeweils die Hände gründlich waschen, während wir von den Frauen erwarten, dass sie… (Eigenzensur) um nicht die unerfahrenen Gemüter zu erschrecken. 🙂

  • Roland K. Moser sagt:

    Ich weiss nicht mehr, was ich bei Teil 2 geschrieben habe. Er wurde leider zensuriert. 🙂

  • Franziska sagt:

    S.A. mag mit der Aufzählung der einzelnen Keime schon ein wenig „keimophob“ sein. Trotzdem wundere ich mich, wie viele mit welch haarsträubenden Argumente Grüsel in Schutz nehmen. Hände nach der Toilette nicht waschen, sich selber nicht waschen (braucht ja nicht alle Tage eine Volldusche sein, geht zwischendurch auch mit Waschlappen am Lavabo), Zähne nicht putzen etc. ist einfach megagrusig. Und nein: Einem gestanden Mann wollte auch ich nicht mehr sagen müssen, er soll sich bitte waschen! So viel Kultur muss schon sein, wir leben ja nicht im Dschungelcamp oder sind auch nicht im Pfadilager wie weiland mit 12. Es gehört doch auch zum Balzritual des Menschen, sich für den Partner schön (und sauber) zu machen – dachte ich wenigstens? Oder soll das nur für Frauen gelten?

    • Drecksmaidli sagt:

      Warum sollen meine Hände nach einem Pipi besonders keimig sein? Ich benutze genug Toilettenpapier, damit da nix durchkommt. Manchmal frage ich mich ob solches Hygienedenken nicht schon ungesund ist. Geht Frau Aeschbach auch mal in die Natur, z.B. wandern? Sucht sie dann vergebens nach einem Seifenspender und Lavabo mit lauwarmen Wasser im Wald oder auf dem Feld?

      • Franziska sagt:

        Ob Pipi viele Keime hat ist doch gar nicht die Diskussion. Wer die Hände regelmässig nicht wäscht, wird vermutlich auch anderes nicht waschen. Fragen Sie mal Pflegepersonal, wie angenehm die intime Körperpflege bei Seltenwaschern ist. Ich habe da Bekannte, die hin und wieder Hinweise geben – wääck! Und ja, die meisten von uns leben nicht ständig im Wald, auf Wanderungen, im Pfadilager oder als Soldaten im Feld. Das wohl im Gegensatz zu dem armen Drecksmaidli, der (die) offenbar keine feste Bleibe hat, dauernd auf Wanderschaft ist und deshalb von mir aus entschuldigt ist.

      • Drecksmaidli sagt:

        Das Drecksmaidli ist eben nicht arm, weil es den Zugang zur Natur noch nicht verloren hat. Es hat auch eine Bleibe mit fliessendem warmen Wasser, also keine Angst 🙂 Arbeitet man in der Pflege, ist man besonderen Gerüchen ausgesetzt. Mann/Frau kann frischoperiert eben nicht selbst duschen und Händewaschen gehen. Das sollte man wissen, bevor man sich für diesen Job entscheidet.

      • Hanspeter Müller sagt:

        @ Drecksmaidli: Nach der Operation kann man sich manchmal nicht sofort duschen, da hat auch jeder Verständnis dafür. Aber bevor man ins Spital geht für einen Wahleingriff sollte man sich schon säubern. Und die Nägel schneiden und die Haare bürsten. Die Infektionsgefahr sinkt dann auch als Nebeneffekt. Hätte da auch noch ein paar Geschichten von Bauchnäbeln, Hinterköpfen, Fingernägeln und intimeren Stellen. Was stinkt ist nicht der Schweiss der heutigen Arbeit, sondern der nicht abgewaschene Schweiss, Schmutz, Staub und Körpersäfte von den vergangenen Wochen.

  • Hanspeter Müller sagt:

    „Wenn ein Mann mit Mitte vierzig aus Prinzip seine Unterhosen nur zweimal in der Woche wechselt, konnte ich nicht viel machen.“ Wenn eine Frau mit Mitte vierzig nicht gelernt hat ihre Bedürfnisse zu formulieren kann man auch nichts machen. Es geht nicht darum wer wessen Mutter ist, sondern wie respektvoll man miteinander umgeht. Zum Respekt gehört, dass man vom Gegenüber nicht erwartet, dass er Gedanken lesen kann und so perfekt ist wie Ken am Tag der Geburt.

  • Hygi Freakout sagt:

    Fragt sich noch, wann man die Hose wieder hochzieht und den Gürtel festschnallt. Vor oder nach dem Händewaschen? So wie es wahrscheinlich alle machen ist es ’schweinisch‘. Man darf z.B. die Schnalle dann den ganzen Tag nicht mehr berühren. Die ist ja total gruusig!
    Ach ja, noch eine Problem. Wie funktioniert die Toiletten-Hygiene in z.B. Indien, Burundi oder Borneo. Darf ich da gar nicht mehr hinreisen? Diese Einheimischen sind ja alle sowas von….

  • Eschirich Koli sagt:

    500 Keime auf einem Smartphone? Echt? Nur? Das ist ja nahezu steril.

  • Daniel Slamanig sagt:

    Hygiene darf man einfordern, keine Frage. Aber welches Mass ist das Richtige? Was ich jedoch nicht verstehe: wie kann man eine Beziehung draufgehen lassen, ohne das für einen Part wichtige Thema rechtzeitig offen anzusprechen? Was ist denn das für eine feige Kommunikationskultur? Ich mag übrigens auch nur frische Säfte beim Oralverkehr und spreche das gerade heraus an, wenn ich eine riechende Spielwiese antreffe. Will sagen: ein Thema, das längst nicht nur Männer betrifft.

  • Christoph Mathis sagt:

    Also, die Hygienediskussion ist nicht sehr zielführend. Frau Aeschbachers Problem scheint nicht in der physischen Hygiene, sondern in der Psyche zu liegen!

    • Silvia Aeschbach sagt:

      Haha, ich lache mich scheckig! Frau Aeschbach, bitte ohne er, wird sich vermehrt um ihre Psychohygiene kümmern und jetzt die Hände waschen gehen;-)

  • Markus Stutz sagt:

    Auch ich als Mann finde es grusig, wenn sich Leute nach den Toilettengang die Hände nicht waschen & wenn es mit der Körperhygiene hapert. Es verstört, dass so viele Schreiber auf den Wunsch, dass nach dem Toilettengang die Hände gewaschen werden sollten, in eine übersteigerte Projektion nach einer Forderung nach Keimfreiheit umdeuten. Davon ist nirgends die Rede.

    So entsteht der Eindruck, dass diese Schreiber mit dem Nichthändewaschen nach dem Toilettengang sympatisiern oder dies selbst praktizieren, auf jeden Fall finden sie es nicht grusig.

    Übrigens hat nicht die moderne Medizin unsere Lebenserwartung und Gesundheit massiv verbessert, sondern unser Lernen von Hygiene zur Hygiene.

    • Christoph Mathis sagt:

      Die Hygiene, die Sie meinen, ist nicht die Körperhygiene. Die Lebenserwartung wurde durch sauberes Trinkwasser, Abfallentsorgung und Parasitenbekämpfung erhöht. Duschen erhöht nicht die Lebenserwartung.
      Aber alle verwechseln Lebensmittelhygiene und Körperhygiene.

  • Markus Schneider sagt:

    Was für ein urgesunder Glückspliz muss ich sein, dass mich weder der Griff an die ach so verkeimte Falle der Toilettentür noch der Griff ins Erdnussschälchen bisher umgebracht hat. Liegt’s daran, dass ich nur Frauentoiletten und -restaurants besuche? Frau Aeschbach kennt nicht viele Themen, aber die Hygiene, da kann ihr keiner kommen. Vor allem die der anderen. Vermutlich hat sie schon ganz rote Hände vom ständigen Händewaschen. Ist übrigens auch ein Krankheitsbild, sowas. Aber garniert mit ein paar 40-mal und Prozenten und sogar Milliarden kommt’s halt immer wieder gut, gell. Ich mag gar nicht denken, wieviele Köche der Frau Aeschbach schon in die Suppe gebrunzt haben – es stellen’s ja schliesslich nicht alle auf Youtube und kommen in die Zeitung.

    • Markus Stutz sagt:

      Ihren diffamierenden und dummblöden Kommentar gegen Fr. Aeschbach, wegen diesem Artikel finde ich verstörend. Weshalb haben Sie ein Problem damit, dass sie etwas gruusiges als solches bezeichnet und beschreibt? So sagt Ihr Kommentar wenig Schmeichlhaftes über Sie selbst aus.

      Auch als Mann finde ich, dass sie recht hat, dass das gruusig ist, sich nach der Toilette nicht die Hände zu waschen. Ich sehe das oft auf öffentl. Toiletten, dass viele Männer nach ihrer Verrichtung ungewaschener Hände die Toilette verlassen.

      Keine Ahnung, wie mann (Sie) auf so etwas auch noch stolz sein kann.

    • Pascal von Arb sagt:

      Tja, Herr Schneider, da hat Frau Aeschbach den Hund wohl getroffen, wenn er so laut bellt und mit kindischem Sarkasmus das Thema ins Lächerliche zu ziehen versucht! Ich bin sicher kein Sauberkeitsfanatiker aber wer nach dem Toilettengang die Hände nicht wäscht, ungeachtet welchen Geschlechts, ist ein kleines Ferkel! Das hat nichts mit einer Lebensweise zu tun sondern mit Anstand und Respekt Menschen gegenüber, denen man die Hand schüttelt oder sogar intim wird.

      • Carolina sagt:

        Herr Schneider ist immer und überall dafür bekannt, dass er seinen persönlichen Frust ablâsst, jedem und jeder (besonders gern jeder!) ans Bein pinkelt – da überrascht es ja nicht besonders, dass er sich danach nicht die Hände wâscht bzw ein Mindestmass an persönlicher Hygiene auch noch für krankhaft erklärt. Schauen Sie mal wieder in den Spiegel, Herr Schneider, dann sehen Sie, wer hier ‚ungesund‘ ist….

      • Markus Schneider sagt:

        Ja Herr Sturtz, ja Herr von Arb, Ja Carolina, Sie haben ja sowas von enorm recht. Nur ist es mir ein Rätsel warum Frau Aeschbach glaubt, wir wüssten nicht alle, dass Händewaschen hui und Nicht Händewaschen pfui ist. Super, wenn man sich so einig ist. Das Händewaschen nach dem Pinkeln gehört für ganz ganz viele Leute ganz sicher nicht zum „MINDESTMASS an persönlicher Hygiene“, da können Sie Gift drauf nehmen. Aber ob und wann ich meine Hände wasche, davon haben Sie in Wirklichkeit keine Ahnung und es geht Sie auch überhaupt nichts an. Denken Sie nächstes Mal dran, wenn Sie Suppe essen. Wirklich gruusig ist’s doch für Leute wie Sie erst, wenn Sie selber es am besten wissen, wie gruusig doch alles ist. Die andern sind weitaus vernünftiger: Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss.

    • marina blau sagt:

      Sie wollen bestimmt auch lieber mit einer Dame am Tisch sitzen, die sich nach dem Einführen des ob die Hände gewaschen hat… Hat auch gar nichts mit einem Zwang zu tun, sondern u.a. mit Anstand und Respekt gegenüber dem Partner.

      • Markus Schneider sagt:

        Mit „Damen“ setze ich mich nie an einen Tisch. Aber glauben Sie im Ernst ich hätte jemals eine Frau danach gefragt, ob Sie sich die Hände gewaschen hat, bevor sie sich zu mir an den Tisch setzt? Und glauben Sie ich beschäftige mich während ihrer Pinkelpause damit zu überlegen, ob sie wohl die Hände wäscht oder ob irgendwelche Keime gerade meine Leidenschaft zerstören? Wenn sie sauber aussieht und nicht streng riecht ist das für mich vollkommen ausreichend, mehr verlange ich nicht. Was sie mit ihren Händen sonst noch macht ist ganz ihre eigene Sache. Oder kennen Sie einen günstigen Keimdetektor? Wenn’s geht natürlich etwas handlicher als die Modelle Stutz und von Arb, bei denen der Alarm in jedem Fall losgeht, da selbst die saubersten Hände ja nicht frei von Keimen sind.

  • Anna Meier sagt:

    Haha, wieso musste ich beim Lesen dieses Textes bloss an den König Drosselbart denken…. 🙂

  • Zufferey Marcel sagt:

    Merke: Nur ein absolut keimfreier Partner ist hier in unserer vor Sauberkeit und Ordnung nur so strotzenden Alpenrepublik genehm! Gewisse Wohnungen hierzulande sind so sauber- da könnte man glatt eine Herzoperation durchführen! Und aussehen tun sie in der Regel wie eine Musterwohnung aus dem Ikea-Katalog. Leider werden diese Wohnungen auch häufig von auffallend freundlichen, aber eher sterilen- und vor allem neurotischen Menschen bewohnt: Beim Betreten werden einem schon fast panikartig Pantoffeln gereicht- es könnte ja sein, dass das ohnehin schon fragile Weltbild seiner Bewohner durch Strassendreck aus dem Gleichgewicht geraten könnte..!

    • Lorena sagt:

      Da geht man nur einmal hin. Schuhe ausziehen geht gar nicht, das sind die Oberbuenzli.

      • Lina sagt:

        Ich wünsche viel Spass mit Strassendreck auf dem Badteppich…

      • Marcel Zufferey sagt:

        Ich war da auch nur einmal, item: Ich frage mich, wie wohl der Sex in diesen Musterwohnungen vonstatten geht… Uuuh, ich darf gar nicht daran denken..!

      • Bettina Fries sagt:

        Nö, ich laufe zuhause gerne barfuss oder in Socken rum, übrigens auf Empfehlung meiner Physiotherapeutin als Gegenprogramm zu den Businessschuhen. Da möchte ich einfach nicht den Strassendreck an den Füssen haben. Mit dem Schuhe ausziehen halte ich es aber auch ein bisschen nach Verhältnis – wenn ich mehr als zwei oder drei Gäste habe, zum Beispiel für ein Essen, dann sollen die ruhig die Schuhe anbehalten, da die diversen Häppchen und Besuche auf den Terrasse eh „Dreck machen“. Das ist aber kein Problem sondern einfach ein Nebeneffekt. Kommt die Freundin zum Tee, dann sitzt es sich in Socken eh bequemer auf dem Sofa. Meine Gäste ziehen aber unaufgefordert ihre Schuhe aus, liegt wohl an der Art Freunde… In Asien ist es übrigens höchst unhöflich, dies nicht zu tun.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Das ist auch meine Haltung, Frau Fries. Ordnung und Sauberkeit ja, aber in einem vernünftigen Rahmen. Sobald es pathologisch wird, stelle ich mich quer 😉

    • Markus Stutz sagt:

      Ihren Kommentar kann man ja nur so deuten, dass Sie das irgendwie schon noch cool finden, nach dem Toilettengang die Hände nicht zu waschen. Stören tut es Sie auf jeden Fall nicht – darf man davon ausgehen, dass auch Sie sich nch dem Toilettengang die Hände nicht waschen?

      Durch den Wunsch, dass sich die Leute nach dem Toilettengang bitte die Hände waschen, fühlen Sie sich offenbar so sehr angegriffen, dass Sie diesen Wunsch in völlig übersteigerter Projektion auf Fr. Aeschbach als absurde Forderung nach Keimfreiheit umdeuten, wovon nicht die Rede war.

      Ihr Comming-Out als Grüsel wäre nicht nötig gewesen – aber das ist dei Freiheit und Ihr Recht in einem Blog-Kommentar. Sie müssen ja nicht noch mehr von sich preis geben.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Stellen Sie sich vor, ich brauche nach dem Pipi sogar Sterilium- bei der Arbeit zumindest! Ja, und getroffene Hunde bellen bekanntlich…

    • marina blau sagt:

      Das hat nichts mit dem Weltbild zu tun, sondern damit, dass ich keine Lust habe, unnötigen Dreck anderer Leute Schuhe aufzuputzen. Oder mögen Sie es, Spuren auf Boden und Teppich von nass-dreckigen Schuhsohlen anschauen zu müssen.
      Pantoffeln werden gerne gereicht, damit der Gast warme Füsse hat und nicht bluttfuss gehen muss. Sie sind ja auch freiwillig.
      Es hat übrigens auch nichts mit Sex zu tun… 🙂

  • Kurt Weber sagt:

    20 Sekunden auf der Toilette?
    Vielleicht war er nur Händewaschen.

  • Arzt sagt:

    Hm, Urin ist, im Gegensatz zum Stuhl, vollständig keimfrei (und wenn ausnahmsweise nicht, dann ist dies noch das geringste Gesundheitsrisiko um näheren Umgang mit dieser Person) und vom gesundheitlichen Standpunkt aus betrachtet an sich trinkbar. Vor was grusen Sie sich denn genau, Frau Aeschbach?

  • Norby sagt:

    Nette Geschichte, falsche überschrift.
    Mangelnde Kommunikation killt Beziehung wär passender gewesen.
    Wer schon mal im Militär war oder Oralsex hatte, den schrecken ein paar Keime nicht ab… Wozu haben wir ein Immunsystem?

  • edith schmidt sagt:

    wunderbar wie frau aeschbach es schafft soviele menschen zu aktivieren, die meinung zu schreiben.. zu einem tabu thema ! grandios.. mir fallen vor allem ein paar interessante sätze ein zu diesem thema:
    sitzen reicht! man( n) muss nicht immer im mittelpunkt stehen! oder:
    ich kann diesen menschen nicht riechen!
    oder :
    ich wasche meine hände in unschuld…
    zum thema duschen fällt mir momentan nur ein, dass es sich ja nicht um stundenlange wasserlaufaktionen handeln soll! sondern kurze aber wichtige waschmomente! für mich genauso wichtig täglich, wie das tägliche mehrmals zähneputzen… und gerade jetzt fällt mir ein satz dazu ein: wasser ist zum waschen da und zum zähneputzen.. stammt evtl aus einem kinderlied! ( dh nützt der erziehung) edith schmidt

  • Martin sagt:

    Es gibt auch Frauen, die sich nicht die Hände waschen auf dem WC. Also keine Männersache. Hände waschen nach dem WC Besuch, das muss einfach sein. Es gäbe aber noch andere eklige Dinge, die man hier auflisten könnte, in Sachen Hygiene usw.

    • Arnold Gasser sagt:

      In die Badewanne urinieren und dann die Badewann abduschen. Ist hygienischer als im Sitzpinkeln die Brille von unten zu verspritzen. Aber manche schauen die Brille auch gar nie von unten an…

  • Joe Cipolla sagt:

    ihn darauf anzusprechen wäre das mindeste gewesen – von liebe ihrerseits kann keine rede sein. davonlaufen ist ja auch die einfachere und zeitgemässere scheinlösung.
    er hat eine ehrlichere und reifere frau verdient.

    • Helvetia sagt:

      Ich weiss nicht, bei einem über 40-jährigen Mann noch Mami spielen zu wollen, kommt doch selten gut. Der ändert sich nicht mehr.

      • Bettina Fries sagt:

        Lieber Joe, ich habe es aufgegeben, Männer ändern zu wollen, entweder stimmen die Grundsätze oder nicht. Das Hygienezeug gehört für mich dazu, wenn man da nicht schon sowieso ähnliche Ansichten hat, dann wird es auch anderswo nicht passen. Rauchen ist auch so was, mir gehts nicht mal um den Gestank oder die unnötigen Kosten, sondern der Tatsache, dass der Mensch eine schädliche Sucht hat, die darüber hinweg für das Umfeld unangenehm ist. Das könnte auch übermässiges Smartföneln, Trinken oder Gamen sein. Sobald es Sucht und nicht mehr gelegentlicher Genuss ist, habe ich kein Verständnis dafür.

      • Joe Cipolla sagt:

        an bettina fries und helvetia:
        nun verstehe ich warum viele frauen sich derart schwer tun einen passenden partner zu finden, bzw. weshalb es zu so vielen trennungen kommt. grosse ansprüche aber keine kompromissbereitschaft bzw. kein wille die nötige beziehungsarbeit in einer partnerschaft zu leisten.

      • Bettina Fries sagt:

        Mag sein. Gleichzeitig sind viele Menschen vom „finde ich noch was Besseres, wenn nicht, optimier ich halt das Erstbeste, alleine sein geht nicht“ Virus befallen. Schlussendlich muss die Rechnung aufgehen, das heisst, die positiven Aspekte des Menschen und der Beziehung müssen die negativen Dinge ausstechen. Niemand ist perfekt, aber ich werde den Teufel einem Menschen irgendwie das Gefühl geben, dass er aus meiner Sicht „optimierungsfähig“ ist. Kleine Details sind eine Sache, unbewusste Spleens und Mödeli wie Türen knallen oder dreckige Wäsche nicht direkt in den Wäschekorb tun, aber wenn ein Mann denkt, dass eine Unterhose drei Tage getragen werden kann, dann sind wir einstellungsmässig einfach nicht auf demselben Planeten und die Raumfahrt ist nicht so meins.

  • dres sagt:

    Ich wasche mich eigentlich nur ab Frühsommer bis Herbst, wenn ich in einem See oder Fluss baden gehe. Alles andere ist Wasserverschwendung.

  • Boran Federovic sagt:

    Die völlig antiseptische Einstellung erinnert mich an Spital, Krankheit und Tod, das Gegenteil ekelt mich an. Irgendwo dazwischen ist natürliche Sauberkeit. Menschen, die nach nichts riechen, könen sich nicht schmecken. Naja!… so könnte man die Gedanken weiterspinnen. Mann hat es eben auch gern unkompoliziert!

  • Urs sagt:

    Und falls die Geschichte nicht wahr ist, so ist sie wenigstens ziemlich plump und schlecht erfunden

  • Dani sagt:

    Sorry Leute, aber finde das Thema hier schwer peinlich. Kann mich noch gut in der Schule erinnern (Wir waren 14-15 Jahre alt), da sagte der Lehrer: Es geht mal gar nicht, dass sich die Schüler nicht die Hände waschen. Es ekelten sich alle, auch die Damen. Die Schüler riefen „uääähhhhh“ und so. Tja, dann kam einer und nahm Handproben von allen Leuten und was das Ergebnis? Alle waren mit Keimen verseucht und Fakt war, dass selbst die am lautesten IGITT riefen, hatten die meisten Keime an den Händen. Was lernt man daraus? Reinlichkeit ist anerzogen, aber man hält es damit nicht so genau, weil es heutzutage niemandem mehr schadet. Gleiches Thema wie Mundgeruch am Morgen. Tja, ist unangenehm, aber ist ebenso und liebe deswegen meinen Partnerin nicht weniger. Schadet es uns? NEIN!!!

  • Thomas Plüss sagt:

    Dass es eine Selbstverständlichkeit sein sollte, sich nach dem Toilettengang die Hände zu waschen, steht wohl ausser Frage. Im Gegenzug frage ich mich aber auch, wie Keim-Neurotiker überhaupt Sex haben können. Und wie dieser Sex wohl aussehen mag…

  • tststs sagt:

    An die Handwaschzwang- und Händedruckverweigerer-Fraktion: Wie in Gottes Namen geht Ihr aufs WC?
    Weder pinkle ich über meine Hände noch gebrauche ich sie zum Trockenwischen. Wie schon angetönt: Eigentlich müsste der Desinfektionsmittelspender (!) ausserhalb der Toilette stehen, damit man ihn benützen kann, nachdem man die Türfalle berührt hat!

    • tina sagt:

      so ist es :). und nachdem jemand die computertastatur angefasst hat, müsste er auch die hände waschen, bevor er jemandem anderem die hand gibt

  • Hans Trütsch sagt:

    „…öffentlichen Toiletten auf die Klobrille, obwohl dort Krankheiten wie Hepatitis A, Herpes, Salmonellen und Filzläuse lauern.“

    Anstatt am Ende einfach nur grosse Zahlen zu erwähnen, um damit ihrer Zwangsstörung zu fröhnen,möchte mir die Autorin besser erklären, wie man sich durch das Setzen auf der Klobrille mit Hepatitis, Herpes oder Salmonellen anstecken soll?! Lecken sie sie nachher ab?fahren einmal mit ihren Schleimhäuten drüber? Durch die Haut ist es ja wohl kaum möglich, aber hauptsache etwas Panik gemacht durch die Erwähnung von Schlagwörtern. Filzläuse leben ebensowenig auf den Klobrillen, dagegen gäbe es aber auch andere Vorkehrungsmassnahmen…bakteriell am kritisten im WC ist übrigens die Türfalle,jedoch wiederum weitabgeschlagen hinter den Griffen von Einkaufstrolleys

  • Stefan Sollberger sagt:

    Ich habe dazu eine klare Meinung: Ich vermeide den Umgang mit solchen „Schweinen“ wenn immer möglich. Leider ist mein Schwiegervater auch so ein Grüsel der nach dem urinieren seine Finger nicht wäscht. Ich habe angefangen ihm die Hand nicht mehr zu geben. Er war ziemlich irritiert darüber. Nun ist es einfach so. Ich kann gut damit leben. Mir gehts dabei gar nicht um Krankheiten oder so. Ich finde es schlicht abartig und grusig die Urinrückstände eines anderen Menschen an mir zu haben.

    • Hotel Papa sagt:

      Und jetzt darf man sich mit Fug fragen, wer denn da den realistischeren Blick auf die Welt hat…

      • Pedro Riengger sagt:

        Keine Angst, es zwingt Sie niemand, die Hände zu waschen oder mit Ihren ungewaschenen Fingern in den Zähnen zu pulen und in der Nase zu popeln. Es verlangt auch niemand, dass Sie die Unterhosen täglich wechseln oder ein Deo benützen, geschweige denn, dass Sie sich die Zähne putzen oder regelmässig die Haare und die Finger-/Zehennägel schneiden. Nicht einmal den Hintern abzuwischen, brauchen Sie sich. Aber bleiben Sie bitte in Ihrem Hotel Papa, Catweazle.

      • Hotel Papa sagt:

        Es gibt ja wohl noch etwas dazwischen. Jedenfalls ist diese Hygiene-Neurose, die wir heute pflegen nicht mehr gesund.

        Ich weiss ja nicht, wie ihr das habt, aber ich halte es mit dem Witz „Bei Apple lernen wir, zu pinkeln, ohne uns über die Hände zu schiffen.“
        Die Vorstellung, dass ich mir bei jemand anderem durch einen Händedruck Urinspuren in irgendwie relevanter Menge hole, ist genau das: eine Vorstellung. Kopfkino. Sagt mehr über den Phobiker als sein Vis-à-vis.

        PS: Ich wasche mir die Hände trotzdem, aber ich stelle mir nicht bei jedem anderen vor, was der jetzt womöglich gruusiges auf seiner Haut trägt.

  • Jonas Gabathuler sagt:

    Ich bin sehr erstaunt darüber wie mangelnde Hygiene herabgetan wird. Es ist doch einfach respektlos stinkend unter Mitmenschen zu gehen. Ich selbst habe eine sehr feine Nase. Jegliche Gerüche nehme ich sehr stark war. Ich habe es einigen Leuten schon diskret mitgeteilt dass sie stinken. Die meisten haben es selber gear nicht gemerkt und waren froh um den diskreten Hinweis. Ich glaube, wir müssen im 21. Jahrhundert wirklich nicht mehr stinken. Aber offenbar gibts Menschen die Körperhygiene immer noch als nebensächlich abtun und nicht verstehen wie mühsam dass für Mitmenschen ist.

    • Christoph Bögli sagt:

      Sobald es zu einer Zumutung für die Umwelt wird, wie bei konkreten unangenehmen Gerüchen, haben Sie recht. Allerdings steht in dem Blogbeitrag davon ja nichts, stattdessen wird sogar unterstrichen, dass der Mann ein „Hingucker“ war und „proper“ daher kam. Von wirklich wahrnehmbaren Hygienemängel steht jedenfalls nichts, das Problem schien sich eher als reinen Verdacht im Kopf der Autorin abzuspielen..

  • Christoph Bögli sagt:

    Wieso wird es immer als Tugend präsentiert, über solche Sachen zu schweigen anstatt diese direkt anzusprechen, wenn das Problem auftritt? Oder zumindest als aufrichtige Erklärung am Ende mitteilen? Nicht als Nachtreten, sondern sachliche Kommunikation. Damit könnte eine Auseinandersetzung beginnen mit potentiellem Erkenntnisgewinn auf einer oder beiden Seiten. Natürlich kann man bequemerweise annehmen, dass jemand mit 40 so etwas selber wissen sollte, aber offensichtlich tut er das nicht und hinterfragt sich vielleicht gar nicht, weil niemand den Mut hat, mit ihm darüber zu reden. Das erinnert an jene Frauen, die über Jahre einen Orgasmus vortäuschen, nichts sagen und sich dann darüber aufregen, dass der Partner im Bett nichts bietet..

  • f.leder sagt:

    Soll sich noch mal eine stehend pinkelnde Frau über stehend pinkelnde Männer beschweren.

  • Thomas sagt:

    Mich erstaunt die Opferhaltung der Schreibenden in diesem konkreten Fall sehr. Und die daraus resultierende -gelinde gesagte- kryptische Kommunikationsfähigkeit (Die Angst vor dem Leben lassen wir .mal weg, das ist ja relativ). Ich kritisiere die Haltung nicht, jede/r darf schliesslich ihr/sein Leben so gestalten, wie sie/er möchte. Ein Gedankenanstoss: Eine Person, die ihr Leben aktiv gestaltet und nicht Opfer der Umstände sein möchte, würde die Sache wohl DIREKT (und nicht so kryptisch) ansprechen. Und schauen was sich daraus ergibt. Vielleicht war es ein Missverständnis und wäscht sie stets (evt. wäscht er die Hände ja während des Pinkelns ;-)). Vielleicht gibt er dir recht und wäscht sich künftig die Hände. Und wenn nicht, ist beruht die Trennung wenigstens nicht auf Annahmen.

  • Ylene sagt:

    Herrgott, sagen Sie doch was! Nett, aber sofort! Aber lieber passiv-aggressiv darüber bloggen, gell. Übrigens ist Urin ziemlich steril mit wenig Bakterien. Falls nicht, gibts eine schmerzhafte Blasenentzündung. Sämtliches Putzpersonal, mit dem ich mich je über das Thema unterhalten habe, sind der Meinung, dass Frauen also die grösseren Schweine in Sachen WC (in Bürogebäuden) sind. Auf und im Durchschnittserwachsenen leben 2-3 kg Bakterien, nur so.

    • Martin Frey sagt:

      Das verstehe ich nun auch nicht, Ylene. Für mich ist das leider ein sehr typisches Verhalten vieler Frauen in Beziehungen: Lächelnd über Dinge hinwegzusehen die massiv stören anstatt sie direkt anzusprechen, wohl in der stillen Erwartung dass sich der Prinz selber aus dem Frosch entwickelt. Um dann irgendwann ebenso lächelnd einfach mal die Türe aufzumachen mit den Worten: Schatz, wir haben uns auseinandergelebt.

  • sepp z. sagt:

    Wenn man mit jemandem in einer Beziehung intim wird, sollte man doch fähig sein, solche Themen offen anzusprechen. Anstatt die Faust im Sack machen und so manipulative Sprüche wie ‚Händewaschen wird überbewertet‘ zu bringen, hätte frau simpel sagen können, dass es sie abtörnt, wenn er vom Klo ohne Händewaschen zu ihr käme.
    ps. Allerdings habe ich auch schon Menschen kennengelernt, die suchen in Beziehungen geradezu heimlich Mängel, damit sie sich daran enervieren und ärgern können. Ohne diese je anzusprechen. Scheint für manche ein Lebenselixier zu sein.

  • Reto Kreig sagt:

    Zitat: “ In dem Schälchen können sich Spuren von Urin der männlichen Gäste eines halben Restaurants befinden.“
    Von einem Mann gerade auf viele Männer schliessen, aber auf keine einzige Frau. Peinlich-sexistisch hoch drei.

    • tststs sagt:

      Die Tragik ist doch, dass die Urinrückstände meist noch das Gesündeste in den Schälchen sind 😉

  • Andreas Daxer sagt:

    für mich nur sauber und safe. das ist mein statement. ob das nun anderen passt oder nicht ist mir vollkommen egal. es muss ja für mich stimmen und nicht für die anderen. und ich schade ja niemandem, wenn ich es für mich eben sauber habe will. sex mit einem müffelnden partner……….unvorstellbar. da bin ich lieber allein; und mache es eben dann auch allein!

  • Dieter Walker sagt:

    Lustige Ansichten hier. Täglich Duschen ist weder neurotisch noch übertrieben noch geht die Haut zum Teufel sondern ist einfach notwendig. Auch ggü den Mitmenschen. Spätestens wenn der Nachwuchs in die Pubertät kommt. Verschwitzt nach der Nacht in die frischen Kleider würde mich grausen. Und dann die Leute die fehlende Hygiene mit Parfüm zu kaschieren versuchen. Ob Mann oder Frau, wechselte deswegen auch schon den Platz im Tram.
    Händewaschen ist tatsächlich für viele Männer ein Problem. Ich weigerte mich auch schon einem deswegen die Hand zu geben; ein notorischer Nicht-Wascher.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Auch Sie Herr Walker, Mysophobie kann man behandeln. In 50 Jahren duschen wir dann 3 mal täglich, oder?

      • Peter Brun sagt:

        Herr Wehrli, die Ansichten von Dieter Walker zur Hygiene mit Mysophobie gleichzusetzen finde ich doch sehr grenzwertig. Täglich zu duschen, Unterwäsche, Socken und Kleider zu wechseln und sich nach dem Toilettengang die Hände zu waschen sollte in der heutigen Zeit, wenigstens nach meinen Vorstellungen, eine Selbstverständlichkeit sein. Offenbar sehen Sie dies – wie viele andere Zeitgenossen auch – leider anders……

      • Mark Altheer sagt:

        @Wehrli: Sie sind wohl auch einer dieser „Grüsel“ die nicht täglich duschen und die Hände nach dem Toilettengang waschen. Es geht dabei ja nicht nur um die Ansteckung mit Keimen/Bakterien. Es hat was mit „SELBSTACHTUNG“ zu tun. Wer sich pflegt tut dies auch aus Respekt vor sich selbst und vor allem gegenüber seinen Mitmenschen. Sehr viele Menschen riechen rasch ziemlich übel wenn sie nicht täglisch duschen und Deo benutzen sowie die auf der Haut liegenden Klamotten wechseln. Ich finde es schlicht abartig und unzumutbar den Geruch von Schweiss eines anderen Menschen riechen zu müssen. Da könnte ich wirklich ko…!!! Die Ausreden sind teilweise ziemlich lächerlich. Es soll ungesund sein etc. hört man da. Ich finde die Einstellung dieser „Grüsel“ ziemlich ungesund psychologisch gesehen!

      • tststs sagt:

        Wer täglich duscht, der ACHTET sich eben SELBER nicht gerade sehr gut.
        Man tut sich SELBER und seiner Haut damit wirklich nichts Gutes!

    • Widerspenstige sagt:

      Das sehe ich auch so, dass tägliches Duschen und Unterwäsche wechseln selbstverständlich sein sollte wie auch Händewaschen nach dem Toilettengang. Ist das so schwierig einzuhalten oder woran liegt jetzt das Unverständnis bei so vielen Leuten? Ich muss dann immer Lächeln bei den Argumenten, dass zuviel waschen der Haut schaden könnte. Ich spüre davon gar nichts Schädliches bei meiner Haut – im Gegenteil. Sie ist samtig weich und ich benütze dabei eher sanfte Pflegemittel mit neutralem PH-Wert für den Säureschutz der Haut. Wer gut riecht ist klar im Vorteil, auch wenn seine Kleidung einfach ist. Sauberkeit wertet einen Menschen enorm auf und ist zB in Thailand eine Selbstverständlichkeit.

      • Anya Meyer sagt:

        Ja das ist schoen fuer Sie wenn Sie keine Probleme mit Ihrer Haut haben. Leider ist das nicht fuer alle Menschen gleich, weswegen man nicht von sich auf alle anderen schliessen sollte. Ich dusche jeden zweiten Tag und trotz Eincremen ist meine Haut unangenehm trocken. Nach dem Duschen juckt es ungemein, ein weiterer Grund warum ich nicht taeglich dusche. Schoen, wenn es Ihnen damit gut geht. Fuer mich waere es eine einzige Qual.

      • Hanspeter Müller sagt:

        @ Meyer: Trockene Haut macht nicht das Wasser sondern die Seife. Und vielleicht die Creme. Da hats alles Mögliche drin, das Allergien auslösen kann. Wasser und Babyöl macht keine trockene Haut und kein Jucken.

  • Stefan W. sagt:

    Wenn man Ihren am Ende des Artikels zitierte Untersuchung ernst nimmt, müssten Sie auch konsequent verlangen, dass Ihr Partner sich nach jeder Benutzung der Computertastatur oder des Handys die Hände wäscht. Oder überhaupt immer, wenn er etwas berührt hat.
    Und streng genommen befinden sich am Wasserhahn und dem Türgriff des WCs die meisten Keime.
    Fazit: Es ist eh nicht ganz einfach, keimfrei zu leben, und die Vorstellung, was gruslig ist, ist auch nicht immer rational. Glücklicherweise hat der Mensch sich inmitten von Keimen aller Art entwickelt, und wird in den meisten Fällen ganz gut damit fertig.

    Nein, das ist kein Plädoyer gegen das Händewaschen, nur eine Relativierung.

    • Timo B sagt:

      Wer will denn heute noch keimfrei leben? Es ist doch schon längst erwiesen, dass Putzfimmel und Hygienewahn zu vielen der heute grassierenden Gesellschaftskrankheiten wie Allergien und Asthma o.ä. führen. Also Schwamm darüber (mit all seinen Keimen), denn diese Keime halten unser Immunsystem in Schwung und uns gesund!

  • Kurt Weber sagt:

    Im Restaurant zu essen und zu trinken ist das unhygienischste, nur übertroffen vom knabbern aus der dortigen Nüsslischale. Dagegen ist sparsames wechseln der selbstgetragenen Kleider und Händewaschen zu vernachlässigen.

  • Adrian Wehrli sagt:

    Sie haben eine Mysophobie, Frau Aeschbach, durchatmen & spühlen.

  • Weber sagt:

    Wegen so Grüsel, die sich nach dem … den Pimmel abwischen mit der Hand und dann ohne Händewaschen aus dem Klo raus (schon gesehen) brauche ich Papier um die Türe aufzumachen. Was da wohl alles auf einer Klinke rumtaumelt? Das Lavabo zum Händewaschen sollte ausserhalb des Klos sein.

  • Angie sagt:

    Nicht die Hände zu waschen ist ein No Go, ebenso die Unterwäsche selten zu wechseln. Allerdings seh ich das mit dem Duschen weniger eng, da die Haut sich auch selber reinigt.
    Klobrillen: Wenn mehr Leute sich setzen würden wären die WCs nicht so versifft!

    • sepp z. sagt:

      Welche WCs sind denn versifft? Ihres zuhause? Die öffentlichen Damentoiletten?

      • Angie sagt:

        Viele öffentliche Damentoiletten. Grund dafür sind Damen, die stehend ihr Geschäft verrichten und so schön die Klobrillen verpinkeln. Die nächsten Damen oder Kinder danken herzlich…

      • Hotel Papa sagt:

        Der grund ist also, dass NeurotikerInnen, die sich scheuen, eine Oberfläche zu berühren, die vorher jemand anderes berührt hat, erst recht eine Sauerei veranstalten. Nett. Und ein Bild dafür wie krank unsere Gesellschaft inzwischen zu allem ist, was körperlich ist.

  • Martin Kallmann sagt:

    Ein heikles Thema. Einerseits wissen wir, dass zuviel Hautpflege schadet (Neurodermitis, Dermatose etc.), andererseits ertragen wir keinerlei unangenehme Düfte. Früher gab es noch viele Leute, die penetrant nach Küche oder Rauch rochen – heute alles proper.
    In einer Beziehung muss auch dieses Thema angesprochen werden wie Ordnung, Lärm, Zweisamkeit etc. Erst wenn beide in diesen wichtigen Themen auf dem gleichen Level sind, kann es funktionieren.

    • Bettina Baumann sagt:

      In der Umwelt sieht ja niemand, wieviel giftige Infektionsmittel die Toilette oder das Waschbecken hinuntergespühlt wurden. Hauptsache unsere Hände sind sauber!

  • bela summermatten sagt:

    Aktive Immunisierung nennt man das – die Bloggerin hätte gut daran getan, sich ein bisschen mehr darauf einzulassen, anstatt sofort in eine eigene Psychose zu verfallen, nämlich eine Sauberkeitsprotokoll zu führen. Ein bisschen immuner sein gegenüber den Marotten anderer wäre sicher vorteilhaft bei der Partnersuche.

    • Peter Brun sagt:

      Würde es sich hier um eine liebenswerte Marotte handeln könnte ich Ihre Haltung nachvollziehen, Herr Sommermatten. Hygiene ist für Frau Aeschbach von grosser Bedeutung; ihre Vorstellungen davon sind alles andere als übersteigert. Dass sie die mangelnde Hygiene von Rolf* nicht akzeptieren kann ist mehr als verständlich. Das von Ihnen geforderte grosszügige Darüberhinwegsehen wäre keine gute Basis für eine funktionierende Beziehung.

  • Eloen sagt:

    Liebe Silvia, eine ähnliche Geschichte ist mir auch passiert. Mein Typ hat sich beim Duschen nur mit Wasser übergossen, sich also nicht wirklich gewaschen. Das Resultat: Obwohl er wegen seines Stinkens von oben bis unten ständig gerüffelt wurde (am Arbeitsplatz, er arbeitete im Gesundheitswesen, im Sportclub etc.), wollte er es partout nicht einsehen. Dann kamen Sprüche von wegen „sich waschen wird überbewertet“ etc. Dass er samstagabends bei unseren Dates nicht einmal sein Haar zurecht machte (Schlafabdrücke überall) und nicht eingecremten, von Hautschuppen übersäten Gesicht gegenüber sass, hat mich schon gestört, aber das Stinken war schliesslich das Aus unserer Beziehung. Interessant: Auch er schob sein Grüseltum auf die Gesellschaft ab, die einen Waschfimmel haben soll.

    • Thomas Weil sagt:

      Und mit Gesellschaft hat er Sie gemeint und recht hatte er auch.

      • maurena salzmann sagt:

        Also bitte, haben Sie schon mal an einem Penis gerochen, der mehr als einen Tag nicht gewaschen wurde?!
        Sich zu pflegen bedeutet in meinen Augen dem Partner/der Partnerin und den Mitmenschen Respekt zu zollen.

    • Martin Frey sagt:

      „Auch er schob sein Grüseltum auf die Gesellschaft ab, die einen Waschfimmel haben soll.“
      Das ist ja nachgerade typisch, zählt kritische Selbstreflexion bei den Stinkstiefeln ja oft nicht zu den Kernkompetenzen. Meist wird das noch ausgeschmückt mit pseudo-biologistischen Argumenten à la aktive Immunisierung die so notwendig ist, wir ansonsten dem Untergang geweiht sind.
      Das Problem insbesondere mit Gerüchen, aber auch anderen Grüselsymptomen ist ja, dass es im Ggs. zu Lärm und anderen Belästigungen nicht messbar, schlecht objektivierbar ist. Mein persönlicher Horror ist daher, mal auf einem Langstreckenflug neben so einer Person sitzen zu müssen.

  • Hotel Papa sagt:

    Ja man(n) kann da zu weit gehen. Aber eins ist sicher: die neurotischen Standards, die wir heute anlegen, sind bei weitem jenseits dessen, was nötig und gesund ist.

    Ja, wir tragen Käfer auf der Haut und in uns. Newsflash: Ohne die können wir NICHT leben.

  • Roland K. Moser sagt:

    Vermutlich war er ein Linker und Netter.
    Die sparen bei der Hygiene um Wasser und Strom zu sparen.

    • Peter Frick sagt:

      Ich zähle mich zu den Linken und Sauberen. Mit den meisten Leuten bin ich auch nett. Bei Ihnen mach ich eine Ausnahme: Sie sind politisch ein Grüsel.

    • Gregor Meyer sagt:

      Nein, keine Sorge, Moser: Hygiene hat nun mal rein gar nichts mit politischer Einstellung zu tun. Und wissen Sie: Grundsätzlich bevorzuge ich Nette, gegenüber unerzogene reaktionäre Halbwilde!

      • Roland K. Moser sagt:

        Betreffend unerzogen:
        Ich bin in einem primitiven sozialistischen Alkoholiker-Umfeld aufgewachsen.
        Ich kenne diese Ware.

    • Roland K. Moser sagt:

      Das mit den Linken und Netten und dem Strom und Wasser sparen stimmt aber, und dass das zu Käsefüssen und allerlei anderen Gerüchen führt auch 🙂
      Dass ich aufs übelste verleumdet werde, weil ich die Demokratie ausbauen will, zeigt nur, dass es bitter nötig ist, die Demokratie auszubauen 🙂
      Ich dusche mindestens 1 mal täglich, nicht nur um mich zu waschen, sondern auch, weil ich gern unter dem warmen Wasser stehe. Für 5 Millionen Schweizer in der Schweiz hat es immer genügend Wasser 🙂
      Dafür rasiere ich mich nur 1 mal alle 2 Wochen oder so.

      Zahlen Sie beide Kirchensteuern?

    • Roland K. Moser sagt:

      Teil 1
      Der Käsefuss sei seinerzeit von den Grünen erfunden worden. Als sich die Grünen noch für Umweltschutz stark machten und nicht für Überbevölkerung.
      Da man sich wegen drohender Diskriminierung nicht öffentlich als Grüner bekennen konnte, brauchte man ein gemeinsames Erkennungsmerkmal: Das war dann der Käsefuss. Der hat sich in der gesamten Linken verankert.
      Der Nichtgebrauch des WC-Papiers der Linken ist neueren Datums. Hat aber auch ökologische Gründe, vordergründig zumindest, denn statt das Überbevölkerungsproblem via Repatriierung der Überzähligen 3,5 Millionen anzugehen, erhält einfach jeder immer weniger. Und wenn es dann nicht mehr zum Leben reicht, werden die Schweizer einfach ausgerottet.

    • Roland K. Moser sagt:

      Hallo?

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.