Fünf ohne Fleisch

Gute Alltagsgerichte brauchen kein Fleisch. Entdecken Sie feine Beispiele, die ganz einfach zum Nachmachen sind.

Kartoffelpizza

Pizza oder Bratkartoffeln? Bei diesem Rezept gibt es beides auf einen Schlag. Ein Rezept das einfach, gut und günstig ist.  (Bild über: Simply so good)

Zutaten für den Pizzateig:

Zubereitung:

500 g Mehl

2,5 dl lauwarmes Wasser

die Hälfte eines frischen Hefewürfels (ich glaube 20 g, aber überprüfen!)

4 EL Olivenöl

ein wenig Salz

Mischen Sie die Hefe mit ein wenig lauwarmem Wasser. Geben Sie alle Zutaten in eine Schüssel, vermischen Sie alles mit einer Kelle und formen Sie den Teig danach zu einer Kugel. Legen Sie ein feuchtes Tuch über die Schüssel und stellen Sie diese auf die unterste Schiene im auf 40 Grad vorgeheizten Backofen. Ungefähr 1,5 Stunden aufgehen lassen. Danach ist der Teig zur Verarbeitung bereit.

Zutaten für den Belag:

Zubereitung:

3 grosse Kartoffeln

Olivenöl

Salz

Rosmarin

Schälen Sie die Kartoffeln und schneiden Sie sie mithilfe eines Gemüseschneiders in hauchdünne Scheiben. Zerstampfen Sie in einem Mörser Rosmarin mit Salz und mischen Sie dieses mit Olivenöl und den Kartoffelscheiben. Anschliessend wallen oder ziehen Sie den Teig zu einem Pizzafladen. Legen Sie die Kartoffelscheiben auf den Fladen. Die Kartoffelpizza im 250 Grad heissen Backofen etwa 10 Minuten knusprig backen.  

2 — Gebackener Halloumi

Genug von Fondue und Raclette? Es gibt auch noch andere Möglichkeiten, Käse heiss zu machen. Versuchen Sie es mit diesem gebackenen Halloumi. (Bild: The Cook Report)

Zutaten:

Zubereitung:

Olivenöl

1 Schalotte, fein gehackt

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

1 Peperoncino, fein gehackt

2 Auberginen, in Würfel geschnitten

2 Zucchini, in Würfel geschnitten

2 Dosen (400 g) Pelati

1 Hand voll Rosinen

1 Prise Oregano, getrocknet

1 KL Kreuzkümmel, gemahlen

500 g Halloumi 

Salz und Pfeffer

Petersilie, grob gehackt

Geben Sie Olivenöl in eine ofenfeste Pfanne und dünsten Sie die Schalotte an. Geben sie den Knoblauch und den Peperoncino bei. Sobald diese duften, geben Sie die Gewürze bei, alles gut mischen. Nun kommen die Auberginen und Zucchettiwürfel dazu, salzen und alles etwa 10 Minuten sanft dünsten. Eventuell etwas Wasser beigeben. Dann kommen die Tomaten und die Rosinen dazu. Mischen, zudecken und nochmals 10 Minuten köcheln. Deckel wegnehmen. Schneiden Sie den Halloumikäse in Scheiben und legen Sie diese auf das Gemüse. Im 200 Grad heissen Backofen etwa 30 Minuten backen. Zum Servieren mit etwas Olivenöl beträufeln und gehackte Petersilie darüberstreuen.

3 — Kartoffeln mit Tomatensauce

Kartoffelgratin braucht nicht zwingend Rahm und Käse. Mit Tomatensauce wird alles leichter und frischer. (Bild: The Mediterranean Dish)

Zutaten:

Zubereitung:

700 g Kartoffeln

1 Peperoni

2 Zucchetti

2 rote Zwiebeln

1 kleine Aubergine

1 Dose (400 g) gehackte Tomaten

1 KL Kreuzkümmelsamen

1 Hand voll Rosinen

Salz und Pfeffer

Olivenöl

1 Hand voll Oregano, fein gehackt

1 Hand voll Rosmarin, fein gehackt

1 Zitrone

Schälen Sie die Kartoffeln und schneiden Sie sie in Scheiben. Entkernen Sie die Peperoni und schneiden Sie sie in Streifen. Schneiden Sie die Zwiebeln in Ringe und die Zucchetti und Auberginen in Scheiben. Mischen Sie den geriebenen Knoblauch mit Olivenöl, dem Saft von einer halben Zitrone, den gehackten Kräutern und etwas Salz. Nun mischen Sie das Gemüse mit dieser Ölmischung. Mischen Sie die Tomaten aus der Dose mit dem Kreuzkümmel, den Rosinen und etwas Salz. Geben Sie die Hälfte der Tomaten in eine grosse Backform und legen Sie das Gemüse drauf. Verteilen Sie die zweite Hälfte der Tomaten über dem Gemüse. Bedecken Sie die Ofenform mit Folie und backen Sie das Gemüse etwa 40 Minuten bei 180 Grad. Die Folie wegnehmen und nochmals etwa 30 Minuten bei 200 Grad fertig backen, bis das Gemüse leicht geröstet und die Tomaten fast eingekocht sind. Mit Olivenöl beträufeln und etwas Zitronensaft darübergeben. 

4 — Ratatouille

Der französische Klassiker geht oft vergessen, dabei gibt es wohl kaum ein schmackhafteres Gemüsegericht als das Ratatouille. (Bild: The Kitchn)

Zutaten:

Zubereitung:

4 grosse Tomaten

2 Zucchetti

1 Aubergine

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

1 grüne Peperoni

1 gelbe Peperoni

1 rote Peperoni

1 Glas Weisswein

1 Bouquet garni mit Thymian, Salbei, Rosmarin und Estragon

Salz und Pfeffer

Olivenöl

Rüsten Sie das Gemüse und schneiden Sie es in Stücke, zerquetschen Sie die Knoblauchzehen leicht. Braten Sie das Gemüse in genügend Olivenöl an und giessen Sie den Wein darüber. Geben Sie das Bouquet garni bei, würzen Sie mit Salz und Pfeffer und köcheln Sie alles zugedeckt etwa 40 Minuten.

5 — Randentorte

Blätterteig ist ein Elegantmacher. Damit werden auch einfache Gerichte zu exklusiven Köstlichkeiten. (Bild: Sainsbury’s

Zutaten:

Zubereitung:

2 rohe Randen

1 ausgewallter Blätterteig

1 Becher Ziegenfrischkäse

3 EL Ricotta

1 Hand voll Petersilie, gehackt

1 Hand voll Basilikum, gehackt

Salz und Pfeffer

Olivenöl

2 Hand voll geröstete Haselnüsse 

Mischen Sie die Kräuter mit dem Ziegenkäse und dem Ricotta. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Randen schälen und in feine Scheiben schneiden, mit Olivenöl und Salz mischen. Den Blätterteig mit der Käsemischung bestreichen und die Randenscheiben darauf verteilen. Haselnüsse im Mörser grob hacken. Kaufen Sie feine, geschälte Haselnüsse – ich finde meine jeweils bei Manor Food. Haselnüsse auf den Randen verteilen. Alles im 200 Grad heissen Backofen etwa 40 Minuten backen, bis der Teig knusprig und golden ist.  

Credits: 

Bilder von Foodblogs und Magazinen: Sainsbury’sThe Kitchn, The Mediterranean DishThe Cook ReportSimply so good

31 Kommentare zu «Fünf ohne Fleisch»

  • Monica Bigler sagt:

    Fast jedes Gericht kann mit pflanzlichen Zutaten gekocht werden, auch Eier und Milch sind einfach zu ersetzen. Buecher dazu gibt es viele und Rezepte auch im Internet. Einige englisch-sprachige Klassiker:
    – Veganomicon by Isa Chandra Moskowitz and Terry Hope Romero
    – Vegan Cooking for Carnivores by Roberto Martin
    – Oh She Glows Cookbook, Angela Liddon

  • Ökofreak sagt:

    Wenns umweltfreundlich sein soll, dann bitte auch saisonal bzw. ohne Importgemüse.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    5 ohne Fleisch und 4 sogar vegan. Das gefällt mir – aber noch viel mehr den wehrlosen und unschuldigen „Nutztieren“.

  • Viviane sagt:

    Eines der besten fleischlosen Gerichte ist die Gommer Cholera. Lauch, Zwiebeln, Kartoffeln, Äpfel und Raclettekäse in einer Blätterteighülle (als gedeckte Wähe) – yummy.

  • Peter Kuster sagt:

    Mein lieblings Vegi ist Alepermagronen rückwärts ohne Kartoffeln: https://lustvollkochen.wordpress.com/2017/11/30/aelpermagronen-rueckwaerts-light/ Auf dem gleichen Blog habe ich auch eine Vegi Version vom Bami Goreng gefunden: https://lustvollkochen.wordpress.com/2017/03/23/bami-goreng-version-vegetarisch-vegan/

  • Monica Bigler sagt:

    Etwa in 10 Jahren wird die “plant-based” Ernährung auch in der Schweiz keine Randerscheinung mehr sein. In vielen Ländern wird Ernährung ohne Fleisch und Milch von Ärzten empfohlen oder sogar verordnet, um etliche Krankheiten zu heilen oder diese vorzubeugen, vor allem Herz und Kreislauf. Dieser ständige Lobgesang auf Fleisch mühselig und veraltet. Danke für die Rezepte.

  • Méthode Champenoise sagt:

    Probiern Sie Ratatouille Nicoise, nur mit Knoblauch, Estragon, Petersilie und Lorbeer gewürzt.

    Thymian, Salbei und Rosmarin sind viel zu dominant für die feinen Geschmacksnuancen der verwendeten mediterranen Gemüse. Dadurch schmeckt das ganze Gericht einfach nur nach Herbes de Provence.

  • No sagt:

    Die Rezepte tönen alle herrlich. Aber Tomaten, Zucchini und Auberginen haben nun wirklich nicht Saison!

  • Christoph Bögli sagt:

    Zum Pizzateig: noch besser wird dieser, wenn man ihn 1-3 Tage kalt gehen lässt. Was auch den Vorteil hat, dass man diesen bequem in einer ruhigen Minute vorbereiten kann und dann an einem der folgenden Abende in wenigen Minuten eine Pizza im Ofen hat, statt dass man >1h hungrig dem Teig der Hefe beim Essen zusehen muss..

  • adam gretener sagt:

    Halloumi? Jetzt schon überall Hühnerhaut wenn ich daran denke, wie das Zeugs an den Zähnen quietscht…

  • Maike sagt:

    Obwohl ich bekennende Fleischesserin bin, esse ich auch gerne einmal Gerichte mit ohne Fleisch. Auch ohne diesem vegetarischen-veganen Hype verfallen zu sein, gibt es prima Rezepte (wie man oben sieht), die vollkommen ohne Fleisch auskommen.
    Ausser Gemüse gibt es eben noch Dinge wie Haloumi oder Tofu, diesen in diversen fein abgewürzten Varianten, mit denen man interessante Gerichte kochen kann.
    Vielleicht muss man einfach mal von der Betonung – ich koche jetzt vegetarisch – abkommen, und es als etwas ganz normales hinstellen. Man betont ja auch nicht – ich koche jetzt etwas mit Fleisch !
    Man kocht jetzt einfach etwas, und das kann mal mit und mal ohne Fleisch sein – und fertig !

    • Nina sagt:

      Meine Worte. Toll gesagt.

    • Christoph Bögli sagt:

      Das ist definitiv richtig. Es gibt gute Rezepte mit Fleisch, mit Fisch oder ohne beides, und man kann auch problemlos mit allen möglichen Zutaten kreativ sein. Und zwar ohne dass man das Ganze zur ideologischen Kampfzone ausweiten und jede Mahlzeit zur Bestätigung des Karnivoren/Veganer-Status zu erklären. Ich koche jedenfalls auch einfach mit allem, was mir shcmeckt, manchmal auch mit Fleischprodukten, oft aber auch ohne. Einfach was gut ist und Spass macht. Ohne irgendwelche Zwänge.

    • sabina sagt:

      Liebe Maike. Ich stimme Ihnen zu. Ich koche leidenschaftlich gerne, mal mit, mal ohne Fleisch. BASTA! Mir geht dieser EssensOptimierungsHype sowas von auf die Nerven .

    • Carolina sagt:

      Genau dasselbe ist mir auch in den Sinn gekommen, Maike. Sobald etwas betont wird, ruft das die üblichen Protagonisten auf den Plan, die nur Entweder/Oder zu kennen scheinen. Ich bin der festen Ueberzeugung, dass in den allermeisten Haushalten mal mit, mal ohne Fleisch/Gemüse/Pasta etc gekocht wird, es wird einfach gekocht!

    • lisa sagt:

      Genau so ist es. Ich glaube, wir kannten das Wort „vegetarisch“ in meiner Kindheit (70er) noch nicht, aber jeden Tag Fleisch gab es bei weitem nicht ;) Vor etwa zwei Jahren im Restaurant, grosse Gruppe, Essen vorbestellt, Kellner fragte jeden „Fleisch oder vegetarisch?“ und kapierte nicht, warum ich erst genauer wissen wollte, was es gibt. Ich müsse doch wissen, ob ich Vegetariern bin oder nicht…

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Es gibt keinen vegetarischen Hype, das wäre unsinnig, denn vegetarisch bedeutet ebenfalls grausames Tierleid, aber es gibt die vegane Vernunft und den veganen Anstand den Tieren gegenüber.

      • Doris sagt:

        Herr Niederer, gerne hätte ich mal ein, zwei vegane Rezepte von Ihnen als Experte. Wäre dies möglich?
        Habe alle Linsen, Randen, Getreide inzwischen satt und Avokados sind nicht unbedenklich. Vielen Dank.

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.