Langsam wird es festlich

Geniessen Sie den ersten Adventssonntag mit diesen Inspirationen und Ideen.

Endlich Zeit zu Hause

Es geht wahrscheinlich allen ein bisschen ähnlich wie mir. Man nimmt die Vorweihnachtszeit als eine Pause wahr, möchte sie voll geniessen, und doch klappt es nie so richtig wie in der Vorstellung. Ich habe voller Energie letztes Wochenende mein Arbeitszimmer ausgemistet, mich eines Regals entledigt, endlich die neuen, kleinen Möbel, die ich im Herbst auf dem Flohmarkt gekauft habe, in die Wohnung integriert, Blumen, Beeren und Föhrenzweige eingestellt und am Schluss die Weihnachtslämpchen montiert.

Am Montag musste ich bereits wieder los, und zwar ins Wallis. Dort hat es geschneit, und nun bin ich erst recht in Stimmung. Ich hoffe, dass es dieses Jahr klappt mit mehr Ruhe in dieser stürmischen Zeit. Die Tipps und Ideen dazu habe ich immer parat. Aber eben, es ist einfacher, sich etwas vorzustellen, es zu empfehlen, als selbst umzusetzen. Doch wie jedes Jahr versuchen wir alle, so es geht, zur Ruhe zu kommen, die Zuhausezeit zu geniessen, unser kleines Reich hübsch zu machen und die vielen Momente, die tatsächlich perfekt und wunderbar sind, zu erhaschen. (Bild über: Destination Pearl Street

Sonntag ist der schönste Tag

Seit ich einen Hund habe, und das ist nun schon ziemlich lange, haben die Sonntage eine ganz neue Bedeutung bekommen. Ich gehe nämlich raus. An den anderen Tagen natürlich auch, aber am Sonntag ist das Rausgehen immer abenteuerlicher, länger und intensiver. So hat der Tag diese eigenartige Unruhe verloren, die dem Sonntag so anhaftet. Er ist zum schönsten Tag geworden.

Denn nach ein paar Stunden Abenteuer in der Natur stellt sich Ruhe ganz automatisch ein. Man hat Hunger, kocht etwas Feines, backt einen Kuchen, taucht endlich in das Buch, das die ganze Woche unberührt auf dem Nachttisch lag, oder wuselt gemütlich in seinen Dingen herum. Mit und ohne Hund empfehle ich allen lange Sonntagsausflüge zu Fuss in die Natur, auch an kalten grauen Wintertagen! (Bild über: Birdasaurus)

Heute kommen Gäste

In der Adventszeit beginnt auch die grosse Einladungszeit. Man wird eingeladen oder hat selbst Gäste. Dafür lohnt es sich, den Tisch schön zu decken, damit auch festliche Stimmung aufkommt. Kerzen sind in dieser Zeit praktisch ein Must. Meiner Meinung nach ist die Natur der schönste Dekorateur. Ich mag keine künstliche Tischdeko. Füllen Sie Schalen mit Früchten und Gemüse und Krüge und Vasen mit Blumen und Zweigen. Verteilen Sie einige Früchte auf dem Tisch – das sieht fantastisch aus und sorgt für Üppigkeit und Sinnlichkeit. Auch wenn man nur ein Plättchen Käse und Charcuterie, ein Fondue oder sonst etwas Einfaches auftischt. (Bild über: Kate S. Jordan)

Der Balkon wird wintergemütlich

Wenn Sie wie ich gerne Lichtchen und Lämpchen haben, dann schmücken Sie bestimmt auch den Balkon. Dieser sieht aber meist in dieser winterlichen Zeit nicht so attraktiv aus. Das muss nicht sein. Seit ich Scarlett Steiner Gaus’ Balkon vor einigen Jahren für eine Sweet Homestory gesehen habe, gebe ich mir immer Mühe. Auch dieser Balkon, entdeckt auf 1st Street, ist gelungen. Alles was es braucht, sind Felle auf den Gartenmöbeln, ein paar winterharte Pflanzen und stimmungsvolles Licht mit Laternen und Lichterketten. Natürlich muss man zuerst tüchtig aufräumen und die Herbstblätter wegputzen, die Blumenkistchen ein bisschen zupfen und den Boden putzen.

Hurra, es ist Lichtchenzeit

Lichterketten sind bei uns in dieser Zeit fester Bestandteil der Einrichtung. Leider werden sie immer kühler und greller. Meine Lieblinge habe ich bei Manor entdeckt, sie sind eine Art Engelshaar, also ganz dünne kupferne Fäden mit kleinen Lichtchen. Sie sind zwar auch ein bisschen zu grell für meinen Geschmack, aber ich habe schon letztes Jahr nichts Wärmeres mehr gefunden. Die Lichterketten in der Wohnung montiere ich einfach über das, was schon da ist. Ich lasse sie wie eine Lichterflut über die Möbel fliessen oder hänge sie wie Vorhänge an die Fenster. Neugierige finden ein Beispiel auf meinem Instagramaccount! (Bild über: Grey&Scout)

Werden Sie zum Sternengucker

Meine abendlichen Spaziergänge führen mein Hündchen Miss C. und mich nun immer in die Stadt. Ich liebe die Lichtchen, die Festtagsstimmung und die Poesie, die die Altstadtgassen ausstrahlen. Natürlich bummeln wir auch über die Märkte. Das Angebot der vielen Stände finde ich, wie immer, ziemlich schwierig. Doch Sterne kann man immer finden, und die sind auch schön. Behängen Sie Ihre Decken mit Dekorationssternen, das wirkt verträumt und ist immer stilvoll. (Bild: Ikea)

Adventskranz auf die Schnelle

Leider fehlt es mir an der Geduld, einen hübschen Adventskranz selbst zu machen. Dieses Gestell von Ferm Living finde ich perfekt für alle, deren floristische Talente bescheiden sind. Man kann es einfach so hinstellen oder aber in einen grossen Teller platzieren und Zweige oder Beeren und Früchte darüber legen. 

So wird es grün

Noch einfacher verbindet man Grün und Kerzen auf diese ganz natürlich Art. Versammeln Sie einige kleine Zimmerpflanzen und stellen Sie Kerzen dazwischen. Das vermittelt viel Adventsstimmung und ist nie kitschig. (Bild über: Keltainen talo rannalla)

Süsses Nichtstun

Das Allerschönste aber ist an diesen Adventssonntagen das Nichtstun: Kuscheln, Teetrinken, Guetsli knabbern und Musik hören. (Bild über: Destination Pearl Street

TV Time

Selbstverständlich gehört zum Nichtstun auch ein gemütlicher Film, der uns in Weihnachtsstimmung versetzt. Meine Lieblings-Weihnachtsfilme sind alt – uralt! Auf Nummer eins ist der Film: «Christmas in Connecticut» mit Barbara Stanwyck. Sie schreibt so was wie eine Sweet-Home-Kolumne. Obschon sie weder kochen kann, noch auf einer Farm lebt, denken alle, Sie sei die perfekte Hausfrau. Dabei lebt sie in der Stadt und isst im Restaurant – von da an geht die Screwball-Comedy los! Dieses Bild vom Blog Lobster and Swan zeigt den Sony Portable Ultra Short Throw Projector, der bestimmt eine Überlegung wert ist. So kann man seine Lieblingsfilme an die Wand projizieren und muss keine unschönen Bildschirme platzieren. 

Kommt er?

Die allergemütlichste Fernsehserie ist und bleibt für mich «Friends»! Man kann sie gerade auf Netflix anschauen und damit in die freundlichen 90er-Jahre tauchen. Und wer weiss, vielleicht kommt während des Abtauchen in heile Welten auch endlich der Schnee …

Credits: 

Blogs und Magazine: Destination Pearl StreetBirdasaurusGrey&ScoutKeltainen talo rannallaLobster and Swan 
Shops und Kollektionen: IkeaFerm Living
Styling: Kate S. Jordan
Immobilienagenturen1st Street

7 Kommentare zu «Langsam wird es festlich»

  • Bernhard Schlegel sagt:

    Ich bin froh, wenn dieses Fest des Kapitalismus‘ wieder vorbei ist. Ich freue mich auf die ganz normalen Tage unter dem Jahr. Die haben Stil nebst all dem Kitsch.

    • Edith Engel sagt:

      Die Dinge sind in vielen Fällen das, was wir daraus machen. In diesem Sinne sehe ich nicht ganz, was Kerzen, kuscheln und Guetzli knabbern mit Kapitalismus zu tun haben (ausser einem gemeinsamen Anfangsbuchstaben).

      • Klaus Schlegel sagt:

        @Schlegel: Stil ist das, was man/frau daraus machen… wäre ein Fest des Sozialismus vlt besser?
        gleich lange Kerzen für alle und sonst nix?
        es grüßt ein Namensvetter

  • Perpetua sagt:

    Die die Smartphones heutzutage in der Handfläche festgewachsen scheinen, geht natürlich auch das sogenannte „NICHTSTUN“ nicht mehr ohne – schade, kann ich da nur sagen…

  • Bufi sagt:

    Ich habe auch eine Engelshaarlichterkette, bzw. muss mir leider jedes Jahr eine neue kaufen, da sich diese beim Abnehmen nach Weihnachten auf wundersameweise immer derart verheddern, dass ich sie im nächsten Jahr nicht mehr auseinanderkriege und frustriert eine neue kaufe.

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