So fein kann Wintergemüse sein

Diese 8 herrlich einfachen Gerichte sorgen dafür, dass auch im Winter die gesunde Nahrung nicht zu kurz kommt.

1 — Randen und Schalotten

Randen muss man nicht zwingend erst im Wasser kochen. Im Gegenteil, ich finde, sie verlieren dabei an Geschmack und Reiz und erinnern an die schrecklichen Salate, bei denen sie alles auf dem Teller verfärben und ziemlich schwabbelig und nichtssagend wirken. Rösten Sie sie im Ofen und geniessen Sie eine gesunde Delikatesse. (Bild: Downshiftology)
Und so gehts: 
Randen rüsten und in Stücke schneiden. Schalotten oder Saucenzwiebeln schälen. Mit Olivenöl, Honig und Salz mischen und dann auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Bei 200 Grad etwa 20 bis 30 Minuten im Backofen rösten. Servieren Sie es über einen Kartoffelstock mit Äpfeln. Dafür kochen Sie geschälte, in Stücke geschnittene Kartoffeln in etwas Bouillon oder Salzwasser weich. Mit gekochten warmen Apfelschnitzchen zerstampfen und flüssige Butter einrühren. Mit Wasserkresse oder einigen Sprossen garnieren. 

2 — Chicorée mit Orangen und Nüssen

Chicorée schmeckt gekocht fantastisch. In Frankreich gibt es ein klassisches Gericht, bei dem der Chicorée in einer Schinkentranche mit Béchamelsauce gratiniert wird. Diese Version ist leichter und schmeckt bereits ein bisschen weihnachtlich. (Bild: Chef Nini)
Und so gehts: 
Für zwei Personen etwa 4 Chicorée längs halbieren und beidseitig in etwas Butter andünsten. Danach den Saft von einer Orange und etwas Gemüsebouillon darüber giessen. Nach Geschmack etwas Zimt beigeben. Zugedeckt köcheln, bis der Chicorée gar ist. Mit gehackten Nüssen darüber servieren. Auch fein und hübsch ist eine gute Handvoll Granatapfelkerne darüber. Dazu passen Bratkartoffeln.

3 — Rüebli mit Feta und Pinienkernen

Ich liebe Gemüse aus dem Backofen. Das Rösten verwandelt jedes Gemüse in eine köstliche Delikatesse. (Bild: Delallo)

Und so gehts:
Rüebli in allen Farben rüsten und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Dicke Rüebli längs halbieren. Olivenöl, Ahornsirup und Salz darüber geben und gut mischen. Bei 200 Grad etwa 20 Minuten im Backofen rösten. Mit Fetakrümeln, gehacktem Koriander und gerösteten Pinienkernen servieren. 

Tipp: Versuchen Sie dazu den persischen Reis von Andy aus der Bon Appetit Küche. Er geht nicht ganz so schnell, macht aber grosse Lust, ihn nachzukochen!

4 — Warmer Wintersalat

Mit allerlei geröstetem und rohem Gemüse kann man einen wunderbaren, warmen Wintersalat machen. (Bild über: Domino)
Und so gehts:
Unterschiedliches Wurzelgemüse wie Randen, Kartoffeln, Rüebli, Topinambur, Süsskartoffeln und vieles mehr auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Olivenöl und ein wenig Salz darüber geben und gut mischen. Etwa 20 Minuten im 200 Grad heissen Backofen rösten. Am Schluss noch eine gute Handvoll geschnittenen, mit Olivenöl gemischten Federkohl dazugeben. Das warme Gemüse mit Zitronensaft und gerösteten Nüssen oder Pinienkernen mischen und servieren. 

5 — Selleriepüree

Das ist eine köstliche, gesunde, leichtere und vor allem vegetarische Alternative zu Bratwurst und Kartoffelstock! (Bild: Leite’s Culinaria)
Und so gehts:
Rüsten Sie etwa 500 g Sellerie und 2 Kohlrabi, und schneiden Sie sie in Stücke. Geben Sie 4 EL Olivenöl in eine Schüssel plus etwa 3 ungeschälte Knoblauchzehen. Nun geben Sie das Gemüse dazu und vermischen alles gut. Legen Sie alles auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech, würzen Sie mit Salz und Pfeffer, und rösten Sie das Gemüse im 200 Grad heissen Backofen etwa 40 Minuten lang, bis es gar ist. Dann nehmen Sie es heraus, entfernen die Haut der Knoblauchzehen und zerstampfen alles mit einem Stampfeisen. Geben Sie alles in eine Schüssel, schliessen Sie diese mit Folie, und geben Sie sie für einige Minuten zurück in den heissen Backofen, damit sich alles gut durchwärmt. Braten Sie in einer Bratpfanne roten Chicorée und Zwiebelringe oder anderes Gemüse nach Wahl an, salzen. Mischen Sie etwas Honig oder Ahornsirup dazu, und servieren Sie es über das Püree.

6 — Rosenkohlgratin

Ich weiss, Rosenkohl und Béchamelsauce sind verpönt – doch ich finde, sie sind ein winterliches Liebespaar! Hier eine Variante aus dem Backofen. (Bild: The View From The Great Island)
Und so gehts: 
Machen Sie eine Béchamelsauce. Ich mache sie mit Bouillon, da ich sie nur so mag. Erhitzen Sie Milch und mischen Bouillon unter. Geben Sie viel Butter in eine Pfanne und erhitzen diese. Dann kommt Mehl dazu. Gut mischen und einige Minuten andünsten. Bouillon-Milch darüber giessen und unter Rühren zu einer Sauce kochen. Mit Pfeffer und Muskatnuss würzen. Rosenkohlröschen halbieren und kurz dämpfen. In eine Gratinpfanne geben und die Béchamelsauce darüber giessen. Käse wie Gruyère darüber raffeln. Im 200 Grad heissen Backofen etwa 30 Minuten backen.

7 — Wintergemüsesuppe

Eine feine, cremige Suppe mit allerlei Gemüse ist ein idealer Starter für ein festliches Winteressen oder gibt einen guten einfachen Znacht ab. (Bild über: Hortus Cuisine)

Zutaten:

Zubereitung:

2 EL Olivenöl

2 Schalotten, gehackt

1 Knoblauchzehe, gehackt

1 grosse Kartoffel, in Würfel geschnitten

2 Lauchstängel in Ringli geschnitten

100 g Sellerie, in Würfel geschnitten

400 g Broccoli in Röschen geschnitten

6 dl Gemüsebouillon

2 dl Rahm

Olivenöl

Meersalz, Muskatnuss und Pfeffer

Erhitzen Sie in einer Pfanne das Olivenöl, und dünsten Sie die gehackten Schalotten. Die Kartoffelstücke beigeben und einige Minuten dünsten, alles andere Gemüse beigeben und einige Minuten weiterdünsten, Knoblauch beigeben und kurz bevor dieser Farbe annimmt, mit der Bouillon ablöschen. Alles weich kochen. Die Suppe in der Küchenmaschine pürieren, würzen mit Salz, Pfeffer und Muskat, den Rahm beigeben und die pürierte Suppe nochmals kurz aufkochen. Die Suppe servieren und ein wenig gutes Olivenöl darüber träufeln. 

8 — Rosenkohlnudeln

Da ist er nochmals, der kleine, grüne, feine Rosenkohl – diesmal mit Pasta! (Bild: Minimalist Baker)
Und so gehts: 
Rosenkohl rüsten und halbieren oder vierteln und in ein wenig Butter mit einem Stück Peperoncino und einer zerdrückten Knoblauchzehe andünsten, Weisswein dazugiessen und wenige Minuten einköcheln lassen. Etwas Bouillon dazugiessen und den Rosenkohl so lange köcheln, bis er gar ist, aber noch knackig. Knoblauch und Peperoncino herausnehmen. Rahm dazugiessen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Nudeln al dente kochen. Alles mischen und mit Pecorino Romano und ein wenig gehackten Haselnüssen servieren. 

Credits: 

Bilder über Foodblogs und Magazine: DownshiftologyChef NiniDominoLeite’s CulinariaHortus CuisineMinimalist Baker
Shops und Produzenten: Delallo

13 Kommentare zu «So fein kann Wintergemüse sein»

  • Anna sagt:

    Apropos Rosenkohl, gebe Ihnen hiermit den geheimsten aller Geheimtipps:
    Schälen Sie die äusseren Blätter (Dunkelgrün) des Rosenkohls ab, dann nehmen Sie die mittleren Blätter (schönes, starkes Mittelgrün) und verwenden Sie nur diese mittelgrünen Blättchen, die Sie in Butter andünsten, ein wenig Salzen, und noch knackig belassen.

    (Die kleinen ganz hellgrün-gelben Röschen können noch ein anderes Mal als anderes Mahl in z.B. Butter und Bouillon gekocht werden)

    Ich bin überzeugt, das Gericht mit den Nudeln und dem Rosenkohl wird mit der Nur-Blättchen-Variante noch einen Tick besser….

    P.S. Als Beilage auch zu Wild, meist besser und leichter als der ganze Rosenkohl.

  • Tino sagt:

    Es ist immer lustig aber unnötig zu schreiben, dass man „gutes“ Olivenöl auf die Speisen gibt. Als ob schlechtes Olivenöl die Regel ist.

  • Karin Stepi sagt:

    Habe so eben mit meiner Familie zu Abend gegessen…
    aber trotzdem ist mir beim blossen Lesen schon wieder das Wasser im Mund zusammengelaufen! So feine, gluschtige Rezepte… super schöne Fotos… jetzt weiss ich eine ganze Woche, was ich koche! Herzlichen Dank für die Inspiration.

  • Vreny sagt:

    Danke für diese tollen Rezepte – da hat es einiges dabei, das ich möglichst bald nachkochen werde :-).
    Rosenkohlnudeln (oder Spaghetti) gehört schon seit Jahren zu meinen Lieblingsrezepten. Anstelle von Rahm verwende ich aber Frischkäse (z.B. Philadelphia) und gebe, falls vorhanden, noch ein paar Stückchen Gorgonzola dazu. Das macht sie Sauce schön sämig und gibt ihr geschmacklich noch etwas zusätzlichen „Pfiff“.

  • Katharina I sagt:

    Und wo ist das Fleisch? ;-) Mmmmmh. Ich geh‘ jetzt gleich einkaufen. Irgendetwas mit Kartoffelstocki! :-)

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Es kommt langsam Liebe auf ……

  • Susanne sagt:

    Fantastische Rezepte. Macht Lust zum Ausprobieren.

  • Sissi sagt:

    „Gerösteter Randen…“ richtig ist: geröstete Randen (die Rande, w).

  • christina sagt:

    Saisongerecht und umweltfreundlich!
    Allerdings etwas energieintensiv ; geht auch in der Bratpfanne!

  • Karl-Heinz sagt:

    Wieder so tolle Rezepte, das macht Appetit!

  • Zora sagt:

    Sieht zwar alles etwas matschig aus – aber so ist der Winter ja oft auch. Super Vegimenus, werde sie – vielleicht in etwas abgewandelten Varianten – gerne ausprobieren. Vielen Dank jedenfalls für die Inspirationen!

  • Sina sagt:

    Love it! Es lebe Wintergemüse-Soul-Food!

Kommentar

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