Kleine Feste auf die Schnelle

Diese einfachen Köstlichkeiten bringen schon mal ein wenig Festtagsstimmung in den spätherbstlichen Alltag.

Die Lämpchen und der Glitzertand leuchten gerade mit dem ewig schönen Herbstwetter um die Wette. Stimmen Sie sich mit diesen kleinen kulinarischen Festessen auf die Verwöhnzeit ein. Sie sind alle nicht allzu schwer oder gar weihnächtlich, haben aber dieses gewisse Etwas. Zudem ist die Zubereitung einfach. Das Glas Champagner ohne Grund oder die Pommes frites mit Mayonnaise sind zum Beispiel solch kleine Freuden, auf die man jetzt Lust hat. Man kann sie auch zusammen geniessen! (Das Bild links zeigt eine Champagnerschale von Ferm Living, Bild rechts: Dancing through Sunday)

Und so gehen einfache (nicht ganz echte) Pommes frites aus dem Backofen:
Kartoffeln in Stäbchen schneiden. Abtrocknen und gut mit Salz und Olivenöl mischen. Auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen und nach Geschmack Rosmarin oder andere Kräuter untermischen. Im 200 Grad heissen Backofen etwa 40 Minuten rösten. Mayonnaise mit Ketchup mischen und über die Frites verteilen – oder ganz einfach mit etwas Zitronensaft darüber geträufelt geniessen.

Dorade Royale mit Gemüse

Dieser Herbst bleibt auch kurz vor der Weihnachtszeit noch sommerlich mild. Da passt der mediterrane Fisch aus dem Backofen, mit dem man den üppigen Sonntagsbraten ersetzen kann. (Bild: MKN)
Und so gehts:
Dorade Royale auf beiden Seiten leicht einschneiden. Das hilft, dass der Fisch gleichmässig gar wird. Ich kaufe die Dorade jeweils im Manor Food oder auf dem Freitagsmarkt beim Bürkliplatz, aus nachhaltiger Fischerei oder Biozucht. Rosmarin, Thymian und Basilikum im Mörser mit etwas Salz zerstampfen. Olivenöl untermischen und mit der Mischung den Fisch einreiben. Machen Sie genügend Marinade, damit sie auch noch für das Gemüse reicht. Gekochte Kartoffeln in Würfel schneiden, rohe Zucchetti in Scheiben schneiden, Tomaten in Würfel schneiden. Das Gemüse nach Geschmack mit einigen Oliven und Kapern mischen und alles mit der restlichen Kräuter-Öl-Mischung vermischen. In einer Form oder auf einem Blech verteilen. Die Fische darüberlegen und im 200 Grad heissen Backofen etwa 20–30 Minuten rösten. Die Augen des Fisches werden weiss, wenn er gar ist. 

Zucchetti mit Pinienkernen

Fein zubereitetes Gemüse ist eine gute Grundlage für ein kleines Genussfest. (Bild: Alexandra Cooks)
Und so gehts:
Zucchetti in Scheiben schneiden. In einer Küchenmaschine einen Bund Basilikum, ½ Bund glatte Petersilie, 1 Knoblauchzehe, die abgeriebene Schale einer Zitrone, ein wenig Salz (und nach Lust ein wenig Peperoncino) fein hacken, etwas Olivenöl beigeben. Eine Handvoll Pinienkerne rösten. Nun die Zucchettischeiben langsam in Olivenöl beidseitig braten. 5 Minuten vor Schluss die Pinienkerne und den Kräuterpesto untermischen. Diese Zucchetti schmecken sehr gut mit Bratkartoffeln oder Pasta.

Pizza mit Feigen

Damit Pizza zu etwas aussergewöhnlich Festlichem wird, müssen Sie nur die Zutaten wechseln. (Bild: Feasting At Home)
Und so gehts: 
Ziegenfrischkäse und Roquefort mischen. Einen ausgewallten Pizzateig damit bestreichen und mit frischen Feigenstücken und in Balsamico caramelisierten Schalotten belegen. Anschliessend im 250 Grad heissen Backofen etwa 10 Minuten backen, mit Rucola oder Brunnenkresse garnieren und mit einem Glas Rotwein geniessen.

Gemüse auf dem Silbertablett

Gemüse aus dem Ofen kann man auch kalt, als Antipasti essen. Auf einem eleganten Silbertablett sieht es besonders schön und festlich aus! (Bild: Go Dairy Free
Und so gehts:
Gemüsestücke wie Zucchetti, Zwiebeln, Kartoffelschnitze, Rüebli, Fenchel, Lauch, Rosenkohl oder Peperoni auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit Olivenöl beträufeln. Rosmarinzweige und einige ungeschälte Knoblauchzehen mitrösten. Salzen und alles knackig golden rösten. Warm unter eine Pasta mischen oder mit einem feinen Dressing servieren. Kalt kann es auch als Antipasti mit Ciabatta serviert werden. 

Blumenkohl mit Kräutern und Joghurt

Blumenkohl aus dem Backofen ist ein herrliches Gemüse, mit dem man interessante, besondere Gerichte zaubern kann. (Bild: Tending The Table)
Und so gehts: 
Legen Sie Sultaninen in Orangensaft ein. Rösten Sie Pinienkerne. Schneiden Sie einen grossen Blumenkohl in Röschen und legen Sie diese auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Geben Sie Olivenöl und Salz darüber und vermischen Sie alles gut. Im 200 Grad warmen Backofen etwa 20 Minuten rösten. In der Zwischenzeit geben Sie etwas Olivenöl und Honig in eine Pfanne. Geben Sie gehackten Knoblauch und Peperoncino bei. Wenn diese duften, die Sultaninen mit dem Orangensaft beigeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und vom Feuer nehmen. Fein gehackte Kräuter wie Petersilie, Basilikum und Pfefferminze untermischen. Die Pinienkerne beigeben. Bestreichen Sie den Teller mit griechischem Joghurt. Mischen Sie die Blumenkohlröschen mit der Kräutersauce und richten Sie sie über dem Joghurt an. Fein sind auch Fetakäsestückchen und Granatapfelkerne darüber. 

Wurzelgemüse mit Hummus

Die derzeit besten Marktgemüse sind die Wurzelgemüse. Und diese schmecken am besten aus dem Ofen. Mit Hummus serviert werden sie als eine Art Gemüse-Dip zur richtigen Mahlzeit. (Bild: The Hungry Cook)

Und so gehts: Rüsten Sie Wurzelgemüse wie Randen, verschiedenfarbige Rüebli, Petersilienwurzeln, Pastinaken oder Kohlrabi und schneiden Sie sie wenn nötig in Stücke. Mischen Sie Olivenöl mit etwas Honig und Salz und vermischen Sie das Gemüse damit. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im 200 Grad heissen Backofen etwa 40 Minuten rösten. Mit Hummus servieren.

Und so geht der Hummus:
Eine 400 g Dose Kichererbsen abtropfen, spülen und mit 100 g Tahini, 50 g Olivenöl und nach Geschmack mit einer Knoblauchzehe pürieren. Mit ½ EL Paprika und ½ EL gemahlenem Kreuzkümmel, etwas Salz und schwarzem Pfeffer würzen. Den Saft von einer Zitrone untermischen. Alles in einem oder mehreren Schälchen servieren. Olivenöl und etwas Paprika oder Kreuzkümmel darübergeben. Mit grob gehackter Petersilie garnieren. Zum Gemüse servieren. 

Credits: 

Bilder über Foodblogs und Magazine: The Hungry CookTending The Table, Go Dairy Free, Feasting At HomeAlexandra CooksDancing through Sunday
Shops und Kollektionen: Ferm Living

10 Kommentare zu «Kleine Feste auf die Schnelle»

  • Albrecht Friedrich sagt:

    Danke für die schönen Rezepte Frau Kohler!

  • Richi Schweizer sagt:

    Danke für die Inspiration mit der Dorade. Da werde ich morgen gleich zwei Stück kaufen. Gestern gab’s bei uns übrigens Zanderfilets auf Ratatouille. Ist auch gut zur Gewichtsreduktion. Letztes Jahr hab ich 16 kg abgenommen (BMI seit 6 Monaten unter 24), indem ich nur noch an 3 Tagen in der Woche Fleisch esse und an den restlichen 4 Tagen Fisch. OK, Kohlenhydrate hab ich auch reduziert. Aber es gibt jeden Tag Schoggi und Wein…

  • adam gretener sagt:

    Wieder mal ein toller Beitrag, Frau Kohler. Herzlichen Dank für ihre Arbeit.

    Aber Zitronensaft über Pommes?

    • Heidi Arn sagt:

      In Kanada (weiss nicht, ob in den USA auch) steht für die „Chips“ weisser und brauner Essig auf dem Tisch. Hab‘ ich gern.

      • adam greteer sagt:

        Liebe Heidi, ich kenne das nur aus Grossbritannien. Chips mit Essig. Muss man dafür auch irgendwie geboren sein ;-) Ich bin da eher im Ruhrpott zuhause. Pommes Schranke. Finden aber wahrscheinlich die meisten Leute hier auch nicht so prickelnd. Die Mutter meiner damaligen Freundin, eine Pfarrerin, hat uns dazu auch immer „Pickles“ serviert. Das war eine schöne Zeit in Bochum.

        • Heidi Arn sagt:

          Da lob‘ ich mir die kluge Pfarrerin, lieber Adam. Vielleicht brachten ihre Pickles die ausgleichende Säure? Eine der Weisheiten meiner Mutter war: „Sauer macht lustig!“

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Gelungene Kreativität in der Küche mit wenig Tierleid. DAS lässt mein Herz hüpfen und kann meine Seele befried(ig)en. Wenn jetzt noch ehrliche, umfassende Informationen über das wahrhaft schreckliche Martyrium der „Nutztiere“ in Bild und Video im Internet beschafft werden bin ich zuversichtlich, dass der Weg zu immer weniger Tierleid von sehr vielen Zeitgenossen und Zeitgenossinnen zügig beschritten werden wird.

    • Marie Bornand sagt:

      @HN : ich auch ! Ich hoffe sehr dass der Menschheit noch Zeit bleibt ihres Irrtum zu erfassen. Wir haben einfach kein Recht Tiere zu misshandeln und zu töten.

  • Heidi Arn sagt:

    Mmmmmmmmh!

  • Anita Ricklin sagt:

    Ich liebe jedes Gemüse aus dem Ofen, besonders Wurzelgemüse zusammen mit dem kalten, cremigen Burrata, der mit etwas Olivenöl und Pfeffer gewürzt wird.
    Danke Frau Kohlen für diese gluschtigen Rezepte.

Kommentar

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