Midcentury-Chic auf die englische Art

Im Londoner Stadtteil Hampstead steht eine Ikone der Midcentury-Architektur.

Bilder: The Modern House Architektur: Hermann Zweigenthal

Die Architektur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fasziniert immer noch. Es gibt aber nicht nur die Bauhausikonen oder tollen Villen in Amerika, sondern auch die elegante englische Variante. Dieses englische Haus, das ich auf einem der schönsten Immobilienportale The Modern House» entdeckt habe, ist ein gutes Beispiel dafür.

Gebaut hat es allerdings der österreichisch-amerikanische Architekt Hermann Zweigenthal (1904–1968). Er arbeitete mit Berühmtheiten wie Walter Gropius oder Marcel Breuer zusammen. 1933 emigrierte Zweigenthal über die Schweiz und London nach Amerika. Während er in London lebte, entstand 1938 dieses Haus im schicken Stadtteil Hampstead. Typisch für die Midcentury-Architektur sind Parkettböden, die gemäss Immobilienagentur alle noch im Originalzustand sind. Die Räume lassen sich mithilfe von Schiebetüren in eine grosse, offene Wohnfläche verwandeln.

Sehr wichtig für die modernistische Architektur ist das Tageslicht, welches durch die raumhohen Fenster in die Räume fliesst. Die Fenster schaffen zudem den damals sehr bedeutend gewordenen Bezug zur Natur. 

Der Eingang führt in den grossen, unterteilbaren Wohnraum. Eine elegante Treppe mit weiss lackiertem Stahlgeländer führt in die obere Etage.

Spiegel gehören zur Innenausstattung und unterstützen die grosszügige Wirkung und Eleganz der Architektur. 

Ebenfalls typisch für Midcentury-Häuser sind eingebaute Regale und Möbel.

In einem der Schlafzimmer verfliessen Regale und Bettgestell. Interessant ist auch die Idee, das Bett auf Rollen herauszuziehen. 

Mit Fensterrahmen und schlanken Metallsäulen in Weiss und grauen Backsteinen passt das 1938 erbaute modernistische Haus schön in die elegante Londoner Strasse und zu anderen älteren Nachbarhäusern. 

Credits: 

Immobilienagentur: The Modern House
Architektur: Hermann Zweigenthal

 

 

5 Kommentare zu «Midcentury-Chic auf die englische Art»

  • Heidi Herrmann sagt:

    Wenn man das Geld hat für ein so teures Haus an einem so teuren Ort, sollte man sich einen besseren Gärtner leisten. Der Garten ist ja furchtbar und komplett unpassend zum Haus.

  • ri kauf sagt:

    Ein sehr schönes Haus. Von aussen. Innen ist es mir zu „hollzig“ zu unruhig. Da müsste ich ein wenig was ändern. Z.B. das Schlafzimmer. Aber die Räume sind schon sehr schön! Wow!

  • thomas meiner sagt:

    Von aussen wirklich eine Schönheit! Von innen, aber wirkt es total abgestaubt und ziemlich bieder. Die feine englische Art kenne ich anders! Selbst aus den 60ern und 70ern gibt es in England besseres!

  • Gabriela sagt:

    Breuer und Gropius haben übrigens ganz in der Nähe von Hampstead, im Isokon-Gebäude in Belsize Park, gewohnt, einer anderen Architektur-Ikone der Zeit.

  • ma brügger sagt:

    musste 2mal hinschauen auf das Baujahr…. mit 80 Jahren ist dieses Kleinod doch erstaunlich modern geblieben… das wär so ein haben-wollen-Haus!

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