Die kleine Hütte Nolla

Hütten wecken die Abenteuerlust und entführen zurück in die Kindheit: Dieses Beispiel aus Finnland macht Lust auf Ferien.

Design: Robin Falck

Zeit ist der neue Luxus. Damit wird der Aufenthalt in der Holzhütte Nolla angepriesen. Hinter dem raffinierten, einfachen Design steckt die Idee, mit möglichst wenig Verunreinigung zu leben – oder zumindest Ferien zu machen. 

Nolla ist denn auch das finnische Wort für Null und indiziert null Emission! Es gibt kein fliessendes Wasser, für Strom sorgen Solarpanele, und der Ofen wird mit erneuerbarem Abfalldiesel betrieben. Wie in den Sommerhütten im Norden üblich, gibt es auch kein Badezimmer. Damit sich die kleine Hütte nicht überhitzt, wurden an einer Seite des Daches Spiegel eingesetzt, die das Licht reflektieren. Diese Spiegelplatten können nach Bedarf auch leicht wieder entfernt werden. 

Die Hütte ist so gross wie ein kleines Schlafzimmer. Wenig Platz bedeutet wenig Sachen. So macht man hier Ferien mit dem, was man mit sich tragen kann. Dass dies auch stilvoll geht, zeigt die schlichte, aber edle Einrichtung.

Ausgestattet mit hellem finnischen Sperrholz und praktischen Details, ist die Hütte hübsch und funktional.  

Der Designer hat die Hütte so geplant, dass der Ausblick wirkt, als würde man Zeltplanen öffnen. Die Aussicht auf die finnische Steinküste und das Meer ist atemberaubend und vertieft die Beziehung zur Natur.

Die Dreieckform der Hütte lässt denn auch an ein Zelt denken. Sie hilft, dass man die Hütte einfach ab- und aufbauen kann. Funktionieren tut das wie ein Puzzle, ganz ohne Schrauben. 

Die Firma Neste, die auf Bioenergie mit wenig Kohlenstoff setzt, hat den Bau der Hütte in Kommission gegeben, um die Nachfrage nach nachhaltigen Ferien zu wecken und anzuregen. Man kann die Hütte über Airbnb mieten. Eine Übernachtung kostet 30 Euro. Die Miete wird für The Ocean Cleanup gespendet, eine Organisation, die den Ozean reinigt – ohne dabei Zusatzenergie zu verwenden.

19 Kommentare zu «Die kleine Hütte Nolla»

  • marsel sagt:

    Schön für’s Auge und zum fötelen, aber unmöglich zu bewohnen. Wenn es dort im Sommer nur für ein paar Stunden dunkel ist würde ich mir zumindest ein paar Vorhänge oder eine andere Verdunkelungsmöglichkeit wünschen. Wir Südländer sind uns nicht gewohnt, bei Tageslicht zu schlafen.
    Und ja, essen, trinken und Toilettengänge stelle ich mir auch mühsam vor.

  • Milena sagt:

    und wie viele Vögel sind schon in diese Spiegel geflogen?
    das so etwas erlaubt wird????

  • Krebs sagt:

    Wie so gibt es soviel Negativer die an allem was auszusetzen haben. Einfach cool bleiben und geniessen

    • Tofa Tula sagt:

      Grundsaetzlich eine gute Idee. Wie alles kann man ueber die Zeit noch das eine oder andere verbessern. Fliessendes Wasser und zumindest eine Dusche waeren fuer mich wichtig. Weg vom Groessenwahn und hin zum komfortablen Minimum ist ein Trend, der offenbar nicht nur mir gefaellt.

  • Thomas Maier sagt:

    Die Möglichkeit zu lüften scheint mir sehr eingeschränkt zu sein, wenn man nachts nicht mit offener Türe schlafen möchte.

  • Isabelle M. sagt:

    Und wie landet man dort? Möglichst schnell und billig? Mit einem Flug…schön nachhaltig!

  • Guenter Volz sagt:

    Theoretisch klingt das super, praktisch sehe ich Versorgungs- und Entsorgungsprobleme.. Fuer drei Tage mag das eine spannende ( wenngleich nicht entspannende) Sache sein.
    Menschen, die gerne zelten, koennen damit vielleicht etwas anfangen; ich gehoere definitiv nicht in diese Kategorie.
    Und wie weit ist es zur naechsten Einkaufsmoeglichkeit zu Fuss?
    Ohne logistische Zusatzinformationen macht dieser Artikel wenig Sinn.

  • trödler sagt:

    Gschpässig, wenn auf Airbnb Buchungsdaten für die Hütte in den nächsten 2 Jahren nicht verfügbar sind, weiter nach hinten habe ich nicht geklickt…

  • Katharina I sagt:

    Ja, ich stelle mir gerade vor, wie schön so eine Ferienwohnung ist im finnischen Winter. Und die unverhoffte Begegnung mit Bären und Wölfen macht den Gang zur Toilette bei Minusgraden oder die erfrischende Dusche sicher noch einmal so spannend. Stimmt, Nachhaltigkeit kann so einfach sein! Und vor allem: Das ist etwas für wirklich jeden! Auch die gehbehinderten 80-Jährigen oder eine Familie mit fünf Kindern.

    • Geert sagt:

      Man kann anscheinend aber auch alles irgendwie schlechtreden.

      • Katharina I sagt:

        Nein, nicht alles, Geert, nur das, was einem nicht gefällt. Das kann man auch nicht geniessen. Wer seine Ideen veröffentlicht, muss immer mit Kritik rechnen. Und, nebenbei gesagt, ich finde nicht Frau Kohler doof, damit wir uns richtig verstehen. Ich finde nur diese Hütte doof. Und ihr gefällt sie halt. Das muss doch nicht zwischen uns stehen! :-)

  • cat sagt:

    Cool! Und wo ist das Klo?

  • werner boss sagt:

    Ferienhütten in den Wald stellen, egal welcher Art ist nie nachhaltig! Was ist mit den Abwässern?? WC? Transport der Hütten mit dem Superpuma? Es gibt Menschen, die können Natur einfach nicht Natur sein lassen. Es geht halt doch nicht ohne strikte Verbote.

    • Geert sagt:

      Was strikte verboten werden sollte, sind Spassbremsen. Wenn wir etwas bremsen sollten, ist es die Bevölkerungszunahme. Und wie ich schon in Neuseeland mal, sehr zur Belustigung der lokalen Bevölkerung, bemerkte: Wo liegt der Unterschied zwischen 200 Schafe die Ihr Geschäft in einer Wiese verrichten, und 200 Schafe und einen Touristen die Ihr Geschäft in einer Wiese verrichten?

      • werner boss sagt:

        Der Unterschied? Die Schafe werden nach kurzer Zeit dem Metzger zugeführt, der sich inzwischen vermehrte Mensch bleibt!
        Es gibt aber noch einen Unterschied; oder haben Sie schon mal ein Schaf am Steuer eines Offroaders gesehen?
        Oder gar ein Flugzeug aus Europa nach Neuseeland pilotieren?
        Aber eben, die Dummen,sind ja meistens die Besten Lacher!

  • filosof sagt:

    Keine Vorhänge oder sonstigen Sichtschutz? Freiluftfernseher für jedermann? Würde mich dort nicht wohlfühlen. Ausserdem zu eng, um dort die ganzen Ferien zu verbringen.

Kommentar

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