Wo Kunst und Handwerk sich treffen

Schönheit lässt uns innehalten und weckt Glücksgefühle. Gekonntes Handwerk lässt uns staunen und fasziniert. Diese vier Künstler bewegen sich im Grenzbereich von Kunst und Handwerk und ihre Werke sind ganz einfach schön.
 ncxny.nxc. n

Die Fotografin Sharon Montrose fotografiert Tiere auf eine natürliche und doch kunstvolle Art. Ihre grafisch schlichten und fotografisch ausdrucksstarken Bilder verkauft sie, ganz selbstverständlich, übers Internet. Theanimalprintshop heisst ihre Webseite, und da gibt es Bilder von Tieren mit starker Persönlichkeit. Zum Beispiel ein Stachelschwein-Baby

snl nldn

… ein kleiner Waschbär

,m xc,<s, .,m

… oder eine freche Gans. Die Prints sind ungerahmt in verschiedenen Grössen bestellbar.

sn nxc nl.dn .ldk

Die Engländerin Su Blackwell lässt Geschichten aus Büchern hervorquellen. Da tanzen Schmetterlinge durch die Luft, Vögel erheben sich aus den Seiten eines Buches über Naturgeschichte, Alice tanzt durchs Wunderland und ganze Märchenschlösser entstehen. Bunte Vögel erheben sich aus den Seiten eines naturhistorischen Buches.

...Cinderella fegt durch den Märchenwald

… Cinderella fegt durch den Märchenwald …

sn. n.sn.

… und Grimms Märchen wie etwa Jorinde und Joringel werden aus bedruckten Seiten geformt.

sm c ,ns.ncx.,

Der Holländer Ferry Staverman kreiert abstrakte, ornamentale Skulpturen aus Papier und Karton. Sie erinnern an märchenhafte, verzauberte Landschaften, könnten Bäume, Blumen oder Kleider darstellen.

Die Skulpturen wirken als Gruppe wie ein Wald aus einer anderen Welt.

 cx, <,x c,m

Die einzelnen Werke sind grafisch streng und doch verspielt.

s ,c .sn .,

Gekonnt verarbeitet, weckt das Objekt Staunen und Faszination.

Aurelie Mathigot

Die Französin Aurelie Mathigot häkelt und strickt Alltagsobjekte nach, die dadurch ganz speziell und interessant wirken. Vom Zuckertörtchen bis zu Möbeln und riesigen Installationen fabriziert sie allein mit Nadeln und Faden.

Zauberhafte Zuckertörtchen und Patisserie, alles liebevoll und gekonnt gehäkelt, und inszeniert.

 smnc, n<s, x

Wenn er auf einmal aus Häkelspitzen schaut, sieht man einen einfachen Stuhl mit ganz anderen Augen an …

.. und auch ein Burgermenue aus einer Fastfoodkette bekommt einen ganzen Wert und Sinn.

… und auch das Burger-Menü einer Fastfoodkette bekommt einen ganzen anderen Wert und Sinn.

ZUCCHINITOAST_03-219x219
Wieso nicht ...

... ein Gericht mit frischen Kräutern verfeinern?

Frische Kräuter geben einem Gericht eine Extraportion Geschmack. Die Blätter von Kräutern wie Petersilie, Pfefferminze, Estragon oder Basilikum am besten mit der Schere kleinschnipseln und über eine Pasta, einen Salat, ein Fleischgericht oder einen Eintopf streuen.

Keine Kommentare zu «Wo Kunst und Handwerk sich treffen»

  • Welch armselige Gemüter, die sich hier erzürnen. Und wer hat sie überhaupt zum Kunstexperten und -kritiker erhoben?
    Zum Glück werden diese eindrucksvollen Arbeiten weltweit als Kunst angesehen und nur der Kleingeist versucht Kunst in einen engen Rahmen zu pressen.
    Für mich ist Kunst auch, die Grenzen zu verwischen.
    Und manchmal ist es auch eine Kunst Klugschwätzer zu tolerieren.

  • Thomas Läubli sagt:

    @Martha: Das ist ja schön und gut, was Sie da schreiben, aber der ungebildete Laie würde eine solche Rechtfertigung polemisch als hübsches theoretisierendes Geplauder abweisen. Ich kann mich solchen Laien bei diesen Kunstgewerbe-Produkten nur anschliessen.

  • Martha sagt:

    Eigentlich passen meine folgenden Gedanken nicht in diesen Blog.
    Ich wollte daher meine Gedanken dazu auch für mich behalten, aber so zur Jahreswende passt es irgendwie vielleicht doch.

    Das Vermissen von Aussage.

    Gute Kunst ist kein abgeschlossener Mikrokosmos, sie tritt in Wechselwirkung mit dem Kontext, in den sie tritt, der Aussagen sind daher Vielerleier.

    Die in diesem Blog gewählten Objekte treten in eindrücklicher Art und Weise in Dialog miteinander.

    Ganz toll, dass das erste Objekt das Bild ist von einem Stachelschwein.
    Das Verstehen dieses Bildes ist das Eintrittstor zu allen weiteren Aussagen.
    Die Tiere der ersten Künstlerin ermöglichen uns eine Sichtweise auf Tiere, welche uns nicht vertraut ist.
    Dadurch kann einem bewusst werden, dass eben gerade das Wissen um Namen, das Geben von Titeln uns darin hindern können, uns tiefer mit einem Thema zu beschäftigen.
    Was ist ein Stachelschwein, wir können es optisch erkennen, aber das eigentliche Wesen ist den meisten von uns verborgen.
    Wir begnügen uns in der Regel damit, dass wir ein Tier optisch zuordnen können.
    Für mich macht das Wesen des Stachelschweines aus, dass es seine Stacheln ausführt, wenn es von seiner Umgebung in Ruhe gelassen werden will.
    Kommt ihm eine andere Kreatur trotzdem zu Nahe, so wird die andere Kreatur verletzt, GESTOCHEN, um ganz konkret zu sein.
    Aber vielleicht ist das nur ein Vorurteil, vielleicht hat das überhaupt nichts mit dem Wesen eines Stacheltieres zu tun.
    Zwei Blogger haben hier Aussagen gemacht, die meiner Vorstellung vom Wesen eines Stachelschweines entsprechen, aber es ist davon auszugehen, dass sie optisch ganz anders aussehen.

    Nun hat die Fotografin das Stachelschwein dargestellt, wenn es kaum wehrhaft ist, wenn es seine Stacheln kaum einzusetzen vermag, und so muss auch unsere Haltung sein, wenn wir alles weitere verstehen wollen.

    Bei allen vorgestellten Objekten geht es darum, ein tieferes Verständis für die Wirklichkeit zu wecken.

    Bei den gewählten Blackwell Objekten fällt auf, dass der wichtigste materielle Anteil des Buches in seiner ursprünglichen Form beinahe penetrant wieder in Erscheinung tritt.
    Die Buchseiten verwandeln sich wieder in Baumskulpturen, oder in Aeste für die Bewohner von Bäumen.
    Der Baum liefert etwas, ohne das die höhere entwickelten Lebewesen nicht existieren können: Sauerstoff.
    Aber es wird daraus auch etwas gewonnen, ohne das die Stachelschweine sehr gut leben können, die materielle Grundlage auf welcher seit Hunderten von Jahren geistige Welten eine Heimat gefunden haben.
    Blackwell stellt verschiedene Aspekte dieser geschriebenen Welt als Skulpturen in die reale Welt hinein und kann dadurch Anstoss geben über die Wechselwirkung von Buch-und Zeitungswelten und realen Welten nachzudenken.
    Was alle vorgestellten Werke gemeinsam haben: Verglichen mit der Realität ist die gedruckte Welt farblos, was durchaus auch als Aufforderung verstanden werden darf, sich von Buch- und Zeitungswissen zu befreien und dem Leben unvoreingenommen zu begegnen.
    Blackwells Cinderella machts vor.
    Cinderella fegt die bedruckten Blätter weg und kann in diesem Handeln an Jostein Garders Sophie erinnern, eine Schöpfung, welche sich von seinen literarischen Vorgaben zu befreien sucht.

    Und was braucht das Stachelschwein noch, ausser Sauerstoff, um Leben zu können, genau: Essen.
    Aurelie Mathigot ermöglicht uns durch ihre Häkelarbeiten sehr tiefe Einsichten in diese Materie, aber natürlich nur insoweit wir es zulassen.
    So, wer denken kann, der denke, den anderen weiterhin viel Spass in ihren Stachelkostümen.

    Bei Frau Kohler möchte ich mich zur Jahreswende herzlich bedanken für ihr tollen Beiträge und ihren Mut zur Spontaneität.
    Möge Ihrem fantasievollen Blog Erfolg beschieden sein.

  • carine sagt:

    Die bücher von Su Blackwell sind zauberhaft, ebenso die skulpturen von Ferry Staverman. Die häkelwerke hingegen sprechen mich überhaupt nicht an.

    Im übrigen ist es mir egal ob das jetzt kunst, kunsthandwerk oder kunstgewerbe genannt wird. Ich kann die vorschläge sowieso nur durch meine ganz subjektive brille beurteilen. Vielen dank für die anregungen!

  • daja sagt:

    vielenvielen dank für dies tollen bilder, die berühren das herz.

  • Thomas Läubli sagt:

    Ich kann mich Herrn Schweizer nur anschliessen und möchte ergänzen, dass Schönheit und Handwerk alleine noch nicht für ein gutes Kunstwerk ausreicht: Ich vermisse an den abgebildeten Werken eine Aussage. Sie gehören am ehesten zum Kunstgewerbe.

  • Gerry G. Schweizer sagt:

    Ein spektakulär unnötiger und grauenhafter Artikel. Ich wäre begeistert für solchen Unsinn Geld verdienen zu dürfen. Naja, seit es kein anständiges Feuilleton mehr gibt darf ja jede/r zu allem seinen Senf dazugeben. Ich inbegriffen.

    • barbara sagt:

      über Geschmack (und Kunst) lässt sich nicht streiten. Ich brauche keine Aussage, damit mir was gefällt. Ich hab mal ein Buch gelesen (oder Film gesehen?) wo auch jemand die Bilder des Künstlers kommentiert: Die Bilder sagen mir nichts… und der Künstler antwortet: das können und sollen sie auch nicht. Es sind Bilder und keine Erzähler (o.ä. habe ich es in Erinnerung).

      • Thomas Läubli sagt:

        Es existiert auch die entgegengesetzte Version des Satzes: Über Geschmack lässt sich streiten. Wein hat zwar keine Aussage, aber der Experte (oder der geübte Laie) kann zwischen einem guten und einem sehr guten Wein unterscheiden. Dasselbe gilt für Kunstwerke: Man kann einen guten Künstler genausogut erkennen wie einen guten Koch/guten Wissenschaftler/guten Fussballer.

  • Stewart sagt:

    Wunderschöne, faszinierende Kunst!

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.