Kochen an Weihnachten

Finden Sie hier ganz unterschiedliche Weihnachtsrezepte vom Klassiker bis zum Kuchen – alle sind einfach und gelingen immer.

An Weihnachten kocht man immer etwas Feines und Besonderes. Alle haben dafür ihre Traditionen. Viele essen Fondue chinoise oder Rollschinkli. Ersteres habe ich noch nie in meinem ganzen Leben gegessen, und das Rollschinkli mochte ich leider auch nie. Dieses gab es jeweils bei meinen Grosseltern, und wenn möglich noch mit Dörrbohnen und vielen Zwiebeln. Zwiebeln waren die kulinarischen Feinde meiner Kindheit. Heute ist natürlich alles anders. Wir kochen seit ewig unseren Truthahn mit den klassischen Beilagen wie Rosenkohl, Rüebli, Pastinaken und ofengerösteten Kartoffeln. Viel Füllung und Bratensauce gehören dazu. Entdecken Sie unser Hausrezept unten. Bei meinen Eltern, wo wir immer den Heiligabend feiern, gibt es «Bouchées à la reine» – Pastetli mit Erbsli und Rüebli. Rollschinkli kaufe ich höchstens, um sie scheibenweise zum Frühstück zu braten – so, wie den britischen Speck. Oder es kommt in Form von Würfeli zusammen mit Erbsli in eine herrliche cremige Pasta. Zwiebeln mag ich mittlerweile zwar, aber nicht über alles verteilt, sondern als eigenständiges Gemüse, auch davon findet sich hier ein einfaches Rezept. (Bild über: Food 52)

In dieser Zeit kocht man nicht nur an den beiden Weihnachtstagen, sondern auch die Tage danach, hat Einladungen und geniesst ganz einfach gern. Damit man aber nicht überfordert wird von raffinierten Gourmandisen, habe ich hier einige ganz einfache Rezepte, die in typischer Sweet-Home-Manier problemlos nachgekocht werden können. Ganz so, wie man es eben im Alltagsleben mag und kann.  

Der Truthahn

Der Truthahn gehört an Weihnachten in einen angelsächsischen Haushalt, ganz so wie der Tee in den englischen Alltag. Da mein Mann Engländer ist, kommt dieser grosse Vogel Jahr für Jahr an Weihnachten auf den Tisch. (Bild: Classy girls wear pearls)

Zutaten für den Truthahn:

Zubereitung Truthahn:

1 Truthahn,
ca. 5–6 kg

ca. 750 g bis 1 kg Füllung

200 g Butter

Salz, Pfeffer, Zimt, abgeriebene Schale von 2 Mandarinen

Stopfen Sie den Truthahn mit der Füllung, und nähen Sie die Öffnung zusammen. Schmelzen Sie Butter, und würzen Sie diese mit Salz, Pfeffer, ein wenig Zimt und geben die abgeriebene Schale der Mandarinen bei. Streichen Sie den Truthahn grosszügig mit Butter ein, und schieben Sie ihn in einer Pfanne auf einen Rost im auf 220 Grad vorgeheizten Backofen. Reduzieren Sie die Hitze auf 160 Grad. Nach den ersten 20 Minuten bestreichen Sie den Truthahn regelmässig alle 15 Minuten mit Butter; bedecken Sie ihn mit einer Alufolie. Braten Sie den Truthahn circa 15 bis 20 Minuten per 450 Gramm. Die letzten 30 Minuten backen Sie den Vogel ohne Alufolie.

 

Zutaten für das Stuffing,
die Füllung mit Marroni und Wurst:

Zubereitung Stuffing: 

500 g tiefgefrorene Kastanien

2 EL Butter

1 EL Zitronensaft

250 g Stangensellerie

2 Schalotten

250 g Rüebli

100 g getrocknete Aprikosen

50 g Sultaninen 

500 g Wurstfleisch von Salsiccia

frische Kräuter nach Geschmack wie Estragon oder Salbei und Petersilie

200 g Brot, aufgeweicht in Bouillon

1 Ei

Salz, Pfeffer, Muskatnuss, eine Prise Zimt zum Würzen

Schmelzen Sie die Butter in einer Pfanne, und kochen Sie die Marroni mit der Butter und 1 EL Zitronensaft. Abkühlen lassen. Die Schalotten, den Sellerie und die Rüebli rüsten und in der Küchenmaschine grob zerhacken, die Marroni und die Aprikosen beigeben und nochmals ein wenig zerkleinern. Die Kräuter hacken und daruntermischen, das Wurstfleisch beigeben, das Brot ausdrücken und daruntermischen, am Schluss das Ei dazugeben. Würzen. Den Truthahn mit dem Stuffing füllen. 

Zutaten Bratensaft:

Zubereitung:

Truthahnsaft

3 EL Mehl

5 dl Bouillon

Salz und Pfeffer

Giessen Sie den Saft des Truthahns ab, entfernen Sie dabei überflüssiges Fett, und kochen Sie die Flüssigkeit in einer Pfanne mit 3 EL Mehl. Geben Sie die Bouillon bei, und kochen Sie die Bratensauce
circa 10 Minuten, bis sie schön cremig ist. Nach Geschmack würzen. Am besten servieren Sie die Sauce in kleinen Kännchen oder in einer klassischen Sauciere.

Der Fisch

Ich bin nicht so gut in der Zubereitung von Fisch. Im Sommer grilliert mein Mann ganze Fische, und die schmecken hervorragend. Fischfilets finde ich manchmal ein wenig langweilig und eben – es fehlt mir an Können. Und dann fehlt es mir auch an einer tollen Fischabteilung in Zürich. Dieses Rezept aber ist so einfach, dass es jeder kann. Es kommt vom Meer, von neapolitanischen Fischern. Sie kochen den Fisch im «Aqua pazza», im verrückten Wasser. Und das gleich auf dem Fischerboot. Man kann praktisch alles ins Wasser geben, der Fisch kocht blitzschnell, ist sehr schmackhaft und eignet sich perfekt für ein Festessen. (Bild: Sonia Peronaci)
Und so gehts:
Geben Sie Olivenöl in eine Pfanne und dünsten 2 zerdrückte Knoblauchzehen und einen halben Peperoncino an. Dann geben Sie etwa 400 g kleine, halbierte Tomaten bei und dünsten diese einige Minuten sorgfältig mit. Giessen Sie nun 1 dl Wasser und 1 dl Weisswein dazu, salzen, schliessen Sie die Pfanne, und köcheln Sie alles etwa 5 Minuten. Geben Sie auch einige Kräuter bei wie Basilikum und Petersilie. Dann legen Sie den oder die Fische rein, circa 600 g für 2 bis 4 Personen. Gut eignen sich etwa Dorado Royale. Der Fisch braucht etwa 6 Minuten Garzeit pro Seite. Sie wenden den Fisch also in der Halbzeit. Sie können nach Lust auch noch Muscheln, Oliven, Kapern, Thymian, Rosmarin oder Fenchel beigeben. Servieren Sie den Fisch mit der Sauce und Beilagen rundum in einer grossen, tiefen Fischplatte. Da Weihnachten ist, servieren Sie golden gebratene oder geröstete Kartoffeln dazu.

Die Käse-Tarte

Es muss nicht immer der grosse Braten sein – diese Tarte sieht raffiniert und elegant aus, ist aber im Nu und praktisch ohne Aufwand gemacht. (Bild über: Bakerita)
Und so gehts:
Legen Sie einen fertigen Blätterteig auf ein passendes Blech. Schneiden Sie rundum Streifen ab, um damit mit Eiweiss oder Wasser einen Rand um die Tarte zu kleben. Dann bestreichen Sie alles mit ein wenig flüssiger Butter, stechen mit einer Gabel den Tortenboden ein und belegen ihn mit dünnen Birnen- oder Apfelscheiben, streichen ein wenig Preiselbeermarmelade darüber, und legen Sie dann Käsescheiben vom Brie oder Camembert darüber. Nun können Sie entweder gebratene Speckwürfeli (oder eben Würfeli vom Schüfeli oder Rippli) darauf verteilen oder aber getrocknete Preiselbeeren. Würzen Sie mit ein wenig schwarzem Pfeffer aus der Mühle und einigen Thymianblättchen. Im 180 Grad heissen Backofen etwa 35 Minuten backen. Mit frischem Salat servieren.  

Die Pasta

Passt Pasta zu Festen? Ich finde: auf jeden Fall. Hauptsache, die Pasta ist ein wenig spezieller als sonst. In Italien gehören Tortellini al Brodo oder eine hausgemachte Lasagne auf den Festtagstisch. Beginnen Sie eine eigene Tradition, zum Beispiel mit diesen Randennudeln mit Butter und Brösmeli. (Bild über: Pretty pasta)
Und so gehts:
Sie kaufen feine Randennudeln, eine Packung à 500 g reicht für etwa 4 bis 6 Personen, je nachdem, ob es eine Vorspeise sein soll oder die Hauptmahlzeit. Randennudeln finden Sie zum Beispiel in guten Lebensmittelabteilungen. Dann hacken Sie einige Blätter Salbei, schneiden etwa 3 bis 5 Sardellenfilets in Stücke, hacken eine Knoblauchzehe und einen halben Peperoncino fein. Geben Sie 4 EL Butter in eine Bratpfanne, und erhitzen Sie sie. Geben Sie die Sardellenfilets bei, und schmelzen Sie diese. Dann geben Sie den Knoblauch und den Peperoncino bei. Alles schön anrösten, bis es duftet. Geben Sie dann eine – nicht ganz volle – Tasse (ein Teemug) Paniermehl vom Bäcker und den Salbei bei. Das Paniermehl golden und knusprig rösten. Am Schluss 1 EL geriebene Zitronenschale untermischen. 500 g Nudeln al dente kochen. Mit Passwasser und Butter mischen, dann die Brösmeli untermischen.    

Das Poulet

Thymian, das Küchenkraut, das auch im Winter einsetzbar ist, passt sehr gut zu Poulet. Versuchen Sie dieses einfache Rezept mit einer Weisswein-Rahm-Sauce. (Bild: Julias Album)

Zutaten:

Zubereitung:

1 Poulet, vom Metzger in Stücke geschnitten

200 g Speckwürfeli

Salz und Pfeffer

1 EL Mehl

2 EL Butter

2 EL Olivenöl

300 g Champignons, in Scheiben geschnitten

1 Schalotte, gehackt

2 Knoblauchzehen, gehackt

1 Glas trockener Weisswein

1 dl Hühnerbouillon

2 dl Rahm

Thymian

 

Pouletstücke mit Salz und Pfeffer würzen und mit ein wenig Mehl bestäuben. Braten Sie die Zwiebel, den Knoblauch, die Speckwürfeli und die Pilze in einem EL Butter und einem EL Olivenöl an, und nehmen Sie sie aus der Pfanne. Geben Sie nun die restliche Butter und das Öl dazu, und braten Sie alle Pouletstücke rundum an. Giessen Sie den Weisswein und die Bouillon dazu, und lassen Sie die Flüssigkeit zur Hälfte einkochen. Geben Sie die Pilzmischung und den Thymian bei. Giessen Sie den Rahm dazu, und kochen Sie das Poulet bei kleiner Hitze circa 45 bis 60 Minuten. Das Poulet schmeckt besonders gut zu Kartoffelstock oder Butternudeln und grünem Gemüse.

Der Reis

Persischer Reis ist ein fantastisch sinnliches Vergnügen. Es gibt ein bisschen zu werkeln in der Küche, aber es ist einfacher, als es scheint. Es ist bestimmt das komplizierteste Rezept in dieser Auswahl, aber ich finde, es lohnt sich, ein bisschen aus seinen gewohnten Schuhen herauszusteigen – sozusagen in die High Heels! Das Resultat ist dafür ein Genussgeschenk aus dem Morgenland. (Bild über: Divine

Zutaten für 4 Personen

Zubereitung:

500 g guter Basmatireis

Salz

die Schale von 2 guten, unbehandelten Orangen

150 g Berberitzen (gibt es in guten Lebensmittelabteilungen oder in orientalischen Geschäften)

100 g Sultaninen

100 g gedörrte Aprikosen, in kleine Würfel geschnitten

1 Päckli Safran

100 g Mandelsplitter, geröstet

100 g Pistazien, geröstet

3 Rüebli, in kleine Zündholzstängeli geschnitten

1 Schalotte, fein gehackt

100 g Rohzucker

2 EL Butter oder Ghee

Olivenöl

je 1 Prise Kardamom, Zimt, Turmeric und Kreuzkümmel, gemahlen

Waschen Sie den Reis unter kaltem Wasser, bis das Wasser klar unter dem Sieb hervorkommt. Dann kochen Sie den Basmatireis in gesalzenem Wasser etwa 7 Minuten, bis die Reiskörner gekocht aussehen, aber noch ziemlich al dente sind. Lassen Sie den Reis auskühlen. Am besten auf einem Backblech. Die Sultaninen, die Aprikosen und die Berberitzen etwa 10 Minuten in heissem Wasser einweichen.

Nun schälen Sie die Orange mit einem Sparschäler. Geben Sie die Orangenschale etwa 1 Minute in kochendes Wasser, und spülen Sie sie mit kalten Wasser ab. Dann schneiden Sie sie in feine Streifen. So schmecken die Orangen nicht bitter. Nun kochen Sie die Orangenstreifen und die Rüeblistängeli in Zuckerwasser etwa 15 Minuten, bis die Rüebli gekocht, aber noch knackig sind. Abgiessen und zur Seite stellen. 1 dl des Zuckerwassers zur Seite stellen. Den Safran mit 0,5 dl  heissem Wasser und 0,5 dl Rosenwasser mischen. Geben Sie etwa 1 EL Öl und die Hälfte der Butter in eine Bratpfanne, und erhitzen Sie dieses, dünsten Sie die Schalotten etwa 10 Minuten, bis sie weich und golden sind, dann geben Sie alle Gewürze bei und 2 EL von der Safranmischung und dünsten alles noch mal 3 Minuten. Geben Sie die Berberitzen, Sultaninen und Aprikosen bei. Geben Sie die Rüebli und die Nüsse bei und erhitzen alles, salzen.

Nun geben Sie 2 EL Öl und die zweite Hälfte der Butter in eine grosse Pfanne, erwärmen, und die Hälfte des Reises beigeben. Die Hälfte der Frucht-Rüebli-Nuss-Mischung darüber verteilen. Dann die zweite Hälfte des Reises darüber geben. Die Safranmischung und das Zuckerwasser der Rüebli darüber träufeln. Mit dem Kellenstab einige Löcher in den Reis stechen. Ein Küchentuch auf den Reis legen und die Pfanne zudecken. Aufkochen und dann sofort die Hitze auf ein Minimum reduzieren. Alles etwa 40 Minuten unbewegt kochen lassen. Den Reis in einer grossen Schüssel servieren. Er sollte ganz unten eine Kruste haben, diese auf dem Reis verteilen. Fein und schön ist es auch, einige Granatapfelkerne über den Reis zu verteilen.

Die Kartoffeln

Eine beliebte Beilage für verschiedene Arten von Weihnachtsbraten sind Kartoffeln. Dieses Kartoffelnrezept geht relativ schnell. Sie sind eine Mischung von buttriger Weichheit und knusprigem Genuss. (Bild: This mess is ours)

Und so gehts: 
Kaufen Sie richtig gute Kartoffeln – denn jedes Gericht ist nur so gut wie das Produkt selbst. Meine Lieblingskartoffeln kommen aus Lecce und von Toni Rosetti, der jeweils am Samstag auf dem Markt in Oerlikon ist. Wirklich ein lohnenswerter Ausflug für die besten Knollen. 

Gut, die Kartoffeln sind dreckig, voller roter, südlicher Erde. Also ist Waschen angesagt, und dann kanns losgehen. Schneiden Sie alle Kartoffeln in feine Scheibchen, aber nicht durch. Die Kartoffel wird zum wunderbaren Fächer. Nun schmelzen Sie Butter – viel Butter! – und hacken die Knoblauchzehen fein. Auch da lohnt es sich, guten Knoblauch zu finden. Meist, wenn ich in Bern bin, hat es dort einen Marktstand, der Schalotten, Knoblauch und Zwiebeln aus dem Elsass verkauft – einfach herrlich!  Nun kommt ein Lieblingskraut. Meines ist, vor allem an Weihnachten, Estragon. Aber auch Rosmarin und Thymian schmecken fantastisch – natürlich gehen auch alle drei zusammen! Es ist ja schliesslich Weihnachten. Ganz fein hacken und in die Buttermischung geben. Dann pinseln Sie, wie ein Künstler, die Buttermischung in den Kartoffelfächer. Die Kartoffeln kommen nun auf ein mit Backpapier belegtes Backblech in den 180 Grad heissen Backofen. Dort rösten Sie dann gemütlich etwa 40 Minuten.

Die Zwiebeln

Ich hasste sie, die Zwiebeln – meine ganze Kindheit hindurch und noch länger. Doch ich habe nun eine neue, erwachsene Beziehung zu ihnen. Wie bereits erwähnt, kaufe ich sie nicht einfach irgendwo. Auf keinen Fall im Quartiersupermarkt! Da schmecken auch die Chnoblis nach Keller – und das ist beängstigend. Ich ziehe die Schalotten den Zwiebeln vor, aber ich mag auch die kleinen Saucenzwiebeln und die Cipolle di Tropea, die ich bei Toni Rosetti auf dem Oerliker Markt kaufe. (Bild: Avago
Und so gehts:
Lieblingszwiebeln halbieren oder vierteln. Eine Mischung im Verhältnis von 1 EL Olivenöl zu 1 EL Balsamicoessig mit Salz und Pfeffer mischen. Alles auf die Zwiebeln verteilen. Um dem Ganzen noch einen weihnächtlich festlichen Touch zu geben, können Sie noch ein wenig Orangensaft und Orangenschale untermischen. Dann rösten Sie alles gemütlich etwa 40 Minuten im 180 Grad heissen Backofen.

Der Kuchen

Weihnachten ist um die Ecke. Zeit, um ein wenig in sich zu gehen. Also ehrlich – ich kann nicht backen! Das haben einige Sweet-Home-Leser leider auch schon gemerkt. Entschuldigen Sie bitte. Ich mache alles wieder wett mit guten und funktionierenden Kochrezepten. Aber backen – das ist was für Mathematiker. In diesem Fach stand ich leider dauernd vor der Tür. Muss man das heute auch noch? Ich empfand es eigentlich nie als Strafe, sondern als Erlösung. Allein zu sein mit einem Haufen Mäntel und einem grossen leeren Treppenhaus ist eher eine Belohnung. Na ja, meine Buchhalterin weiss, wovon ich rede. Aber zurück zum Genuss: Wenn Sie auch nicht backen können, dann ist dieser Kuchen eine brillante Idee! (Bild über: Inside the rustic kitchen)

Und  so gehts:
Kaufen Sie einen italienischen Weihnachtskuchen, einen Pandoro, diesen können Sie ruhig im Quartiersupermarkt kaufen – sofern dieser denn auch saisonale Spezialitäten hat. Unserer hat nämlich keine! Keine Weihnachtsschöggeli, keine Lebkuchen, dafür Fasnachtschüechli ziemlich genau nach Weihnachten. Also der Pandoro muss sternförmig sein – das ist wichtig, denn sonst sieht der Kuchen nicht hübsch aus. Nun mischen Sie 2 ganze Packungen Mascarpone mit der Schale einer abgerieben Zitrone, Vanillezucker und Puderzucker. Ein wenig Limoncello kann auch nicht schaden! Das Ganze geht auch mit Orangenschale und Grand Marnier. Dann mischen Sie gehackte Pistazien und ganze Granatapfelkerne unter. Schneiden Sie nun den Pandoro in Scheiben – quer! Dazwischen streichen sie die Mascarponemasse. Setzen Sie die jeweiligen Scheiben versetzt aufeinander. Am Schluss streuen Sie noch mehr Pistazien und Granatapfelkerne darüber, dekorieren Sie mit Puderzucker – und Sie sind Backkönig(in)! 

Das Glück

Essen und Zusammensein ist bestimmt das Schönste an den Festtagen. Weder die Geschenke noch der Stress, auf den man leider jedes Jahr reinfällt, haben letztlich eine Bedeutung. Es ist das Zusammenfinden, die kleinen Momente, in denen Gemeinsames die Hauptrolle spielt, und die Weihnachten zu diesem einzigartigen, ausserordentlichen, grossen Fest machen. Sie bringen die Liebe und das Glück. Schätzen wir es! Übrigens – wer sagt denn, dass es für das gute Weihnachtsdinner eine steife Tafel braucht? Es geht auch ziemlich stilvoll am Boden, wie das Beispiel, entdeckt auf dem Blog Simplified Bee, zeigt. 

Credits: 

Blogs, Foodblogs und Magazine: Food 52Classy girls wear pearlsSonia Peronaci, BakeritaSimplified BeeInside the rustic kitchenArago,This mess is ours, Divine Pretty pasta,Julias Album

 

14 Kommentare zu «Kochen an Weihnachten»

  • Elsa Frieden sagt:

    Grüezi metenand,
    durch Zufall bin ich auf diese Seite geraten. Die Rezepte fand ich so wunderbar neu, dass ich die blättrig geschnittenen Kartoffeln und die roten Zwiebeln aus dem Ofen direkt ausprobieren musste. Köstlich, vielen Dank für diese Ideen. – Das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich auf diese Seite gerate.
    Allerseits en guete Rotsch is Neue Jahr!

  • Synn sagt:

    Liebe Frau Kohler
    Als 99% stille Mitleserin, das aber seit dem ersten Tag, möchte ich Ihnen jetzt unbedingt einmal ein Riesenkompliment für Ihren Superblog aussprechen. Ich kann echt nicht mehr ohne – frei nach „meinen täglichen Sweet Home Blog gib mir heute“ ;-)
    Wünsche Ihnen ganz schöne Festtage und freue mich auf viele spannende Blog-Momente im nächsten Jahr.

  • Denogent-Gautschi Ariane sagt:

    Leckerschmecker! Ein Rezept gluschtiger als das Andere… Die Füllung des Truthahns klingt super. Ähnlich wie das Rezept von Martha Stewart. Auch sehr empfehlenswert. Ihnen Frau Kohler ein friedliches Weihnachtsfest und hoffentlich werden Sie bekocht…

  • Widerspenstige sagt:

    Danke für diese wundervollen Momente, die ich das ganze Jahr über in Ihren Blogideen verbringen darf, liebe Marianne Kohler! Wenn es rundum chaotisch ist; wenn die Welt verrückt spielt und das Wetter ebenso, dann komme ich hierher und werde ruhiger und gelassener.

    Schöne Weihnachtstage wünsche ich Ihnen und dem ganzen Team von Sweet Home! Eine Bereicherung wie diesen Blog kann man nicht genug loben und für dessen Erhalt die Werbetrommel rühren ;)

  • Lovasimedve sagt:

    Als Dessert das berühmte Beigli (eine Art Rolle aus Butterteig mit Mohn oder Baumnussfüllung).
    Wenn wir brav waren, durften wir nach der Bescherung noch ein, zwei Salonzucker vom Baum „klauen“.
    In den letzten Jahren wurde das Menü frankophon:
    Salat mit warmen Jakobsmuscheln. Gefüllte Poularde mit viel Gemüse und zum Dessert eine Bouche du Noel.

    • chrissie sagt:

      Liebe Lovasimedve
      Das tönt wunderbar – allerdings heisst es nicht Bouche (= Mund), sondern Bûche de Noël…
      Jetzt schon guten Appetit und schöne Grüsse,
      chrissie.

  • Lovasimedve sagt:

    Wenn wir brav waren, durften wir nach der Bescherung noch ein, zwei Salonzucker vom Baum „klauen“.
    In den letzten Jahren wurde das Menü frankophon:
    Salat mit warmen Jakobsmuscheln. Gefüllte Poularde mit viel Gemüse und zum Dessert eine Bûche de Noël.

  • Lovasimedve sagt:

    Leider sind diese Rezepte nicht so mein Geschmack, zu angelsächsisch,.
    Bei uns hat sich in den letzten Jahren ein grosser Wandel vollzogen: früher gab es an Heiligabend ein typisches ungarisches Menü:
    Fischsuppe (aus den weniger edlen Teilen des Karpfen, Kopf, Roggen, etc.), unsere Grossmutter scheute den Aufwand nicht, diese weniger edlen Stücke von Hand zu entgräten, die Suppe mittels Haarsieb grätenfrei zu zauber und mit viel edelsüssem Paprika zu vollenden.
    Danach gab es aus dem edlen Karpfenfilet „Carpe Frites“ dazu Reis, zwei Sorten Kartoffelsalat (einen mit frisch zubereiteter Mayonnaise, den andern mit Sellerie und Zwiebeln an einer Vinaigrette).
    Als Dessert das berühmte Beigli (eine Art Rolle aus Butterteig mit Mohn oder Baumnussfüllung).

  • maettu sagt:

    Schöne, leckere Rezepte, danke. ABER, Kartoffeln aus Lecce; Schalotten, Zwiebeln und Knoblauch aus dem Elsass: gaaht’s no?

  • Heidi Arn sagt:

    Haaha, der Kuchen, so guet :-)

  • tina sagt:

    mmmmmmmmmmmmmhhhhh
    danke!! das will ich alles nachmachen die nächsten 2 wochen :) freue mich sehr darauf.
    happy feiertage allen

  • sonja sagt:

    Liebe Frau Kohler
    Wunderbar! Vielen herzlichen Dank für die Gerichte und die tollen Bilder.
    Mmmmm, der persische Reis hat es mir angetan, diesen werde ich sicher nachkochen.
    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie frohe Festtage, und freue mich auf Ihre Beiträge im neuen Jahr.
    Herzliche Grüsse

  • Marlis Frederiksen sagt:

    Liebe Marianne Kohler
    Danke fuer diese und die vielen anderen Ideen und Anregungen In Ihrem Blog waerend des Jahres.
    Sie sind hauptsaechlich der Grund warum ich den Tagesanzeiger abonniere.
    Frohe Weihnachten!
    MF

  • Agathe sagt:

    Ich mag Ihren Schreibstil einfach riesig gerne, Frau Kohler!
    Haben Sie vielen Dank für Ihren inspirierenden Blog, der zu meinem persönlichen Morgen-Ritual gehört und der mir – nicht zuletzt wegen der kleinen Einblicke in Ihr privates Leben – ganz besonders gut gefällt.
    Ein fröhliches und gemütliches Weihnachtsfest wünsche ich Ihnen!

Kommentar

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