Kochen wie in Frankreich

Lust auf einen französischen Abend? Mit diesen Rezepten und einem guten Wein machen Sie Ihren Feierabend zum kleinen Alltagsfest.

Boeuf Bourguignon

Ein gutes, deftiges Schmorgericht ist genau das Richtige für diese kalten Wintertage. Das klassische Boeuf Bourguignon entführt dabei nach Frankreich. (Bild über: The answer is always porc)

Zutaten:

Zubereitung:

1, 5 kg Rindsvoressen

200 g Speckwürfeli

12 Saucenzwiebeln

4 Rüebli, in Stücke geschnitten 

250 g Champignons, halbiert oder ganz lassen

2 Knoblauchzehen, zerquetscht

5 dl Rotwein aus dem Burgund

2 dl starke Fleischbouillon

60 g Butter

2 EL Mehl

Salz und Pfeffer

einige Zweiglein Thymian

2 Zweige Petersilie  

1 Lorbeerblatt

1 Lauchblatt

Die Hälfte der Butter in eine Gusseisenpfanne geben und die Speckwürfeli darin knusprig braten. Die Zwiebeln ganz beigeben und alles weiterdünsten, bis die Zwiebeln goldbraun sind. Dann nehmen Sie mithilfe einer gelochten Schöpfkelle beides heraus und legen es zur Seite. Geben Sie die restliche Butter in die Pfanne und braten Sie darin das Fleisch rundherum an, am besten in Portionen, zur Seite legen und würzen. Dann braten Sie die Rüeblistücke an und geben das Fleisch, die Zwiebeln und die Speckwürfeli zurück in die Pfanne. Die Knoblauchzehen dazugeben, Mehl darüber streuen und nochmals gut anbraten. Anschliessend den Wein und die Bouillon darübergiessen. Machen Sie ein Bouquet garnie, indem Sie die Petersilie, das Lorbeerblatt und den Thymian in ein dünnes Lauchblatt wickeln und dieses mit einem Baumwollschnürchen zusammenbinden. Alles auf kleinstem Feuer etwa 3 Stunden schmoren. Danach geben Sie die Champignons bei und köcheln alles nochmals eine halbe Stunde. Das Bouquet garnie entfernen und servieren.  

Pommes frites aus dem Backofen

Pommes frites kann man auch im Backofen machen. Keine Angst, ich meine nicht die fertigen Ofenfrites, sondern ganz normale Kartoffeln mit Olivenöl; und somit einen gemütlichen Abend mit französischem Flair. (Bild: With food and love)
Und so gehts:
Kartoffeln schälen und in Stäbchen schneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit Olivenöl beträufeln und salzen. Im 200 Grad heissen Backofen unter gelegentlichem Wenden etwa 30 Minuten goldbraun und knusprig rösten. Servieren Sie die Frites mit einem grünen Salat und feiner französischer Sauce. Mischen Sie dafür 2 EL Weissweinessig mit 1 EL Dijonsenf, ein wenig Honig, 2 EL Mayonnaise, 2 El Naturjoghurt und 2 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer und 2 EL Schnittlauchringli.

Wie im Bistro schlemmen

Stellen Sie sich bei diesen Gerichten vor, Sie wären in Frankreich. Decken Sie ein kleines Tischchen mit weisser Tischwäsche, zünden Sie eine Kerze an, servieren Sie das Wasser in einer Karaffe und geniessen Sie ein gutes Glas französischen Wein zum Essen. 

Poulet au Four

Poulet, Dijonsenf, Speck – eine Kombination aus der auf einfache Art ein feines Znacht im französischen Stil entstehen kann. (Bild: La cuisine d’ici et d’ISCA)

Zutaten:

Zubereitung:

4 Pouletbrüstli

4 Tranchen Käse wie Gruyère

6 Rüebli, geschält in Stücke geschnitten

8 Specktranchen

1 EL Dijonsenf

2 EL Weisswein

1 TL Honig

Salz und Pfeffer

4 Zweiglein Thymian

Kochen Sie die Rüebli in ein wenig Salzwasser al dente. Schneiden Sie die Pouletbrüstchen auf und legen Sie in jedes eine Käsescheibe und ein Thymianzweiglein. Würzen Sie die Pouletbrüstchen mit Salz und Pfeffer und wickeln Sie um jedes Pouletbrüstchen zwei Specktranchen. Braten Sie die Pouletbrüstchen rundum an und köcheln Sie sie etwa 10 Minuten. Mischen Sie den Senf mit dem Honig und dem Wein. Nun verteilen Sie die Rüebli in eine Gratinform. Geben Sie die Weinmischung darüber und legen Sie die Pouletbrüstchen darauf. Im 180 Grad heissen Backofen etwa 20 Minuten golden und knusprig backen. 

Hachis Parmentier

Dieses gemütliche Gericht ist die französische Version von Shepherd’s Pie und eine perfekte Wohlfühlmahlzeit. (Bild: 750g)

Zutaten:

Zubereitung:

1 kg Kartoffeln

1 dl Milch

1 dl Rahm

50 g Butter

Salz, Pfeffer

Muskatnuss

100 g Gruyère, geraffelt

Schälen Sie die Kartoffeln und schneiden Sie sie in Würfel. Kochen Sie sie in Salzwasser oder Bouillon weich, abgiessen. Zerdrücken Sie die Kartoffeln mit einer Gabel und pressen Sie sie durch eine Gemüsepresse. Erhitzen Sie die Milch, den Rahm und die Butter. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und mit den Kartoffeln mischen. 

Zutaten:

Zubereitung:

500 g Rindshackfleisch

2 Rüebli, geschält, in Würfeli geschnitten

2 Schalotten, gehackt

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

2 EL gehackte Petersilie

1 dl Bouillon

2 EL Butter

Salz und Pfeffer

Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Rüebli ca. 5 Minuten dünsten, dann die Schalotte, die gehackte Petersilie und den Knoblauch beigeben, alles weitere 5 Minuten dünsten. Das Fleisch dazugeben und rundum anbraten. Die Bouillon darübergiessen und alles etwa 15 Minuten köcheln, würzen. 

 

 

 

 

Fertigstellung: 

Das Fleisch in eine gefettete Gratinform geben. Dann den Kartoffelstock darübergeben. Mit einer Gabel verstreichen. Den Käse darüber verteilen und alles im 180 Grad heissen Backofen etwa 20–30 Minuten backen und heiss mit einem feinen, grünen Salat servieren.

Anders einkaufen

Besuchen Sie wieder einmal eine richtig gute Fischabteilung oder einen Markt. Diese kleinen Einkaufsreisen sind wie Ferien und tun dem Menüplan gut. 

Moules

Moules sind meiner Meinung nach das beste Fast Food ever! Und dabei ist dieses Gericht erst noch elegant, hat Ferienflavour und ist ein kleines Alltagsfest. (Bild: Buttered up)
Und so gehts:
Moules waschen, ein wenig Olivenöl in eine grosse Pfanne geben und eine oder zwei grob gehackte Schalotten beigeben. Die Schalotten 2 Minuten dünsten und dann zwei zerdrückte Knoblauchzehen beigeben, nach 2 Minuten die Moules dazugeben. Deckel schliessen, ein wenig schütteln und einige Minuten kochen, anschliessend ein wenig Weisswein dazugiessen. Sobald die Moules offen sind, mit frischem, knusprigen Baguette servieren.
Credits: 

Bilder von Foodblogs: Buttered up, 750g, La cuisine d’ici et d’ISCA, With food and love, The answer is always porc

8 Kommentare zu «Kochen wie in Frankreich»

  • Stepi sagt:

    Mmhhh! Das sind wieder wunderbare Rezepte! Freu mich schon auf‘s Nachkochen.
    Ich habe eine Frage: ist die Gedamtgarzeit der Pouletbrüstchen beim Rezept „poulet au four“ nicht etwas lang (Anbaten, kochen, ofenbraten kommt auf 35min)

  • Wolfgang Müller sagt:

    Moin, moin,
    was sind Rueblis?

    Mit freundlichem Gruß
    Wolfgang Müller in Hamburg

  • Philip sagt:

    Gut gibts diesen Blog! Die anderen Blogs vom Tagi Tinglern mit Michèle im borniert-trivialen Abseits, Wäis off. Oder jammern sonstwie über Diskriminierung und Durchfall.

    Danke, Frau Kohler, für stilvolle Inspiration ohne penetrante Selbstdarstellung.

  • Nina Sophie sagt:

    Noch nicht mal 7h morgens und ich hab schon Lust auf ein von meinem Mami gekochtes Boeuf Bougignon…! Mmmmmh!

    • Fragezeichen sagt:

      ich habe mir vor eiiger Zeit vorgenommen Sweet Home Food nicht mehr v o r dem Mittagessen anzuschauen. Derjeweils, meist dadurch ausgelöste Speichelfluss war zu heftig. Dem Gluscht nach Boeuf schliesse ich mich an!
      Bon appetit

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