Heute kommt etwas Neues auf den Tisch

Kochen im Alltag bedeutet auch, ein wenig Fantasie und Abwechslung auf den Tisch zu bringen. Mit diesen Rezepten schaffen Sie das.
1 — Ein Sandwich wie Ferien am Meer
Es muss nicht immer ein grosses, warmes Gericht auf den Tisch. Manchmal ist das richtige Sandwich viel besser, besonders für einen unkomplizierten Znacht. In diesem grossen Baguette-Sandwich stecken ein bisschen Sonne, Feriengefühl und ganz viele gesunde Zutaten. (Bild: Wild greens & sardines)
Und so gehts: 
Die Grundlage dieses Sandwiches bietet ein gutes, frisches, knuspriges Baguette. Halbieren Sie es der Länge nach. Belegen Sie es mit Thunfisch aus der Dose, Salatblättern, schwarzen Oliven, entkernt und in Ringli geschnitten, Gurkenscheiben, Zwiebelringen, Sardellenfilets, Tomatenscheiben, einem hart gekochten Ei in Scheiben geschnitten und Kapern. Mischen Sie eine Sauce mit Zitronensaft, Dijonsenf, Honig, Salz und Olivenöl und träufeln Sie diese über alle Zutaten. 
Shoppingtipps: Mein Lieblingsbaguette kaufe ich in Zürich bei Le Pain Quotidien am Römerhof. Aber auch John Baker oder Seri Wada haben herrliche Baguettes. In den Supermärkten bietet Manor Food das beste Brot. Achten Sie bei den Fischprodukten auf nachhaltige Fischerei. 
2 — Frühling auf dem Tisch
Täglich wächst das Angebot auf dem Markt. Grüne Spargeln, Morcheln, Bärlauch, Frischkäse, saftiger Schinken, sie alle zaubern den Frühling auf den Tisch. Man kann mit allen Zutaten einfach und unkompliziert schnelle Gerichte auf den Tisch zaubern und damit für Abwechslung sorgen. (Bild über: An early morning walk)
Schnelle Frühlingsgerichte sind:
  • Omeletten oder Rühreier mit all den oben genannten Zutaten
  • grüne Spargeln mit Olivenöl und geriebenem Käse 20 Minuten im Backofen geröstet
  • in Butter gebratene Morcheln mit frischem Brot

Tipps:
Decken Sie den Tisch frühlingshaft mit Blumen, auch das bringt Abwechslung und erst noch viel Frühlingslaune.
Entdecken Sie noch mehr schnelle Frühlingsgerichte auf Sweet Home

3 — Muffins mit Frühlingskräutern
Chäschüechli, eine Quiche oder eine salzige Wähe geben einfache Gerichte ab, die man gut mit einem Salat zu einem feinen Znacht oder Mittagessen servieren kann. Am einfachsten und schnellsten geht dies natürlich, wenn man auf dem Nachhauseweg beim Bäcker reinschaut. Es gibt aber auch einfache Gerichte aus dem Backofen, die man schnell selber machen kann, diese Kräutermuffins etwa. (Bild über: Bread and olives)

Zutaten:

Zubereitung:

250 g Mehl

2 KL Backpulver

½ KL Salz

ein wenig schwarzer Pfeffer
aus der Mühle

1 Ei

2 dl Milch

1 KL Zitronensaft

3 EL Crème fraîche

5 EL Olivenöl

100 g Butter

1–2 EL Bärlauch, gehackt

2 EL Petersilie, fein gehackt

1 EL Estragon, gehackt

1 EL Thymianblättchen

1 EL Schnittlauchringli

200 g Parmesan, geraffelt

Backofen auf 200 Grad vorheizen und Muffinform mit Papiermuffinförmchen auslegen. Vermischen Sie das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz und ein wenig Pfeffer aus der Mühle. Mischen Sie nun das Ei, die Butter, das Olivenöl, die Crème fraîche, die Milch und den Zitronensaft unter. Geben Sie die Kräuter bei und dann den Käse. Nun verteilen Sie den Teig in die Muffinförmchen und streuen noch etwas Kräuter über die Muffins. Diese mit ein wenig Olivenöl beträufeln. Etwa 25 Minuten backen. Wenn die Muffins beim Eindrücken zurückspringen, sind sie fertig. Warm, zum Beispiel mit Salat servieren.

 

4 — Die Poké Bowl aus Hawaii
Ein Trend, der gerade viel von sich hören lässt, ist die Poké Bowl aus Hawaii. Dabei wird Gemüse mit Fisch oder Tofu über Reis oder Nudeln serviert und bekommt mit einer Sauce darüber viel Geschmack. Versuchen Sie diese Poké Bowl mit Thunfisch. (Bild: blogue.stokesstore)

Zutaten:

Zubereitung:

200 g roher Thunfisch in Würfel geschnitten, kaufen Sie Thunfisch, der nachhaltig gefischt wurde und für Sushi gedacht ist

1 Schalotte in feine Julienne-Streifen geschnitten

1 Bund Frühlingszwiebeln, gehackt

0,6 dl Sesamöl

2 EL Sojasauce

ein wenig Chilisauce, nach Geschmack

2 Portionen warmer, weisser Reis wie Jasmin oder Basmati

Gemüse nach Wahl wie in Streifen geschnittene Rüebli, Gurkenscheiben, in feinste Streifen geschnittener Chabis, Edamamebohnen, Avocado etc.

Mischen Sie die Sojasauce mit dem Sesamöl, der Chilisauce und den Zwiebeln und mischen Sie sie gut mit den Thunfischwürfeln. Nun verteilen Sie den warmen Reis in zwei Schüsseln und servieren den Fisch mit Gemüse nach Wahl darüber. Nach Belieben mit Sesamsamen oder gehackten Nüssen wie Erdnüsse oder Macadamianüssen und Kräutern wie Koriander oder Schnittlauch garnieren.

In Zürich hat gerade ein neues Restaurant aufgemacht, das Poké Bowls serviert. Ich habe mir Ona Poké, am Bleicherweg mit Miss C. auf einer unserer Stadttouren angeschaut, fand aber leider noch keine Zeit, auch da zu essen. Eingerichtet ist es sehr charmant, stilvoll und einladend – und die Bowls sahen fantastisch aus.

5 — Hamburger mit Avocado
Ein Hamburger geht auch ohne Fleisch, und das erst noch viel schneller. (Bild: The awesome green)
Und so gehts:
Halbieren Sie ein dunkles Brötchen und bestreichen Sie die Brothälften mit ein wenig Olivenöl und nach Geschmack mit einer Knoblauchzehe. Im heissen Backofen kurz warm rösten. In der Zwischenzeit eine Avocado in Scheiben schneiden und eine kleine Schalotte in feine Ringe. Braten Sie ein Spiegelei und belegen dann das Brötchen mit den Avocadoscheiben, dem Spiegelei, den Zwiebeln und Sprossen und Kräutern. Sie können mit Mayonnaise und ein wenig Wasabi eine Sauce mischen und diese über alles träufeln. 
6 — Frühlingskartoffeln mit Kräuterkäse
Jetzt gibt es gerade feinste neue Kartoffeln aus Zypern, die herrlich schmecken. Mit ihnen, aber auch mit anderen Kartoffeln lassen sich diese frühlingshaften Bratkartoffeln einfach zubereiten. (Bild über: Bohemian wornest)
Und so gehts: 
Schälen Sie die Kartoffeln und schneiden Sie sie in Stücke. Verteilen Sie sie in einer grossen Backform oder auf einem Backblech. Olivenöl darübergeben, salzen, gut vermischen und im 200 Grad heissen Backofen knusprig und golden braten. In der Halbzeit wenden. Mischen Sie Frischkäse nach Ihrer Wahl mit gehackten Kräutern wie Estragon, Bärlauch, Schnittlauch, Petersilie und Basilikum, ein wenig Zitronensaft, Salz und Pfeffer. Nun die goldenen Kartoffeln mit dem Käse darüber servieren. Dazu passt ein Salat.
7 — Frühlingssalat
Mit solchen gebratenen Kartoffeln können Sie auch einen frischen, nahrhaften Frühlingssalat zubereiten. (Bild: Campi di fragole per sempre)
Und so gehts:
Gebratene Kartoffeln mit jungen Spinatblättern, gekochten Erbsen, Radieschen, Gurkenscheiben und anderen Zutaten nach Wahl oder Vorrat wie Avocado oder gehobelte Rüebli kombinieren. Eine Sauce mit Mayonnaise, Honig, Senf, Salz, Zitronensaft und Olivenöl mischen und darüber verteilen.
8 — Reis, Spinat und Eier
Einfach und frisch ist dieses Dreiergespann und eine herrliche Mahlzeit zu praktisch jeder Tageszeit. (Bild: Seasoned vegetables)
Und so gehts:
Kochen Sie ein leichtes Risotto. Dafür erhitzen Sie Gemüsebouillon. Dünsten Sie fein gehackte Schalotten in Olivenöl an, geben den Risottoreis dazu und dünsten beides zwei, drei Minuten zusammen an. Gemüsebouillon nach und nach dazugiessen, bis der Reis fertig ist. In einer grossen Pfanne bereiten Sie den Spinat zu. Dafür eine zerdrückte Knoblauchzehe und einen halben Peperoncino andünsten, wenn beides duftet, den Spinat dazugeben, gut schütteln, dass Knoblauch und Peperoncino nicht anbrennen. Deckel zu und so lange köcheln, bis der Spinat zusammenfällt. Mit Salz würzen. Den Spinat über den Reis anrichten und pro Portion ein Spiegelei darüber servieren.
Credits und Links: 

Blogs, Foodblogs und Magazine: Wild greens & sardinesAn early morning walkBread and olivesblogue.stokesstoreCampi di fragole per semiproSeasoned vegetablesBohemian wornestThe awesome green
Restaurant: Ona Poké, in Zürich, Bleicherweg 19
Sweet-Home-Geschichten zum Thema: Frühlingsgerichte auf Sweet Home

14 Kommentare zu «Heute kommt etwas Neues auf den Tisch»

  • Sonja sagt:

    Sie erinnern an nachhaltig gefischten Thunfisch und dergleichen und kaufen Kartoffeln aus Zypern?!

  • Dorinde sagt:

    Frau Kohler, sie sind ein Snob. Basta! Auch Migros und Coop verkaufen absolut gute Brote. Und eine vielzahl der Esser sind mit mir derselben Meinung. Das zeigen die Verkaufszahlen dieser Anbieter.

  • Britta/kamafoodra sagt:

    Schöne Ideen :)
    Das Dauergemaule hier finde ich etwas befremdlich, ein guter hausgemachter Burger ist heute schon Teil der Esskultur und wer Probleme hat mit dem Essen, der sollte es doch einfach lassen.
    Und auch diese Saisonpolizisten finde ich merkwürdig, würden wir tatsächlich mal nur noch das essen, was bei uns jeweils wächst, wären wir im späten Winter wirklich sehr arm dran. Ich bin selbst eine große Verfechterin von saisonaler und regionaler Küche, aber man kann es auch übertreiben und diese ständig erhobenen Zeigefinger finde ich nervig.
    Leute, es ist Frühling und Zeit für gute Laune, milde Lüftchen und ein bisschen Toleranz…

    • Marcus Ballmer sagt:

      Bin ganz Ihrer Meinung, danke für diesen Kommentar, Britta. Nur beim Burger weiche ich ein bisschen ab. Nicht aus esskulturellen Gründen, da wird man ohnehin toleranter, wenn man weit gereist ist. Sondern weil es mir bei so einem mächtigen Burger regelmässig die Dritten ausklinkt – und ohne diefe macht die Efferei einfach keinen Fpaff.

  • Waldi Noellmer sagt:

    Sandwiches und Hamburger essen ist nicht nur sehr unästhetisch, sondern einfach extrem verzehrunfreundlich. Die Leute die so etwas verzehren haben immer Probleme das Zeug in den Mund zu kriegen, weil niemand (Ausnahmen bestätigen die Regel) den Mund so weit wie ein Krokodil aufsperren kann, um diese Sachen reinschieben zu können. Deshalb fällt dabei in der Regel immer etwas runter, nicht selten auf die Kleidung u. meistens sind die Verzehrer bis hinter die Ohren verschmiert. Erst recht unangenehm und kaum ohne runtertropfen möglich, zumindest sehr riskant ist es, den oben abgebildeten Hamburger mit dem Spiegelei gefahrlos zu verzehren. Essenskultur sieht anders aus.

    • filosof sagt:

      Dachte ich auch immer! Eingeklemmtes ok, aber bitte nicht so, dass es beim vorne reinbeissen hinten aufklafft und rausfällt. Besonders glitschiger Belag wie Tomaten, Eier, Gurken etc. rutschen unweigerlich raus. Vielleicht wird eines Tages ein Nähgarn erfunden, das man essen kann. Rundum zunähen und gut is.

    • Natalie sagt:

      Ich weiss ja nicht, wo und wie Sie Hamburger essen (oder den Leuten dabei zuschauen). Isst man einen richtigen Hamburger (nicht aus einem Styroporpack), nimmt man schlicht das obere Brötchen ab und isst danach mit Messer und Gabel. Geht ohne Verschmieren, Runtertropfen, Runterfallen.

    • Heinz Buehler sagt:

      Esskultur hat aber auch schon Messer und Gabel gebracht – schon vergessen?

    • Andrea sagt:

      Bei Ihrem Kommentar, lieber Herr Noellmer, kommt mir doch glatt „die Nudel“ von Loriot in den Sinn :-)

    • Janis Vidal sagt:

      Wenn Sie Ihren kleinen Finger im richtigen Winkel abspreizen geht’s. Ausserdem leiste ich mir doch sowieso jeden Tag neue Kleider und meine Angestellten waschen mich auch hinter den Ohren. *Ironie Off*

  • Nadja Müller sagt:

    Tolle Rezepte! Da kocht man sehr gerne etwas nach. Aber Kartoffeln aus Zypern? Müssen wir diese echt per Schiff und Lastwagen im unser Land karren obwohl die Schweiz selber genügend dieser Knollen produziert? Bei uns gibt es auch bald einheimische Frühkartoffeln. Bei solchen Dingen könnten wir ganz einfach umd ohne grossen Aufwand unseren Beitrag für die Natur leisten.

    • déjà-vu sagt:

      auch wenn sie absolut recht haben mit ihrem einwand für lokales gemüse etc, die frühkartoffeln aus zypern sind derart gut, da kann man kaum widerstehen! bald wechselt das angebot leider auf die karoffeln aus aegypten u. israel, die dem vergleich nicht standhalten können, man riecht u schmeckt irgendwelche dünger u. pestizide. so schön, endlich ist der frühling da und die vorliegenden rezepte machen einem total gluschtig! MERCI!

      • Paul Meier sagt:

        Wir sollten auf Gemüse aus Aegypten, Marokko, Kenya, Peru etc eh verzichten und etwas mehr Saisonalität spielen lassen! Es gibt viele hungernde Leute in jenen Ländern, warum sollten sie ihr Agrarland hergeben müssen?! Die sollen für ihre eigenen Leute produzieren!!

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