Wohnen im Countryhaus, mitten in London

Manchmal stösst man auf Immobilienseiten auf wahre Wunder wie dieses absolut fantastische Haus in London. Es ist stilsicher renoviert und eingerichtet – und man kann es erst noch für Ferien mieten.

Wer Lust und das nötige Kleingeld hat, der kann sich beim nächsten London-Aufenthalt dieses absolut stilvolle Landhaus aus dem 18. Jahrhundert im Eastend mieten, anstatt ins Hotel zu gehen. Es ist mit etwa 1200 Pfund pro Nacht nicht die günstigste Übernachtungsmöglichkeit, doch bietet es über 260 Quadratmeter Wohnraum und mit drei Doppelzimmern Platz für sechs Personen.

Nirgendwo hat das Zuhause eine solch wichtige Bedeutung wie in England. «Home sweet home» oder «My home is my castle» sind nicht umsonst englische Philosophien. Auch ist in England traditionsgemäss das echte Zuhause auf dem Land. In der Stadt hatte man «bloss» ein Stadthaus für die Saison – die Zeit, in der sich die Gesellschaft für Bälle, Theater und andere Amusements in London traf. Natürlich galt dies bloss für die Klasse der Landbesitzer. Wer kein Land besass und kein eigenes Haus, hatte auch praktisch keine Rechte. Auch wenn sich heute vieles geändert hat, ist es kein Wunder, dass das Daheim immer noch von solcher Wichtigkeit ist. 

Die typisch englische Cosyness ist immer mit dem Landhausstil verbunden. Diese ländliche Idylle zeigt sich aber in ganz unterschiedlichen Interpretationen. Wunderschön, modern und mit hohem Designanspruch ist der Landhausstil in der New Road Residence umgesetzt.  

Das Haus ist eines der besterhaltenen Häuser im georgianischen Architekturstil im Londoner Stadtteil Whitechapel. Es wurde 1797 gebaut und mit viel Liebe renoviert und eingerichtet.

Ästheten, Designliebhaber und Interiorbegeisterte werden sich in dieses Haus verlieben. Sein Stil ist rustikal-minimalistisch.

Man findet im Hausinnern zum Beispiel Möbel von Pierre Jeanneret oder starke Einzelstücke von der angesagten englischen Jungdesignerin Faye Toogood. Die Bettwäsche ist von Once Milano, die Duvets und Kissen von Norvegr und die Haushaltsutensilien von Labour and Wait.

Damit man die ländliche Einfachheit und all das Schöne und Edle im Haus auch so richtig geniessen kann, gibt es keinen Fernseher. Dafür steht eine Auswahl von alten Klassikern und neuer Literatur zur Verfügung, die der Philosoph Clayton Littlejohn vom Kings College ausgewählt hat. Die Kunst im Haus hat Stuart Shave von der Galerie Modern Art kuratiert. 

Die exklusive Liste geht weiter mit einem Weinkeller, der von Jérémie Cometto-Lingeheim von Primeur bestückt wurde, Kosmetikprodukte von Haeckels, Geschirr von Skye Corewijn’s Lazy Eye, Kochgeschirr von Crane und Kristallgläser von J. & L. Lobmeyr. 

Credits: 

Design: Hostem
Entdeckt über: The Modern House
Vermietung über: The New Road Residence

Get the look: 

Der Stuhl Roly Poly von Faye Toogood.

Klassische Haushaltsgegenstände vom Londoner Geschäft Labour and Wait.

 

Warme Wandfarben von Farrow and Ball.

Edle Keramik von Lazy Eye.

Seaweed Badesalz von Haeckels.

4 Kommentare zu «Wohnen im Countryhaus, mitten in London»

  • claudia sagt:

    Mir gefällt es auch sehr gut, aber die Stühle sehen etwas strange aus…

  • filosof sagt:

    Eindruck: meist düster und kahl. Wohligkeit will nicht aufkommen. Gruftige Farben und irgendwie alles so untot, es lebt nicht.
    Aber wers mag…

    • adam sagt:

      So sind die Geschmäcker eben verschieden. Ich persönlich verstehe sowieso nicht, was an bunt und lichtdurchflutet wohnlich sein soll.

  • adam sagt:

    Ein sehr sehr schönes Haus, Frau Kohler. Sie wandern aber nicht zufällig aus, dass Sie englische Immobilien suchen?

    Aber über die Stühle müssen wir reden. Da kann man doch nicht ernsthaft drauf sitzen?

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