10 Dinge, auf die wir uns im Herbst freuen können

Diese Woche ist es so weit, der Herbst kommt offiziell. Nicht so schlimm, denn diese Dinge zeigen die schönen Seiten der kühlen Jahreszeit.
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1 — Zeit zu Hause

Klar liebe ich den Sommer, bei dem die Sonne, der See und die lauen Abende nach draussen locken. Doch ein grauer Himmel, kühle Luft und dunklere Tage sind perfekt, um zu Hause zu sein. Endlich Zeit zu haben für all diese Dinge, die man schon lange tun wollte – wie das Regal besser einzuräumen, die Bügelwäsche zu erledigen, für die es einfach lange viel zu heiss war, wieder mal den Fernseher einzuschalten, ein bestimmtes Rezept auszuprobieren oder ganz einfach nichts zu tun. (Bild: The mountain laurel)

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2 – Schlafen, lesen, im Bett bleiben

Das Bett wird wieder zum besten Freund. Liegen bleiben, früher schlafen gehen, in den Lieblingsbüchern schmökern,  kuscheln und abtauchen in die eigene kleine Welt. Das ist eine Seite des Herbstes, auf die wir uns freuen können. Bild rechts: The Hitchcock blonde. Die blumige Bettwäsche ist von H+M Home

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3 — Dahlien

Sie sind meine Lieblingsblumen, die dicken, fetten gemütlichen und zugleich stolzen, eleganten Dahlien. Hätte ich einen grünen Daumen oder mehr Zeit, dann würde ich selber welche pflanzen. So knipse ich sie auf meine Ausflügen mit dem Handy ab – wie hier vor diesem schönen Haus im Napfgebiet – und kaufe schöne Sträusse auf dem Markt. 

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4 — Wunderbare Waldspaziergänge

Mit unserem Hündchen Miss C. spaziere ich natürlich jeden Tag im Wald. Doch im Herbst ist dieser besonders schön. Bald zeigen sich Blätter in allen Farben. Pilze schiessen schon jetzt aus dem weichen Waldboden, und Nüsse, Tannenzapfen und andere wunderliche, märchenhafte Dinge sind zu entdecken. Bild links: Huldals,  Bild rechts: A paper aeroplane

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5 — Waldfarben für das Zuhause

Das wunderschön tiefe, dunkle Waldgrün ist auch eine der wichtigsten neuen Trendfarben für das Zuhause. Es strahlt Sinnlichkeit, Geborgenheit und Harmonie aus. Lassen Sie diese Wohnfarbe zum Beispiel in Form eines Teppichs, eines Samtsessels oder Samtsofas oder als Farbe an der Wand einziehen. (Bild über: Moon to moon, die hübsche Deckenleuchte ist aus der Sinnerlig-Kollektion, die Ilse Crawford für Ikea entworfen hat.)

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6 — Erntezeit

Es ist jetzt eine wahre Freude, Essen zu kaufen. Die Regale sind zum Bersten voll mit fantastischem Gemüse und Obst, das frisch geerntet wurde. Auch kommt die Zeit des Alpkäses, der Kürbisse, der Nüsse, des Wilds und vielem mehr. Gehen Sie behutsam um mit den Naturschätzen. Geniessen Sie die Köstlichkeiten bewusst und wählen Sie mit Bedacht aus. Es lohnt sich immer, ein kleines bisschen mehr zu bezahlen, auch bei kleinem Budget. Denn für das superbillige Kotelett etwa hatte ein Schwein ein fürchterliches Leben und einen schrecklichen Tod. Achten Sie beim Einkauf auf Gütezeichen, die artgerechte Haltung, nachhaltige Produktion oder biologischen Anbau ausweisen. Damit helfen Sie auch kleinen, regionalen Produzenten und sie tragen ein kleines Stückchen zu einer besseren Welt bei. (Bild: Rinne Allen)

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7 — Regen

Ja, ich liebe Regen! Das regelmässige Tropfen hat etwas Beruhigendes, und ich finde es auch nicht so schlimm, nass zu werden – es ist ja bloss Wasser! Am schönsten aber ist Regen, wenn man ihn gemütlich von drinnen aus betrachten kann. Regen ist auch eine fantastische Ausrede, zu Hause zu bleiben, anzuhalten und etwas abzusagen, auf das man sowieso nicht so besonders Lust hatte. (Bild über: Moon and trees)

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8 — Zeit zum Stricken

Eine ähnlich beruhigende Wirkung wie der Regen hat das Stricken. Für mich persönlich ist Stricken zum Luxus geworden, denn die Zeit dazu finde ich nur noch in den Ferien. Diese sinnliche Handarbeit ist aber ein schöner Kontrast zu unserem immer schnelleren digitalisierten Alltag. Man macht etwas von Hand und spürt mit dem Lauf des Fadens durch die Finger die Entstehung. Mit feinen Mohairgarnen und groben Nadeln können Sie schnell zu einem schönen Resultat kommen. (Bild: über: Soul of simplicity)

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9 — Heissi Marroni

Bald haben wir keine Lust mehr auf Glaces und lassen uns wieder von den süssen, köstlichen Marroni verführen. Diese werden an den vielen Ständen überall in der Stadt angeboten, können aber auch im Backofen oder in einer Marronipfanne selbst gemacht werden. (Bild über: Fokus)

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10 — Die Herbstsonne 

Sie bringt das schönste Licht und damit den wichtigsten Grund, den Herbst zu lieben. Denn keine Jahreszeit leuchtet so golden und ist zugleich sanft, hat so viele Farben und wird trotzdem mit Grau assoziiert. Bringen Sie auch ein wenig von der Herbstsonne ins Haus, mit einem Leinentischtuch etwa, wie auf diesem Bild vom Blog «Tisaneinfusion».

14 Kommentare zu «10 Dinge, auf die wir uns im Herbst freuen können»

  • Veronica sagt:

    Die Sommer war schlecht für den Garten – kalt, nass. Die Dahlien meinten es war schon Herbst und blühten zu fruh. Jetzt blühen sie im echten Herbst zum 2. Mal.

  • Widerspenstige sagt:

    Wie Recht Sie haben, liebe Marianne Kohler! Meine Jahreszeit kommt und ich schwelge in dieser bunten Naturvielfalt. Ein Hauptgrund sind diese wundervollen Jahreszeiten, die mich nicht in Thailand sesshaft werden lassen – bisher auf jeden Fall keine Chance angesichts dieses alljährlichen Naturwunders. Und dann Äpfel in Hülle und Fülle, Birnen, Zwetschgen, Pflaumen …. :)

  • Doris Erber sagt:

    Wunderbare Bilder, Stimmungen eingefangen…
    kleine Dahlien stelle ich gerne in leere kleine Fläschchen oder Vasen
    grosse Blüten einzeln
    und Sie haben vollkommen recht, lieber wenig und gut, top Qualität und sich ganz bewusst für Umwelt, Bio, Artenschutz etc entscheiden
    Herzichen Dank für Ihren, für mich immer wieder schönen Blog!

  • Sibylle sagt:

    Ich möchte ja nicht selbstgerecht sein, aber man könnte auch ganz aufs Kotelett verzichten und generell sehr viel weniger Fleisch essen. Die Tiere und die Erde würden es uns danken.

    • Conny sagt:

      Genau dasselbe habe ich beim Lesen auch gedacht. Auch wenn das Schwein ein schönes Leben hatte, hat es immense Ressourcen verbraucht, um auf unseren Tellern zu landen. Jeden Tag ein Bio-Steak schadet dem Planeten immer noch.

      • Ri Kauf sagt:

        Sie sprechen mir aus der Seele. Man muss wirklich nicht jeden Tag Fleisch essen. Zudem sind Schweine so intelligente und sensible Tiere und werden meistens sehr schlecht gehalten. Das ist einfach nicht recht!

  • tamburini sagt:

    Ach nein! Mir gefällt die kalte Jahreszeit auch bei all den Vorschlägen nicht. Drinnen friere ich wieder, es fühlt sich an, als ob jemand die Türe hätte offen stehen lassen. Irgendwie feucht, kühl, der warme Pullover wärmt zwar, aber die Augen jucken wieder vom Baumwoll/Wollgemisch. Ich liebe einfach den Sommer zu sehr! Husch, husch in kurze Hosen rein, T-Shirt und flache Sandalen, die Haustüre wegen der warmen Luft den ganzen Tag offen lassen, draussen essen, draussen leben.

  • diva colombo sagt:

    ja, endlich ist die hitze vorbei!
    alle jahreszeiten empfinde ich als wunderschön, nur die hochsommerwochen sind der blanke hass – und wenn man keine schulpflichtigen kinder hat, kann man dem ferienmässig kaum entfliehen. hätte nie gedacht, dass ich mal fan von klimanalagen werde.
    willkommen herbst!

    • Sibylle sagt:

      Sie sprechen mir aus dem Herzen! Ich hasse Tage, an denen die Temperatur über 25° steigt, verziehe mich dann ins Haus, an den Schatten oder in die Hängematte, aber selbst dort ist es oft noch zu heiss. Ich habe tatsächlich auch schon an ein Klimagerät gedacht. Anscheinend gibt es wirklich Leute, die diese heissen Tagen mögen. Was soll man da sagen? „Mad dog and white man go out in midday sun!“ (Indisch)

      • Dominik Kaufmann sagt:

        Es geht mir genauso. Ich habe mich schon den ganzen Sommer auf den Herbst gefreut, endlich ist er da: Es wird wirklich kühl im Schlafzimmer, wenn man nachts die Fenster offen lässt, ich schwitze nicht nach fünf Minunten draussen herumlaufen, ich habe generell viel mehr Energie, und es gibt diese wunderbaren düster-melancholischen Stimmungen.

  • nicenice sagt:

    Liebe Frau Kohler

    Auch mir gefällt Mohairwolle. Aber wer weiss, welche Höllenqualen die Hasen beim Fellrupfen (in den meisten Zuchtbetrieben) erleiden müssen, verstrickt anderes Material.
    Artgerechte Haltung ist etwas ganz anderes, und das Tierwohl scheint der ganzen Garnindustrie egal zu sein.

    • Liebe Nice nice

      Mohair ist kein Produkt vom Hasen, sondern von der Angorarziege. Angora nennt sich die weiche Wolle von Hasen. Sie haben aber recht, viele Tiere leiden in der Wollindustrie ganz fürchterlich – auch Schafe. So ist beim Gebrauch von Tierprodukten immer wichtig, dass sie von Betrieben kommen, die auf Nachhaltigkeit achten und die das Wohl der Tiere respektieren.

      • nicenice sagt:

        Oh je, da habe ich mich in der Spezies vertan. Vielen Dank, dass Sie zu nachhaltigem Verhalten aufrufen.

        • filosof sagt:

          nicenice, auch Merinoschafe werden misshandelt mit Mulesing. Ich kaufe alle Wolle bei Vetsch Wollspinnerei im Prättigau. Diese vertreibt mulesingfreie Wolle und unterstützt rare Walliser Schafrassen. Man muss ein wenig googeln, dann wird man fündig von Wolle aus tierfreundlichen Betrieben.
          Wieder einmal schöne Vorschläge, die Wohnung herbstgemütlich zu gestalten, liebe Frau Kohler.

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