Wir essen woanders!

Bei diesem verregneten Sommer stellt sich die Reiselust ein. Wir fahren ab – zumindest in der Küche mit diesen 7 Rezeptideen aus aller Welt.
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 In Jamaica: Jerk Chicken und Rice and Peas
Jetzt ein wenig am Strand flanieren, mit Reggaemusik, einem Cocktail und der Erwartung eines fantastischen westindischen Gerichts. Augen zu und in die Küche! Das beste Essen heisst Jerk Chicken und ist eine scharfe, westindische Art, Poulet zu kochen. Man serviert es am besten mit Kokosnussreis und schwarzen Bohnen, Rice and Peas genannt. (Bild: The wishful chef)

Zutaten für Jerk Chicken:

Zubereitung Jerk Chicken:

1 Bund Frühlingszwiebeln

2 EL Sojasauce

 2 EL Sonnenblumenöl oder Erdnussöl

1 EL Salz

den Saft von einer Limone

1 EL Jamaica-Pfeffer

5 Scotch Bonnets, runde, rote scharfe Chilis

1 EL getrockneter Thymian

1  fingergrosses Stück Ingwer, ungeschält

3 Knoblauchzehen

1 Schalotte

3 EL brauner Zucker

Mischen Sie alle Zutaten in einem Mixer zu einem Püree. Das Püree sollte wie eine feine, scharfe Sauce schmecken. Marinieren Sie Pouletstücke ohne Haut mit der Jerkmarinade, idealerweise über Nacht. Das Poulet ist nun bereit für den Grill. Mit Rice and Peas servieren.

Zutaten für Rice and Peas:

Zubereitung:

1 Dose rote Bohnen

2 Tassen Basmati-Reis

1 Dose Kokosnussmilch

1 Zweig frischer Thymian

1 EL Butter

1 Frühlingszwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Scotch Bonnet, roter, runder, scharfer Chili

Die Bohnen abgiessen, die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken, die Kokosnussmilch mit so viel Wasser mischen, dass es zusammen 4 Tassen Flüssigkeit ergibt. Zwiebel und Knoblauch leicht in der Butter andünsten, die Bohnen beigeben und die mit Wasser gemischte Kokosnussmilch salzen, den Thymian beigeben, aufkochen, den Reis beigeben, gut umrühren. Den Chili ganz auf den Reis legen und den Reis ca. 20–30 Minuten auf kleiner Hitze kochen, bis er gar ist. Den Chili rausnehmen, bevor der Reis serviert wird.

 

 

 
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In New York: Waldorf Salad

Ein Kurztrip nach New York ist auch nicht schlecht! In einem hübschen kleinen Upper Westside Restaurant (das halt per Zufall «Chez moi» heisst) geniessen wir einen echten Waldorfsalat, bevor wir dann ins Kino gehen! (Bild: Food Network)

Der berühmte, amerikanische Salat entstand natürlich im Hotel Waldorf Astoria. Der Koch Oscar Tschirky hat den Salat mit Äpfeln, Sellerie und Mayonnaise im Jahre 1893 kreiert. Später kamen die Walnüsse dazu. In den 20er-Jahren hat ihn Cole Porter sogar im Song «You’re the Top» erwähnt. Heute wird der Salat auch oft mit Joghurtsauce, Trauben oder gar Truthahn oder Poulet serviert. Auf jeden Fall hat der Klassiker seinen Platz auf den Speisekarten über 100 Jahre lang halten können.

Zutaten für 2 Personen:

Zubereitung:

1 Apfel, entkernt und in Stücke geschnitten

1/2 Tasse leicht geröstete Walnüsse

1/2 Tasse in Stücke geschnittener Stangensellerie

einige Lattichblätter

3 EL gute Mayonnaise

1 EL frisch gepressten Zitronensaft

Salz und Pfeffer

Die Mayonnaise mit dem Zitronensaft mischen, salzen und pfeffern. Alle Zutaten gut mit der Sauce vermischen und den Salat auf einigen, hellgrünen Lattichblättern anrichten. 

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In Süditalien: Spaghetti puttanesca
Die Wut über den lausigen Sommer kochen wir uns mit einer richtigen scharfen Puttanesca weg – und bekommen stattdessen ganz viel Genuss zurück. (Bild: Drizzle and Dip)

Zutaten für 4 Personen:

Zubereitung:

400 g Spaghetti

500 g geschälte, gekochte Tomaten

1 Handvoll gehackte Petersilie

100 g schwarze Oliven (ohne Steine)

3 Sardellenfilets

1–2 EL Kapern, gehackt

1 Peperoncino

3 Knoblauchzehen, zerdrückt

½ Glas trockenen Weisswein

Olivenöl

Geben Sie Olivenöl in eine Bratpfanne, erwärmen Sie das Öl und geben die zerdrückten Knoblauchzehen dazu. Wenn der Knoblauch zu duften anfängt, geben Sie den zerdrückten oder gehackten Peperoncino bei, dann die Sardellenfilets. Köcheln Sie das Ganze, bis aus den Sardellen eine Paste entsteht, dann nehmen Sie den Knoblauch raus und geben die gehackten Kapern bei. Danach geben Sie die Oliven bei, umrühren und ein halbes Glas trockenen Weisswein beigeben. Den Wein einkochen lassen. Danach geben Sie die Tomaten bei, zerdrücken Sie sie mit den Händen. Lassen Sie die Sauce ca. 10 Minuten köcheln, salzen. Die gekochten Teigwaren in die Sauce geben und die gehackte Petersilie beigeben, servieren.

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In Marseille: Pan bagnat

Das klassische südfranzösische Sandwich ist ein Stück Ferien, eine kleine Reise nach Marseille, der Duft von Meer und Fischmarkt! (Bild: Food Network)

Zuerst machen wir einen klassischen Salade niçoise und dann füllen wir ein knuspriges grosses, weisses Sandwichbrot damit!

Zutaten:

Zubereitung:

 

1 weisses Brot

gekochte, grüne Bohnen

gekochte, kleine Kartoffeln

gekochte Eier

Sardellenfilets

Thunfisch aus der Dose (selbstverständlich aus nachhaltiger Fischerei)

Tomaten

Oliven

Salatblätter

Zwiebelringe

Für die Sauce:

Olivenöl,

Estragonessig

Dijonsenf

Schnittlauch

Honig

Salz und Pfeffer

In einer Schüssel mischen Sie die Kartoffeln, Tomaten, Bohnen, Oliven, den in Stücke gebrochenen Thunfisch und die Sardellenfilets mit der Salatsauce. Die Salatsauce mischen Sie mit 2 EL Olivenöl, 1 EL Estragonessig, 1 EL Dijonsenf, 1 EL Honig, Salz und Pfeffer und 2 EL Schnittlauchringli. Nun füllen Sie das aufgeschnittene, aber nicht ganz durchgeschnittene, eventuell ein wenig ausgehöhlte Brot mit dem Salat und legen noch die Eier und die Zwiebelringe rein.

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In Griechenland: Souvlaki
Benützen Sie den Grill, bevor er einrostet. Und wenn Sie danach nicht draussen essen können, dann stellen Sie sich einfach vor, sie sässen in einem kleinen griechischen Bistro! Diese griechischen Grillspiesschen können Sie mit Tzatziki und Fladenbrot servieren. (Bild: Serious Eats)

Zutaten:

Zubereitung:

800 g Schweinefleisch, in Würfel geschnitten

1 dl Olivenöl

den Saft von einer Zitrone

1 EL getrockneter Oregano

1 EL getrocknete Pfefferminze

2–3 Lorbeerblätter, zerdrückt

2 EL Rotwein

3 Knoblauchzehen, geraffelt oder fein geschnitten

Salz und Pfeffer

Mischen Sie alle Zutaten zusammen und marinieren Sie die Schweinefleischwürfel darin, mindestens 2 Stunden lang, besser über Nacht. Danach spiessen Sie die Fleischstücke auf. Falls Sie Holzspiesse verwenden, diese zuerst in Wasser einlegen, damit sie nicht brennen. Die Spiesschen sind nun grillbereit.

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Im amerikanischen Süden: Reistopf mit Poulet und Wurst
Eintöpfe sind eigentlich eher Wintergerichte, doch dieses kreolisch anmutende Gericht, ein einfacher und köstlicher Reistopf mit Poulet und Wurst, in dem das Fleisch und der Reis zusammen gekocht werden, passt perfekt! (Bild: The Galley Gourmet)

Zutaten:

Zubereitung:

2 EL Olivenöl

1 Poulet, in Stücke geschnitten

500 g Chorizowurst

1 Zwiebel, gehackt

2 Selleriestangen, gehackt

1 grüne Peperoni, in kleine Würfel geschnitten

1 rote Peperoni, in kleine Würfel geschnitten

2 Knoblauchzehen, gehackt

1 KL Cayennepfeffer

1 KL getrockneter Thymian

Salz und Pfeffer

400 g Reis

3 Lorbeerblätter

6 dl Hühnerbouillon

Trocknen Sie die Pouletstücke mit Küchenpapier. Erhitzen Sie Olivenöl in einer Gusseisenpfanne und braten Sie die Pouletstücke portionenweise an, bis sie rundum schön braun sind. Salzen, pfeffern und zur Seite stellen. Nun braten Sie die in Stücke geschnittene Chorizowurst kurz an und stellen sie zur Seite. Reduzieren Sie das Bratfett auf ca. 3 EL, den Rest giessen sie weg. In diesen 3 EL Bratfett dünsten Sie die Zwiebeln, den Sellerie und die Peperoni ca. 7 Minuten an, dann geben Sie den Knoblauch bei und dünsten alles nochmals 3 Minuten an, sodass der Knoblauch keine Farbe annimmt. Geben Sie den Thymian und den Cayennepfeffer bei, rühren Sie den Reis ein und rühren alles gut durch. Nach ca. 5 Minuten die Bouillon darübergiessen und die Lorbeerblätter beigeben und aufkochen. Die Pouletstücke und die Wurst beigeben und zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis der Reis und das Poulet gekocht sind. Mit gehackter Petersilie und gehacktem Frühlingszwiebelgrün servieren.

 

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In Spanien: Churros und Schokoladensauce
Dieses feine, spanische Gebäck, das mit Schokoladensauce serviert werden kann, zaubert auf jeden Fall ein Lächeln auf Ihr Gesicht! (Bild über: Boyfriendreplacement)

Zutaten:

Zubereitung:

2,5 dl Wasser

100 g Butter

150 g Mehl

1 Prise Salz

3 Eier

Pflanzenöl zum Frittieren

Kochen Sie die Butter mit dem Wasser auf und rühren Sie alles, bis die Butter geschmolzen ist. Geben Sie das Mehl und das Salz bei und rühren Sie den Teig, bis er sich von der Pfannenseite löst. Alles zudecken und 15 Minuten kaltstellen. Die Eier verquirlen, löffelweise beigeben und unterrühren. Geben Sie genug Frittieröl in die Pfanne, insgesamt bis es etwa 6 cm hoch ist, und erhitzen Sie es auf 180 Grad. Mit einem Spritzsack die Teigmischung in 10 cm langen Würstchen in das Öl geben und ca. 1–2 Minuten frittieren. Auf Papier legen und danach mit Puderzucker bestreuen. Mischen Sie eine Schokoladensauce mit 100 Gramm dunkler Schokolade, einem Stück Butter und 1 dl Rahm. Servieren Sie die Churros mit der Schokoladensauce zum Dippen.

11 Kommentare zu «Wir essen woanders!»

  • Dieter Neth sagt:

    Ich hoffe die Rezepte sind besser als der überflüssige Kommentar wegen dem „verregneten Sommer“ Schon mal auf den Kalender geguckt? Und der amerikanische Süden ist auch nicht gerade eine Sonnendestination. Deshalb isst man dort vielleicht gut. Man hat eben Zeit!

  • Pascal Joris sagt:

    Ich staune, wie man ein einfaches Rezept für eine leichte Tomatensauce wie die Puttanesca derart verkompliziern und verschlimmbessern kann.
    Pasta in den Topf, Knoblauch scheibeln und in Olivenöl anziehen lassen, Sardellenfilets aus dem Glas fischen, dazugeben und auflösen lassen, Tomaten kleinschneiden und dazugeben, Oliven kleinschneiden und dazugeben, mit Pfeffer abschmecken, und sobald die Teigwaren fertig sind, alles mischen.
    Das braucht keinen Wein, keine Peperoncini, keine Kapern, kein langes Kochen, keine Vorbereitung, einfach eins nach dem anderen.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Eine Puttanesca ohne Peperoncini und Kapern mag eine gute Sauce sein, aber eine Puttanesca ist das definitiv nicht.

    • 1-800-CallGary sagt:

      Pasci
      Du hast das Salz vergessen!.

      • Pascal Joris sagt:

        Das Wasser für die Pasta habe ich auch nicht genannt – und da braucht’s effektiv Salz. In der Sauce dürften die Sardellen meistens genug salzig sein. Ich benutze sie auch sonst vielfach als Salzersatz, so ähnlich wie die asiatische Fischsauce.

        @Ballmer: Mir sind verschiedene Rezeptquellen begegnet – Peperoncini und Kapern hatten manche, aber längst nicht alle. Wie bei den meisten Klassikern gibt’s wohl auch hier mehrere „einzig richtige Rezepte“.
        Was die Puttanesca aber vor allem ausmacht (neben der Sardellen-Knoblauch-Basis), ist, dass man sie vollständig zubereiten kann, während die Teigaffen garen. Und da sind solche Dinge wie Wein zufügen und einkochen und… ach, das ist mir einfach zu kompliziert.

  • lieberlecker sagt:

    Marianne, Deine Rezepte sind wieder einmal ziemlich appetitanregend, vor allem, wenn man sie kurz vor dem Lunch liest ;-)
    Liebe Grüsse und en Guete,
    Andy

  • Ruth Lauster sagt:

    Danke fuer die wunderbaren Rezepte, aber wieso werden die „beans“ (Bohnen) im Jamaican Recipe „peas“ (Erbsen) genannt???

  • Daniel sagt:

    Von wegen Food Porn, das hier sind Food Kuscheldates! Wunderbar anschmiegsam, verführerisch, sinnlich, während draussen der Regen an die Fensterscheiben trommelt. Herzlichen Dank für diese Liebkosung.

    • Widerspenstige sagt:

      Herzlichen Dank für diese verführerischen Zeilen, Daniel. So stelle ich mir einen verregneten Sommer vor, wo das Weinglas halb voll ist und Regentropfen an Fensterscheiben einen ganz speziellen Klang bekommen während dem Geniessen von diesen Leckereien zu Zweit …

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