Die 10 Designlieblinge der Männer

Das vermeintlich starke Geschlecht mag auch im Wohnbereich Status, Spiel und Grösse – diese 10 Designlieblinge haben alles!
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1 — Das USM-Regal

Der Schweizer Klassiker kommt gut an bei den Männern. Das System ist ausgeklügelt, das Möbel stark und verlässlich, es passt überall rein und noch besser: alles passt rein. Mit dem USM-Regal entsteht Ordnung von alleine. Dazu kann man es selber gestalten, Farben, Grösse und Ausführung den eigenen Bedürfnissen anpassen.

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2 — Der Eames-Sessel

Ein wichtiges Objekt der männlichen Begierde ist der Eames-Sessel. Der Lounge Chair wurde 1956 entworfen, die Idee war, einen englischen Clubsessel auf zeitgemässe Art zu gestalten. Und genau diese Funktion hat er: Bequem und auf elegante Art männlich, ist er eine Art Abschaltinsel, ein kleines Territorium, das man im wahrsten Sinne des Wortes alleine besitzt. Eine anderes Modell, das stilvolles Sitzleder bietet und Männerherzen höherschlagen lässt, ist der Eames Lobby Chair.  

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3 — Die Clairtone-Project-G-Stereoanlage

Dieses coole Teil aus den Sixties ist längst eine Antiquität und ein Sammlerstück geworden. Die Stereoanlage wurde zum «Must-have» für schicke Junggesellenbuden und hatte Filmauftritte in «The Graduate» und «A Fine Madness» (mit Sean Connery). Irving Penn fotografierte sie, und geworben wurde mit keinem Geringeren als Frank Sinatra. Auch Hugh Hefner hatte eine dieser Anlagen in seiner Playboy-Mansion, und der Jazz-Star Oscar Peterson behauptete gar, dass daraus seine Musik noch besser klingt. Die Clairtone-Project-G-Stereoanlage kommt aus Kanada, Originale werden auf Auktionen oder in spezialisierten Vintage-Galerien gehandelt. (Bilder über: mcmdaily)

Sweet Home Homestory bei Martin Hauser

4 — Die Wandleuchte 265 von Flos

Italienisches Design vom Besten: Die schicke und praktische Wandleuchte 265 von Flos wurde 1973 von Paolo Rizzatto entworfen. Sie bringt nicht nur gutes Licht auf den Punkt, sondern vermittelt diese gewisse «Slickness», die Männer in ihren vier Wänden lieben. Hier ist sie in der Wohnung des Designers Martin Hauser zu sehen, der die schicken Liegen darunter entworfen hat. Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home

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5 — Die Miniküche von Boffi 

Dieses allerkleinste Küchensystem ist perfekt für Männer, die sich noch nicht so recht entscheiden können: ausziehen, einziehen, umziehen, im Büro hausen oder als der neue Jamie Oliver die Welt erobern – mit einer solch raffinierten Lösung ist dies alles jederzeit möglich. Die Minikitchen von Boffi ist eine Neuauflage von Joe Colombos Design aus dem Jahre 1963.

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6 — Der Couchtisch von Willy Rizzo

Riesige Couchtische werden gerade von kleinen leichten Beistelltischchen verdrängt. Doch Männer lieben die grosse Lösung, besonders das Kultobjekt von Willy Rizzo. Der glamouröse 70er-Jahre-Tisch kann geöffnet werden und bietet Platz für eine Bar. Willy Rizzo (1928–2013) hatte eine Karriere, von der die meisten Männer nur träumen können. Der Neapolitaner, der mit seiner Mutter in den 30er-Jahren nach Frankreich zog, begann als Fotograf und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der Zeitschrift «Point de Vue» nach Nordafrika geschickt, um dort die Nachkriegssituation zu dokumentieren. Später konnte er für «France Dimanche» das Filmfestival in Cannes fotografieren und dabei den Jetset, die Stars und die Aristokratie. 1968 heiratete er die Schauspielerin Elsa Martinelli. Der erste Schritt ins Möbeldesign war ein Besuch in einem Römer Coiffeursalon, dessen Einrichtung ihn inspirierte. Bald waren seine Möbel Objekte der Begierde des Jetsets, in dem er verkehrte. Sie werden teuer gehandelt und sind zum Beispiel im Metropolitan Museum in New York ausgestellt. Dieses schicke Modell findet man auf City Furniture

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7 — Das Togo-Sofa von Ligne Roset

Auch Männer kuscheln gerne, besonders auf Sofainseln. Eine, die eine Kuschelzone auf schönste und stilvollste Art bietet, ist das Togo-Sofa von Ligne Roset, 1973 von Michel Ducaroy entworfen. Es ist in unzähligen Farben, Stoffen oder gar Leder erhältlich, natürlich gibt es auch passende Sessel, Eckelemente und Anbaumöglichkeiten dazu. Finden Sie mehr Inspirationen rund um das Togo-Sofa in der Serie Kultmöbel auf Sweet Home. 

 

 

8 — Der Womb Chair von Knoll

Wenn wir schon bei den weichen Seiten des Mannes sind, kommen wir direkt zum Womb Chair von Knoll. Dieser Sessel bietet vor allem eines: Geborgenheit. Und das macht ihn zu einem weiteren Männerliebling in der Wohnung. Der Sessel wurde 1947 von Eero Saarinen entworfen.

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9 — Der Masculo-Lederstuhl von Gubi

Von der Komfortzone zur Eleganz. Auch diese gehört in die Männerwelt und zeigt sich auf raffinierte Art mit dem Stuhl Masculo von Gubi. Entworfen 2011 von Gamfratesi, passt dieser Stuhl perfekt ins Esszimmer. Er bietet Komfort, Status, wirkt aber leicht. Zudem verbindet er auf typisch skandinavische Art Funktion mit Schlichtheit und Handwerkskunst und kann sich neben Designklassikern von Wegner oder Jacobsen sehen lassen. 

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10 — Der You-and-me-Tisch von RS Barcelona

Der Abschluss dieser kleinen Designliebling-Liste ist ganz der Verspieltheit des männlichen Naturells gewidmet. Der You-and-me-Tisch von RS Barcelona kann nämlich schicker Esstisch sein und zugleich als Pingpong-Tisch dienen. Die verzwickte Frage nach der Deko-Fruchtschale stellt sich hier erst gar nicht. 

32 Kommentare zu «Die 10 Designlieblinge der Männer»

  • marie/mario sagt:

    oh, ich bin ein mann. mir gefällt das meiste, aber mit eames konnte ich nie etwas anfangen und die stereoanlage ist gewöhnungsbedürftig, aber sonst; würde es mit handkuss nehmen. :*
    die miniküche ist ja der hammer!

  • Tom Trüb sagt:

    Sehr subjektiv. Pingpong-Tisch und Stereoanlage sind wirklich originell. Aber es müsste wohl eher heissen: die 10 Designlieblinge der Marianne Kohler

  • Martin sagt:

    Der Beistelltisch ist spitze und die Liegen finde ich auch super, obwohl ich eine andere Farbe wählen würde. Aber mein Lieblingsmöbelstück ist nicht dabei. Ein englischer Ohrensessel. Sessel mit hoher Rückenlehne haben den Vorteil, dass man(n) auch den Kopf anlehnen kann. Sehr bequem.

  • Alexandra sagt:

    Die Miniküche Boffi ist doch genial!

  • Karin sagt:

    „Dieses allerkleinste Küchensystem ist perfekt für Männer, die sich noch nicht so recht entscheiden können: ausziehen, einziehen, umziehen, im Büro hausen oder als der neue Jamie Oliver die Welt erobern – mit einer solch raffinierten Lösung ist dies alles jederzeit möglich.“

    Oh was für ein Satz, Frau Kohler. Besser hätte niemand einen Mann beschreiben können. Genau so ist es. Sie kommen und gehen, können sich nicht entscheiden, bleiben, gehen wieder.

    • Michael sagt:

      …. wobei, leicht modifiziert, dieser Satz aber auch auf Frauen passt – anziehen, ausziehen, umziehen, für eine Frau die sich nicht so recht entscheiden kann !

  • Zufferey Marcel sagt:

    USM habe ich schon, den Eames wollte ich nicht und den Couchtisch von Willy Rizzo hätte ich gerne: Total geil, das Stück- wie die geöffnete Motorhaube eines Rennwagens!

  • Böser Wolf sagt:

    Liebe Frau Kohler, es wäre der Leseführung äusserst zuträglich, wenn der Abstand zwischen dem Ende eines Abschnittes und dem Bild am Anfang des nächsten Abschnittes vergrössert oder durch eine Linie gekennzeichnet würde.
    Momentan ist es im Mittelteil ihrer Blogs jeweils unmöglich zu erkennen, welches Bild zu welchem Text passt.

  • Oliver Brunner sagt:

    So eine Hipster-Müll brauche ich nicht geschenkt. Wahrscheinlich bin ich eine Pussy. Aber wer’s noch nicht gecheckt hat: Verzicht und Reduktion ist der neue Wohlstand. 200 Gegenstände müssen genügen. Von CD, Socken und Tassen über Skis alles inklusvie.

    • Peter sagt:

      USM und Eames z.B. gabs lange vor den Hipstern, Eames sogar vor meiner Generation. Bei der Swissair z.B. waren alle Büros mit USM ausgestattet. Extrem teuer aber schön anzuschauen, jedoch auch reichlich unbrauchbar da schnell verkratzt vom Ordner reinschieben und rausziehen. Und wenn Ihnen 200 Gegenstände reichen gönne ich das Ihnen. Ich behalte meine Swissair-Trolleys und meine Musik ist allemal noch auf CD statt gerippt und „gratis“. Aber wer’s noch nicht gecheckt hat: Jedem das seine.

    • David Stoop sagt:

      Ein „müssen“ ist nie Wohlstand! Wohlstand besteht stets aus einem „dürfen“ (ich wähle hier bewusst nicht ein „haben“, denn Besitz wird allzu oft mit Wohlstand verwechselt).

    • Hans Müller sagt:

      „Verzicht und Reduktion ist der neue Wohlstand. 200 Gegenstände müssen genügen. Von CD, Socken und Tassen über Skis alles inklusvie.“
      Das ist eigentlich ein Zitat, wie es nur von einem Hipster stammen kann.

      • Michael sagt:

        Schön das keiner der hier den Ausdruck Hipster weiss, was er eigentlich bedeutet ! Es ist der Begriff für eine Subkultur bei jungen Menschen und hat garantiert nichts mit der Reduktion der heimischen Wohnmöbel zu tun.

  • Zora sagt:

    haha – und ich als Frau nähme alle diese Vorschläge mit Handkuss….
    Naja, die Geschlechterrollen – ab ins den Antiquitätenladen damit!

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    nur psychoanalytiker im ruhestand verfügen noch über den lounge chair von eames. bis auf die äusserst funktionalen usm-möbel kann ich auch als macho mit dem rest nichts anfangen. wichtig aber für den mann – eine „john porno“ am handgelenk. hatte ich bis 49. nun habe ich die midlife-crisis überwunden und habe mir eine schlichte und dezente longines zugelegt.

  • Heinz Paulsson sagt:

    Mir (Mann) gefällt davon fast nichts.
    Das Togo-Sofa gefällt meinen Augen, zum Sitzen fand ich’s unbequem und die Falten mit Potenzial zur Sammlung alles denkbaren viel zu wartungsintensiv für einen Mann.

    • Roger sagt:

      Das Togo unbequem! Fast nicht zu glauben… Meiner Meinung nach eines der bequemsten Sofas überhaupt! Nur mit den Falten – da muss ich Ihnen recht geben – aber weil es so bequem ist, nimmt man die 5 Minuten Falten aussagen pro Woche gerne in Kauf…
      Die restlichen Sachen finde ich bis auf die USM-Möbel auch nicht wirklicht toll – vor allem der Eames-Chair… Bequem mag er ja sein – aber für mich ist das ganz klar der BMW X5 unter den Möbeln – hässlich und überteuert – aber Hauptsache man sieht, dass der Besitzer ihn sich leisten kann…
      Und der Eames-Chair ist so abgelutscht – das jetzt auch der grösste Desing-Muffel erkennt, das der sicher teuer war…

  • Hans Knecht sagt:

    In dem Fall bin ich kein Mann.
    :-/

  • Autres inspirations sagt:

    Ich finde oft gerade diejenigen Männer bemerkenswert, deren Häuser etwas Verspieltes verströmen, und diejenigen Frauen interessant, die sehr klar geschnitten wohnen.

  • R. Raschle sagt:

    Die einen wollen Geschlechterrollen ändern, die anderen reproduzieren sie – das erstere nicht nur Frauen und das letztere nicht nur Männer.

  • Hektor Wurst sagt:

    Also ich bevorzuge Antiquitäten und eine gute Küche mit Tür, damit der Bratendunst sich nicht in meinen Vorhängen niederlässt.

    • marusca sagt:

      Ganz bei Ihnen, Herr Wurst. Stilmöbel, edles Porzellan und feines Essen zubereitet in einer geschlossenen Küche. Und das schönste daran: Meinem Lieblingsmenschen gefällt das alles auch sehr.

    • adrian wehrli sagt:

      Vorhänge? Mein Gott, wohnen Sie noch bei Mutti?

      • Marcus Ballmer sagt:

        Was soll diese abfällige Bemerkung? Jede/r wohnt, wie es gefällt. Die einen mit, die anderen ohne Vorhänge. Und? Fühlen Sie sich erwachsener ohne Vorhänge? Armselig.

  • M. Ann sagt:

    Zum Glück bin ich kein Mann…

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