Feiern wir doch schon mal

Die Sonne hört nicht auf zu scheinen, und gleichzeitig werden die Schaufenster mit Schnee gefüllt und die Kaufhausregale mit Weihnachtsschmuck. Machen wir das Beste daraus und feiern einfach schon mal!
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Grosses Herbstfest draussen

Geht es Ihnen auch so? Ich mag die Zeit jetzt, nicht nur, dass fantastisches Wetter ist, sondern einfach die Zeit, bevor der grosse Weihnachtsrummel beginnt. Die Stadt bereitet sich auf das Fest und das Einkaufstheater vor. Und in dieser Zeit gehört sie irgendwie einfach mir. Ich spaziere gerne mit Miss C. durch die noch stillen, alltäglichen Strassen, ich liebe die Vorbereitung und die Ruhe vor dem Spektakel. Ich mag die Vorstellung, dass dann irgendwann die Lichtchen leuchten, aber eigentlich liebe ich sie mehr, wenn sie noch hübsch in der Sonne funkeln und auf ihren Auftritt warten. So finde ich, dass jetzt die schönste Zeit ist, um ein wenig zu feiern, und zwar auf die persönliche, ruhige Art – die, für die es keinen Grund braucht. Mit dem tollen Wetter ist auch Gelegenheit da, um draussen zu feiern. Es braucht natürlich dicke Pullis und warme Felle und Decken und eine warme Suppe und feines Essen. (Bild über: grid.vsc)

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Rüeblisuppe mir orientalischem Touch
Eine cremige Suppe ist ein kleiner, warmer Luxus. Diese Rüeblisuppe ist raffiniert und doch ganz einfach. (Bild über: half baked harvest)

Zutaten:

Zubereitung:

Olivenöl

1 Schalotte, feingehackt

1 Selleriestange, feingehackt

1 Knoblauchzehe, feingehackt

1 EL Harissa

1 Stück Ingwer, geraffelt

2 KL Honig

1 kg Rüebli, geschält und in Stücke geschnitten

die abgeriebene Schale von 1 Orange

den Saft von 1 Orange

1 Dose Kokosmilch (4 dl)

7 dl Morga-Gemüsebouillon

Pistaziennüsse, grob gehackt

Koriander, grob gehackt

Granatapfelkerne

Kokosflocken

Geben Sie Olivenöl in eine Pfanne und dünsten Sie sanft die Schalotte, den Sellerie, den Ingwer und den Knoblauch an. Geben Sie die Harissa bei, das ist eine scharfe, marokkanische Gewürzpaste, die man in grösseren Lebensmittelgeschäften einfach in Tuben bekommt. Geben Sie die Rüebli, die Orangenschale und den Honig bei und dünsten alles 10 Minuten. Dann giessen Sie die Bouillon und die Kokosnussmilch dazu. Behalten Sie etwas von der Kokosmilch zurück, um es am Schluss über die Suppe zu geben. Aufkochen und dann etwa 15–20 Minuten leicht köcheln lassen. Alles in der Küchenmaschine pürieren. Verteilen Sie die Suppe in hübsche Schalen und geben Sie etwas Kokosnussmilch, Pistaziennüsse, Koriander, Kokosflocken und Granatapfelkerne darüber.

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Luxusnudeln bolognese mit Burrata
Diese Bolognese-Nudeln haben Trüffel in der Sauce, was ihnen einen besonders luxuriösen und festlichen Geschmack gibt. (Bild über: bees like honey)

Zutaten:

Zubereitung:

400 g Tagliatelle

Olivenöl

Salz und Pfeffer

Butter

500 g gehacktes Rindfleisch

1 grosses Rüebli

1 grosse Stange Sellerie

2 Schalotten

1 EL Trüffelpaste

3 EL Tomatenpüree

1 dl Milch

2 dl Rotwein

1 dl Bouillon

1 Handvoll Basilikum

2 Sommertrüffel gerieben

Burrata

Das Gemüse in kleine Würfel schneiden. Das Hackfleisch in Olivenöl anbraten und zur Seite stellen. Die Gemüsewürfel in das verbleibende Öl geben und alles einige Minuten anbraten. Das Tomatenmark dazugeben und die Trüffelpaste (Trüffelpaste gibt es in grossen Lebensmittelgeschäften, es sind gehackte Pilze mit Trüffelöl, in kleinen Gläschen) dazumischen und dann das angebratene Fleisch untermischen. Würzen, nochmals erhitzen und mit der Milch ablöschen. Danach Wein und Bouillon dazugeben, umrühren, Basilikum darüberlegen, zudecken und sanft köcheln lassen – mindestens eine halbe Stunde, aber besser länger! Die Tagliatelle im heissen Salzwasser al dente kochen, absieben und unter die Sauce mischen, ein Stück Butter untermischen und die Sommertrüffel darüber reiben, mit Burrata (italienischer Frischkäse, ein wenig ähnlich wie Mozzarella, aber aus Kuhmilch) servieren.

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Einladung zu Hause

Erst kürzlich war ich zum Abendessen eingeladen in einem wunderschönen, gemütlichen Haus und bei interessanten, freundlichen Gastgebern. Wir tranken vor dem herrlichen persischen Essen Champagner und sassen dabei gemütlich auf Sesseln, Hockern und Sofas vor dem Cheminée. Ich mag auch bei Einladungen diesen «Vorher-Moment». Man sitzt so nicht nur am Tisch, sondern wohnt ein bisschen mit, lernt sich kennen und entspannt in gemütlicher Atmosphäre. Laden Sie Leute auch mal nur zu Champagner, Cocktails und Häppchen ein. Das ist zum Beispiel in Amerika und England selbstverständlich. Einladungen vor dem Essen, die spätestens um 21.00 fertig sind. Man trifft sich kurz zu einem gemütlichen Drink und dann geht man nach Hause oder ins Restaurant essen. Bei uns sind diese sogenannten Apéros meist abendfüllend, und ich finde das ein bisschen seltsam. Man sitzt dann sozusagen den ganzen Abend in einer Wohnung und wird mit Häppchen und Alkohol gefüllt. Es ist kein richtiges Abendessen, aber auch kein wirklicher Apéro, denn dieser sollte eigentlich nur ein «Teaser» sein, eine Einstimmung auf den kommenden Abend. Bei Einladungen daheim ist es selbstverständlich, dass das Haus ein wenig mehr geschmückt und festlich eingestimmt wird. Da helfen Blumen, hübsche Wohnaccessoires und edle Kissen, wunderschön gezeigt auf dem Bild des Zürcher Einrichtungsgeschäfts Artiana. Wohnaccessoires sind übrigens auch schöne Mitbringsel zu Einladungen und tolle Weihnachtsgeschenke.

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Dekorieren

Wirkungsvoll dekorieren geht ganz schnell und einfach mit edlem Grün. Eukalyptus ist eine schöne Wahl. Hier üppig eingestellt in einen rustikalen Kübel und wirkungsvoll auf einem kleinen Hocker inszeniert (Bild über: my inspire collection

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Frische Pilze mit Rahmsauce
Pilze sind eine perfekte Mahlzeit. Man kann sie schnell und unkompliziert zubereiten, und sie sind immer etwas ganz Besonderes. (Bild über: my inspire collection)
Suchen Sie auf dem Markt nach frischen Pilzen und rüsten Sie sie. Geben Sie viel Butter in eine Bratpfanne und braten die Pilze mit ein wenig Thymian oder Rosmarin an. Giessen Sie ein wenig Marsala und Gemüsebouillon darüber und lassen Sie alles einköcheln. Dann geben Sie Rahm und Crème fraîche dazu, einige Basilikumblätter, und erwärmen alles. Würzen Sie mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle und servieren Sie die Pilze mit geröstetem Brot, zu Polenta oder über feine Nudeln. 
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Birnenkuchen
Kuchen mit Früchten sind besondere Leckerbissen. Servieren Sie die Kuchenstücke warm mit Crème fraîche, Schlagrahm oder Mascarpone mit Vanillezucker. Bild über: (vanigliacooking)

Zutaten:

Zubereitung:

2 Tassen Mehl

1 Päckli Backpulver

1 Tasse Zucker

1 KL Zimt

1 EL Rohzucker zum Bestreuen

1 Päckli Vanillezucker

die abgeriebene Schale einer Zitrone

1 Prise Salz

4 EL weiche Butter

2 Eier

1/3 Tasse Milch

4 Birnen, geschält und in Würfel geschnitten 

Den Backofen auf 220 Grad vorheizen, Cakebackform mit Backpapier auslegen, Mehl, Backpulver und Salz mischen, sieben. In einer anderen Schüssel Butter, Zucker und Vanillezucker und Zitronenschale verrühren. Eier dazugeben und gut vermengen, danach die Mehlmischung beigeben und gut verrühren, bis der Teig weich ist. Die Birnenstücke unterrühren und den Teig in die Kuchenform geben. Mit ein wenig Rohzucker und Mandelsplitter bestreuen. 5 Minuten backen, danach die Hitze auf 180 Grad reduzieren und 40–45 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn die Spur einer leichten Berührung wieder verschwindet und wenn ein reingesteckter Spiess sauber rauskommt. 

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Zeit daheim

Geniessen Sie diese schöne Zeit auch alleine für sich daheim. Die schönen Tage haben trotzdem frühe, dunkle Abende, und diese kann man wunderbar nutzen, um es sich so richtig gemütlich und schön zu machen. Ein gutes Buch, ein Glas Champagner, ein kleine, feine Mahlzeit mit Kerzenlicht, endlich Zeit, in Magazinen und Büchern zu schmökern oder die verpassten Folgen einer Lieblingsserie anzuschauen und dabei zu stricken. (Bild über: hom-e)

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Fest auf die Schnelle

Ein kleines Fest auf die Schnelle geht auch ohne zu kochen. Kaufen Sie feinen Käse und gutes Brot. Beim Zürcher Bäcker John Baker beim Bahnhof Stadelhofen etwa gibt es bis zum Feierabend frisch gebackenes, warmes Brot. Kreieren Sie individuelle Portionen auf hübschen Holzplatten, mit verschiedenen Käsesorten, bereits in Portionen geschnitten. Feigen, Birnen, nach Geschmack aufgeschnittenes, kaltes Fleisch, und servieren Sie dazu feine Chutneys. (Tischwäsche und Geschirr von Urbanara)

 

3 Kommentare zu «Feiern wir doch schon mal»

  • Eben sah ich Luxusnudeln Bolognese…mit Rotwein. So wie ich es ein Leben lang auch gemacht und mal gelernt habe. Gestern fragte ich einen Freund von Bologna: was kommt denn so alles aus Bologna? Na eben: Bolognese Sauce ABER: ganz sicher mit WEISSEM Wein! So guckte ich mal: Bolognese Rezept aus Blologna… und ja: WEISS WEIN! Er erzaehlt in seiner Familie: Rindfleisch, aber manchmal auch 1/3 oder manchmal 2, Schweinefleisch. So versuche ich das naechstes Mal. Man kann nicht sagen, regional sind Rezepte verschieden. Bologneser Sauce kommt aus: Bologna.
    Katharina

  • Heidi Arn sagt:

    P.s.: Der Ziegenkäse mit Grapefruit und die Weinnudeln sind bei mir immer noch der Renner! Und eine Zimmerdecke ist fertig türkis gestrichen, als Nachwirkung Ihres Blogs.

  • Heidi Arn sagt:

    Wir sind schon so verwöhnt durch Ihre Beiträge, liebe Frau Kohler, dass wir uns zeitweise nicht mal mehr äussern. Dabei werde ich mindestens die Rüeblisuppe und die Luxusnudeln ausprobieren!
    Heute wird mein Besuch genötigt, den Zvieri auf dem Balkon zu nehmen.
    Schöne Sunntig!

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