Der neue maskuline Wohnstil

Während alle vom weiblichen Wohnen reden, hat sich ein neuer maskuliner Wohnstil entwickelt. Anders als der unterkühlte Chrom- und Leder-Look der 80er-Jahre zeigt er sich wohnlich, sinnlich und ausserordentlich einfallsreich.

 

sweet home

Retro mit Stil

Der neue maskuline Wohnstil hat alles, was eine Wohnung zum Zuhause macht. Auch hier ist die Liebe zum Detail und die Persönlichkeit der Bewohner wichtig. Status ist eine maskuline Eigenschaft und zeigt sich im Wohnbereich gerne mit auserlesenen Designstücken. Hier sind diese aber nicht einfach ins Leere gestellt, sondern fügen sich harmonisch zusammen und werden eingehüllt von einem tiefen Bücherregal. (Bild über: planetedeco)

Sweet Home Homestory bei Arthur Rooks

Mut zu Farben und Mustern

Eine Prachtwohnung hat sich der Vintagemöbelhändler Arthur Rooks im Langstrassenquartier gestaltet. Er spielt gekonnt mit Farben, Mustern und interessanten Einzelstücken. Er mischt Altes und Neues und gibt Kunst einen ebenso wichtigen Platz wie frischen Blumen und tollen Kissen! Entdecken Sie noch mehr von Arthur Rooks Wohnideen. Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home

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Wie ein privater Club

Hier ist ein langer schmaler Raum so eingerichtet, dass er an einen Club erinnert. Am Ende ist eine kleine Bar, die alles hat, was zu einer richtigen Bar gehört. Nämlich eine Spiegelwand hinter dem mit Flaschen, Gläsern und Memorabilia bestückten Regal, und natürlich eine echte Theke mit zwei schicken Barstühlen. Im Zentrum des Raumes steht ein Esstisch, an dem man aber auch spielen kann und um welchen weichgepolsterte blaue Samtstühle stehen. Ansonsten ist dieser Männertraumraum in leuchtendem Blau und Schokoladebraun gehalten, zeigt ein wenig Industrial Chic und bequeme Ledersessel. (Bild über: apartmenttherapy)

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Flirt mit Vintage

Was hier sehr gut gelungen ist, ist der Mix von Vintage, Selbstgemachtem und Persönlichkeit. Hauptdarsteller im Wohnzimmer ist ein altes Chesterfieldsofa, welches indigoblaue Kissen mit japanischen Mustern zeigt. Dahinter steht ein einfaches Bücherregal aus Metall, das Ausstellungsfläche für hübsche Sammelstücke bietet. Der Couchtisch ist ein umfunktioniertes Palett und der Spiegel ein quergehängter, weiss lackierter Garderobenspiegel. (Bild über:  decor8)

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Strenge mit Herz

In dieser Wohnung steht alles in Reih und Glied, zeigt klare Formen und neutrale Farben und ist trotzdem warm und wohnlich. Der Trick ist, Altes und Neues zusammenzubringen, Reduktion und ausgewählte Materialien. (Bild über: babble)

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Sympathischer Stilmix

Dunkle Farben spielen im neuen, maskulinen Wohnstil eine wichtige Rolle. Vermitteln Sie doch Tiefe, eine gewisse Dramatik und sehen vor allem an den Wänden eingesetzt einfach toll aus. Ebenso machen sich Bilder an dunklen Wänden viel besser, auch wenn sie keine grossartigen Kunstwerke sind, sondern einfach wie hier eine Sammlung von Gefundenem und Entdecktem. Rund um einen grossen Holztisch mit Metallbeinen stehen unterschiedliche, dunkle Metallstühle und dahinter eine kleine Hausbar. Das Einzige, was mein Herz nicht höher schlagen lässt, ist der Tischläufer, aber sonst strahlt dieser unkomplizierte Stilmix sehr viel Freundlichkeit aus. (Bild über: interiodec.about)

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Mit viel Zuhausegefühl

Der neue maskuline Wohnstil definiert sich nicht durch Coolness, ist aber auch weit weg von Verspieltem. Was damit gemeint ist, zeigt die Einrichtung dieses Schlafzimmers. Da geht es vor allem um Wohnlichkeit, Komfort und Persönlichkeit. Die Farbigkeit ist auch hier reduziert: Tiefe und neutrale Töne bestimmen den Look. Die Koffer, die Stauraum und Nachttisch in einem abgeben, bringen Boheme-Feeling und Fernweh in den Raum. (Bild über: adorable-home)

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Charmanter Alltagsstil

Ein bisschen Unordnung gehört zu einem spannenden Leben. So sind hier eine übervolle Ablage und eine Garderobe geschickt getarnt mit einer Patchworkbilderwand. (Bild über: The Everygirl)

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Spontan zusammengebracht

Genauso wie manchmal ein Abend in einer gemischten Runde gemütlich und spannend wird, wirkt auch eine Einrichtung interessant, bei der unterschiedliche Elemente zusammenfinden. Hier sind es Eames-Bürostühle um einen grossen, rustikalen Holztisch, dunkle Wände und Orientteppich. (Bild über: makeithome)

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Eleganz auf die männliche Art

Wenn Eleganz sich männlich zeigt, dann tut sie das auf eine herbe, selbstverständliche Art: dezente Farben, edle Materialien, perfekte Formen! (Bild über: digsdigs)

sofaworkshop

Dunkle Töne und edle Materialien

Blau, Schokoladenbraun, warme Grautöne und Beige sind wichtige Farben, die den neuen maskulinen Wohnstil prägen. Dazu kommen edle Materialien wie Samt, Leder, Holz und Metall. Wie das alles zusammenwirken kann, zeigt diese gelungene Einrichtung auf dem Bild, gefunden über: sofaworkshop.

 

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Wieso nicht ...

... Crevetten mit Knoblauch und Kräutern anbraten?

Lust auf ein Abendessen am Meer? Sie können nicht weg und werden leider heute Abend auch nicht ins tolle mediterrane Restaurant eingeladen. Zaubern Sie also selber etwas her: Zerquetschen Sie zwei Knoblauchzehen und hacken Sie einen Peperoncino. Zerstampfen Sie beides mit Basilikum, Petersilie und Meersalz im Mörser. Mischen Sie Zitronensaft und Olivenöl dazu und marinieren Sie die Crevetten etwa 20 Minuten damit. Nun braten Sie die Crevetten an und geniessen Sie sie mit einem Stück Weissbrot oder mischen Sie sie unter Spaghettini und trinken Sie dazu ein Glas kühlen Weisswein. Bild über: Ubiquitous.

32 Kommentare zu «Der neue maskuline Wohnstil»

  • Roman sagt:

    Wo gibt es die Hängelampen im Bild „Strenge mit Herz“?

  • Flo sagt:

    Tut mir unendlich leid – ich kann an k e i n e m der Bilder etwas „nur speziell männliches“ feststellen!
    Das einizige was mir . für eine „Frauenwohnung“ noch fehlt sind Blumen oder Pflanzen!

  • Pfister Gery sagt:

    Die Wohnungen wirken zu überladen, Zuviel Brockenhaus
    Vielleicht am ehesten noch „Spontan zusammengebracht“.
    Aber keine Louis Vitton Täschli, Altarwände mit Bildern, Vorhänge, Nippes ect.
    lieber Warenlift ins Wohnzimmer, Bierzapfhahn, Billardtisch ect.

  • Michael sagt:

    Maskuliner Wohnstil ist das, wovor es jede Frau graust: Chaos, unaufgeräumt, leere Bierdosen und Glasflaschen, herumliegende Wäsche, volle Aschenbecher. Sicher nicht das, was hier präsentiert wird.

    • Hausfrau sagt:

      Für mich heisst das: … Bettwäsche von Mutti gekauft bekommen zur Ausstattung der ersten Wohnung. Obstharassen aus dem Baucenter seit 30 Jahren in Gebrauch im Wohnzimmer. Sämtliche Küchenutensilien geerbt oder von der Exfreundin damals noch angeschafft.
      Polstergruppe mit mittelblauen Stoffbezug. Wohnwand, passender Esstisch und Stühle. Alles sehr, sehr praktisch.
      Dafür den grösstmöglichen TV und eine Stereoanlage die nicht besser sein könnte. Ist doch auch was.

      • Philip Santschi sagt:

        @Hausfrau, denkste! Das war 1990. Stereoanlage und Gross-TV: Fehlanzeige. Handy reicht. Wohnwand sicher nicht, sowas hatten die Eltern. Sofa, Esstisch und Stühle muss dagegen sein, aber Ikea tut’s allemal. War sonst noch was? Ach ja, die Küche: Funktional, aber sicher kein Schrott. Das Leben ist zu kurz, um mit einem löffelstumpfen Messer eine Zwiebel oder Tomate zu schneiden. Willkommen im 2015, wo Männer durchaus kochen können. Und keinen TV haben :).

        • Hausfrau sagt:

          @ps jaaa… seit vor 1990 ;))
          Ein Wohnstil der nicht tot zu kriegen ist :.. (

        • Veronica sagt:

          Und Ikea hat für die männlicher Einrichting schlicht rot und schwarz. Dass wurde mir erklärt auf einem Forum, wenn ich fragte warum die Inrichtingsfotos von Männer fast alle viel schwarz und rot hatten und deshalb leicht erkennbar waren. Mir scheint dass es dieser Männer etwas Motivation fehlt.

  • lukas sagt:

    was ist neu? was ist maskulin?

  • Philip Santschi sagt:

    Viel Spass beim Wohnen im Museum. Und vor allem beim Abstauben von all dem Deko-Schrott. Dinge, die man nicht mindestens einmal pro Woche aktiv benutzt, gehören bestenfalls in eine Schachtel in der Garage, aber nicht in eine „maskuline“ Wohnung :).

  • Markus Rüsch sagt:

    das Bett …… theatralisch „ungemacht“ ….. letzte Woche stand in diesem Blog dass das gar nicht geht ….. und das soll jetzt männlich sein?
    aber echt: heute ist dieser Blog voll von „weiblichen“ Fantasien, wie wohl „männliches“ Wohnen aussehen soll.
    Bitte weiblich warm abtragen …….

  • Veronica sagt:

    Amüsant dass jetzt bestätigt wird, dass Überfülltes Chaos und ein Bilder-Patchwork optisch gleich sind.

    Und jetzt bin ich ein wenig aufgeklärt über den 50 Grautöne: wenn dunkelgrau dann männlich und sonst weiblich oder gemischt.

  • Georg Stamm sagt:

    Vieles ist so düster, dass man Tag und Nacht Lampen brennen lassen muss oder sonst eine Depression bekommt. Ist so was umweltfreundlich ? Spart das Strom ? Wie steht es mit der 2000 Watt-Gesellschaft (in Zürich !) ? Zum Glück ist die erst für 2050 vorgesehen …

  • Johann Kirchner sagt:

    Wohl eher etwas für manisch depressive Menschen. Teilweise schrecklich, dass man sich so etwas antut.

  • Peter Illien sagt:

    Die Regiestühle im Bild „Strenge mit Herz“ finde ich echt (uni)sexy, ;-)
    gäbe es einen Hinweis wo man welche bekommen könnte?

  • Peter sagt:

    Viel zu viel unnützes Zeug (Staubfänger) ohne Funktion. Wenn das wirklich die Wohnung eines Mannes ist, dann ist er vermutlich gay oder (s)eine Freundin hat sie eingerichtet.

  • MM sagt:

    Ich halte auch absolut nichts davon, Wohnstile mit den Attributen „weiblich“ oder „männlich“ auszustatten. Was soll das? Es gibt vermutlich mehr als nur ein paar Frauen, die – wie ich – rosa nicht ausstehen können und Sichtbeton und Holz lieben. Und sicher gibt’s auch Männer, die Schnörkel und Oma-Geschirr mögen – bei Sweet Home wurde schon mal so einer vorgestellt… Was soll’s also? Die Gender Studies dekonstruieren diese Art von Meinungsmache doch sowieso schon seit Dekaden…

    • Franka Winter sagt:

      @MM: So einen Kommentar habe ich gesucht, danke.

      Ich kann an den Bildern auch nichts spezifisch „männliches“ entdecken und denke, auch die „weiblichen“ rosafarbenen Einrichtungen sind eher auf Gesellschaft und Erziehung zurückzuführen, als „mit dem biologisch weiblichen Geschlecht verbunden“. Alles eine Frage der Kultur. Schönen Abend :)

      • ABCDEFG sagt:

        Rosa wurde auch erst zu Beginn des 20. Jh. zur „weiblichen“ Farbe (gemacht), als ein skandinavisches Fürstenhaus (ich weiß nicht mehr, welches) ein Mädchen erwartete und einen Jungen erhielt. Nun denn, zu Zeiten des Sonnenkönigs liefen die (adligen) Männer in den farblich auffallenderen Kleidern herum als die dazugehörigen Damen. Die bürgerliche eher zurückhaltende Kleidung ab ca. der Aufklärung ist auch als bewusste Abgrenzung davon zu verstehen. Nein, eine naturgegebene Zuschreibung von Farbe zu Geschlecht gibt es nicht; die Zuordnung von Farben zu bestimmten Menschengruppen, Gemütszuständen etc. ist jeweils kulturell gemacht – und damit abhängig von Zeit und Kontext.

    • Monica Bigler sagt:

      Vielen Dank fuer Ihren Kommentar, dem ich vollends zustimme.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Mir als Mann fehlen da Hirschgeweihe und Jagdwaffen an den Wänden, Modellaustos hinter Glas und Sexheftli aufem Salontisch. Zudem steht keine alte Harley herum. Ein Blick auf die Küche wird einem auch verwehrt- aus gutem Grund nehme ich an. Nein, Spass beiseite: Worin das Maskuline hier genau bestehen soll, erschliesst sich mir nicht. Aber das liegt wahrscheinlich an mir. Wie mein Vorredner bereits geschrieben hat: Zuviel Nippes, zuviel Ordnung.

  • Irene feldmann sagt:

    Neue Männer braucht das Land::))))

  • adam gretener sagt:

    Viel zu viel Nippes. Das ist männlicher Stil, wie es sich Frauen wünschen würden.

    Zum Beispiel Bild 1. Kein Mann würde jemals auf die Idee kommen, die chinesische Suppenschüssel auf den Tisch zu stellen. Wozu auch? So kann man ja nicht mal gscheit die Füsse auf den Tisch stellen.

    Oder das Bild an der Wand, ‚I am a man‘. Oder überall diese Invasion der Kissen.

    Aber zum nur Gucken schon schön.

    • ruf sagt:

      Komisch, was daran maskulin sein soll, ist mir leider nicht klar.

    • sitkos sagt:

      Adam Gretener, der gezeigte Stil ist nicht als ‚maskuliner‘, sondern als ’neuer maskuliner‘ Wohnstil im Text beschrieben worden. Verhält sich wohl so wie ‚Coke‘ und ’new Coke‘. ;-)

      Danke auch für den Ausdruck „Nippes“. Wenn richtig verstanden, ist das der hochdeutsche Ausdruck für „Schischi-Zeugs“? Also Krimskrams-Sachen, deren einziger Zweck das Herumstehen als Dekoration und das Staubeinfangen ist? Eine auf diese Weise eingerichtete Wohnung würde mir persönlich nicht gefallen, es muss aber auch nicht gerade so karg und funktional wie in einer Zivilschutzanlage sein.
      Eine Kollegin hat z.B. viel Deko-Zeugs. Sie braucht ausserdem ‚Platz in der Wohnung‘ um sich wohlzufühlen. Entsprechend viele m2 braucht sie. Wieso man sich nicht einfach die ‚Luft‘ verschafft, indem man die Möbel weniger vollstellt, ist mir nicht unmittelbar einsichtig.
      Ausserdem Frage ich mich, ob solche Leute jemanden für das Putzen ihrer Wohnung angestellt haben, oder das wirklich selber machen. Es wäre mir zu umständlich wöchentlich z.B. im Badezimmer Kerzen, Vasen etc wegzuräumen und wieder hinzustellen.

      Das was ich jedoch aus diesem Blog mitgenommen habe ist, dass Poster unter Umständen besser aussehen, wenn sie in einem Bilderrahmen aufgehängt werden. So ein Rahmen sieht halt schon besser aus als mit Stecknadeln aufgehängte Poster.

    • chrissie sagt:

      Juhuiiiiiiiiii – hab Sie schon vermisst, lieber Adam Gretener! Abgesehen davon ist mir auch nicht klar, inwiefern das „maskulin“ sein soll…

  • Heidi Arn sagt:

    Habe die Aufnahmen von Arthur Rooks‘ Wohnung zum ersten Mal gesehen und bin beeindruckt. Klasse!

  • Diana Bruni sagt:

    Als weibliche Sweet Home Leserin finde ich diesen Stil mir entsprechend (vielleicht noch mit ein paar Blumen in meiner Wohnung u.ä.)
    Sehr inspirierend, danke!

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