Die japanische Leichtigkeit des Bauens

Wenn es darum geht, starke Formen, Leichtigkeit und Moderne in der Architektur zu vereinen, dann liegt Japan ganz vorne. Mit diesem schlichten, aber aussergewöhnlichen Haus spielt der Architekt Hiroyuki Shinozaki gekonnt mit Tradition und Ungewohntem.

Architektur: Hiroyuki Shinozaki Architects Japan

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Eigentlich hat das Haus eine völlig «normale Form». Wären da nicht das auf den Kopf gestellte, rautenförmige Fenster und die Wände, die gleichzeitig auch ein Teil des Dachs sind.

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Im Innenbereich dominieren die Farbe Weiss und helles Holz. Das diagonale, spitz zulaufende Balkensystem ist tragend und wirkt zugleich dekorativ und abgrenzend.

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Offene Räume und Oberlicht verleihen dem kleinen Einfamilienhaus viel Grösse und Luftigkeit. Die Küche ist umschlossen von einer Holztheke, die mit Regalen zudem Staufläche für den Wohnbereich bietet.

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Unterschiedliche Ebenen schaffen Unterteilungen in dem offenen Raumkonzept.

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So modern und leicht können Dachbalken wirken: Gekreuzt und diagonal zeichnen sie linienförmige, starke Formen durch das ganze Haus.

22 Kommentare zu «Die japanische Leichtigkeit des Bauens»

  • Jochen holtzheimer sagt:

    Eine phantastische großzügigkeit, die durch die Y träger vermittelt wird. Als würden sie wie kelche das die weite des himmels in das haus hineinfließen lassen.

  • Agneta Chris Wenger-Östman sagt:

    Was nützt meckern? Ist dieses Forum nicht für Ansichten reserviert? Angreifen zeigt lediglich Unzufriedenheit, und „Jammerfreude“. Geschmäcker sind nun mal verschieden. Bring doch einen Vorschlag anstatt „chlönen“, B. Folda.
    Immerhin schreiben Sie „gute Frau Kohler“! Gibt noch Hoffnung!
    CHRIS Ö-Wenger

  • Holz als Konzept der Innenarchitektur finde ich klasse. Gefällt mir sehr.

  • franziska mueller sagt:

    Ich sehe da nirgends die üblichen Klimaanlagen, die in japanischen Häusern normalerweise raumweise anzutreffen sind.
    Und den Fenstern nach zu urteilen – da sind ja nicht mal Vorfenster angebracht, wie bei uns in früheren Jahrzehnten, denn Doppel oder Dreifachverglasung sind in Japan so gut wie unbekannt – braucht es mehrere, um diesen grossen Raum sowohl zu kühlen im Sommer wie auch zu wärmen im Winter. Eine energetische Katastrophe also. Die wiegt schwer.

  • Hans Kohler sagt:

    Ich denke auch, dass sich Marianne Kohlers Betrachtung ein wenig zu enthusiastisch auf die Architekturseite lehnt. Aber so ist das eben; Form steht bei solchen Betrachtungen über der Funktion.
    Und genau darum will ich in solchen Häusern nicht wohnen.
    In Japan ist der Eingangsbereich (genkan) sehr oft „tiefergelegt“; in diesem Haus ist somit nur die tiefere Fläche mit der Gartenbank grösser als üblich.
    Trotz (oder wegen) aller „Leichtigkeit des Bauens“ ist es auch hier der Fall, dass japanische Wohnhäuser immer noch keine Zentralheizung kennen, und das macht die Sache bei dem feuchten heissen (oder kalten) Japan-Klima auch nicht besser.
    Neben der fehlenden Dachrinne gibt es in diesem Haus auch keine Privatsphäre und keinen Raum zum Rückzug.
    Also haben wir hier ein „schönes“ Haus, das im Sommer die Hitze staut, was die Klimaanlage überfordert (falls es eine gibt), und im Winter den/die Bewohner unter die Tischheizdecke (kotatsu) zwingt und sich im Endeffekt nicht für Familien, ältere Personen oder Behinderte eignet.
    Aber was tut man nicht alles, wenn man cool sein oder auffallen will?

  • David Stoop sagt:

    Wieso wird eigentlich auf keinem Bild des Innenraums das Loch, das man von aussen sieht, gezeigt?
    Es ist das markanteste Designelement der Fassade, aber wie es den Innenraum beeinflusst, sieht man nicht. Ohne dieses Element ist die Fassade eher langweilig und kalt. Nur bringt das nichts, wenn nachher das Konzept im Innenraum nicht aufgeht. Mir fehlt hier irgendwie der entsprechende Eindruck, um das Haus als ganzes beurteilen zu können.

  • Tom Maier sagt:

    Eigentlich hat das Haus eine völlig «normale Form» lese ich im ersten Satz.
    Ein Blinder sieht, dass dieses Haus alles andere als normal ist.

  • B. Folda sagt:

    „Unterschiedliche Ebenen schaffen Unterteilungen in dem offenen Raumkonzept.“ Die gute Frau Kohler übertrifft sich wieder einmal bei ihrer konsequent gepflegten Ignoranz! Aber sie ist ja auch an keinen Rollstuhl gefesselt, Häuser müssen also ihretwegen nicht so konstruiert werden, dass sie auch Gehbehinderte nicht aussperren. Der Architektenwahn künstlich verschiedene Wohnebenen zu schaffen, wo es auf einer Ebene für alle nutzbar wäre, ist keine Leistung, sondern ein Unding, Frau Kohler! Aber schon klar, das werden Sie sicher nie merken, ausser… aber man soll ja niemanden wünschen, was man selbst ja auch nicht wollte…

    • Satasha sagt:

      B.Folda, Beleidigungen von Frau Kohler nützen m.E. nicht viel. Erklären Sie uns doch Ihre Sichtweise, aber in einem anderen Ton bitte. Danke!

    • Stefan Meier sagt:

      Aber-aber Frau/Herr Folda

      Pirvate EFH müssen doch nicht per se rollstuhltauglich sein – das kann ruhig den EigentümerInnen überlassen werden.
      Es wäre der Tod jeglicher Architektur, wenn jedes Haus PC, also Minergiekonform, Behindertengerecht (also auch für Blinde und Taube) und nicht zu vergessen: mit der gesamten Nachbarschaft in Einklang etc. etc. geplant würde.

      Oder pürieren Sie etwa ständig Ihr Essen, damit es auch für Leute ohne Zähne geniessbar ist? Könnte ja zufällig jemand so vorbei kommen!

    • Hata Mari sagt:

      Ich bedauere es sehr dass es Leute gibt die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, sicher nicht einfach damit zu leben.
      Trotzdem ist es doch jedem freigestellt ein Privathaus so zu bauen wie man es möchte und schön findet.
      Mir gefallen unterscheidliche Ebenen und könnte ich mir ein Haus lesten wären sie auch bei meinem Haus zu finden.

    • livia sagt:

      auf die gefahr hin, dass meine worte sie noch mehr verletzen…

      es ehrt sie, sich für barierrefreiheit einzusetzen und auf den teilweise gravierenden mangel derselben hinzuweisen. das ist richtig und wichtig.

      für den öffentlichen raum aber auch, dass mehr solche wohnungen gebaut werden, die nicht irgendwo abseits im kraut stehen und schon von weitem wie ein pflegeheim wirken. dass alle privathäuser rollstuhlgängig gebaut werden ist allerdings unrealistisch.

      aber sehen sie, gerade diese offenen raumunterteilungen mit verschiedenen ebenen sind meiner meinung nach punkto barrierefreiheit das kleinste problem. diese lassen sich nämlich wunderbar rollstuhlgängig machen ohne ihre eleganz und luftigkeit zu verlieren. im gegenteil, eine flachwinklige, alltagstaugliche rampe liesse sich sogar sehr ansprechend integrieren. auch nachträglich. museen und galerien auf der ganzen welt dienen als beispiel.

      als zückerchen könnte bei dem hier präsentierten haus so sogar eine überraschende ausstellungsfläche für bildbände, bonsais oder japanischen keramikschalen entstehen.

      hier könnte man ansetzen. das wäre kreativ und konstruktiv. andere leute unangenehm anzugehen ist es nicht und verunmöglicht die so wichtige sensibilisierung und den dazugehörigen dialog.

      ihnen von herzen alles gute und viel glück!

    • Kaspar Tanner sagt:

      Für mich sieht dieses Haus nach einem Privathaus aus…
      Wenn der Eigentümer oder Mieter dieses Konzept gut findet und keine gehbehinderten Freunde hat, kann er architektionisch auch die Eigern-Nordwand imitieren. Es ist sein Problem. Er oder sie wird im Alter das Haus verkaufen oder umbauen müssen.
      Es wäre eine Zumutung, wenn für Privatbauten dieselben Vorschriften gelten wie für öffentliche Gebäude. Es gibt ja schon jetzt Vorschriften bis zum Abwinken.
      Abgesehen davon: Das Haus hat den Charme eines OP-Saals. Ich käme mir darin wie eine Mikrobe vor. Aber jedem das Seine…

    • David Stoop sagt:

      Echt rollstuhlgängig ist leider kein Haus, nichtmal ein evtl. nötiges späteres Nachrüsten wird oft eingeplant.
      Rein architektonisch haben Sie auch recht, die beiden Ebenen sind für uns Europäer unsinnig und erschweren bloss die Nutzung des Raums. Mitr scheint dies ein rein der japanischen Kultur geschuldetes Element zu sein, findet doch eine Trennung vom Schuh- zum Wohnbereich statt. Aber definitiv nichts, das man als „architektonisch gelungen“ hervorheben sollte.

    • Stefan Walder sagt:

      @ B. Folda: Im Prinzip bin ich ganz ihrer Meinung, was die Sache angeht. Leider vergreifen sie sich ziemlich im Ton, was wohl niemandem dient.

    • Lisa sagt:

      Mir gefallen die verschiedenen Ebenen. Muss ich mich deswegen nun schlecht fühlen?

    • p.bossi sagt:

      Liebe(r) B. Folda
      Vielleicht müssen ja auch nicht alle Häuser gleich gebaut sein. Vielleicht darf es auch Häuser für Ältere, Jüngere, grosse Familien, kleine Familien, Gehbehinderte, nicht Gehbehinderte, ….. geben.
      Ist ein Haus deshalb nicht gut, weil es nur für eine Zielgruppe entworfen wurde oder müsse alle Häuser die Bedürfnisse aller Menschen abdecken? btw. bei allem Verständnis für Ihre Situation, den letzten Satz hätten Sie sich sparen können.

    • J. Gugel sagt:

      Herr/Frau(?) Folda,

      es ist mir unverständlich, aus welchem Grund Sie Frau Kohler angreifen und „konsequent gepflegte Ignoranz“ vorwerfen. Dieser Blog dient nach meinem Verständnis lediglich dazu, architektonische Ideen zu präsentieren, mehr nicht. – Jemand, der körperlich eingeschränkt ist, würde ein solches Haus ja wohl kaum bauen/kaufen. – Sollten Sie sich in einer solchen Situation befinden, tut es mir leid. Aber Ihre Lage aus Verbitterung der Autorin dieses Blogs anzukreiden, finde ich fehl am Platz.

      Schönes Wochenende!

    • Joy Lensing sagt:

      Sehr geehrter Herr/Frau B. Folda,
      ich finde Ihren Kommentar unangemessen, ja sogar gehässig.
      Was genau bezwecken Sie mit dieser Art von Wortmeldungen?
      Es ist etwas sehr wahres an der Redewendung „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“. Schon mal in Erwägung gezogen?

    • Privat sagt:

      Es ist ein Privathaus. Ziemlich sicher für jemanden der nicht in einem Rollstuhl sitzt. Warum sollte man hier alles schwellenlos bauen? Weil der Besitzer vielleicht mal einen Rollstuhl braucht? Dann dürfte man aber auch kein Holz verbauen, weil es vielleicht mal brennt, die Betonwände 3 Meter dick, weil es vielleicht mal Krieg gibt, ein Raum nach Mekka ausrichten, weil vielleicht mal ein gläubiger Moslem einzieht und das EG Wasserdicht, weil es vielleicht mal ein Hochwasser gibt.
      Wenn ein Haus für alle passen muss, passt es am Schluss für niemanden. Die Architektur wird armselig und austauschbar.
      Es ist ein schönes Haus für eine Privatperson die hoffentlich viel Freude daran hat. Und wenn sie tatsächlich mal auf den Rollstuhl angewiesen ist, kann sie einfach einen kleinen Treppenlift nachrüsten…

    • Marc Sailer sagt:

      @folda: Dieses Haus ist kein öffentlicher Raum, warum sollte es also Rollstuhlgängig sein wenn der Architekt oder der Bauherr es so wie gestaltet und abgebildet anders wünschen? Das Resultat ist durchaus sehenswert.

    • Jaros sagt:

      Was wollen Sie eigentlich mit Ihrem aufgeregten Schreiben sagen? Bei allem Respekt, müssen jetzt in allen Zügen auf der Welt Sitze umgebaut werden , nur weil ich in S- Bahn nach Rafz wegen Rückenschmerzen nicht sitzen kann ( ist übrigens kein Scherz)? Lassen Sie bitte Frau Kohler in Ruhe, sie weisst schon was sie sagt.

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