Schnell, gut und günstig

Überall ist Sparen angesagt! Der Euro, die schlechte Wirtschaftslage, die Schnäppchen in allen Läden ... Aber Sparen geht auch auf die feine Art – zum Beispiel mit diesen fünf einfachen, schnellen Rezeptideen.

 

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1 — Kartoffelstock mit Bratwurst 

Viele Sonntage wollte ich über deftige Gerichte schreiben und dann schien die Sonne rein und Frühlingsstimmung kam auf. Das ist diesen Sonntag nicht der Fall, vor dem Fenster ist alles weiss und grau. Ob das nun so bleibt oder nicht, Kartoffelstock mit Bratwurst ist auf jeden Fall eine köstliche Mahlzeit, geht schnell, ist unkompliziert und günstig. (Bild über: Mowielicious)

Und so gehts: Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden, im Salzwasser weich kochen. Ich nehme immer ein wenig Bouillon, dann wird der Kartoffelstock nach meinem Geschmack. In der Zwischenzeit Bratwürste anbraten und warm stellen. Falls viel Fett in der Pfanne bleibt, es mit dem Löffel herausnehmen und dafür ein wenig Butter hineingeben, Schalotten in Ringe schneiden und im restlichen Bratfett mit der Butter leicht anbräunen. Ein wenig Mehl darüberstäuben und mit einem Glas Rotwein ablöschen. 1 Glas Bouillon dazugeben und gut verrühren. Wenn die Kartoffeln weich gekocht sind, Wasser bzw. Bouillon abgiessen und die Kartoffeln verstampfen. Ein gutes Stück Butter mit 1 Glas Milch aufkochen, mit Muskatnuss würzen und dann mit den gestampften Kartoffeln vermischen. Kartoffelstock mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Bratwürste aus dem warmen Ofen nehmen, Kartoffelstock auf Teller verteilen, die Bratwürste darauf und Sauce darübergeben.

Tipps:
  • Ersetzen Sie den Kartoffelstock mit einer Polenta
  • Mischen Sie frische Kräuter wie Schnittlauch  in den Kartoffelstock
  • Pürieren Sie die Sauce in einer Küchenmaschine
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2 — Kartoffeln und Gemüse 

Gerichte, bei denen alles zusammengemischt wird, ergeben gute und unkomplizierte Abendessen. (Bild über: Heather Christo)

Und so gehts: Machen Sie Gschwellti, am besten mit kleinen Raclettekartoffeln. Schneiden Sie eine Zwiebel in Ringe und grüne Spargeln sowie eine Chorizowurst in Stücke und hacken Sie eine oder zwei Knoblauchzehen fein. Geben Sie ein wenig Olivenöl in eine grosse, tiefe Bratpfanne und braten Sie die Chorizo mit den Zwiebeln an, bis sich das Fett aus der Wurst löst, dann geben Sie den Knoblauch und die Spargeln sowie 1 Kaffeelöffel Paprika bei und dünsten alles sanft, etwa 5 Minuten. Nun kommen die gekochten Kartoffeln in die Pfanne. Vermischen Sie sie gut mit den übrigen Zutaten. Mit Salz und Pfeffer würzen, frische Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch darüberstreuen.

Tipps:
  • Sie können statt grüner Spargeln auch grüne Bohnen nehmen. Diese müssen Sie aber kurz weichkochen
  • Oder ersetzen Sie die Spargeln mit Peperonistreifen
  • Als Kräuter passen auch frische Thymianblättchen oder Koriander
  • Je nach Kartoffeln müssen Sie sie schälen und in kleinere Stücke schneiden
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3 — Spaghetti mit Erbsen 

Wenn es schnell gehen muss ist eine Pasta immer gut. Derzeit gibts in meinem Quartierladen wieder frische Erbsen, das Gericht geht aber genauso gut mit tiefgefrorenen Erbsen. (Bild über: Blog.lot18)

Und so gehts: Spaghetti oder Linguine al dente kochen. Rahm aufkochen und mit ein wenig Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Gemüsebouillon würzen. Erbsen dazugeben und alles langsam köcheln. Die abgeriebene Schale einer Zitrone dazugeben, Sauce mit der abgetropften Pasta vermischen. Mit geriebenem Parmesan, Pecorino oder Sbrinz servieren. 

Tipps:
  • Servieren Sie eine Handvoll Brunnenkresse dazu
  • Mischen Sie frische Kräuter bei wie Schnittlauch oder Basilikum

 

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4 — Frittata mit Spinat und Zwiebeln 

Ich mache viel zu wenig Frittata – einfach, weil ich nicht daran denke, dabei ist es eine so gute und einfache Mahlzeit, für die man vieles verwerten kann. (Bild über: Relayfoods)

Und so gehts: Dünsten Sie in einer grossen Pfanne eine zerdrückte Knoblauchzehe und einen halben Peperoncino in Olivenöl an, geben Sie gewaschenen und gerüsteten Spinat bei. Gut vermischen und den Deckel auf die Pfanne geben. Einige Minuten dünsten, bis der Spinat zusammenfällt, abkühlen lassen. Zwiebeln oder Schalotten in Streifen schneiden und in Butter anbraten, zur Seite stellen. Peperoncino und Knoblauch aus dem Spinat nehmen, den Spinat ausdrücken. Den Spinat in einige verquirlte Eier geben, dazu ein wenig Käsewürfel wie Feta, Ziegenkäse oder Frischkäse – einfach was sie gerade im Kühlschrank haben. Würzen mit Salz und Pfeffer und ein wenig Muskatnuss. Dann geben Sie die Eiermischung zu den Schalotten in der Bratpfanne, vermischen alles gut und geben die Frittata in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen und backen Sie sie in ca. 10–15 Minuten fertig.

Tipps:
  • Servieren Sie die Frittata mit einem knackigen Salat
  • Frittate geben auch einen guten Brunch ab
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5 — Hörnligratin mit Tomaten und Mozzarella 

Gerichte, die man in den Ofen schieben kann, kochen sich ganz alleine tischfertig. In der Zwischenzeit können Sie die Küche aufräumen und einen Apéro geniessen – ein richtiges kleines Alltagsfest! (Bild über: Simply delicious)

Und so gehts: Kochen Sie Hörnli al dente. Mischen Sie Rahm mit geraffeltem Käse – hier gehen so ziemlich alle Sorten, die Sie gerade im Kühlschrank haben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Vermischen Sie die Hörnli mit der Rahm-Käsemischung. Schneiden Sie Tomaten und Mozzarella in Scheiben, zerreissen Sie einige Basilikumblätter. Nun geben Sie eine Schicht Hörnli in eine Gratinpfanne, legen einige Mozarellascheiben und Tomatenscheiben darüber und ein wenig von dem Basilikum. Wiederholen Sie den Prozess und schliessen Sie mit Tomatenscheiben ab. Im auf 200 Grad vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten backen. 

Tipps: 
  • Das Ganze geht auch mit anderer Pasta: Fusilli, Maccheroni oder Penne
  • Für eine Extraportion Gemüse mischen Sie Erbsen oder Spinat in die Rahmkäsemischung

 

 

 

14 Kommentare zu «Schnell, gut und günstig»

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Einmal mehr kein einziges Rezept ohne Tierquälprodukte: Null Punkte für ignorante Kocherei.

    • Peter sagt:

      Geh heulen du tusse!
      (und kann ich bitte endlich ein Rezept mit Mengenangaben für den Hörnliauflauf haben?)

  • Peter sagt:

    Irgendwie fehlen mir hier die Rezepte mit Mengenangaben. (Besonders vom Hörnliauflauf)

  • Yves sagt:

    Liebe Frau Kohler, frische Erbsen, Spargeln, Bohnen und Tomaten im Februar?!? Nene, so etwas kommt bei uns im Februar sicherlich nicht auf den Tisch. Aber morgen bin ich wieder mal bei den Fiechter Schwestern und werde mir dann auch gleich ein paar wunderbare Salsiccias kaufen. Zum Abendessen gibt es dann Kartoffelstampf mit diesen herrlichen Würsten.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Tomaten sind schon seit Jahrzehnten zum Ganzjahresgemüse mutiert. Da sehe ich kein Problem. Bei Spargeln und Bohnen bin ich skeptischer. Die stehen zwar jetzt schon in den Gemüseregalen, ebenso Erdbeeren, aber ich bedaure das. Wenn alles immer und jederzeit zur Verfügung ist, kann man sich auf nichts mehr richtig freuen. Das ist für mich ein Verlust an Lebensqualität.

  • Vonabisz sagt:

    Die Frittata tönt verlockend und Bratwurst mit Stock auch. Aber im Februar Spargel und Tomaten? Warum sich nicht in Geduld üben und abwarten bis Saison ist und es dann einfach viel besser schmeckt?
    Hätte lieber Anregungen Wintergemüse zu kochen. Konmt noch was in dieser Richtung? Bitte.

  • Marcus Ballmer sagt:

    Das ist nicht eigentlich Kartoffelstock, was hier beschrieben wird, sondern Kartoffelstampf. Beim Stock werden die Kartoffeln durchs Pass-vite oder die Kartoffelpresse getrieben. Schmecken tut natürlich beides. Beim Stampf sind meistens noch kleine Stücklein Kartoffeln drin. Es gibt Leute, die lieben das sehr und solche, die mögen das gar nicht.

    Wichtig auch: nachdem Milch, Butter und Gewürze unter die Kartoffeln gemischt worden sind, diesen mit einer Holzkelle kräftig durchrühren. Eine Person hält die Pfanne, die andere rührt mit Vollgas eine Minute lang. So kommt viel Luft in den Stock und macht ihn unnachahmlich locker-luftig.

  • l. beyeler sagt:

    Wieso halten Sie die Bratwurst im Ofen warm? Ökologischer und in meinen Augen erst noch besser: Bratwurst braten, auf einen Teller legen, ihre Sauce zubereiten, etwas kochen lassen, die Bratwurst wieder in die Pfanne geben und bis der Stock fertig ist, ziehen lassen.

  • Christoph Schweizer sagt:

    …im Quartierlädeli frische Erbsen, und das im Februar..!

  • twocents sagt:

    … und dann noch mit Sauceenseeli! ;-))

  • Martin Pütter sagt:

    Schön, hier mal eine Mahlzeit hier zu sehen, die in Grossbritannien so populär ist wie fish and chips: bangers and mash = Kartoffelstock mit Bratwurst…;-).

  • lieberlecker sagt:

    Sparen ist ja gut und recht und manchmal auch unumgänglich. Aber das Portiönli Spaghetti mit Erbsen würde mich nicht sattmachen. Da macht das Hörnligratinschon schon eher was her und auch die Frittata gefällt mir.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

    • Albert Baer sagt:

      Es hat ja noch Rahm und Käse dabei. ;-)

      PS: Erinnert mich irgendwie an ein „Schnelle Küche“ Rezept von Betty Bossi.

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