Alles nur leichte Kost!

Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe nach den Feiertagen einfach keine Lust mehr auf Schweres und Üppiges – weder zum Essen noch stilmässig. Ich sehne mich nach Ordnung, Einfachheit, Leichtigkeit, Blumensträussen und frischer, leichter Kost. Diese 12 Inspirationen und einfachen Rezeptideen stecken bestimmt an!

 

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1 — Essen Sie viel frisches Gemüse

Wie nun bestimmt alle regelmässigen Sweet-Home-Blog-Leserinnen und -Leser wissen, ist der Oerlikoner Markt zu meinem Einkaufsparadies in Sachen frisches Essen geworden. Regelmässig gibt es bei uns knackig gedämpften Brokkoli mit Basilikum, Olivenöl und Zitronensaft oder in Honig und Olivenöl geröstete Randen aus dem Backofen. Ich liebe auch einfache Spaghetti mit frischen Tomaten. Dafür gebe ich Olivenöl mit einer zerdrückten Knoblauchzehe in eine grosse Bratpfanne und erhitze beides zusammen bis der Knoblauch duftet. Danach gebe ich in Würfel geschnittene Tomaten bei – oft auch halbierte Cherrytomaten. Ich zerreisse Basilikum, gebe diesen über die Tomaten und dann kommt ein Kaffeelöffel Honig, Salz und Pfeffer dazu. Alles koche ich etwa 20 Minuten. Falls die Sauce zu fest eintrocknet, ein wenig Wasser darübergiessen. Spaghetti al dente kochen, den Knoblauch aus der Sauce nehmen, die Pasta in die Sauce geben, alles nochmals 2 Minuten weiterköcheln und mit geriebenem Parmesan servieren. (Bild über: The marion house book)

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2 — Salat mit rohen Randen 

Salate schmecken natürlich mit Zutaten vom Markt viel besser als aus der Plastiktüte im Kühlfach. Ein Winterliebling gelingt mit frischen Randen. Ich mag die vorgekochten Randen überhaupt nicht und verstehe nicht, weshalb man diese weichen Dinger als Salat verwendet. Roh schmecken viele Gemüsearten viel besser. Rüsten Sie rohe Randen, und schneiden Sie sie in hauchdünne Scheiben. Mischen Sie Salatblätter Ihrer Wahl mit Walnüssen, zerbröseltem Gorgonzola und den Randenscheiben. Mischen Sie eine Salatsauce mit Orangensaft, Honig, ein wenig Senf, Olivenöl, Salz und Pfeffer, und geben Sie diese über den Salat. (Bild über: My inspirecollection)

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3 — Asiatisches Fleischgericht mit Mandarinen und Ingwer 

Asiatische Gerichte sind schnell, leicht und einfach zubereitet. Dieses Fleischgericht hat viel frisches Gemüse und schmackhafte Gewürze und wird zu Reis serviert. (Quelle: Half baked harvest)

Zutaten:
  • 600 Gramm Schweinefilet in Stücke geschnitten
  • 2 Esslöffel Sesamöl
  • 4 Mandarinen oder Clementinen in Schnitze geschält
  • 2 Esslöffel geraspelter Ingwer
  • 1 Peperoncino, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 rote Peperoni, in Streifen geschnitten
  • 1 gelbe Peperoni, in Streifen geschnitten
  • 2 Pak Choi, in Streifen geschnitten
  • 1 dl Sojasauce
  • 1 dl Sherry
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Nelkenpulver
  • 2 Esslöffel Honig
  • 2 Esslöffel Reisweinessig
  • 1 dl Wasser
  • Sesamsamen
  • Frühlingszwiebeln
Zubereitung:

Mischen Sie Honig, Gewürze, Sherry, Sojasauce, Essig und Wasser. Erhitzen Sie das Sesamöl und braten Sie die Schweinsfiletstücke portionenweise rundum an. Legen Sie sie zur Seite. Geben Sie die Peperoni in die Pfanne und braten diese einige Minuten an. Nun geben Sie das Fleisch dazu, die Peperoncini, den Ingwer und den Knoblauch und vermischen alles gut, bis es duftet. Giessen Sie Sauce darüber und lassen Sie diese ein wenig einkochen. Geben Sie den Pak Choi und die Mandarinenschnitze bei und kochen alles nochmals 2 Minuten. Mit gerösteten Sesamsamen und geschnittenem Frühlingszwiebelgrün über Jasminreis servieren.

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4 — Pak Choi mit Austernsauce 

Der kleine chinesische Kohl ist voller gesunder Nährstoffe und ein fantastischer Energiespender. Dämpfen Sie gerüstete, halbierte Pak Choi kurz und knackig. Mischen Sie 5 dl Wasser mit 1 Esslöffel Sojasauce und 3 Esslöffeln Austernsauce. Braten Sie 2 feingehackte Knoblauchzehen in ein wenig Öl an und giessen Sie die Sauce darüber. Den Pak Choi beigeben, erwärmen und servieren.

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5 — Filetierte Grapefruit mit Frischkäse und Pinienkernen  

Ein kleines feines Gericht entsteht mit filetierten Grapefruitschnitzen, gerösteten Pinienkernen und Frischkäse, die Sie mit ein wenig Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl zusammen  servieren. (Bild über: The first mess)

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6 — Stellen Sie frische Tulpen ein! 

Kaum sind die Feiertage vorbei, sind auch schon die ersten Tulpen in den Läden. Ich liebe frische, farbige Tulpensträusse, eingestellt in Krügen auf dem Tisch, auf meinem Pult, aber auch in der Küche. So schickt uns der Frühling schon einen Gruss ins Haus, alles sieht freundlich und einladend aus. Und das Arbeiten in der Küche wird ein wenig glamouröser. (Bild über: My inspirecollection)

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7 — Poulet mit Brokkoli 

Auch Brokkoli gehören zum sogenannten Superfood, mit vielen Nährstoffen, die dafür sorgen, dass wir gesund bleiben. Dämpfen Sie Brokkoli so, dass sie noch ganz knackig sind. Schneiden Sie Pouletbrüstchen in feine Streifen und braten Sie sie in Olivenöl mit feingehacktem Knoblauch, Peperoncino und Thymian an. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Zitronensaft unter die Broccoli mischen. (Bild über: Healthy inspiration)

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8 — Spaghetti alle Vongole 

Im Winter gibt es auch hier frische Muscheln, und ich finde: Ein solcher Gruss vom Meer und vom Sommer kann jetzt nur guttun. Spaghetti oder Linguini alle vongole sind ein einfaches, schnelles und schmackhaftes Gericht. (Bild über: Heltenkelt)

Zutaten:
  • 1 Kilogramm Vongole Veraci
  • 3 Knoblauchzehen
  • ½ Peperoncino
  • 1 kleiner Strauss glatte Petersilie
  • Salz und Pfeffer
  • 400 Gramm Spaghetti
  • Olivenöl Extra Vergine
Zubereitung:

Waschen Sie die Muscheln gut in Salzwasser und werfen Sie offene Muscheln weg. Erhitzen Sie ein wenig Olivenöl in einer Pfanne und geben Sie die zerquetschten Knoblauchzehen und den halbierten Peperoncino bei. Wenn der Knoblauch golden ist und duftet, nehmen Sie ihn wieder heraus, ebenso den Peperoncino. Die Muscheln beigeben und zudecken. Kochen Sie sie, bis sich alle Muscheln geöffnet haben. In der Zwischenzeit kochen Sie die Spaghetti sehr al dente. Geben Sie die Spaghetti zu den Muscheln, vermischen Sie sie gut, und kochen Sie sie nochmals 2–3 Minuten fertig. Geben Sie gehackte Petersilie dazu und servieren Sie die Pasta mit einem zusätzlichen kleinen Teller für die Muschelschalen.

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9 — Belegte Brote mit Avocado 

Wieso Brote immer mit Käse oder Fleisch belegen? Avocado sind da eine feine und gesunde Alternative. Wir lieben getoastetes Brot mit ein wenig Butter und Avocadoschnitzen, Salz und Pfeffer. Aber auch diese Variante sieht fein aus: Brot mit einem leichten Käse wie Fontina belegen, darüber kommen Salatblätter, dann Avocado und zerbröselter Feta. (Bild über: Little corner)

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10 — Radieschensalat 

Radieschen sehen fantastisch aus, wenn man sie in ganz dünne Scheiben schneidet. Servieren Sie sie zu einem leichten würzigen Salat mit Sprossen, gerösteten Pinienkernen und Zitronensaft, Honig, Olivenöl und Salz. (Bild über: Zsa Zsa Bellagio)

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11 — Ziehen Sie Ihre eigenen Küchenkräuter 

Kochen ohne Kräuter geht nicht so gut. Anstelle der Kräuterpäckli lohnt es sich auch im Winter, frische Kräuter im Topf zu kaufen und diese in der Küche in ein schönes Gefäss zu pflanzen. 

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12 — Kaufen Sie viel Obst und Früchte 

Auch im Winter gibt es eine grosse Auswahl an Früchten auf dem Markt. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, regelmässig Früchte zum Essen zu servieren oder auch Früchte als Zwischenmahlzeit zu geniessen. Anstelle von Salat serviere ich gerne ein Schälchen Mango oder Ananas zum Essen. Nach dem Essen gibt es meist eine geschnittene Orange anstatt Süsses. Unter den Salat mische ich Apfel- oder Mandarinenschnitze, und zum Frühstück gibt es frische Früchte und Nüsse mit griechischem Joghurt. Sehr schön und natürlich und auch fein und gesund sind Granatapfelkerne, die man eigentlich praktisch über allem servieren kann. (Foto: Sweet Home)

 

21 Kommentare zu «Alles nur leichte Kost!»

  • Heiei sagt:

    Wieso immer nur rumnörgeln? Typisch Schweizer! Man kann ja mal was so stehen lassen! Sind tolle Rezepte!

  • Elisabeth sagt:

    Ich wurde hier schon sehr oft durch die feinen Rezeptvorschläge inspiriert. Heute ist es der knackige Salat mit rohen Randen. Werde ich heute zum zNacht machen,etwas Gorgonzola habe ich nämlich noch im Kühlschrank.
    Vielen Dank und weiter so!

  • Sandra Kutter sagt:

    Tulpen im Januar sollten verboten werden..

  • Haldimann sagt:

    Das ist ein Wohnblogg mit immer wieder wunderbaren Rezepten und kein Blogg über saisonale Küche. Das ganze Gemotze ist unnötig, es wird ja niemand gezwungen, was zu kaufen.. Liebe Frau Kohler, bitte weiter so frisch von der Leber weg – ich freu mich jeden Tag über ihre tollen Beiträge!

  • WildeHenne sagt:

    Spaghetti vongole… eines meiner Lieblingsgerichte. Und das Lieblingsgericht meines Kükens. Wenn ich allerdings dieses Rezept anschaue, dann fehlt ganz eindeutig was: nämlich der trockene Weisswein. Hier mein Rezept:
    http://wildespoulet.blogspot.ch/2011/12/spaghetti-vongole.html

  • heidi sagt:

    Ich bin entsetzt über diese unsaisonale Tipps!
    Mit solchen Einkäufen wie frische Kräuter, Radieschen, Tulpen mitten im Januar unterstützen wir erfolgreich den Klimawandel.
    Tipps: Kräuter z.b. kann man im Sommer ganz einfach trocknen und im Winter geniessen.
    Auch mit Wirz, Chabis und Rüebli kann man leichte Gerichte kochen.

    • adam gretener sagt:

      Also ich habe genau jetzt Radieschen im Garten und frische Kräuter auch.

      Frau Kohler ist nicht zu beneiden. Ewig dieses Vegi/Fleischesser/Saisonal-Genörgel. Darum mach‘ ich hier auch nicht mehr mit.

    • Lotte sagt:

      Chabls und Ruebli und Wirz vierzehn mal in der Woche zum Zmittag und Znacht… Come on folks!

    • Veronica sagt:

      Im Garten gibt es noch einige Kräuter. Ja beschränkter wahl und nicht so düftig wie in ihrem besten Saison. Im Küchenschrank gibt es die getröcknete Kräuter. Im kühlen Zimmer habe ich seit Jahren einige frische Kräuter und mancher sind ziemlich alt.

  • lulatsch sagt:

    Vielen Dank!
    Kleiner Hinweis: Ihre Gerichte werden immer wieder als ‚fein‘ beschrieben, ständig ist alles ‚fein’…das mag ja zutreffen, aber es gibt doch noch so viele andere schöne Worte in unserer Sprache! Statt ‚fein‘ vielleicht einmal schlicht und einfach ‚lecker‘ oder ’schmackhaft‘ oder ‚gluschtig’… nicht ständig ‚fein‘! Danke und nichts für ungut!

    • Evi sagt:

      also ich mag dieses Wort sehr, kann nicht genug davon bekommen :-)

    • Marcus Ballmer sagt:

      Grüezi Herr Oberlehrer, gut ins neue Jahr gestartet? Schade, dass Sie sich nicht vorgenommen haben, damit aufzuhören, anderen an deren Schreibstil rumzukritteln. Vor allem, wenn man selbst ganz offensichtlich Probleme mit Interpunktion und Rechtschreibung hat. Ich empfehle Ihnen, erst vor der eigenen Türe zu kehren, bevor Sie anderen an den Karren fahren.

    • Heidi Arn sagt:

      Habe gleich die Grapefruitschnitze mit Ziegenfrischkäse gemacht: fein :-)

  • Jasmin Loser sagt:

    Ja, das ist mein Essen, vielen Dank für die tollen Inspirationen.

  • Gabriella Laura sagt:

    Am Morgen in die Küche gehen und ein Strauss Tulpen steht auf dem Tisch … so fängt der Tag für mich richtig gut an!

  • lieberlecker sagt:

    Marianne, danke für Deine Inspirationen und ein gutes und genussvolles 2015.
    Gestern gab’s bei mir auch asiatischen Fried Rice, für mich eines der klassischen, leichten Abendessen (wenn ich mich bei der Menge zügeln kann). Aber auch die Spaghetti mit Olivenöl, Knoblauch und Cherrytomaten mache ich oft und gerne.
    Die obigen Avocados sehen perfekt aus, ich muss mich hier aber oft ärgern, weil das Innenleben dieser tollen Frucht zuhause leider zu häufig ganz anders aussieht.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  • Melanie sagt:

    Ich finde es schade, wie wenig Sie sich in diesem Beitrag an die saisonale Küche halten. Kräuter im Winter? Salat und Avocado? Wo kommt dieses Gemüse wohl her? Aus geheizten Gewächshäusern. Man könnte auch einfach Nüsslisalat nehmen und Rosmarin, der winterfest ist. Anstelle von Radischen Rotkohl verwenden und im Salat Chiccoree… Aber abgesehen davon finde ich sieht alles sehr lecker aus. Würde mir einfach wünschen, dass man bewusster und saisonaler einkaufen würde, da Essen fast einen Drittel unseres Energieverbrauchs ausmacht..

    • Marc sagt:

      Liebe Melanie

      ich teile deine Meinung 100% und dachte genau das selbe, als ich die schönen, aber wirklich nicht saisonalen Rezepte gesehen habe. Leichte Küche geht auch mit dem was gerade in Saison ist! Tuplen im Januar? Nein danke…
      Liebe Grüsse Marc

      • Veronica sagt:

        Sah einmal in November das Angebot „Saisonsblumen“ und das waren mickrige Tulpen. Völlig daneben. Osterglocken und Tulpen sind die Frühlingsboten.

    • U. Fehr sagt:

      Es gibt imfall auch Festtage, die nicht im Winter sind madame!

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