Wohnideen aus der City

Wer den Sommer in einer Stadt verbringt, kann gleich noch ein paar Einrichtungsideen mit nach Hause nehmen. Cafés, Galerien, Shops oder Hotels sind nämlich wunderbare Inspirationsquellen für kleine, spannende Veränderungen in der Wohnung. 

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1 EINE KÜCHE WIE EIN CAFÉ
Okay, die meisten Einbauküchen in Mietwohnungen bieten nicht viel Platz. Aber was machen wir mit dem wenigen Platz, den wir zur Verfügung haben? Meistens entscheidet man sich für das Naheliegendste, einen kleinen Tisch und zwei Stühle als Frühstücksplatz. Aber frühstücken Sie wirklich in der Küche? Oder kaufen Sie sich, wie so viele, etwas für unterwegs, trinken den Kaffee, während Sie sich die Schuhe anziehen oder den Schlüssel suchen? So oder so spricht nichts gegen eine Veränderung in der Küche, und ich finde, diese gemütliche Sitzecke ist wirklich eine tolle Idee! Einmal habe ich in der Wohnung einer Freundin fotografiert, und sie hatte anstelle des üblichen Tisches einfach zwei sehr bequeme Sessel und einen Couchtisch in der Küche. Das wollte ich unbedingt mal kopieren, habe es natürlich bislang nicht gemacht – aber ich bleibe dran. Sich in die Küche zu setzen, gemütlich etwas zu trinken und mit Freunden zu quasseln, das wäre doch ganz nett, oder? Dieses Vorhaben ist in dieser Küche, die ebenfalls nicht sehr gross wirkt, sehr geschickt umgesetzt. (Bild über: Ikea Family)
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2 EIN WOHNZIMMER WIE EINE GALERIE
Sie lieben Bilder und können nicht genug davon an Ihre Wände bringen? Entscheiden Sie sich für eine Art Galerie. Diese hier ist entstanden mit einem Lowboard und einer Bilderleiste. So können auch auf zwei Ebenen Bilder im Wechsel arrangiert werden, ohne dass Lücken entstehen – und ohne grosse Entscheidungen darüber, welches Bild nun an die Wand darf und welches nicht. Ein zusätzliches Plus an dieser Lösung ist der Platz für Bildbände im tiefen Lowboard. (Bild über: Machoturbo
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3 EIN BADEZIMMER WIE EINE PARFÜMERIE
Keine Panik, Sammlerinstinkt macht nicht sofort einen Messie aus Ihnen. Im Gegenteil, er kann Ihrer Wohnung Ihren ganz persönlichen Stempel aufdrücken. Aber bei allen Sammlungen gilt ein Grundsatz: gruppieren statt streuen! So nehmen Sie sich für Ihre Tuben, Fläschchen, Dosen und Töpfe im Badezimmer eine Parfümerie zum Vorbild und stellen sie auf einem geeigneten Regal stolz aus. (Bild über: Citified)

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4 EIN ANKLEIDERAUM WIE EINE BOUTIQUE
Wie man sich kleidet, so fühlt man sich. Ein Motto, das auf jeden Fall stimmt. Denn wer kennt nicht die Tage, an denen man das Falsche angezogen hat und sich (der Ausdruck kommt auch nicht von ungefähr) neben den Schuhen fühlt? So sind Kleider wichtig, wenn auch nicht bei allen in letzter Konsequenz oder als Hauptsinn des Seins. Wer aber eine Schwäche für Mode hat, darf diese ruhig ausleben – aber bitte mit Stil. Und dazu gehört in der Wohnung eine gute Ordnung, wie sie mit dieser Ankleide gelungen ist. Anstelle eines üblichen Schranks sind hier Kleider und Accessoires so aufbewahrt, als hingen sie noch in der Boutique. Viele Stangen und Haken, eine geschickte Beleuchtung und Drahtbügel, die viel Platz sparen, geben den Kleidern Raum, der Übersicht bietet und Lust macht auf das alltägliche Styling. (Bild über: Houzz)
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5 EIN SCHLAFZIMMER WIE IM HOTEL
Hotelzimmer sind Wohnungen im Kleinformat. Sie bieten vor allem einen Platz zum Schlafen, aber auch zum Wohnen und Zuhausesein. All das, was wir in kleinen Wohnungen oder grossen Zimmern auch anstreben. Diese Einzimmerwohnung ist ganz im Hotelstil eingerichtet. Vorbilder waren natürlich die Boutiquehotels, die eine Affinität zu Design und Lifestyle zeigen. (Bild über: Arturomata)

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6 EINE KÜCHE WIE EINE DISCO
Diese Einrichtungsinspiration kann man nur in einem Eigenheim umsetzen, da in Mietwohnungen in der Schweiz die Küche eingebaut ist. Wer immer aber die Möglichkeit der Wahl hat, kann sich überlegen, ob diese silbernen Kacheln passen würden. Chic und stilvoll sind sie auf jeden Fall – und sie geben einer Küche ein wenig Discoglamour. (Bild über: Capecodcollegiate)
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7 EIN REGAL WIE AUS DEM EINRICHTUNGSGESCHÄFT
Schöne Dinge möchten gesehen und nicht hinter Schranktüren versteckt werden. Das Prinzip eines Ladens eignet sich deshalb auch für das Zuhause. Stellen Sie Ihre schönsten Sachen in Regale, das kann selbst bei Geschirr funktionieren. (Bild über: The House Mag)

27 Kommentare zu «Wohnideen aus der City»

  • Jürg sagt:

    Teilweise geniale Einfälle! Die Idee Nr. 2 (Lowboard und Bilderleiste) besticht durch ihre Einfachheit. Auch drei Ebenen wären ohne weiteres denkbar … da entfällt dann der Aufwand einer „Petersburger Hängung“. Sweet Home ist immer wieder eine Quelle der Inspiration, danke!

  • ina müller sagt:

    Kaffee beim Schuh-Anziehen oder Frühstück Unterwegs? Hallo, also bitte, dann ist doch der ganze Tag im Eimer! Werktags auf der Bank am Küchentisch, sonntags im Bett: Das Frühstück ist die beste Zeit des Tages!

  • Heidi Arn sagt:

    Uebrigens, gute Frage, Frau Kohler, sie haben mir bewusst gemacht, dass ich tatsächlich nie in der Küche frühstücke, sondern in der gemütlicheren Stube oder auf dem Balkon. Nur als Arbeits- und Ablagefläche ist der (eben erst hübsch angemalte) Küchentisch nützlich. Hm, weitergrübel.

  • Peter Vogler sagt:

    Also eigentlich gefällt mir der Sessel Barcelona von Ludwig Mies van der Rohe besser als der LC2 von Le Corbusier,von dem ich allerdings nicht weiss,ob für die Proportionen der MODULOR bemüht wurde.Schade dass der Barcelona keine Armlehnen hat,das wird einfach zu anstrengend.Auf einer LC4 Liege hat man erfolglos versucht mir Autogenes Training beizubringen,obschon ich ihn recht bequem fand.

    • Die LC2 sind sehr viel bequemer als Barcelonas und sehen gut aus etwas zerknautscht, wenn sie nicht zu neu sind. Problematisch ist hier der Mangel an Abstellflaechen, Endtische, Couchtisch und wo sind die Bücher untergebracht.
      Die Positionen der Sitzmöbel machen keinen Sinn, von der wunderschönen Breurer Liege kann man das Bett oder die nackte Wand anstarren, die Platzierung der LC2 und des Eames Lounge Sessels sind ideal for Asoziale Mitbewohner und Gäste.
      Das Ergebnis ist leblos, leblos, eine Pflanze (zb.Yuccapalme), Kunst, Bilder (sogar ein Poster mit Klebband) oder
      wenigstens ein ungemaches Bett könnten die Wohnung bewohnbar erscheinen lassen. Trotzdem, Die Möbel sind ausgesucht und entsprechen meinem Geschmack, es sticht mich kein Dorn ins Auge, wie bei meisten
      „kreativen Wohnideen“ in diesem Blog.

  • Corinne sagt:

    WOW, tolle Bilder! Würde am liebsten gleich einziehen. Nur: Was kann mit einer Küche machen, die klein ist und von der der noch kleinere Balkon abgeht?? Bei so einer Sitzecke kann man da ja dann nicht mehr raus :( Danke für die Tipps :-) glg

    • déjà-vu sagt:

      outdoor möbel auf den balkon natürlich. und den winter auslanden…

    • Liebe Corinne

      Vielleicht gefällt Ihnen diese Idee: Wie wär’s mit einem kleinen Klapp-Tischli an die Wand geschraubt in Barhöhe mit einem Barstuhl? Ein Bartisch vermittelt Lässigkeit und mit einem schönen Kissen dazu haben Sie Ihre Kuschelecke.
      Auf dem Tischchen sorgt ein Teelicht für Stimmung und macht gute Laune.

      Liebe Grüsse und viel Spass

    • adam gretener sagt:

      Gucken Sie mal zum Fenster raus. Ebenerdige Balkone sind doch eher selten :-) Und darum glaube ich auch, dass es einfach ein Fenster ist.

  • déjà-vu sagt:

    ja dann loungen sie mal schön auf ihrem bürostuhl, sieht nicht wirklich chillig aus!

    mich zieht es da schon eher in die schnuckelige café ecke in der Küche. schade, dass ich da den monsieur adam nicht kennenlernen kann ;-(

  • d.mercier sagt:

    ..na ja hr. baumgartner, das ist aber nicht ihr ernst – oder? unästhetisch und überhaupt.. aber klar sie als ro**** besitzer plazieren hier einfach mal kostenlos ein bisschen werbung, kann ich ja verstehen.

  • Bjoern Thiele sagt:

    Herr Baumgartner, bitte erklären Sie mir doch mal, wie Sie den Eames Lounge Chair mit einem Bürostuhl ersetzen wollen? Auch wenn Ihr Bürostuhl im Vergleich mit anderen sicher schicker aussieht, ist und bleibt er doch genau das: ein Bürostuhl!

  • Eine Bildergalerie in der Wohnung finde ich eine schöne Idee.
    Sie ist eine gute Möglichkeit, um Persönlichkeit ins Ambiente zu bringen.

  • ri kauf sagt:

    S e u f z ! Wieder mal so tolle Ideen! Die Schnucke-Küche ist auch mein Favorit! Und das Bad hat es auch in sich! Den Sessel in Boudoir lege ich mir vielleicht für mein Schlafzimmer zu. Für ein Ankleidezimmer reicht es bei mir vom Platz her nicht. Auch das grosse Regal finde ich schön. Zu gross für meine Küche aber ich habe eine tolle kleine Vintage-Vitrine über die ich mich jeden Tag freue!

  • Peter Schmucki sagt:

    Die Vorschläge wirken sehr gemütlich, am meisten gefällt mir die Kaffeehaus-Küche. Bei den vielen offenen Regalen, vor allem beim Geschirr, empfiehlt es sich noch ein zusätzlicher Staubfilter bei der kontrollierten Lüftung anzubringen. Die Einzimmerwohnung hat zwar Hotel-Chic, aber ich wüsste nicht wie ich dort wohnen sollte, ausser es wäre meine Zweit- oder Drittwohnung.

    • adam gretener sagt:

      Ich muss Ihnen bezüglich der Gemütlichkeit zustimmen. Lange war ich ein Mensch, der jeglichen Schnickschnack – wie ich das früher nannte – aus meinen Wohnräumen verbannte. Da habe ich mich in den letzten Jahren aber entwickelt, vorallem auch, weil ich nicht mehr so nomadisch Leben wie auch schon.

      Nun jedoch zur Küche, ich finde sie optisch schön und gemütlich. Aber der Gretener braucht einfach eine Stuhl. Wenn es zu gemütlich wird, dann müsste ich wahrscheinlich schwer kämpfen, den Arsch überhaupt hochzukriegen.

      • Heidi Arn sagt:

        :-) Die gemütliche Ecke ist nicht für den Gretener, die ist für seine Freunde, die zuschauen, wie er kocht und die ihm dabei was erzählen. Ich selber kann beim Kochen nicht gut sprechen, trotzdem nehme ich wieder mal einen Anlauf eine ähnliche Lösung für meine schmale Küche zu finden. Auf meiner Lieblingsinsel gehört ein Daybed zur Küche, damit der Fischer, wenn er heimkommt, sich ausruhen und doch „dabei“ sein kann.

  • Andreas Daxer sagt:

    diese küche ! very chic – gefällt mir sehr gut. vielen dank für die immer tollen ideen und vorschläge.

  • Ralph Schehle sagt:

    Danke der Autorin für diesen erfrischenden Beitrag. Einiges lässt sich da durchaus sehen und der Beitrag gibt einige gute Ideen, vor allem wenn man an die heutigen Zimmergrössen denkt. Mein Favorit ist eindeutig die „schnuckelige“ Küche (sorry:Café)!

  • Thomas Stettler sagt:

    Zu 2-4 und 7: Wer staubt da ab? Ah mein Reinigungspersonal. Dann ist ja gut…

    Sehr schön: 5-6. Solche Einrichtungen schauen in vielen Jahren einfach noch zeitlos aus. Sofort zulegen :)

  • Andreas Tase sagt:

    Schöne Ideen! Es ist zwar nicht alles mein Geschmack, aber darüber lässt sich ja bekanntlich streiten. Die Einrichtung auf Bild sieben sieht zwar gut aus, doch befürchte ich, dass alles sehr verstaubt. Irgendwie ist mir da eine Vitrinenlösung mit einem ähnlichen Effekt lieber.

    • Andrea Teler sagt:

      Bild 7: Und ich frage mich, was macht man mit all den leeren Küchenschränken? :-)

      • Patrick Messner sagt:

        Entweder ausbauen oder störende Türen entfernen, damit sie auch offen sind. Wenn kein Platz für weitere offene Regale vorhanden ist, dann die Küchenschränke dazu umfunktionieren:-)

        • Jürg sagt:

          In den Küchenschränken lagern Handstaubsauger, Tuch und Staubwedel, um die neuerdings frei herumstehenden Sachen alle paar Tage abzustauben! :-)

  • filosof sagt:

    Die Küche auf Bild 6 ist der Hammer! Und die kuschelige Ecke auf Bild 1 muss man unbedingt kopieren. Dort lässt sich so schön Last abladen bei einer guten Freundin. Mit ein wenig Überlegung lässt sich aus den kleinsten Wohnungen etwas schönes machen!

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