Beton im Wald

Gegensätze ziehen sich an. So bauten die Architekten von Bak Arquitectos in Argentinien ein starkes Haus aus Beton mitten im Pinienwald. Wie ein Nest sitzt es zwischen den filigranen Bäumen.

Architektur: Bak Arquitectos

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Das Haus ist in eine leichte Hanglage gebaut. In einem spannenden Formenspiel verfliessen die verschiedenen Ebenen in- und übereinander. 
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Die Verschachtelung der Räume bewirkt eine harmonische Abwechslung von Transparenz und schützenden Mauern. Die Terrasse ist mit einem Holzboden ausgestattet.
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Grosse Fensterfronten wechseln sich mit ebenso grossen Mauerelementen ab. In den Fenstern spiegelt sich wunderschön der umliegende Pinienwald.
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Im Innenbereich sind die Räume terrassenartig übereinander angebracht, was der groben Betonstruktur eine gewisse Leichtigkeit verleiht. 
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Auch Beton kann gemütlich sein. Die Struktur der Mauern verleiht eine gewisse Wohnlichkeit, welche von Licht und Schatten unterstützt wird. Mit den eingebauten Stauflächen haben die Architekten gleich zahlreiche Einrichtungsprobleme gelöst.
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Nachts leuchtet das Haus aus den vielen Fenstern zwischen den Betonelementen warm aus dem Wald heraus.

29 Kommentare zu «Beton im Wald»

  • Fröhliche sagt:

    Sehr schön, einfach sehr sehr schön!

  • HomeImprovementQueen sagt:

    Mir fehlt das Beton-Gen wohl auch … dasselbe in Holz und/oder Naturstein, das wäre meins!

  • Veronica sagt:

    Ja, ie breite Lichtspalte an der Decke macht es hart und drückend.
    Es is wohl das balkonartige Esszimmer dass als Leichtigkeit gedacht worden ist.

  • Michelle JF sagt:

    Also wo auf Bild 4 Leichtigkeit zu entdecken ist, frage ich mich wirklich. Zwischen den Stuhlbeinen? Dieser Blickwinkel löst in mir Beklemmnis aus. Ein polarisierender Beitrag offensichtlich.
    Und zwischen Beton und Chalet gibt’s dann übrigens auch noch viel mehr dazwischen. Einfach noch bemerkt. Ich freue mich auf die nächsten Beiträge… Spannend sind sie alleweil, auch die Kommentare!

  • Veronica sagt:

    Sieht traurig aus, dieses grauwes Bauklotzengestell zwischen den Baumstämmen eingeklemmt.

  • Adriano Granello sagt:

    Ohne Zweifel ein interessantes Architekten-Werkstück, das von der irritierenden Lage mitten in einem Wald lebt, ansonsten aber ist das Haus mehr oder weniger ein billig anmutender Abklatsch,ein ‚Déjà-vue‘. Solche Objekte eignen sich wunderbar für die pseudoprofessionellen Besprechungen in den zahlreichen Hochglanz-Architekturheften, darin wohnen aber wird kaum jemand über längere Zeit wollen. Und schon in wenigen Jahren sind die Scheiben, in denen sich jetzt noch „wunderschön der filigrane Wald spiegelt“ zerbrochen, auf den Böden breitet sich das Moos aus und am Sichtbeton klettert der Efeu auf dem Dach nistet die Waldohreule…

    In der Nähe der Stadt Bern gibt es übrigens die berühmte, bereits 1960 gebaute ‚Halensiedlung‘, ebenfalls im Wald gelegen und ebenfalls in Beton gegossen. Und dieses vom Atelier 5 projektierte, von Le Corbusier inspirierte Reihenhaus-Quartier der anderen Art hat bis heute Bestand und wurde gar zum nationalen Denkmal erhoben. Details dazu hier: http://www.halen.ch/

    • Veronica sagt:

      Ist doch ganz anderes. Halen zeigt grüne dächer Wohnungen. Die Wohnungen habe freie Luft. und sind nicht unter und zwischen den Baümen eingeklemmt worden. Es sind kompakte Reihenhaüse im Grünen.

  • Othmar Loth sagt:

    Ist das nicht der neue Kiosk vom quirligen Fry?

  • R. E. Schaub sagt:

    Das Haus an sich gefällt mir nicht schlecht, es hat Ecken und Kanten. Auch der Sichtbeton passt irgendwiel, dafür hat man das Holz im Innern. Die Geschmäcker sind halt verschieden. – Was ich mich einfach frage ist Folgendes: Gibt es in Argentinien auch so etwas wie eine Unterteilung in Bauzonen / Landwirtschaftszonen / Naturschutzzonen? Hat das Haus einen Kanalisationsanschluss für das Abwasser? Woher kommt das Trinkwasser? Gibt es einen Anschluss an das Stromnetz oder hat man dafür einen Dieselgenerator?

  • Georg Stamm sagt:

    Wenn ich sowas in einem Wald sehe, so denke ich an eine militärische Anlage aus dem 2. Weltkrieg.

  • Thomas Glauser sagt:

    Einfach genial! Leider in der Schweiz nicht möglich.

  • Mathieu Weiersmueller sagt:

    Optisch sieht’s toll aus (über Geschmack lässt sich ja nicht streiten), aber: Bei so vielen harten Flächen wird die Akustik (Hall) inwendig katastophal sein – gut in jeder grösseren Garage auszutesten…

  • Über geschmack lässt sich ja anscheinend nicht streiten. Aber bei diesem Bau fällt mir spontan nur eines ein: Natur zerstört und sehr hässlich gebaut!

  • Otto Stalder sagt:

    Gefällt mir sehr gut!
    Ginge auch noch mit mehr Holz!
    Undenkbar mit unseren Grünen in der Schweiz!
    Nicht weil wir kein Platz/Raum hätten, sondern das Gedankengut fehlt in verschieden Genen

    • Zora sagt:

      Ja, das Beton-Gen fehlt. Bin echt froh.

    • bohrerin sagt:

      bin grün und mir gefällts trotzdem. die dosis macht doch immer das gift. und so lange so viel banales auf die grüne wiese gestellt wird muss man sich mit händen und füssen gegen noch mehr bauen wehren, denn leider fehlt es den meisten hausbauern am inneren gefühl für die landschaft, in die sie ihr haus setzen.fertig.

    • Christian E sagt:

      Wenn Sie einen Veloweg bauen und alle Autos aus dem Wald verbannen, dann werden auch die Grünen zustimmen :-)

  • Irene feldmann sagt:

    Für Partys geeignet….

  • adam gretener sagt:

    Ich weiss, das Geheule geht gleich wieder los. Aber ich stehe einfach auf diesen Sichtbeton, gerade in wärmeren Gegenden. Und wenn der Schaler sich etwas Mühe gibt und nicht gerade Schalttafeln benutzt, dann kriegt man tolle Maserungen hin. Abschleifen geht auch.

    Mir gefällt das jedenfalls.

    • déjà-vu sagt:

      die struktur, die verschiedenen ebenen – mir gefällt dieser rückzugsort gut! sichtbeton ist sehr schön, wenn sorgfätig verarbeitet. wahrscheinlich würde mir allerdings auf die dauer der himmel fehlen, ist schon sehr ‚eingeschlossen‘. hoffentlich wirft dort niemand je einen brennenden zigarettenstummel weg…

    • marc walser sagt:

      Schalttafel? Verschreiber, Unwissen oder Witz?

  • Zora sagt:

    Das einzig Schlimme ist der viele Beton :-)
    Ist doch eher Bunker denn „Nest“.

    • Nathalie Berger sagt:

      Die Ironie der Geschichte, würde beim Schlafzimmerfoto nicht geschrieben stehen dass dies Beton ist, hätte man die Wände doch glatt als Holztäfer gesehen.
      Bei genauem hinsehen kann man da die Holzbrett-Schalung des natürlichen Kunststeins wieder erkennen. Schön heimelig!

      • Thomas sagt:

        Ich finde es von aussen viel zu viel 60er Jahre Betonbunker. Innen finde ich es gar nicht mal so übel, auch wenn ich es mir anders bauen würde. Im Innenbereich fehlt es an Farbe und Freundlchkeit.

      • Zora sagt:

        …die Wohn- und insbesondere Schlafqualität in Beton ist ganz anders als in natürlichen, „atmungsfähigeren“, d.h. weniger verdichteten Materialien. Dies erfahre ich wenigstens so. Ob das andere Menschen auch so erleben, weiss ich nur vereinzelt. Ein Bekannter ist, nachdem er aus einem „Betonbunker“ ausgezogen ist, rheumafrei. All das ist subjektiv, zugegeben.

  • Tom Müller sagt:

    Jetzt wissen wir, weshalb Argentinien nicht Fussballweltmeister werden konnte. Denn wer eine solche Bunkermentalität hat und den Wald mit einem derart hässlichen Betonmonster verschandelt, der hat wahrlich nichts besseres verdient. Im Ernst, gibt es tatsächlich Menschen, die so leben wollen und dafür auch noch Geld in die Hand nehmen!? Die Geschmäcker sind wirklich ganz schon unterschiedlich und unergründlich…

    • Andale sagt:

      Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und nicht jeder möchte in einem Büenzli Chalet mit Wandtäfer übersät mit tausenden von Astlöchern oder in einem SwissHaus mit blauen Fensterläden leben. Gewiss gewinnt man auch keine Fussballweltmeisterschaft wenn man nicht offen für neues ist.
      Mir gefällt persönlich das strikte gerade in Kombination mit der durch die grosszügigen Fenster ersichtlichen organischen, natürlich geschwungenen Formen! Hut ab!

      • Thomas sagt:

        Nun, einerseits ist das hierzulande nicht möglich, weil gerade in gewissen Gemeinden so ziemlich alles vorgeschrieben ist (Dachfarbe, Flachdachverbot, ‚ortsübliche‘ Fassadenfarbe) und andererseits weil so ziemlich nur das Militär hierzulande im Wald ein Gebäude bauen darf. ;-)

        Gerade in einigen Gemeinden sind die Bünzli-Chalets so in der Bauordnung festgeschrieben. Typische (Westschweizer) Bünzlis halt…. ;-)

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