Ganz schön aufgesetzt

Das irische Architekturbüro Mcgarry-Moon Architects zeigt, wie man alten Scheunen auf eine interessante und einzigartige Art verändert.

Aus einer alten Scheune ein Haus zu bauen, ist für viele ein Traum. In der Vorstellung kommt das meist sehr stilvoll daher. Wie man das in der Realität umsetzt, zeigt das irische Architekturbüro Mcgarry-Moon Architects, das auf eine interessante und einzigartige Art einer alten Steinscheune ein neues Wohnelement aufgesetzt hat.

Architektur: Mcgarry-Moon Architects

sweet home
Patchwork ist ein neues Zauberwort in der Architektur. Hier ist das Zusammensetzen von verschiedenen Elementen sehr gut gelungen. Neu steht auf Alt, oder besser gesagt, Altes und Neues haben sich auf eine attraktive, spannende Art verbunden.
SWEET HOME
Die schönen alten Grundmauern dieser spartanischen, ländlichen Scheune bleiben und geben einen Bestandteil des neuen Hauses ab. Dieses wurde nämlich in und auf die bestehenden Mauern gebaut.
sweet home
So sah die Scheune vorher aus. Sie erinnert ein wenig an ein Tessiner Rustico.
SWEET HOME
Modern und trotzdem sehr stimmungsvoll zeigt sich der Neubau, welcher die Scheunenmauern als starkes Element miteinbezieht.
SWEET HOME
Passt perfekt zusammen: Neu und Alt sind harmonisch miteinander verbunden. Hierzulande sehe ich dies, wenn überhaupt, leider meist mit Stahl und der typischen 80er-Jahre-Ästhetik realisiert.
SWEET HOME
Dank geschicktem Zusammenfügen ist eine gelungene Patchwork-Architektur entstanden, die den unterschiedlichen Elementen ihre Eigenständigkeit lässt.

21 Kommentare zu «Ganz schön aufgesetzt»

  • Peter Brunner sagt:

    Sehen Sie sich doch bitte einmal die renovierte Scheune in „Usterstrasse 31; Illnau, ZH“ an: das ist „Teilweise Unter-Schutz-Stellung, wegen Standort Zentrums-nahe“. Der Heimatschutz verlangt vergitterte Fenster, nur dass es nach Holz aussieht. Wer, bitte soll so eine „Gefängnis-Wohnung“ mieten? Höchstens ein Straf-Entlassener zum langsamen abgewöhnen. Ich würde diese Holzbretter abmontieren. Ich warte auf den Auftrag vom ersten Mieter..

  • Gabriella Laura sagt:

    Gefällt mir sehr gut!

  • spoter sagt:

    Wo Geld ist, ist auch Architektur

  • Markus R. sagt:

    Den Ausdruck „Patchwork-Architektur“ gibt es in der Architektur nicht! Finde ihn auch etwas despektierlich und wird nicht dem Werk der Architekten gerecht. Ansonsten gefällt mir das Resultat.

  • Edouard Renaud sagt:

    Gefällt mir sehr gut! Aber Dach und Zargen hätte ich allerdings nicht aus Metall (kalt und einfach nicht schön), sondern ev. mit Ziegeln oder Reet konstruiert. Wie schauts wohl innen aus? Dies wäre interessant anzuschauen.

  • Tobler M. sagt:

    Mein Gedanke schon beimi 1. Bild: Sooo schön.

  • peter wiesendanger sagt:

    sehr schön gemacht.

  • sandro.bellikofer@gmx.ch sagt:

    Schön! Solche Bauten habe ich in Grossbritannien schon oft gesehen. In den faszinierenden Fernseh-Dokumentationen der Serie „Grand Designs“ (präsentiert von Kevin McCloud) auf dem britischen Channel 4/More 4 werden die Entstehungsgeschichten von solchen Häusern gezeigt. Leider sind derartige Umbauten in der Schweiz kaum möglich, da die unerträglichen Bauvorschriften irgendeinen alten Zustand eines Gebäudes für immer und ewig erhalten wollen. Warum nicht zerfallene Ställe und Rustici öffnen und zeitgemäss umwandeln?

    • Hans Hintermann sagt:

      Natürlich dürfen Sie auch in der Schweiz eine Scheune ganz nach Ihrem Geschmack umbauen – solange diese in der Bauzone steht. In der Bauzone wird gewohnt und gebaut. Ausserhalb der Bauzone wird geackert und landwirtschaftlich gearbeitet. Ist doch eigentlich gar nicht so schlecht, dass nicht überall gebaut werden darf, oder?

    • Cristian sagt:

      @Bellikofer: Ich bin mit Hintermann einer Meinung, und ehrlich gesagt nervt mich dieses ewige „Dies wäre in der Schweiz nicht möglich!“. Anzumerken ist noch, dass ca. 2% aller Gebäude unter Denkmalschutz stehen, und so etwas nicht möglich wäre. Wenn Ihr Gebäude aber in der Wohnzone steht und nicht unter Denkmalschutz, können Sie so etwas machen.

      Ich kenne auch in der Schweiz ein paar Beispiele, die – auf ganz andere Weise als hier gezeigt – alt und neu sehr gelungen kombinieren. Und „Grand Designs“ schaue ich auch sehr gerne!

  • Eric sagt:

    Sensationell schön, wünschte mir auch so etwas für die CH….

  • bjron sagt:

    Hammerschõn, leider darf man in der schweiz scheunen so nicht umbauen. plätze und objekte gibt es tausende dafür.

  • Cristian sagt:

    Gute Idee, Umsetzung nicht ganz 100% nach meinem Geschmack.

    Fuer meinen Geschmack wurden die Grundmauern zu sehr „zerrissen“ und mit anderen Elementen durchsetzt, gut zu sehen z.B. in Bild 4. So ging die Ruhe, welche die alte Scheune ausstrahlte, verloren. Hier wäre etwas weniger mehr gewesen.

    • Ben sagt:

      Ich sehe das absolut genau so. Unter dem Strich überwiegt aber das Positive, vor allem verglichen damit, wie ähnliche Projekte bei uns in der Schweiz umgesetzt werden.

    • Alex Kramer sagt:

      Holz anstelle von Stahl wäre mein Einwand. Ansonsten scheint das Ganze recht gelungen aus.

  • Feldmann Irene sagt:

    Sehr schön…..

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.