Wohnen wie Gott in Frankreich

Einrichten ist wie Sich-Anziehen, die einen haben Spass daran und machen gerne alles selbst, andere lassen sich beraten oder beauftragen Interiorstylistinnen wie Flora de Gastines und Anne Geistdoerfer von der französischen Agentur Double G damit. Der Einrichtungsstil der Französinnen wirkt sehr persönlich und lebendig. Sie richten mit Herz, Verstand, gutem Geschmack und Sinn für den Alltag ein. Das sieht man sehr gut an diesem wunderschönen Pariser Apartment.

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Die Pariser Wohnung hat eine Fläche von 150 m2 und gehört damit zu den grösseren Stadtwohnungen, aber viele der Ideen von Double G sind durchaus auch in kleineren Wohnungen umsetzbar. Was auch typisch französisch ist, ist die Höhe der Zimmer. In Paris sind viele Häuser alt und haben deshalb hohe, repräsentative Räume. Das wird hier mit einem Bücherregal, das bis zur Decke reicht, sehr praktisch genutzt. Schön ist die Idee, auf der Länge des Regals ein Sideboard zu platzieren. Darauf haben hübsche Dinge einen Platz und das Regal wirkt viel leichter. Frisch wirken die weissen Sitzmöbel. Sie sind alle mit abnehmbaren Bezügen aus weissem waschbaren Baumwollstoff versehen. Der Krinkeleffekt, den Baumwollstoff im gewaschenen, ungebügelten Zustand zu zeigen, ist Teil des Stylings. Das wirkt unkompliziert, echt und interessant. Das Zufällige dieser Einrichtung ist bewusst und wird noch betont mit dem fröhlichen, pinkfarbenen Vintageteppich und den bunten, zusammengewürfelten Sofakissen. Für einen leichten, eleganten Effekt sorgen die linearen Formen der Möbel, beispielsweise das grafisch wirkende Gestell des Couchtisches und die Metallschalen der Sessel.
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Durch die ganze Einrichtung zieht sich eine feine, feminine Linie. Da sind weich fallende Stoffe, lineares Design, freche Einzelstücke wie die Stehleuchte, und immer wieder gibt es sinnliche Farbakzente wie hier das tiefe Azurtürkis. Die Farbe sieht man beim Vorhang, der als Raumteiler dient, und als Hintergrundfarbe des Kinderzimmerregals.
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Die Küche ist mit vielen offenen und verschliessbaren Regalflächen versehen, sodass man Schönes sehen kann und andere praktische Stauflächen findet. Hier wird mit einem Weiss-Schwarz-Kontrast gearbeitet, welcher die Küche sehr grafisch und klar erscheinen lässt. Aber auch hier ist Wohnlichkeit wichtig. So sind auch einige Hängeleuchten platziert, die für stimmungsvolles Licht sorgen. Praktische Spots und ein kleiner Tisch mit Stühlen und Hockern bieten einen gemütlichen Sitzplatz für Frühstück oder Besuch in der Küche.
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Über dem Frühstückstischchen verspricht ein altes Filmplakat gute Laune und die Sonne des Südens. Im Esszimmer wirkt der grosse Esstisch mit seiner weissen Farbe und schlichten Form sehr diskret, und die Blicke werden auf die formschönen Retrostühle gelenkt. Als Leuchten sind drei grosse getupfte Papierlampions eingesetzt, was fröhlich und grafisch zugleich wirkt.
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In Frankreich weiss man, wie Könige schlafen. So strahlt denn auch das Bett, wenn auch modern, etwas Königliches, Grossartiges aus. Die Rückwand ist im gleichen Türkisblau gestrichen wie der Vorhang und der Bettüberwurf und mit einem Spiegel versehen. Der Spiegel wiederum zeigt ein Linienmuster und spiegelt daher die Umgebung abstrakter. Mit gelben Kissen und dem Holzhocker als Nachttischchen ist ein Gegensatz geschaffen. Alles zusammen wirkt harmonisch und warm. Der Vorhang kann zugezogen werden und bietet somit mehr Privatsphäre. Mit den Farben gehen Flora de Gastines und Anne Geistdoerfer von der französischen Agentur Double G besonders gekonnt um, so passt der lila Teppich perfekt zum Boden und als Komplementärkontrast zu den gelben Kissen. Super ist auch der Arbeitsplatz der auf der einen Seite des raumtrennenden Wandelementes angebracht ist.
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Vom Schlafzimmer aus kann man in ein offenes Bad gelangen. Dieses hat Keramikkacheln, die auf eine moderne Art an Marokko erinnern. Toll ist auch der kleine China-Hocker in knalligem Pink, der einen perfekten Farbakzent in der blau-weissen Schlafwelt setzt.

11 Kommentare zu «Wohnen wie Gott in Frankreich»

  • Ina Müller sagt:

    ich hab auch nur 2m hohe Räume im alten Häuschen. Echt schwierig zum Einrichten, Ideen dazu würden mich interessieren. Rima, welche Möbel haben Sie denn so…?

  • Daniel sagt:

    Ich habe schon lange keine Küche mehr gesehen die keinen Glaskeramikherd hat. Aber ansonsten eine sehr schöne und Phantasievolle Eingerichtete Wohnung!

    • Susanne sagt:

      ich habe mich auch schon gewundert warum es bei uns so schwierig ist einen Gasherd, der übrigens genial ist!!, zuzulegen – ich hatte echt Mühe, 1. einen guten Gasherd zu finden und 2. jemand der mir diesen dann einbaut – eigentlich unbegreiflich wenn man sowieso schon Gasanschluss hat für die Heizung – keine meiner Nachbarn mit Gasanschluss haben einen Gasherd – Gründe wie Angst vor Gas und offenem Feuer und Explosionen wird genannt… (

      • rene van saramacca sagt:

        Gasherd ein problem??? Gute Erfahrungen habe ich gemacht mit
        http://www.huettich.de/
        natürlich mit der geografischen Distanz ist da ein klitzekleines Problem mit der Montage
        aber preis/leistung + Auswahl wirklich toll
        so eine Stück steht – noch ganz jungfräulich – bereit um im neuen Haus in «Amazonien» seinen Dienst zu tun

  • claudia sagt:

    was sind das eigentlich für esszimmerstühle? hersteller? kosten? weiss das jemand?
    danke

  • claudia sagt:

    wow, da würde ich sofort einziehen!!!

  • Rima sagt:

    ….hmmmm…..mir ist das etwas zu überladen. vor allem im ersten bild. das bad gefällt mir gut. ein spiegel am kopf des bettes? na ja, ich weiss nicht. und diese dunklen vorhänge an der seite….aber es hat toll ideen dabei. so hohe räume ist ein traum! bei mir habe ich lediglich 205cm Höhe!

  • Jonas Feist sagt:

    Etwas viel von diesem Türkis, aber die weissen Sessel finde ich sehr schön

    Und in der Küche würde ich auch gleich wohnen wollen, toll.

    • Jonas Feist sagt:

      Nachtrag: Nach einigem Denken muss ich echt gestehen, ich stehe auf dieses Sichtbeton-Ding, vorallem im Bad. Ich kann diese Keramik wie im Schlachthof nicht mehr sehen. Dann lieber Rohbau. Ausserdem altert es sehr viel schöner.

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