Strenge Schönheit

Es geht doch auch ganz einfach. Dieses strenge Holzhaus von Judith Benzer beweist, dass Architektur ganz reduziert sein kann und trotzdem hochinteressant ist. Das Haus dient als Ferienhaus und steht im österreichischen Burgenland.

Architektur: Judith Benzer

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Das Holzhaus beherbergt auch einen Weinkeller. So hat sich die Architektin denn auch von der Kubatur der regionsüblichen «Kellerstöckl» inspirieren lassen.

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Das Haus dient als Sommerhaus und wird im Winter nicht bewohnt. Es ist in eine Holzfassade gehüllt. Die Fensterläden lassen sich natürlich aufklappen, werden aber im Winter ganz geschlossen, sodass das Haus komplett in Holz gepackt ist.

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Auch im Innenausbau ist viel Holz zu sehen. Es wurde aber als bewusster Gegensatz dazu auch Sichtbeton und Stahl eingesetzt.

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Die schlichte, strenge Formsprache zieht sich auch im Innenbereich durch. Hier sorgen die raffinierten Materialmischungen für Spannung.

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Das Sommerhaus, ganz in einen Lärchenholzrost gehüllt, kann sich im Winter total verschliessen. Die Fensterläden können zugeklappt und gefaltet werden, verbinden sich so mit der Fassade und versetzen das Haus in den Winterschlaf.

56 Kommentare zu «Strenge Schönheit»

  • Snilek sagt:

    @ Ueli Hoch: Das die Qualität der Fassade niemals so lange halten wird wie bei einem Haus mit Vordach stimmt. Zu beachten ist hier jedoch auch dass bei älteren Häuser gewisse Seiten (Schlechtwetterseite) auch nicht mehr in einem TOp Zustand sind. Die Unterdachkonstuktion und der Maueraufbau den wir heute kennen erlaubt uns jedoch mit solchen Themen zu spielen. Bei Regen oder starker Sonne gebe ich Ihnen jedoch vollkommen recht. Mich persöhnlich würde dies auch stören. Jedoch was die Fenster betriff muss ich Gerhard Keller recht geben. Der Architekt bestimmt nicht selbst.

  • Gerhard Keller sagt:

    @Ueli Hoch: also ich denke es geht hier um das Haus in Österreich. Wenn jetzt irgendein Feld-Wald-Wiesen-Architekt die Fenster falsch setzt, da kann doch Österreich nix für. Wie sagte mein Vorredner: Kommunikation. Und außerdem, ich dachte es handelt sich hier um eine Kundenbeziehung. Wenn der Kunde nicht weiß was er will…

  • Ina Müller sagt:

    TOTAL SCHöN! Was mir besonders gefällt ist die Einbettung in die Umgebung: Das Haus kommt gänzlich ohne das grässliche Gärtchen-und Garagenzufahrt-Getue aus, das mit Abstand Schlimmste an den (Schweizer) EInfamilienhausquartieren: Hecken, Auffahrten, Steingarten, gusseiserne Kraniche…Bäh.

  • lukas sagt:

    mir gefällt die für ohne vordächer übliche vordachdiskussion ;-)

  • Walter Gans sagt:

    irre gut!
    Berlin / Asien

  • Rolf Wittwer sagt:

    Irgendwie kommt da von diesem zu kahlen Gebäude keine Wärme rüber, wobei doch stets behauptet wird, dass Holz „heimelig“ und sonstwie Natürlichkeit ausstrahlt. Ausserdem friert es einem beim Anblick der Räume ein bisschen.
    Da Holz viel Pflege benötigt und es sich mit der Zeit verzieht (Fenster, Türen klemmen usw.) und die Farbe ändert, weiss ich nicht, wie lange der/die Mieter darin verbleiben werden. Eine teure Versicherung wird vermutlich zusätzlich deren Budget belasten.
    Zudem haben hat heutige Architektur (mit Ausnahmen) offenbar Kreise oder Rundungen komplett abgeschafft, es sieht alles ein bisschen nach 08/15 und zuviel 90°-CAD-Anwendung aus.
    Wie einige Blogger treffend bemerkten, würde die Konstruktion mit einem aufgesetzten kleinen Glockentürmchen eher eine amerikanische Hinterlandkirche abgeben.

    • Gerhard Keller sagt:

      aaahja. Wusste gar nicht dass Holzhäuser so einzigartig und eine gefährliche Innovationen sind. Wahrscheinlich wird die Versicherungsindustrie jetzt umschwenken von Atomkraftwerksversicherungen auf Holzhausversicherungen. Da können die noch viel von lernen

  • Widerspenstige sagt:

    Der Architektin gratuliere ich zum 1. Preis für diesen dalischen Holzbau im österr. Burgenland! Wie es auf ihrer Website steht, dient dieses Projekt neben Sommerhausleben auch als exklusiver Weinkeller im Untergeschoss. Deshalb wundert die karge Fensterfläche gar nicht. Ein Musterhaus für verschiedenste Bedürfnisse der HausbewohnerInnen. Wer gut gelagerten Wein liebt, wird sich in diesem Holz-Wohn-Wein-Haus einfach nur wohl fühlen.

    Ich schwärme ja sonst auch gerne für den Chaletstil mit schmucken Fensterchen mit verzierten Läden dazu und einem breiten schützenden Dach. Dieser Stil wird zwar nur noch selten gebaut und wenn, dann ohne die Holzschindeln als Hausfassade in einem satten Dunkelbraun. Aber die Zeiten ändern sich und es dürfte nicht mehr lange dauern, und dieser Chaletstil ist wieder gefragt.

  • W. Egli sagt:

    Nett anzusehen, aber vorallem deshalb, weil das Haus auf der grünen Wiese steht. So freistehend baut in der Schweiz niemand mehr. Da steht dann links und recht, vorne und hinten noch so ein streng reduziertes Häuschen. Es ist wie bei der BMW Reklame, wo das Auto frei und einsam auf einer Landstrasse gleitet. Die Realität heisst Stau. Alles Konsum-Life-Style-Quark.

  • Marcello sagt:

    Die Küche im Obergeschoss bei einem Sommerhaus ?? Im Sommer liebe ich es vor dem Haus zu sitzen / essen, das ist wirklich unpraktisch.

    • Markus sagt:

      Die Küche befindet sich direkt hinter der Tür, welche auf dem letzten Bild sichtbar ist – vergleiche die Fensterfronten innen und aussen. Also kein Problem, auf de Vorplatz zu essen.

  • Magali sagt:

    Wir sind jedes Jahr mehrfach in dieser Gegend in den Ferien. Das Haus passt ausgezeichnet dort hin, da haben wir schon ziemlich „abverheite“ Häuser gesehen, dieses ist eine löbliche Ausnahme. Da es im Sommer fast nie regnet und z. B. dieses Jahr etwa 6 Wochen nie unter 30 Grad war (nachts kaum kühler), sind wenig Fensterfläche ideal.
    Im Burgenland/am Neusiedlersee herrscht ein wunderschönes, sehr starkes Licht, also macht euch keine Sorgen um Dunkelheit im Innern oder Regen auf dem Kopf – wer dieses Haus gebaut hat, wusste sehr genau was er tat.
    Die Kellerstöckl im Übrigen sehen auch genau so aus, ohne Vordach und ohne Dachüberhang, allerdings würde ich mir auch etwas Sorge machen um die schöne Fassade, die alten Vorbilder sind aus Stein und meist in den Hang hinein gebaut.

  • Peter sagt:

    … schlicht und ansprechend im äußeren, schöne Struktur(die dem Auge immer neue Eindrücke zukommen lässt)
    … natürlich nix für Leute die permanent Fenster putzen wollen und einem Reinigungszwang unterliegen!

    … ich nehme es sofort :-)

  • Eleonora sagt:

    FANTASTISCH – es wäre ein Traum in diesem Haus, an diesem Ort zu wohnen. TOLL !!

  • Gerhard Keller sagt:

    Willkommen im Schlechte Laune Paradies! Merkt ihr eigentlich wie hier jeder einfach nur rummosert? Will mal gern eure Agglo Fertighäuser aus den 80er Jahren sehen. Kein Wunder steht überall nur das gleiche Einerlei.

    Also ich finde das einen wirklich coolen Entwurf und eine konsequente Umsetzung.

    @die meisten: Wo and wann macht ihr eigentlich Ferien? Regnet es da ständig oder kommt euch das Wetter immer so vor als würde es regnen?

    @Alexander: wo siehst du Visualisierungen? Hallo, das sind Fotos!

    Grüsse an eure groooooooossen tollen Vordächer :-)

    • will williamson sagt:

      Grosse Vordächer sind tatsächlich sooooooooooooooo toll! Ich weiss das, weil ich keine hab.

    • Ueli Hoch sagt:

      Nochmals @Keller: Lesen Sie doch auch einmal den Beitrag von Will Williamson von 23. November 2012 um 08:51. Da hat einer einen Bauplatz mit wunderschöner Seesicht und der beklopte Architekt findet die Geometrie von Aussen wichtiger, als eine tolle Seesicht vom Essplatz aus. Sorry sowas ist einfach nur noch dumm im Quadrat!

      • Andreas Enggist sagt:

        Da muss ich Ihnen recht geben, das mit dem Fenster ist irgendwie komisch.
        Als Architekt muss ich Ihnen aber mitteilen, dass ein Gebäudekonzept auch in enger Zusammenarbeit mit dem Bauherren entsteht. Möglicherweise hat in diesem Fall die Kommunikation nicht einwandfrei funktioniert.
        Fehler macht jeder Mensch von Zeit zu Zeit, zudem sind Geschmäcker verschieden….aber darum gleich eine ganze Berufsgruppe zur Schnecke machen – kindisch und nievaulos.

  • Markus Hildebrand sagt:

    extremer Aufwand und nur für Kenner. Der Rest findet es einen Mist.
    da lohnt sich doch so ein Architektur-Studium.

  • Fritz Nussbaumer sagt:

    In der Schweiz hat bis heute die Armee ihre Bunker so getarnt, damit jeder wusste, unter diesem Schopf gibt es einen Bunker mit Kanonen.

  • Als Ferienhaus geht das für mich i.O.
    Als feste Hütte aber gar nicht, meine Änderungen soweit ich das Haus aufgrund der Fotos beurteilen kann:
    – Viel mehr Fensterfläche rundherum, ca. das 3-fache
    – Auf jeder Dachseite 3 sehr grosse Dachfenster
    Dann wird es auch richtig hell dort drin.

  • Felix sagt:

    es liegt mir fern Wertungen hinsichtlich „Qualität“ oder „Ästhetik“ von mir zu geben, doch berührt es mich fast schmerzhaft, wie zumindest am Aussenbau ein nicht materialgerechter Einsatz von Holz einen Trend wiederholt, bei dem man nun schon seit etlichen Jahren allenthalben sehen kann, dass es nicht funktioniert… Ich würde gerne ein Bild des Hauses in 5 Jahren sehen…

    Mein Vater hat 1963 ein eingeschossiges Flachdach-Einfamilienhaus gebaut mit Holzfassade, das m.E. heute noch elegant und modern wirkt. Allerdings: Tropenholz Nut und Feder vertikal – heute nicht mehr politisch korrekt und das entsprechende Holz könnte gar nicht mehr eingeführt werden. Doch: die Bäume sind nicht umsonst gestorben: Die Fassade ist nach bald 50 Jahren noch in bestem Zustand – nur die Entfernung einer späteren, zu dunkel pigmentierten Imprägnierung wäre wünschenswert, die den warmen, rötlichen Ton zu stark überlagert hat.

    Gleich daneben wurde von einem ambitionierten Architekten (der sich expliziterweise von der benachbarten „60er-Jahre-Architektur“ unterscheiden wollte) vor wenigen Jahren ein Gebäude mit einer Fassade im obigen Sinne versehen. Es vergingen keine zwei Jahre, bis Probleme auftraten. Dauernd wurde geflickt und nachgebessert, teils mit Basteleien, die das mutmassliche gestalterische Konzept peinlich kompromittiert haben. Heute sieht alles nach Sanierungsfall aus.
    Ich selber habe vor ca. 25 Jahren eine Tannenholzfassade montiert – in sehr traditioneller Weise mit stumpf gestossenen, vertikalen, 28 mm starken Bohlen und über den Stössen eine aufgenagelte Deckleiste – und das sieht noch immer schick aus obwohl die Imprägnierung nur einmal aufgefrischt wurde.

    Immer wird von „Nachhaltigkeit“ gesprochen. M.E. würde dazu auch gehören, dem materialgerechten Einsatz mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Wäre es „nachhaltig“, wenn ein wohl eher wohlhabender Besitzer der gezeigten Liegenschaft die Fassade in ein paar Jahren ersetzt, um das schicke Äussere zu wahren???

    • Markus sagt:

      Da scheint ein Fachmann zu sprechen, insb. dem letzten Abschnitt ist nichts beizufügen.

      P.S. Mir gefällt das Haus, und für mich wäre es auch durchaus in einer Siedlung denkbar. Wie dauerhaft die Fassade ist, kann ich aber nicht beurteilen. Und ja, aus Erfahrung ist ein überdachter Aussenbereich für den gelegentlichen Sommerregen sehr praktisch.

  • Bulk sagt:

    Innen hui aussen Pfui. Es kann rund um das Haus herum nichts ans trockenen gestellt werden. Völlig unpraktisch kein Vordach. Wie vieles in der Architektur Ästetisch schön, praktisch im Alltag nicht zu gebrauchen, hohe Unterhaltskosten und auch noch teuer beim Bauen, da Handwerker an viele technische Probleme stossen.

  • R. Wick sagt:

    Mir gefällt es nicht!!!

  • Alexander Proff sagt:

    Ich frage mich, ob dieses Haus schon gebaut ist. Wir sehen nur Visualisierungen, keine Photos. Wenn es regnet oder schneit, wohnt niemand in diesem Haus. Wenn die Sonne scheint auch nicht. Sonnenstoren fehlen. Es ist eine Skulptur, die unsere Ansprüche an Ferienhäuser in Frage stellt. Was bauen wir eigentlich in der Natur, wenn wir die Witterung nicht mögen? Eigentlich haben wir da gar nichts verloren, wenn wir mit ihr nicht leben wollen.

  • AL sagt:

    genial schön, erinnert an die innovative holzarchitektur im bregenzerwald

  • Armin Bucher sagt:

    Es ist eine Kunst, mit Holz so „kalt“ zu bauen! Mehr Monument als Lebensraum. Damit reiht es sich ein in den aktuell trendigen „Lego-Klotzhäuschen“-Stil.

  • Irene Maeder sagt:

    Will ich haben! Material erinnert mich an eine Biberburg, und dann mach ich gleich mit dem Haus Winterschlaf!

  • Herbert Hegner sagt:

    Wer gerne in einer strengen Kirche ohne Trum lebt, soll einziehen. Die architektonische Strenge hat seine eigene Ästhetik, aber Leben wird mit Ecken und Rundungen erzeugt, und das fehlt hier wie bei fast sämtlichen neumodischen Gebäuden total. Es wirkt trotz so viel Holz einfach nur kalt. Und es wiederspiegelt so einen grossen Anteil unserer verbildeten Welt.

  • Richi sagt:

    Vom Architektur-Blog gelernt: Ein Haus mit Giebel gilt dann als „modern“, „kunstlerisch“ und „zeitgemäss“, wenn es kein Vordach hat! Irgendwie haben aber alle diese Häuser keine Vordächer mehr und langweilen nur noch, statt zu faszinieren…

  • Wir sind begeistert von der Architektur!

  • graf beat sagt:

    interessant, was alles gebaut werden darf. Fehlt nur noch der Kirchtum. Schön geht anders.

  • stylewatch sagt:

    Ein wunderschönes Objekt. Aber als Ferienhaus möchte ich es nicht. Mein Ferienhaus sollte zwar schlicht, aber dennnoch wohnlich und irgendwie kuschelig sein. Auch würde ich ein Ferienhaus mit überdachtem Bereich bevorzugen. Ein Bereich, der vor dem Regen geschützt ist, und wo man auch mal bei schlechtem Wetter draussen sein könnte.

  • Martin sagt:

    In einer unverbauten Landschaft wie auf diesem Foto mag dies als edle Kunst verkauft werden
    ein „normales Haus“ würde nicht bewilligt und als Landschaftsverschandelung gelten – umgekehrt passt dieser einfache Hausstiehl nicht in ein Einfamilienhausquartier mit herkömmlichm Hausbau

  • markus gerat sagt:

    wenn die sonne fehlt ist es in dem haus stock finster!

    • maha sagt:

      das wird auch in ihrem haus so sein…
      wenns dunkel ist, ists nun mal dunkel.

      also was man hier in den kommentaren lesen kann, ist schon sehr unterhaltsam.
      und jeder meint von sich, er selbst wohnt im schönsten häuselein.
      schicken sie uns doch mal fotos von ihrem heimchen, das mit den vordächern, den vorhängen vor dem fenster,
      dem herzchen in der haustüre und den roten ziegeln… wird sicher auch lustig.

      als wir noch in höhlen wohnten, wurden die ersten, die holzhütten aufstellten bestimmt auch schon als
      spinner abgetan.
      dieses ewig schweizer-nörgeli geht auf den sack!

      • lukas sagt:

        maha. ins schwarze getroffen! ausser dass dies nichts mit schweizern zu tun hat… vergnüg dich mal in einem ausländischen forum

  • Alex Zatelli sagt:

    Ich dachte, an diesem Schlichten, Strengen, Reduktionierten und Spartanischen haben wir uns langsam sattgesehen. Diese fast schon primitiven Formen wiederholen sich doch nur endlos.

  • Leopold sagt:

    Da fehlt doch ein Turm.

    M. Leopold

  • Barbara Müller sagt:

    Sorry, aber das sieht eher nach einem Stall aus… Schön?

    • Thomas sagt:

      Nein, bei Ställen verbaut man das Holz sicher nicht horizontal, man will ja, dass das Wasser abläuft und nicht irgendwo in der Fassade versickert. Das Gebäude braucht so keine hinterlüftete Fassade.

  • Thomas sagt:

    Das Haus ist aber mit dem Schweizer Landschaftsschutznormen nicht kompatibel. Es hat kein rotes (Ziegel-) Dach.

  • Ueli Hoch sagt:

    Sieht ja vielleicht toll aus, aber ist sowas auch materialgerecht und praktisch? Früher baute man Holzhäuser immer mit grossen Vordächern, damit das Holz darunter trocken bleibt. Sieht vielleicht nicht so gut aus, dafür überlebte das Holz bis zu mehreren hundert Jahren. Weiter hat en grosses Vordach, den Vorteil, dass man auch bei Regen vor die Türe sehen oder ums Haus herum laufen kann, ohne einen nassen Kopf zu kriegen. Bei diesenm Haus kann man aber nicht mal das Fenster öffnen oder vor die Tère stehen ohnen nass zu werden. Ist moderne Architektur die nur aufs Äussere achtet und materialtechnische und nutzungspratkische Tatsachen aussen vor lässt, wirklich gute Architektur????

    • will williamson sagt:

      Das fehlende Vordach ist mir auch sofort aufgefallen. Damit fallen auch – wie Sie richtig feststellen – die Vorteile eines solchen weg. Aber Architekten achten öfters nicht auf solche Aspekte. Ich musste bei meinem Haus eine Fensteröffnung im Wohn-/ Esszimmer vergrössern und ein neues Fenster einsetzen, um die wunderbare Seesicht möglich zu machen. Der Architekt war der Meinung, wegen der Geometrie von aussen müsse das Esszimmerfenster in der Höhe mit dem weit höher gelegenen Küchenfenster eine Linie bilden. Ein richtiger „Architektenfurz“.

    • Snilek sagt:

      Die moderne Architektur verfügt auch über andere Materialien als Jene die vor 200 Jahren ein altes Bauernhaus bauten. Heute achtet man weniger auf das Äussere (in diesem Beispiel jedoch schon), der Innenausbau ist das Wichtigste in unseren Zeiten. Da frage ich mich in welchem Jahr Sie leben, wollen sei den immer auf das „gute Alte“ vertrauen?

      • Ueli Hoch sagt:

        @snilek: Ich gebe Ihnen insofern recht, als dass in diesem Beispiel das Lärchenholz nur die Verkleidung ist und darunter hoffentlich ein wirklich dauerhaftes Material vorhanden ist. Das Problem, resp. die Dummheit, dass es einem auf den Kopf „schifft“ wenn man diesen zur Tür oder zum Fenster hinaus steckt, oder das man mit einem kleinen Fenster auch nur eine kleine Aussicht hat, wie Hr. Williamson oben beschreibt, ist bei vielen modernen Bauten trotzdem vorhanden.

      • gustav sagt:

        das holz hat trotz versuchen mit nanotech etc die selben eigenschaften wie vor hunderten jahren. das „alte“ holz mit dem alten vordach, welches wir heute noch sehen, hat seine zweckmässigkeit bewiesen. sonst wäre es nicht mehr da. diese fassade wird keine 30 jahre halten. auch wenns dauerhaftes holz (lärche) ist. die funktionalität eines hauses ohne vordach entspricht der nutzung des bewohners: er verlässt das haus nur mit auto durch die tiefgarage. das ist die „form follows function“-eleganz des archtekten. natürlichkeit steht dazu jedoch im widerspruch. dann lieber beton. das wäre ehrlicher.

    • Tobi Vogler sagt:

      Ein weiterer Nachteil des fehlenden Vordaches bzw. Dachüberhang: Wenn bei Regen das Fenster offen steht, schifft’s gleich die ganze Hütte voll.

      • Stephan Baumann sagt:

        Ein weiterer Nachteil eines Hauses ohne Vordach ist, dass man nach jedem Regen die Fenster putzen muss. Wenn ich dieses Sommerhaus auch mal im Winter benützen würde, hätte ich Angst vor Dachlawinen und das Schneekehren auf der Türschwelle würde mich nerven.
        Naja in Zürich gibts ein Haus aus Stampflehm ohne Vordach, da kann man interessante Erosionsprozesse beobachten, Architekten mögen offenbar Vordächer nicht so gerne und nehmen deswegen einiges in Kauf.

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