Poesie in der Grossstadt

Die Wohnung von Martina Meier und Andrea Caprez hat ein wohnliches, poetisches Ambiente und bietet viel bequemen Platz für urbanes Leben. Das Paar hat sie sich aber nicht nur sehr persönlich eingerichtet, sondern die Wohnung auch nach den eigenen Bedürfnissen umbauen lassen. Entstanden ist Unerwartetes, Neues und Modernes, das sich interessant mit der Grundstruktur der klassischen 30er-Jahre-Wohnung verbindet.

 Fotos: Rita Palanikumar 

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Bilder kreieren Sie beide, die Fotografin Martina Meier und der Illustrator Andrea Caprez. So entdeckt man denn in der Stadtwohnung des Paares überall Bildhaftes, kleine Geschichten und poetische Inszenierungen. Tierchen schauen zwischen Blumentöpfen hervor, Pflanzen sind dramatisch inszeniert, Möbel gekonnt gestellt und Accessoires wie Stilleben arrangiert. Aber alles wirkt persönlich, zufällig und unkompliziert. Die grosse Wohnung mit Aussicht auf die Stadt ist in einem Mehrfamilienhaus aus den 30er-Jahren, welches die beiden zusammen mit Freunden kaufen und nach eigenen Vorstellungen umbauen konnten. Die klassische Aufteilung der Wohnung wurde durchbrochen, wodurch eine spannende Verbindung von Neuem und Bekanntem entstanden ist. So wurde zum Beispiel die Küche ganz einfach ins Wohnzimmer integriert, an ihrer Stelle entstand ein grosses Badezimmer mit Umkleideraum. Wände wurden durchbrochen und grössere, interessantere Räume sind entstanden. Aus der klassischen Stadtwohnung ist ein moderner, urbaner, unkomplizierter neuer Wohnraum entstanden, der grosszügigeren Platz für heutige Bedürfnisse bietet. Mit wenig Aufwand wurde auch ein neuer Look kreiert, der gekonnt auf die Ursprünglichkeit der Wohnung eingeht, aber aktuell und frisch wirkt. So bekamen die Holzböden einen dunklen, glänzenden Anstrich, Türen wurden entfernt und Wände, wo immer möglich, herausgebrochen.

Copyright: Rita Palanikumar

Die Fotografin Martina Meier beschäftigt sich auch beruflich viel mit Wohnen und Essen. Sie fotografiert ganze Kochbücher, schicke Rezeptseiten von Hochglanzmagazinen und Intereriors für Zeitschriften und Kataloge. So fliesst denn ihre Arbeit auch zu Hause ein, und umgekehrt bringt sie persönliche Gegenstände als Props mit aufs Set. Erst kürzlich war sie von den Inszenierungen einer Stylistin vor farbigen Wänden so begeistert, dass sie zu Hause gleich einige Wände farbig gestrichen hat. Dafür entdeckt man dann auf ihren Fotos schon mal den hübschen, weissen Hasen, private Souvenirs, persönliche Sammelstücke oder sie inszeniert gleich ein Bild in den eigenen vier Wänden. Im grossen Hauptraum der Wohnung befindet sich eine gemütliche Wohnecke mit Retrocharme, welche durch die schilfgrüne Wand Tiefe bekommt. Abgegrenzt zur Küche und dem Esszimmer wurde mit einem langen, quergestellten Sideboard.

Copyright: Rita Palanikumar

«Die Wohnung wirkt mit dem dunkel lackierten Holzboden viel glamouröser als mit dem ursprünglichen, warmen, ein wenig bieder wirkenden Holzboden», erklärt das Paar ihre Wahl. So bekommt denn auch alles auf dem Boden einen dramatischeren Effekt, sei es das liebvoll inszenierte Stillleben mit dem weissen Hasen und den Blumen, die wunderschöne, wuchernde Sukkulente oder die unkomplizierte Lösung, mit Büchern dem Fernseher Höhe zu geben.

Copyright: Rita Palanikumar

Gegessen und zusammengesessen wird mit grosszügiger Rundum-Aussicht auf das sich stets verändernde Zürich.

Copyright: Rita Palanikumar

Beim genaueren Hinschauen entdeckt man überall zwischen Alltagsgegenständen kleine Figuren, Persönliches und Unerwartetes.

Copyright: Rita Palanikumar

Dort, wo man eigentlich die Küche erwartet, ist ein grosses Badezimmer eingebaut. Dafür steht die Küchenkombination ganz selbstverständlich entlang der Wand im grossen Wohn-Essraum. Sie ist weiss, elegant, schlicht und lässt fast an eine Wohnwand oder ein grosses Möbelstück denken.

Copyright: Rita Palanikumar

Gegenüber der Küchenkombination steht der grosse, leichte Essstisch, wie ein Hauptdarsteller auf  einer Bühne. Die dreiseitige Fensterfront ist mit weissen, leicht wirkenden Vorhängen versehen. Durch den Schwarz-Weiss-Kontrast mit dem Boden kommt automatisch ein starker, dramatischer und eleganter Effekt auf.

Copyright: Rita Palanikumar

Ein kleiner Beistelltisch dient als  als Anrichte und Abstellfläche. Der Raum darunter wird mit hübschen Körben, die auch Stauraum bieten, optimal genutzt.

Copyright: Rita Palanikumar

Das Zimmer neben dem grossen, offenen Hauptwohnraum wird als privates Rückzugsgebiet gebraucht, etwa zum Lesen, Ausruhen und Arbeiten. Eine grosse, schlichte, weisse Bücherwand ist auch in diesem Nebenraum installiert.

Copyright: Rita Palanikumar

Ganz klar, dass man auf dem Regal nicht nur Bücher findet, sondern auch Privates, Lustiges, Freches, Interessantes und Zufälliges.

Copyright: Rita Palanikumar

Das Inselfeeling des Rückzugsraumes wird mit einem Blick auf die Welt und auf zwei kleine Bananenstauden, die einmal gross herauskommen möchten, unterstützt!

Copyright: Rita Palanikumar

Der Nebenraum bietet Platz zum Ausruhen, Arbeiten oder um den Balkon zu geniessen. Die skulpturell wirkende Hängeleuchte ist ein attraktiver Blickfänger.

Copyright: Rita Palanikumar

Anstelle eines Sofas haben sich Martina und Andrea für ein gemütliches Tagesbett entschieden. «Hier lässt sich einfach viel gemütlicher die Zeitung lesen», meinen die Zwei.

Copyright: Rita Palanikumar

Auf dem Bücheregal sind auch Andrea Caprez‘ Skizzenbücher zu finden. Der Illustrator und Comiczeichner führt gezeichnete Tagebücher.

Copyright: Rita Palanikumar

Ein Traum von Martina wurde mit dieser Badezimmerlösung wahr. «Ich wollte ganz einfach ein grosse Bad, deswegen haben wir die ursprüngliche Küche und das Bad zusammengelegt, einen grossen Wandschrank installiert und haben nun einen Bade-Ankleideraum.» Natürlich darf auch hier ein wenig Glamour und Poesie nicht fehlen. So baumelt ein Vorhang aus Muschelplättchen am Badezimmerfenster, die Tücher zeigen ein exotisches Blumenmuster und der  Boden ist aus schwarzen Steinplatten. Das Aussergewöhnlichste aber ist der kleine Küchenbalkon, der nun Teil des grossen Bades ist. Er ist mit hohen Bambuspflanzen versehen, so dass keine Sicht frei wird und ein sommerliches Gefühl entsteht.

Copyright: Rita Palanikumar

Schmuck und Haaraccessoires in hübschen Schälchen sorgen auch im Bad für schöne, persönliche Alltags-Stillleben.

Copyright: Rita Palanikumar

Das grau gestrichene Schlafzimmer mit Wäsche, Vorhängen und Möbel in Weiss wirkt elegant und privat und passt perfekt in die 30er-Jahre-Wohnung.

Copyright: Rita Palanikumar

Stillleben im Schlafzimmer: ein Eamesstuhl als Kleiderablage und ein alter Reisekoffer als Nachttischchen.

Links: Martina Meiers Webseite: www.martinameier.ch Andrea Caprez‘ Webseite: www.andreacaprez.ch

19 Kommentare zu «Poesie in der Grossstadt»

  • Ich persönlich erkenne mich im Einrichtungsstil der beiden vollkommen wieder und kann deren Einstellung nur zupflichten. Wirkliches Leben verleiht man dem Interieur erst dann, wenn man auf eine gewisse Komposition achtet. Guter Stil ist sicherlich kein Zufall!

  • Kerstin sagt:

    Wirklich sehr geschmackvoll. Ich finde es immer immer interessant, dass man die Möbel der Damen direkt identifizieren kann – ich wette es sind die weißen :-) Ich muss aber gestehen, dass ich dunkles Laminat nicht ganz so gerne mag, dadurch werden die Wohnräume recht dunkel. Ansosnten finde ich sehr schön, dass ihr die Wohnung nicht so voll gestellt habt. Es gibt reichlich Platz. Auch wenn er vielleicht nicht direkt zur Wohnung gehört, hätte mnich der Balkon doch schon interessiert. Die schöne Aussicht kann man ja zumindest erahnen. Für mich sind Fenster etwas ganz besonderes und mit das Wichtigste an einer Wohnung. Ich beschäftige mich in meinem eigenen Blog speziell mit diesem Thema. Habt ihr nie darüber nachgedacht in den Wohnbereichen Vorhänge aufzuhängen (wenn ich das richtig sehe, habt ihr fast keine) oder ein paar Pflanzen aufzustellen? Ich finde, damit kann man die Wohnung noch schöner gestalten.

  • Ella Müller sagt:

    Die Pflanzen sind das Schönste an der Einrichtung.

  • Marie-Françoise Eigner sagt:

    Der Bambus beim Esstisch ist ein Cyperus :-)! Der ist bestimmt echt! Melden Sie sich doch mal bei mir: http://www.zierwerk.ch

  • Dornröschen sagt:

    wow. um den Bambus bei Esstisch beneide ich die Zwei! Ist der wohl echt und wo bekommt man so ein Superding?
    Sonst z.T nachahmenswert aber sogar für mich zuviel Chichi herumzustehen/liegen.

  • René Zwingli sagt:

    Endlich ist einmal eine einigermassen „normale“ Zürcher Wohnung hier im oftmals überzogenen Sweethome-Blog zu sehen! Ohne 4m hohe Räume, ohne Jugendstil-Decken, ohne 200 m2 Dachterrasse mit Blick auf den See. Dafür mit Stil und Charakter. Auch keine sterile Designermöbelausstellung. Gratulation den Bewohnern und dem Blog!

    Aus Umweltschutzsicht kann man den beiden liebenswerten Bewohnern meines Erachtens keinen Vorwurf machen. Es gibt nun mal halt auch ältere Häuser in Zürich, und das Verhalten der Bewohner ist mindestens so entscheidend wie der Isolationsstandard des Hauses. Da beide Bewohner selbständig tätig sind, wird die Wohnung vermutlich zu einem grossen Teil auch fürs Arbeiten verwendet. Haben sich die LeserInnen auch schon einmal gefragt, wieviel Energie zur Beheizung des Grossraumbüros, der Caféteria, der Kantine verwendet wird? Dass die meisten gedankenlos zu Hause weiterheizen, auch wenn während vielleicht 12 Stunden pro Tag gar niemand zu Hause ist? Das sind 50% Energiesparpotential! Auch ein Unterschied macht, ob man zu Hause stets alle Räume heizt oder nur einzelne und wie stark man sie heizt. Klassische Heizkörper bieten da oftmals viel feinere Anpassungsmöglichkeiten als moderne Wohnungen mit ein paar wenigen Thermostaten, die man meist nur grossflächig und ungenau regulieren kann. Ob man bei 25 °C lebt oder ob 18 °C reichen, macht energetisch einen grossen Unterschied. Auch nützt es herzlich wenig, in einem gut isolierten Minergie-Neubau an der Goldküste zu wohnen, wenn man dann dafür mit dem Porsche Cayenne Hybrid SUV im Globus von weit her importierte Bio-Delikatessen einkaufen geht, alle paar Wochen für eine Sitzung nach London und zur Erholung zwei Mal jährlich zum Personal-Yogi nach Goa fliegt, weil man ja schliesslich „neugrün“ und ach so „weltoffen“ und „modern“ ist.

    Den beiden Bewohnern hier traue ich ein gesundes Umweltbewusstsein zu. Der statistisch entscheidendste Faktor bezüglich energetischer Fussabdruck ist nach wie vor das verfügbare Haushaltseinkommen. Selbständige Illustratoren und Fotografen verfügen normalerweise nicht über ein Einkommen, das sie überhaupt von Heliskiing, dem White Turf in St.Moritz oder Weihnachts-Shopping in New York und so weiter träumen lässt. Die normalen Nichtgrünen sind in Realität oftmals viel grüner als die selbstdeklarierten Neugrünen.

    • peter meier sagt:

      schön gesagt! :)

    • Markus Weilenmann sagt:

      Das ist ja alles schön und gut, Herr Zwingli! Es ist bei aller Sympathie aber kein Grund, auch Besitzer eines 30er Jahre Haus nicht zu kritisieren, wenn sie ihre alten und winddurchlässigen Fenster nicht durch moderne Isolationsverglasung ersetzen, nichts tun für Boden- + Aussenisolation, möglicherweise mit der alten Ölheizung weiterfahren usw. Auch ich wohne in einem 30er Jahre Haus und habe lernen müssen, dass meine anfänglichen Design-Einwände völlig fehl am Platz sind. Man kann das tun, auch mit begrenztem Einkommen, v.a. wenn man schon einen ganzen Block in Zürich kaufen kann! Mit ein paar Grundrissoptiemierungen, ein paar kosmetischen Veränderungen für das Auge + einem (von Ihnen vermuteten) ökologischen Lebensstil ist noch keine umweltbewusste Wohnung entstanden. Es gibt 30er jahre Häuser mit sehr guter Bausubstanz, bei denen sich solche Investitionen + Investitionen in eine zeitgemässe Heizung allemal lohnen.

  • Andreas Gasser sagt:

    Wunderschön! Sieht richtig gemütlich aus.

    Zur Wärmedämmung: Die ganze Fassade zu dämmen macht bei einem so alten Haus in der Tat keinen Sinn – und würde ev. auch gar nicht bewilligt, weil solche Fassaden oft unter Denkmal- oder ähnlichem Schutz stehen. Wäre viel zu teuer, ein Neubau käme vermutlich günstiger und wäre vom Raumklima her gesehen gesünder, weil man dann eine kontrollierte Wohnraumlüftung hätte.

    Ich denke aber, alleine die Fenster zu sanieren, z.B. gleich mit 3-fach-Verglasung – würde bereits einen sehr wichtigen Beitrag zur Senkung der Heizkosten liefern. Und das kostet nicht die Welt. Je nach Anzahl und Grösse zwischen 20’000 und 50’000 Franken. Fenster sind – neben dem Dach – die schlimmsten Energieschleudern bei alten Häusern.

  • Dominique sagt:

    Läck, das ist eine geniale Wohnung ! Ein ganz grosses Kompliment, ist super eingerichtet (obwohl es tatsächlich ein Abstaube-Albtraum ist, aber mit Swiffer alles halb so schlimm…;o)). Ich finde, gerade die alten Fenster und die Heizung machen eben viel von diesem Charme aus…

  • Sabine sagt:

    tolles design, aber wurde die energetische sanierung vergessen? fenster und heizung machen einen relativen alten eindruck.

    • Karl Lang sagt:

      Zur energetischen Sanierung: Auch ich wohne in einem Haus aus den 30er Jahren (3-Familienhaus). Klar, unsere Gasrechnung fürs Heizen sicher über Fr. 1500 teurer als in einem energetisch sanierten Haus. Die Rechnung geht aber nie auf: Die Sanierung des ganzen Hauses mit Fenstern und Fassade würde weit über Fr. 600’000 kosten. Mit diesem Geld können wir noch Jahrzehnte heizen. Die Sanierung lohnt sich nicht bei einem so alten Haus. Wir geniessen das gesunde Wohnklima mit etwas zugigen Fenstern ohne das Gefühl, in einem Safe zu wohnen, in dem man jede Stunde Stosslüften muss.

      Bitte berücksichtigen Sie auch die graue Energie für die Herstellung der neuen Kunstofffenster und der Dämmmaterialien. So gesehen ist unser Haus nicht unvernünftig.

      • Sabine sagt:

        es geht nicht um die rechnung, sondern um das ökosystem. wir haben unser haus saniert. erdwärme für heizung und warmwasser, PV für strom.

      • Karl Lang sagt:

        Sie wollen also unserem Ökosystem Sorge tragen. Das ist durchaus ehrenwert. Doch bitte belassen Sie es nicht beim Schlagwort, sondern rechnen Sie unideologisch das Ganze durch. Es braucht Energie und Rohstoffe für die Herstellung von Dämmstoffen und Kunststoffenstern. Am Ende des Lebenszyklus ist die Entsorgung von beiden Materialien auch nicht ohne. Mit Ihrer Wärmepumpe „heizen“ Sie Ihr zu einem Drittel mit Strom. Die kontinuierliche Zunahme des Stromverbrauchs in der Schweiz geht zu einem grossen Teil auch aufs Konto von Wärmepumpen (die ja eigentlich eine gute Sache sind). Bald brauchen wir Gaskraftwerke, um den Aussteig aus der Atomenergie zu realisieren. Absurd: Da kann ich doch selbst gleich mit Gas heizen. Aus meiner Sicht macht eine solche Sanierung eines Altbaus keinen Sinn.

      • lieber kurt lang
        energiesparen macht sehr viel sinn, am besten mit einer guten waermedaemmung. das heizsystem kommt nachgelagert. die graue energie der waermedaemmung rechnet sich auf jeden fall. wir sind alle in der verantwortung energie zu sparen.

    • danny sagt:

      Häuser aus den 30er haben generell eine ziemlich solide Bausubstanz. Da ist die Abwärme im vergleich mit vielem das bis weit in die 90er gebaut wurde vergleichbar klein. Das macht es dann womöglich wieder wett…

      Aber 30er Jahre Bauten zeichnen sich oft durch hohe Decken und Stuk aus. Das kann man hier aber kaum erkennen.

    • M. Baettiger sagt:

      @ Lang
      Sie haben natürlich völlig recht. Aber dies ist eine ideologische Diskussion. Da können Sie noch so gut argumentieren und auf immense Sanierungskosten hinweisen: diese Leute gehen einfach davon aus, dass es sich jeder leisten kann hunderttausende Franken auszugeben für eine entsprechende „Aufrüstung“. Bei meinem Haus (aus Erbschaft) ist es genau gleich. Völlig undenkbar, diese Mehrkosten aufbringen zu können. Erst recht, wenn man schon die Steueraufwendungen für eine Liegenschaft kaum mehr tragen kann (Vermögenssteuer, Eigenmietwert, Hypo-Zins etc.). PS: mein amtl. Wert der Liegenschaft wurde soeben um 56% heraufgesetzt – mit entsprechender Konsequenz für den Eigenmietwert! Letztlich: wer sein Haus energetisch saniert, wird dafür auch noch steuerrechtlich mit einem erhöhten amtl. Wert beglückt! Die staatlichen Beiträge wiederum belaufen sich auf 1-2% der Kosten und sind nur unter der Voraussetzung „abholbar“, wenn man überdimensioniert saniert – z.B. bezüglich der dicke bei der Wàrmedämmung. Das ganze ist schlicht unbezahlbar. PS: würden wir auf jedes Hausdach eine Solarzellenanlage montieren (kosten ca. 35’000.-), hätten wir nicht einmal 10% des heutigen Strombedarfs in der CH gedeckt – Mehraufwand, Bevölkerungswachstum etc. nicht mitgerechnet.

  • Conny sagt:

    Sehr hübsch und mit Liebe zum Detail eingerichtet. Leider ein Abstaube-Albtraum! Sicher nichts für Leute mit wenig Zeit und Lust zum Putzen.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.