Ferienhaus vor der Haustür

Gerade jetzt über die Frühlingsfesttage kommt die Lust auf Ferien auf. Die Sweet-Home-Leser Tanja Siegwart und Marco Gander haben ein Ferienhaus gleich vor der Haustür, nämlich einen alten Spycher, in den sich die beiden ganz einfach verliebten.

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

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Als der alte Spycher zum Verkauf stand und ein damit verbundener Abriss drohte, haben Tanja Siegwart und  Marco Gander den Spycher gekauft, gerettet und ihn kurzerhand zum Ferienhaus umgebaut. Sweet Home hat das wohnbegeisterte Paar besucht, in ihrem Haus und im Spycher, hoch über dem Vierwaldstättersee.

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Eingerichtet haben Tanja Siegwart und Marco Gander mit Liebe zu modernem Design, Gespür für schöne Dinge und viel Sinn für Lebensqualität. Den Spycher kann man mieten, für kleine und grosse Ferien.

Tanja Siegwart und Marco Gander teilen sich ihr Haus nach eigenen Angaben mit 39 Pfoten. Das sind sechs Katzen und vier Hunde. Eine Katze hat eine Pfote verloren, was sie aber nicht hindert, im Garten auf die Jagd zu gehen und mit ihren Mitbewohnern zu spielen. Das moderne Haus ist in den Berghang gebaut und bietet auf drei Stockwerken grosszügigen, lichtdurchfluteten Wohnraum. Der grosse Wohn-Essraum öffnet sich zum Garten. So können die Hunde und Katzen einfach rein und raus. Im Sommer sind die grossen Schiebetüren meist offen, der Wohnraum vergrössert sich und es entsteht eine Verbindung zum unkomplizierten Leben unter freiem Himmel.

Modernes Design und klare Linien geben den Grundton im Haus an. Dieser wird mit antiken Fundstücken oder glamourösen Vintageteilen durchbrochen. Klassiker wie die Barcelona Sessel von Mies van der Rohe oder die Bogenleuchte Arco von Castiglione stehen im Mittelpunkt. Alles zusammen vermittelt Ruhe und Ausgewogenheit.

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Drei Fensterfronten helfen, dass der grosse Wohnraum mit offener Küche und Esszimmer grosszügig, offen und hell wirkt. Eine Art Säulenwand trennt den Wohn- und den Essbereich. Über dem runden Tisch und den Stühlen von Saarinen baumelt eine glamouröse Leuchte. Die Leuchte, mit über einem Meter Durchmesser, ist von Emil Stejnar und wurde in den 50er Jahren für das Wiener Kaffeehaus „Ohne Pausen“ , Marco hat sie in einem Luzerner Antiquitätengeschäft entdeckt. Sie wird zum Blickfänger und bringt Weiblichkeit und Verspieltheit in den eher grafisch und streng gestalteten Raum.

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Eine Küchenwand ist auch eine Wandtafel: Hier grüssen, dichten und zeichnen Freunde, darunter sind die vielen Essnäpfe der Hunde und Katzen platziert. Der Blick hinaus in den Garten vermittelt Feriengefühl, das ganze Jahr hindurch.

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Am Ende des Gartens, wie eine Art Weiterführung des Wohnraumes befindet sich ein atriumartiger Sitzplatz mit einem kleinen Wasserbecken. Dieses war im März, als wir fotografierten, noch mit einer dünnen Eisschicht überzogen, welche die beiden Hunde Heaven und Beetle faszinierte. Auch im Aussenbereich haben es Tanja und Marco geschafft, eine ruhige, harmonische Atmosphäre zu schaffen. Verschiedene Texturen und Elemente wie Steine, Wasser, Holz, Textil, Geflecht und Grün stehen in ausgewogenen Proportionen zueinander.

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Im Eingangsbereich, gleich neben der Garage, hat sich Marco ein eigenes, kleines Reich eingerichtet. Alle schönen Dinge, die ein Männerherz höher schlagen lassen, haben hier einen Platz: Kunst-, Design- und Architekturbücher, klassische Motorräder mit zeitentsprechenden Accessoires, Kunstobjekte und Werkzeug. Als wichtiges Möbelstück ist eine bequeme Barcelona Liege von Mies van der Rohe platziert.

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Vom Wohnhaus aus sieht man direkt auf den kleinen 300 Jahre alten Spycher. Dieser wurde in den Sechzigerjahren, wie es damals Mode war, in seiner ganzen Pracht vom Entlebuch an den Vierwaldtättersee transportiert und diente als Ferienchalet. Mit dem Ausschrieb für den Verkauf drohte ein Abriss. Tanja und Marco haben den kleinen, pittoresken Holzbau kurzentschlossen gekauft. Da sie aber nicht wirklich über die Strasse in die Ferien gehen möchten, haben Sie ihn so umgebaut, dass er ein schönes Ferienhaus für Erholungsbedürftige bietet.

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Sobald man den Spycher betritt, überwältigt einen erst einmal die wunderschöne Aussicht auf den Vierwaldstättersee. Diese versetzt einen sofort in eine andere, ruhigere Welt, also genau das, was man in der Ferien oder an einem erholsamen Wochenende sucht.

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Wenn man danach einen Schritt zurückgeht und das Innenleben des alten Speicherhauses anschaut, entdeckt man, dass bei der Einrichtung die Ruhe und Diskretion eingesetzt ist, die dem bäuerlichen, antiken Holzhaus Platz zum atmen lässt. Mit viel Stilsicherheit haben Tanja und Marco das Haus modern und respektvoll umgebaut und eingerichtet. Da werden Fensterbänke zu Sitzplätzen, auf kleinen Beistelltischen finden Blumen, Bücher und auch mal ein Windlicht Platz.

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In den Schlafzimmern ist vorwiegend mit hellen Naturtönen gearbeitet worden. Diese harmonisieren mit den antiken, rustikalen Räumlichkeiten und verleihen ihnen Leichtigkeit und Ruhe.

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So schön kann modernes Wohnen in einer rustikalen Umgebung aussehen. Mit viel Spürsinn für Details, Materialien und Farben haben Tanja und Marco den Räumen Modernität und Leichtigkeit gegeben. Was einst dunkel und klein wirkte, bekam so Luft und Platz.

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Ob von den vielen Balkonen, Fenstersimsen oder Aussentreppen aus, die atemberaubende, wunderschöne Aussicht kann drinnen und draussen bewundert werden.

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Ein weisser Anstrich verleiht den kleinen Schlafzimmern Grösse, Sanftheit und Ruhe. Und so geht das unkomplizierte Einrichtungsrezept: schlichte Saarinen-Tischchen anstelle von Omas Nachtischchen, einfache Tischleuchten von Ikea, weisse Bettwäsche, Kuschelkissen und Decken in Silber und eine edle Pflanze.

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Gekonnt mischen Tanja und Marco Modernes und Altes. Ein alter Bauernschrank, zum Beispiel wurde abgelaugt, bekam einen lasierenden weissen Anstrich. Er wirkt dadurch leicht und frisch und passt zu dem anderen schlichten, modernen Mobiliar.

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Auch im Aussenbereich kokettiert das wohnaffine Paar mit verschiedenen Elementen. Auf dem Balkon werden ganz selbstverständlich schwarze Panton-Stühle zu einem Ikea-Gartentischchen gestellt.

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In der Küche scheint immer die Sonne, dank einer leuchtenden olivengrünen Wand aus der Farbpalette von Le Corbusier. Die Küche befindet sich im Erdgeschoss, ist gross genug, dass auch Esstisch und ein grosses Sideboard darin Platz haben.

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Im Vorgarten ist ein kleiner Strand inszeniert mit einer feinen Kalksteinfläche und zwei Sonnenliegen.

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Während dem Fotoshooting geniesst Marco einen Moment mit Frühlingsonne und Prachtaussicht.

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Tanja Siegwart und Marco Ganders kleines Ferienparadies steht stolz, unverfälscht und doch modern und zeitgemäss in Fürigen am Bürgenstock.

24 Kommentare zu «Ferienhaus vor der Haustür»

  • Gaby Müller sagt:

    Hey Tanja – nach 30 Jahren lese ich von Dir im Tagi :-) Die Marienburg hat Dich ja kaum beim Einrichten Deines fantastischen Hauses und des Spychers inspiriert … Ich freue mich, dass es Dir gut geht….

  • Damian sagt:

    Wunderschön! Herzliche Gratulation.

  • Sandra sagt:

    Wunderschön und strahlt eine unglaubliche Ruhe aus!

  • Nadia Fernandez sagt:

    Traumhaft schön! Da möchte ich auch mal hin! Frau Kohler, Ihr Blog ist eine Bereicherung und ich freue mich auf jeden neuen Eintrag.

    PS: Das Paar Tanja/Marco ist im Treuhand-Bereich tätig. Einfach googlen genügt.

  • Christian Schneider sagt:

    Ein „wohnaffines“ Paar – das tönt ganz schön affig.

  • Charlotte sagt:

    Wunderschön! Ohne zu zögern würde ich sofort einziehen. Auch mich würde interessieren welchen Beruf die Beiden ausüben. Eine 08/15 Einrichtung ist das ja nicht gerade!

  • Marie Steiner sagt:

    Toller Blog, tolle Projekte, tolle Menschen, irrsinniges Ferienhaus. Weiter so Frau Kohler, sie bereichern uns auf allen Ebenen. Frohe Ostern.

  • Monika sagt:

    Schlichtweg der HAMMER! Da würd ich sofort einziehen :-))

  • Denis sagt:

    Glückwunsch, super Geschmack. Unsere schöne Zentralschweiz ist immer einen Besuch wert.

  • Natascha sagt:

    Wirklich sehr schoen. Grosses Kompliment an Beide! Ein Traum-Team!

  • Diana Hulette sagt:

    Traumhaft schön.

    Aber wäre interessiert an einem Artikel, wie jemand mit ganz wenig Geld sich schön und originell einrichtet in einer simplen Mietwohnung.

    Speziell mit viel Geschmack und Designsinn – aber mit wenig Geld als Kontrast zu jemanden mit sehr viel Geld.

  • Gema sagt:

    Traumhaft!!

  • Andrea sagt:

    Das hat mich so beeindruckt, dass ich soeben gebucht habe und meinen Mann mit einem Kurzaufenthalt überraschen werde! Toll :-)

  • Jessy sagt:

    Jupiii!

    Gerade gebucht! Freu mich jetzt schon auf die Aussicht!

  • Skeleton in the cupboard sagt:

    dear oh dear,

    so hoch über dem vierwaldstättersee würde man bei den einheimischen wohl eine gewisse trittsicherheit vermuten, aber wenn dann noch grosse stilsicherheit dazu kommt, kann das offensichtlich zu atemberaubenden resultaten führen.

    • t.s. sagt:

      dear oh dear,

      wir lieeeeben Ihre Kommentare, dahinter kann nur eine inspirierende Persönlichkeit stehen.Es ist stets ein Vergnügen von IHNEN zu lesen.

  • Benjamin Müller sagt:

    Fast zu schön um wahr zu sein – wunderbar, ein Traum!

  • Endspurt sagt:

    ist das geschrieben auf der tafel auch design oder stammt es von normalen menschen?

  • Daniel sagt:

    Traumhaft schön, das grosse Wohnhaus und der Spycher. Vorallem die Aussicht, grandios. Trotzdem würde mich Interessieren,was die zwei Beruflich machen? Wenn man auf diesem Alter schon sowas grandioses Leisten kann?

  • Geri Kunz sagt:

    Sagenhaft, modern und trotzdem heimelig, ich gratuliere…

  • Jeanine sagt:

    Wunderschön! Die Einrichtung des Spychers gefällt mir sehr gut und die Aussicht ist fantastisch. Kompliment! Es ist schön zu sehen, dass Altes bestehen bleibt nicht immer durch Neues und Modernes ersetzt wird.

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