Sweet Home an der Möbelmesse in Milano: Das sind die Trends!

Mailand ist in den Tagen der Möbelmesse ein riesengrosses Strassenfest. Die Stadt ist überflutet von Design-, Architektur- und Interiorbegeisterten. Ganz im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Fashionvictims, welche auch oft in die Stadt strömen, um Trends aufzusaugen, ist die Möbelbranche viel relaxter, fast wie eine grosse Familie oder besser eine Art Wohngemeinschaft. So zeigen sich denn auch viele der neuen Möbel unkompliziert und charmant. Auf dem Messegelände wurden nachvollziehbare Welten aufgebaut, dies aber mit viel italienischer Stilsicherheit und selbstverständlicher Eleganz. In den verschiedenen Quartieren wurden ganze Wohnungen eingerichtet, Industrielofts inszeniert und Hinterhöfe umgestaltet. So kam denn auch immer wieder ein gemütliches WG-Gefühl auf, besonders wenn die vielen Trendtouristen sich durch die eingerichteten Räume zwängten, Stühle ausprobierten, Picknick auspackten oder endlich wieder mal guten Kaffee nippten. Sweet Home hat hier für Sie Trends und Interessantes aufgespürt:

iPhone-Fotos: Marianne Kohler Nizamuddin

sldnvlsnd
Kartell scheint in Italien so was wie eine superschicke Ikea zu sein. Die bunten Kunststoffstühle und Beistellmöbel zieren die meisten, für die Messe installierten Strassencafés und sind auch sonst überall anzutreffen. Unkompliziert und doch stylish und glamourös verkörpern sie denn auch den stärksten Trend. An der Messe feiert sich Kartell wie Las Vegas, mit grossen, glamourösen Neonschildern die die verschiedenen Themen zusammenfassen. Unter den «New Stars» befinden sich zum Beispiel der Stuhl «Miss Less» von Philip Starck oder die Vasenserie «Matelasse» von Patricia Urquiola.
sdn <nsxc nx
Zauberhafte, andere und wunderbar kunsthandwerkliche Kreationen sind bei Moroso oder bei Edra zu finden. Da leuchten Stühle, Liegen sind gestrickt und geflochten, Sofas knallen als Neonobjekte oder Pouffs zeigen filigrane Spitzenmuster.
sdnvs
Wer schon einmal die Klamotten von einem (oder einer) untreuen Liebsten über den Balkon geworfen hat, kann diese nun auch in einen neuen Designerstuhl pressen lassen. Casamania zeigt coole, neue Recycling-Stühle die 100 Prozent aus alten Kleidern gemacht sind. Eine harten Glasur sorgt für Beständigkeit. Andere interessante Kreationen: eine Skulptur von einer Liege, edle Fortuny-Stoffe für den Kofferschrank, ein Regal mit Herz oder ein Stuhl wie ein Boot (folgt in diesem Blog).
sdknvlsnl k
Ein gutes Beispiel wie italienisches Design demokratisch und alltäglich einziehen kann, zeigt die Firma Lago. Auf dem Messestand sind die Möbel liebevoll in kleinen Szenerien präsentiert, in der Stadt wurde eine Wohnung damit eingerichtet. Da ist eine neue Stuhlserie, die aus der Schule kommt, eine Multifunktionsliege, die gleich mit passendem Strickzeug ausgestellt ist, Wandregale für Kunstvolles und kleine gemütliche Wohnzimmer mit Lago-Blickfängern.
 vks kjsn ljks
Praktische Mitbewohner und attraktive Designobjekte sind sind die Kleinmöbel und Spiegel aus Kristallglas von der Firma Glas. Die kleinen Pilztischchen von Piero Lissoni etwa oder die Spiegel «Boxy» mit Ablagfläche von Johanna Grawunder.
v v<s
Mit viel Liebe und Poesie stellt Citterio seine Neuheiten aus. Da flattern Schmetterlinge aus Büchern in den schlichten Regalen, Tierchen und Figuren zieren Schränke, Wandregale oder Sideboards und lange, elegante Esstische sind gedeckt wie in ein Gedicht.
skdnvskn -k
Ein bisschen Drama darf nicht fehlen, dazu gehören die Leuchte «Dragons Tail» von Louisa Robinson bei Designbyhive, der Stuhl Bloom von Kenneth Cobonpue oder die Inatallastion «Bohemian Rhapsody» von Fabio Novembre, Mathieu Lehanneur und Nendo für Lasvit.
sldnvlsnlk
Gemütlichkeit im schicken Brera-Viertel: Das schönste an der Mailänder Möbelmesse ist, dass man geradezu gezwungen wird, durch die Strassen zu bummeln, Schaufenster anzuschauen, Geschäfte zu besuchen und in Wohnungen reinzuplatzen. Bilder oben: Dekorationen und Wohngefühl im Boffi Showroom. Bild unten: Poetisches Schaufenster im Brera.
dnsnl nsc
Alternativen: In der Zona Tortona werden alte Industriebauten umgebaut und dienen zwischenzeitlich als attraktive Showrooms für Möbel, Design und Schulprojekte. Der E-Shop Pigr stellt seine Möbel in Abbruchhallen. Ein Teppich mit zwei Seiten und zwei Jahreszeiten von der jungen, holländischen Designerin Yvette Laduk und Kerzenziehen der anderen Art, ein Projekt der Designschule Genf.
k dlk c
WG-Groove: Die italienische Ausgabe der Zeitschrift  Elle-Decoration gibt nicht nur Designer aus aus aller Welt die Chance, ihre Sachen auszustellen. Die Besucher dürfen sich in einer echten Stube fotografieren lassen, ganz so wie bei einem richtigen, persönlichen Besuch.
kjdnbvksn ck
Deutsches Design zeigt sich von VW bis Filz, auch in der Zona Tortona. Links: Mercedes Benz von Daimler, kleine Bilder oben links: Die Waschküche von Miele. Rechts: Filz von Bernadette Ehmanns und unten: VW.
sn n kcny
Die Schweizer Teppichfirma Ruckstuhl stellt eine neue, von Spitzenmustern inspirierte, filigrane Kollektion vor.
dvknslncx
Portugal stellt sich mit glamourösen Teilen vor. Da sind Schränke mit Innenleben, die an die klassischen, blauweissen portugiesischen Kacheln erinnern, Omas Standuhr im modernen Kleid oder ein Sitzbänke für Unentschlossene.
sdlnvs
Camping, aus der italienischen Sicht, ist superchic und kann nach Hause oder in den Garten ziehen. Campeggi zeigt ein neues Sofa, das sich in ganz verschiedene Sitzlandschaften verwandeln kann und eine Bank die den Tennisplatz interpretiert.
dknv <ckx
Der Zauber der Treppenhäuser, der Innenhöfe zeigt den in Italien so typischen «Shabby Chic». Der Charme des Alten, Gelebten und die Eleganz  und der Glamour leben eng beieinander.

11 Kommentare zu «Sweet Home an der Möbelmesse in Milano: Das sind die Trends!»

  • Katharina sagt:

    Ich mag diesen Blog auch sehr! Und ich nerve mich auch über die zum Teil komischen Kommentare. Immer findet man ein winziges Haar in der Suppe, aus dem man dann einen Elefanten macht. Mal ist es zu hell, dann zu dunkel, zu originell, zu klassisch, zu sauer, zu süss, zu blau, zu rot… :o) Löschen würde ich solche Kommentare trotzdem nicht. Das ist halt auch irgendwo Kultur und die Schreiber sind zu Teil unfreiwillig lustig.

    Aaaber… der Blick auf die Möbelmesse hat mir auch nicht so gefallen. Das liegt nicht an der Verfasserin des Beitrags, sondern am Inhalt der Messe – oder an mir. :o) So viele Déja-vus und irgendwie viel „lärmiges“ Design ohne Tiefgang. So. Und jetzt mache ich mir einen feinen, späten Fruchtsalat!

  • ……….ich korrigiere ein bisschen.. deine berichte sollltest du wallpaper oder new-york times verkaufen…… und wenn ich dein chef waere würde ich dir schon lange eine lohnerhöhung geben.ivano. hoffe dass es deinem hund gut geht.

  • cara marianne, ich habe dich sehr muede am donnertag abend vor der mailaendermesse gesehen.was du in den 2 tage nachher gesehen hast und geschrieben hast ist einfach fantastico deine berichte solltest du in english schreiben. du hast augen wie… und kannst schreiben und kommentieren wie…. wenn du so gut kochen kannst kannst du mir zum essen einladen. ich nehme viel freude mit. ivano colombo

  • patrick zulauf sagt:

    schade kommen unsere Basler im Beitrag nicht vorrrrr

  • jenny callaghan sagt:

    Liebe Frau Kohler, auch ich bin ein RIESENFAN von Ihnen. Freue mich immer ueber Ihre Artikel, Bilder + die guten Jdeen inspirieren mich immer, Wohne in San Franciso + habe auch schon vieles selber anwenden koennen. Keep up the good work + Thank you.

  • Claus Kleber sagt:

    Erst einmal ein Kompliment an die Seite im Allgemeinen, sehr sehr gerne hier rein.
    Nun muss ich aber leider anmerken, dass wenn man eine Messe besucht mit der Absicht einen Artikel mitsammt Fotos zu veröffentlichen, doch evtl. auf eine etwas bessere Kamera mit etwas Weitwinkel zurückgreift.
    Oder soll das ein Beispiel dafür sein wie schlecht und schief das iPhone Fotos macht? Liegt denn in der Redaktion nirgends eine Kamera herum?
    Zum anderen die Bildunterschrift zu den letzten Fotos: Ich musste echt schmunzeln, als ich dass gelesen habe
    «Shabby Chic». Ab sofort wird bei mir Zuhause nie mehr geputzt, damit „Der Charme des Alten, Gelebten und die Eleganz und der Glamour“ erhalten bleibt.

  • Gema sagt:

    Die gute Dame hat einen Namen und macht ihren Job (sehr gut übrigens) und die Messe findet jährlich statt…
    Frau Kohler, ehrlich gesagt ich weiss nicht wie sie es schaffen… Bei solchen Kommentaren, die gar nicht mit konstruktive Kritik zu tun haben, bin ich mir sicher, ich hätte schon längst aufgegeben aber ich danke Ihnen, dass Sie trotzdem noch weitermachen. Ich finde das Blog gut und freue mich immer wieder auf neue Einträge. Ich kann leider nicht das Gleiche sagen, was einige Kommentare betreffen. Löschen Sie sie weiter, wir werden sie nicht vermissen.

    • Andrea sagt:

      Ich kann mich diesem Kommentar nur anschliessen…!
      Frau Kohler, ich bin mir sicher, dass die wenigen, die hier negativ kommentieren, einfach nur deprimierende, gelangweilte Menschen sind, die nichts Besseres zu tun haben. Die meisten die Ihren Blog lesen, da bin ich mir sicher, lesen ihn sehr gerne!

      • Gema sagt:

        @Andrea

        Was Ihr Kommentar angeht: Sie sprechen mir aus der Seele.
        Geschmäcke sind verschieden, aber einige nutzen doch jede Gelegenheit Ihren Frust rauszulassen.

      • Gitti sagt:

        Ja, da schliesse ich mich doch sofort auch an…..ich bin ein riesen Fan von Ihrem Blog, freue mich täglich darauf….

      • Emma sagt:

        solidarity :)
        Ich schliess mich auch gleich an.
        Danke Frau Kohler dass Sie diesen Blog immer noch weiterführen – denn ich bin ein riesen Fan!
        Einige Menschen wissen nichts besseres zu tun, als ihren Frust und ihre Langeweile in absolut
        unpassende und unnötige Kommentare zu verpacken.
        Den Satz von Gema: «Löschen Sie sie weiter, wir werden sie nicht vermissen.» kann ich nur mit einem Lächeln Zitieren!

        Die Möbelmesse scheint ja richtig Bunt gewesen zu sein! Meine Favoriten: Maybe so – Sitzbänke für Unentschlossen, fantastisch! Auch der Stuhl Bloom von Kenneth Cobonpue, der Wahnsinn, erinnert mich entfernt an ein Primaelchen «Frühlingsluft»…

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.