Das Origami-Haus

Dass ein Haus mehr sein kann als nur vier Wände und ein Dach, zeigt das Klein Bottle House der Architekten McBride Charles Ryan in Australien. Sie haben ein spannendes Gebäude geschaffen, das wie japanische Origami-Faltkunst futuristisch und elegant in der Landschaft steht.

Architekt: McBride Charles Ryan

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Was wie aus Papier gefaltet wirkt, ist aus Betonplatten konstruiert und ein exklusives Wochenendhaus in Australien. Die Architekten McBride Charles Ryan, haben es in Anlehnung an das mathematischen Prinzip der Kleinschen Flasche gebaut, einem Gebilde das keine Innen-und Aussenseiten hat.
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Das «gefaltete» Gehäuse wirkt leicht, etwas bizarr und dennoch sehr elegant. Trotz seiner Aussergewöhnlichkeit passt es perfekt in die Küstenlandschaft. Wie eine Art riesiges Strandgut von einem anderen Stern.
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Das Haus ist durchaus zum Wohnen gedacht. Die Räume wirken, im Gegensatz zum Aussenraum, in ihrer Gestaltung intuitiv nachvollziehbar, modern und angenehm schlicht.
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Die rote Farbe verleiht dem Innenleben Körperlichkeit, Wärme und Weichheit, ein Gegensatz zu den geometrischen, spitzen Formen, die die Architektur bestimmen.
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Die offene Türe erlaubt einen Blick ins Innere des Hauses. Es leuchtet rot und warm aus dem schwarzen Körper heraus und erinnert etwas an glühende Holzkohle oder sogar an Lava.

Keine Kommentare zu «Das Origami-Haus»

  • Wolfgang Eberhardt sagt:

    Gibt es einen Katalog mit Preisliste zum Klein-Bottle-Haus (McBride Charles Ryan)? Wo kann man diesen anfordern?

    Freundiche Grüße

    W. Eberhardt

  • Hans Meiser sagt:

    Als Architekt kann ich ihnen sagen, dass es in der Schweiz an Bauherren mangelt, die ein solches Projekt realisieren wollten. Vom Baugesetz her wäre es möglich, aber nicht in jeder Bauzone. Und man darf nicht veregessen, wer letztendlich ein solches Projekt bei einer Gemeinde bewilligt und in was für einem Knusperhäuschen dieser sitzt…
    Nicht vergessen sollte man auch den Begriff “ Heimatschutz“ und Heidiland, in das ein solches Haus nicht passen würde.

    Wenn hier jemand das Geld und die Lust auf so ein Haus hat, bitte bei mir melden :-) :-) :-)

  • Aufgrund der 5 Bilder kann das Haus wohl kaum abschliessend beurteilt werden. Ein typisches Einzelobjekt das gesehen werden will. Ob dies nun reicht in heutigen Zeit? Wir leben im Zeitalter der Nachhaltigkeit, und da zweifle ich an der Qualität dieses Objektes. Motto, viel Material und kleiner Nutzen! Geht in die Richtung von Luxus für wenige. Warum auch nicht?
    Aber die Herausforderung geht in eine andere Richtung: qualtativer Stadtbau verbunden mit qulitativer Architektur welche sich wiederholen lässt, und die vom Benutzer bezahlt werden kann. Wir leben in einer Welt in der viele Menschen noch über keinen würdigen Wohnraum verfügen. Für diese Menschen sind Lösungen gefragt in Form von Wohnraum in menschenwürdigen Städten!

  • rené stöckli sagt:

    das haus könnte man an vielen orten in der schweiz bauen. dort wo es nicht möglich ist, gibt es stichhaltige gründe.

    es mag ja sein, dass wir das eine oder andere gesetz zuviel haben, aber insgesamt macht es halt doch sinn, da wir nah bei einander wohnen – wer die grosse freiheit will, der soll nach australien auswandern. aber auch dort ist nicht alles gold was glänzt und wer hier ob gesetzen meckert, der wird dort unten wegen andern unzulänglichkeiten meckern. ich unterstell jetzt mal, dass ein grosser teil der meckerer australien gar nicht wirklich kennt.

    interesant siehts allemal aus! kosten und unterhalt spielen bei so einem objekt eh keine rolle – wer einen ferrari kauft, der schaut auch nicht auf den bezinverbrauch …

  • Detlev sagt:

    Das Baugesetz verbietet so ein Gebäude nicht. Das Problem sind dann wohl eher die Nachbarn, die ein 3-stöckiges mit 50grad Satteldach Haus sehen wollen. Die können dann Rekurs einreichen und den Bau verzögern…

  • Franz Kipork sagt:

    Man darf hierzulande natürlich nicht, weil bei solch „ver – rückten“ häusern die baubehörden weder die genauen grenzabstände noch das volumen oder die geschosszahl nachmessen können …
    Und dann erst das problem mit der anpassung an die bauliche umgebung ! Wenn das wenigstens in bescheiden gedämpftem grau-beige gehalten wäre – wie die gesichter der behörden ! Abgesehen davon : ein rechter Schweizer schätzt rechte winkel. Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder sowas machen würde. ?
    Noch eine bemerkung : Es wäre interessant, das gebäude in 10, 20 jahren wieder zu sehen. – z.b. den sockelbereich, die dachflächen, dort wo das regenwasser herunterkommt und mit der zeit schlieren hinterlässt, wie das material altert, ob die details temperaturwechsel, stürme, regen überstehen … Es gibt ja auch menschen, die mit der zeit unansehnlich werden – und solche, die das alter geradezu adelt …

  • Franz sagt:

    Ich denke das könnte man auch in der Schweiz bauen. Von den Finanzen mal abgesehen denke ich, dass die Bauherrschaften in CH noch nicht so weit sind. Da werde ich ja heute noch nicht verstanden, dass ich nicht 3-stöckig mit 50grad Satteldach sondern einen Flachdach-Bungalow mit mehr als einer Garage baue ;-)

  • Sandra sagt:

    Wow das ist wahre Kunst!!

  • Placido sagt:

    Mmmmh… so viele schöne Ecken und Kanten! Wann Kann ich einziehen? Da kann man gut Versteckis spielen.
    Wann darf man endlich in der Schweiz solche Häuser bauen?

      • Hans sagt:

        Vermutlich darf man schon, nur bei unseren Bodenpreisen ist eine so lausige Raumausnützung natürlich nur für Superreiche bezahlbar. Gefallen würde es mir trotzdem.

    • Hendrix sagt:

      Bitte? Das interessiert mich nun auch. Hab mich schon öfters gewundert, weshalb hier keine derart schönen „Showhäuser“ stehen.

      • Markus Gasser sagt:

        Doch, man dürfte dieses Haus an vielen Orten in der Schweiz bauen. Solche Baueingaben werden heute oft von den Gemeinden dem Kanton zur Überprüfung weitergereicht. Der Kanton sieht meistens keine Probleme in Einfamilienhausquartieren – an exponierten Lagen, um Seen, in kleinen Dörfern, in historischen Quartieren oder auch in gleichförmigen Quartieren dürfte jedoch nicht mit einer Bewilligung gerechnet werden können. Generell würde dieses Haus mit Land Millionen kosten in der Schweiz mit schweizer Qualität und schweizer Ansprüchen. Da die meisten Schweizer viele Räume fürs Geld wollen kommt es für viele nicht in Frage

      • Marcel sagt:

        Weil es bei uns so was wie eine Baubehörde gibt, die für architektonische Ordnung sorgt. So ein Bauwerk würde wahrscheinlich so gegen ziemlich jeden Paragraphen einer Bauordnung verstossen…

      • Daniel sagt:

        Also wenn man auf dem Friedhof schon vorschriften einhalten muss was man als Grabskulptur haben darf und was nicht, dann glaube ich kaum das man dann solche Häuser Bauen darf!

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