Backstein schlägt Beton

Weg mit dem Putz! Dieses Apartment in Brasilien zeigt sich mit rohen Backsteinen. So trifft Coolness auf Wärme.

Gute Ideen für kleine Wohnungen kann man nie genug bekommen. Diese gerade mal 68 Quadratmeter wurden von Innenarchitekten gestaltet und in ein stilvolles und gemütliches Paradies verwandelt. 

Gemütlichkeit verbindet man nicht gerade mit Brasilien und der coolen Grossstadt São Paulo. Und doch ist es gerade dieses Wort, das die Wohnung am besten beschreibt – trotz, oder gerade wegen der Backsteine. 

Das Studio Melina Romano arbeitet mit Empathie, Innovation, Technik und Erfahrung. Es ist ein femininer Approach, der es schafft, mit strengen Linien und hohem Designanspruch auch Sinnlichkeit einziehen zu lassen. 

So nennen die brasilianischen Innenarchitektinnen das Apartment «Studio Hegge», obschon es in ihrer Muttersprache dafür gar keine Übersetzung gibt. Gemütlich, heimelig, «Home Sweet Home» oder «Hygge» sind Beschreibungen eines Wohngefühls, wie es nur in nordischen Regionen bekannt ist. 

Natürlich ist im Grossstadtapartment in São Paulo trotz kuscheliger Materialien und gemütlichem Ofen auch die zur lokalen Geografie passende Architektur zu spüren. Backsteine spielen dabei eine wichtige Rolle. So vermischen sich die Tropen mit dem Skandi-Feeling zu etwas Neuem und Spannendem. 

Die Terracotta-Backsteine stehen überall im Zentrum. Sie verbinden Wärme, Sinnlichkeit, Gemütlichkeit und tropische Architektur zu etwas unverwechselbar Neuem.

Credits:

Innenarchitektur: Melina Romano
Fotos: Denilson Machado über Melina Romano

9 Kommentare zu «Backstein schlägt Beton»

  • Marcus Garbe sagt:

    Hallo Frau Kohler, schöner Beitrag! Können Sie mir ggf helfen wo es den schönen Kamin (von der Decke hängend) gibt oder wissen Sie wie der Hersteller des Kamins heisst? Herzlichen Dank für einen Hinweis! Beste Grüsse, Marcus Garbe

  • Karin Keller sagt:

    Gefällt mir nicht – viel zuviel beige/braun….

  • Christoph Giger sagt:

    Mauern geht auch mit ungebrannten Materialien wie etwa mit gepressten Lehmziegeln (z.B. terrabloc)! Das wäre angesichts der voranschreitenden Klimakrise doch viel eher ein Artikel wert!

    Diese Artikel sind leider oft rein Design orientiert und kreieren Sehnsüchte nach Bildern und Häusern, welche ohne architektonisches, geschweige denn energetisches Konzept erstellt wurden. Diese „Instagrammability“ fährt leider oft sowohl Architektur als auch Energiebilanz solcher Bauten an die Wand! Das Gros der Gesellschaft hat Heute keine Ahnung und kein Interesse, was gute Architektur und gutes Bauen überhaupt bedeutet!

  • Andrea B. sagt:

    Wohne selbst in einem ECHTEN 70er-Backsteinhaus…love it ;0)!

  • Hans Minder sagt:

    Backstein ist ideal als Energiespeicher und hilft beim naechtlichen Auskuehlen die Tageshitze zu regulieren. Baumschlager/Eberle haben dies mit ihrem 2226 Projekt genial bewiesen (der Name steht fuer 22-26 Grad Celsius, die trotz dem Verzicht auf Heizung/Kuehlung in diesem Bau nie ueber-/unterschritten werden). Allerdings ist Backstein unter den Baumaterialien auch einer der groessten CO2-Schleudern. Nicht die Aesthetik von Backstein sollte im Vordergrund stehen, sondern seine Nachhaltigkeit. Diese kann exponential verbessert werden, wenn Lehmsteine (ungebackene Lehmziegel) an Stelle von Backstein verwendet werden. Selbstverstaendlich braucht ein Waschtisch dann eine Wasserfeste Oberflaeche. Solch „Design orientierte,“ CO2-ignorierende Projekte sollten nicht mehr zelebriert werden

  • Djafar sagt:

    Richtig. Ich habe mich schon gefragt wie das Hochkantmauern funktioniert.

  • Bruno Lantz sagt:

    Hier handelt es sich nicht um Backsteine, sondern um dünne Tonplatten, die auf fertige Wände angebracht wurden. Also ein reines Dekorelement. Besonders gut zu sehen beim Waschtisch. Solche Verkleidungen sind meines Erachtens eher keine gute Architektur. Was bei Innenarchitekten leider häufig zu sehen ist. Sie neigen zum unkonstruktiven Dekorieren.

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