Ach du schönes Hundeleben

Entspannt, gemütlich oder glamourös: Entdecken Sie mit Sweet Home die schönsten Zuhause von Hunden aus aller Welt.

Die Hunde der Königin

Dass ich diesen Sommer nur an Hunde denke, verstehen Sie bestimmt. Da mein Hündchen Miss C. weitergegangen ist, wie eine Freundin so schön sagte, fühle ich dauernd diese sehnsüchtige Liebe zu allen Hunden. Während des Lockdowns, als die Welt auf einmal klitzeklein wurde, habe ich diese auf Instagram ein bisschen vergrössert.

Die Plattform ist für mich so was Ähnliches wie früher die Vogue und andere Zeitschriften. Sie alle entführen, verführen und lassen uns teilhaben an Welten, zu denen wir eigentlich keinen Zutritt haben. Schon für Andy Warhol begann sein Eintritt in die Welt des Glamours damit, dass er die Vogue praktisch auswendig lernte. So fand er Stil und entdeckte die Gesellschaft. Beides führte ihn schlussendlich zur Pop Art, dessen King er in der Kunstwelt wurde. 

Mich macht die Instagramwelt von Charlie McCormick glücklich. Der talentierte und erfolgreiche Gärtner und Lebenspartner von Ben Penthreat, einem der bedeutendsten englischen Interiordesigner, hat einfach einen der allerschönsten Instagram-Accounts. Da findet man zum einen seinen betörend schönen Garten, die Küken, die unterdessen junge Enten und Hühner geworden sind, und vor allem die lebensfrohen, königlichen Corgis.

Freddie and Bertie

Es gibt zwei Burschen, die mich momentan besonders trösten. Sie heissen Freddie und Bertie und leben bei einem guten Freund von mir, dem Interiordesigner Toby Alleyne-Gee von Phoebus Interiors. Wir haben uns natürlich durch unsere Hunde kennengelernt, vor vielen Jahren. Damals lebte auch noch George bei Toby, ein cooler Jack Russell.

Die beiden Terriermischlinge hat der Interiordesigner adoptiert. Obwohl die zwei keine Brüder sind, sehen sie aus wie solche – und lieben sich auch dementsprechend. Hier gucken Sie mit ihren dunklen, grossen Knopfaugen in Tobys wunderschönem Garten in die Kamera. Den Garten und die Wohnung habe ich Ihnen auf Sweet Home vorgestellt. Das machten Miss C. und George möglich, was zeigt wie wichtig Hunde sein können. Sie öffnen Welten und verbinden diese. 

Lilly

Einige Hunde haben gar einen eigenen Instagram-Account. Mein Liebling dieser Auserkorenen heisst Lilly und ist ein Norwich Terrier. Lilly ist das Familienoberhaupt des charmanten Antik-Unternehmens Trudy&Vinz in St. Gallen. Jeder, der Hunde liebt, muss ganz einfach Little Lilly The Norwich abonnieren und ihrem stilvollen Leben folgen. Oft nimmt sie uns auf ein Picknick mit, hin und wieder auf eine Oldtimer-Autotour und manchmal machen ihre Bilder einfach Lust darauf, einen gemütlichen Abend so stilvoll wie sie und ihre Familie zu verbringen. An dem Tag, an dem ich diesen Blogbeitrag geschrieben habe, hat Lilly übrigens gerade eine Biene verschluckt – zum Glück ohne schwerwiegende Folgen.

Arthur

Und da sitzt der weiche, weiss-caramelfarbene Maltipoo Arthur. Er gehört zu Victoria Steiner und Luca Stadelmann, deren Wohnung die Fotografin Rita Palanikumar und ich vor einigen Jahren hier vorgestellt haben. Damals ist das Paar gerade zusammengezogen. Heute sind sie verheiratet und Victoria ist zu einer der wichtigsten und talentiertesten Schweizer Digital Creators geworden. Die Modestylistin kreiert – auch für andere – Welten. Sie inszeniert sich dabei nicht einfach selbst oder posiert vor glamourösen Kulissen. Vielmehr gestaltet und arbeitet Victoria sehr kreativ, wobei sie Entdeckungen in ihren subtilen, unverwechselbaren Stil einbaut. Aber bevor das junge Paar seinen Weg im Leben und im Beruf weiter verfolgte, verliebte es sich in Arthur. Der knuddlige, kleine Hund hat natürlich nicht nur den besten Platz im Leben der beiden bekommen, sondern auch einen eigenen Instagram-Account. Und er ist immer dabei: Auf den Reisen in angesagte Trendspots, beim Frühstück in den hübschesten Cafés in Luzern, bei der Hochzeit und und und… Folgen Sie Arthur, Victoria und Luca!

Ernie

Hier steckt Ernie im Bett, dahinter eine wunderschöne Decke mit Schlangenmotiv von der Schweizer Firma Schönstaub. Ernie gehört zu Stephanie, die für Schönstaub arbeitet. Er verhilft hier einer coolen Wohnidee zum Leben und macht die Decke noch begehrenswerter. Das ganz einfach, weil in einem Zuhause, in dem Hunde leben, alles echter wird. Zumindest empfinde ich es so. Man richtet viel mehr nach dem Herzen ein, macht es schön für alle, kreiert keinen Showroom und liebt trotzdem das Schöne, das Aussergewöhnliche, das Glamouröse. Und da ist man bei Schönstaub genau richtig. Bekannt wurde die Firma mit Teppichen, die Weltallmotive zeigten. Man findet aber auch fantastische Strandtücher, praktische Taschen mit dem gewissen Etwas, die schönsten Dinge fürs Badezimmer, Wohnaccessoires, die cooler sind als die von Gucci, und natürlich kunstvolle Teppiche. Es lohnt sich auf jeden Fall, den inspirierenden Instagram-Account von Schönstaub anzuschauen.

Ernie lernte ich bei der Homestory kennen, die wir bei Stephanie Aebischer und Beat Brechtbühl vor ein paar Jahren gemacht haben. Die beiden wohnen nicht mehr am gleichen Ort, aber die vielen Wohnideen, die wir bei ihnen entdeckten, sehen Sie immer mal wieder auf Sweet Home. 

Balzac

Ein anderes schönes Schweizer Zuhause hat Balzac, der Mops von Marlise und Roland Spirig. Die beiden Besitzer des fantastischen Antiquitätenparadieses Trouvaille in Widnau, haben für Sweet Home letzten Herbst ein Festessen gekocht und dabei alle Rezepte verraten. Hier lädt Balzac zum Apéro ein – mit selbst gebackenem Brot und herrlichem Hummus in zwei Sorten.

Olmo

Der Labrador Olmo lebt mit Ueli Hinder in einem wunderschönen Atelierhaus mitten in Zürich. Die beiden haben wir ebenfalls für eine Homestory besucht. Diese macht gerade jetzt im Sommer wieder Lust, sich von entspannten, stilvollen Wohnideen inspirieren zu lassen. Olmo sitzt hier ganz gemütlich vor einem Stuhlklassiker, der dazu einlädt, im Freien zu entspannen. 

Sommer

Von der hundefreundlichen Schweizer Interiorszene geht es hinaus in Welt – direkt nach Schweden in den Schatten. Da liegt der Labrador Gino. Er ist die grosse Liebe von Thommy Bindefeld, dem Creative Director von Svenskt Tenn, einem der wohl bedeutendsten Interiorgeschäfte der Welt. Denn Svenskt Tenn ist verbunden mit der spannenden Geschichte des schwedischen Designs. Gegründet wurde das Unternehmen in den Zwanzigerjahren von der Textildesignerin Estrid Ericson und ihrem Kollegen Nils Fougstedt. Zuerst produzierten sie vor allem Zinnartikel (daher auch der Name, der «schwedisches Zinn» bedeutet). Später, in den Dreissigern, kam Joseph Frank zur Firma und prägte sie entscheidend. Heute gehört die Firma einer Stiftung und verkauft vor allem eigenes Design – von Ericson über Frank bis hin zu neuen Designern. 

Der Hund im Porzellanladen

Weiter geht es nach Marokko. Da ist nämlich Lrnce zu Hause, ein fantastisches Label, das ganz besondere, handgemachte Keramik, Textilien, Wohnaccessoires, Objekte und Mode macht. Gegründet wurde Lrnce 2013 von der Belgierin Laurence Leenaert, die mit ihren Kreationen mehr als nur ein Geheimtipp ist. Dieses charmante Bild habe ich auf ihrem Instagram-Account gefunden, wo man nicht nur die wunderschönen Handwerkserzeugnisse bewundern kann, sondern ab und zu auch den liebenswerten Hund Asu entdeckt.

Der Newcomer

Vom heissen Marrakech zurück in den Norden, nach England. Dort lebt Duncan Campbell vom jungen Designstudio Campbell-Rey. Zusammen mit Charlotte Rey wurde er mit Acne Paper bekannt; einer Zeitschrift, die die beiden für das renommierte schwedische Fashionable Acne produzierten. Nun erzählen Sie ihre Geschichten nicht nur mit Bild und Text, sondern auch mit Möbeln, Accessoires, Einrichtungen und anderen spannenden Projekten. Leben tut Duncan Campbell mit dem Künstler und Tausendsassa Luke Edward Hall. Die beiden sind sehr präsent in den Sozialen Medien. Kein Wunder, bei ihrem spannenden und glamourösen Leben – das sie momentan meist in ihrem Landhaus verbringen und von dort aus zeigen wie «Glamour in the Country» geht. Als neues Familienmitglied ist der Whippet Merlin dazugekommen, der nun immer wieder auftaucht. 

Der Gemütliche

Wenn es ums schöne, persönliche und stilvolle Wohnen geht, tauchen oft auch Hunde auf. So «verkauft» denn auch dieser hübsche Kleine die coolen Kissen der dänischen Firma Oyoy

Das Sweet Home der Hunde

Wo ein hübsches Haus ist, ist auch ein Hund – oder ist es umgekehrt? Auf jeden Fall mögen Hunde kleine Zuhause im Zuhause. Wir haben Miss C. überall Ecken, Nischen, Betten und Aussichtsplätze eingerichtet, was unser Wohnen jetzt ganz durcheinander bringt. Ganz am Anfang, als sie zu uns kam, wollte ich, dass Miss C. ein ganz besonderes Hundebett bekommt. Wir lebten damals noch zum Teil in München und eines Tages entdeckten wir in einem Antiquitätengeschäft einen wunderschönen Schwan aus Metall, den ich mit Kissen zu einem Bett umfunktionierte. Doch als wir das Ganze mit dem Zug nach Zürich transportieren und aufstellten, hüpfte sie nie rein. Sie wollte andere Plätze. Vielleicht hätte ihr ein solch glamouröses, antikes Zuhause besser gepasst, wie der Hund des Presseattachés Angelo Sensini eines hat. Entdecken Sie die ganze glamouröse Homestory des stilvollen Mannes und seines Hundes auf The Socialite Family, der wohl besten Homestory-Website. 

Die Liebe

Natürlich gehört auch Miss C. in diese Geschichte. So richtig richtig gemütlich wurde es bei uns erst mit ihr – obschon wir viele Möbel wegen ihr eigentlich falsch stellten, und nicht so, wie ich es im Blog oft rate. So haben wir ein Sofa ans Fenster geschoben, damit Miss C. aufs Sofa hüpfen konnte und von dort auf den Fenstersims, den wir statt mit Blumen und hübschen Dingen mit Kissen ausstaffierten. Auch standen überall Hundebetten und wir hatten auf einmal quietschende Plüschtiere. Schliesslich kann ein geliebter Hund ja nie genug Spielsachen haben. Trotz der Einrichtungs- und Stilfehler, oder gerade deswegen, wohnen wir heute dank Miss C. so schön wie noch nie. Denn die Liebe ist das Allerschönste in einem Zuhause.

9 Kommentare zu «Ach du schönes Hundeleben»

  • M. Muller sagt:

    Mir gefällt das Hundehaus!
    Ich wurde nach einem 50jährigen Leben mit Katzen plötzlich allergisch auf sie, aber auf die Haare. Der 14 jährige Kater und seine 15jährige Mutter haben den Pudel Neuzugang gut akzeptiert entgegen obiger Meinung.

  • Hedi Lipscher sagt:

    Ein rundherum schöner Beitrag!

  • Esther sagt:

    @Tanja : eben wie ich sagte „mit einigen Ausnahmen !“

    Ic hatte immer Katze(n) und Hund. Jedoch, als ich etwa 40 Jahre war, bekam ich eine Allergie auf Katzen (es ist ja nicht ihr Haar sondern die Speichel die allergisch mach, darum hat man dies weniger mit Hunde). Aber ein zuhause ohne Büsi das war schwer. Also der dermatologe hat mir gesagt das könne ganz plötzlich auftreten, in jedem Alter. Ich habe es dann nochmals versucht aber sofort hatte ich Hautauschlag. So schade.

    Ich habe ich so nur noch meine liebe Jack Russel „Colette“, 3 farbig, ein wenig wie Miss C .

  • Marlis Frederiksen sagt:

    Danke fuer die schoenen Bilder.
    Ein Hund macht unser Leben einfach reicher und interessanter. Unser Hund ist immer guter Laune, ist immer fuer uns da und immer parat fuer neue
    Abenteuer. Und niemand hat Dich soo vermisst weil du einmal ein paar Stunden weg warst, wie Dein Hund.
    Jetzt verstehe ich auch dass man einen Hund den man nicht mehr hat, nicht einfach so ersetzen kann, weil jeder Hund seine eigene Persoenlichkeit hat.

  • TROUVAILLE sagt:

    liebe marianne,
    wir fahren eben von frankreich heim und sind auf dem weg um unsere mopskugel balzac bei meinen eltern abzuholen und in die arme zu schliessen, freude pur!
    danke für den wundervollen beitrag!
    herzlichst
    marlise & roland mit balzac

  • Ina Keller-Jung sagt:

    Ein schöner Beitrag, und eine würdige Hommage an Miss C. und alle Vierpfoter, die unsere Heime mit mehr Liebe füllen, als es auch die sorgfältigst ausgesuchte Deko alleine je könnte. :-) Mein herzliches Mitgefühl zu ihrem Verlust.

  • BM sagt:

    Liebe Frau Kohler,
    Miss C dekoriert nun sicher gerade den Hundehimmel nach Ihren wunderbaren Designideen um! Das Foto mit ihr ist das allerschönste der Serie!

  • Esther sagt:

    Sehr schöne Bilder !
    Nichts auf der Welt bringt so viel Freude, Aufrichtigkeit, Zuneigung in ein Haus wie ein Hund, der weiss, dass er geliebt wird und mit dem wir auch spielen oder unsere Kinder spielen mit ihm.
    Kein anderes Wesen liebt dich so sehr wie er und ohne Vorurteile!
    Meine Hunde hatten immer einen eigenen Korb, aber nicht mehrere. Aber ER sagt uns, wo wir das Körbchen hinstellen sollen! Kaufen Sie niemals einen Rattankorb, er würde diesen zerstören. Plastik mit einem Kissen oder Stoff.
    Der Hund liebt Gesellschaft, also hatten wir ein Kätzlein die im selben Korb schlafte. Eine erwachsene Katze akzeptiert mit einigen Ausnahmen keinen Hund „in ihrem Hause“.

    • Tanja sagt:

      Wir leben mit 3 Katzen und einem Hund und kann das nicht bestätigen. Die Jagdhündin kam von der Strasse in die Familie… und dank vorsichtiger Zusammenführung, blieb nach 5Mt sogar der alte Schisser-Kater liegen, wenn die Hündin sich daneben legte.
      Es ist nicht unmöglich.

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