Wie Umdenken Neues in die Wohnung bringt

Diese Wohnideen aus unseren Homestories überraschen und machen Lust, auch mal alles auf den Kopf zu stellen.

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

1 — Eine ganze Serie

Grosses schafft man auch mit Kleinem. So hat Regina Rüfenacht in ihrer Wohnung in Bern kurzerhand einige schlichte weisse Ikeakommoden zu einem langen, eleganten Sideboard zusammengestellt. Darauf stehen Dinge aus dem Leben, Bücher und eine hübsche marokkanische Leuchte, die sie von ihrer Grossmutter geerbt hat. An der Wand  darüber sind Kunst und zwei Wandregale «Corniche» von den Bouroullec-Brüdern. 

Kommen Sie mit in die stilvolle, persönlich eingerichtete Wohnung mitten in Bern!

2 — Plötzlich Fenstersims

Ein Besuch in Judith Raebers und Stefan Zwickys Wohnung in Luzern ist  ein inspirierender Ausflug. Die Wohnung ist nicht nur wunderschön, gemütlich und persönlich, sondern zeigt viele geniale Ideen des Architektenpaars. Überall sind Bücher, auch in der Küche. Dafür dient ein tiefes Regal, welches zugleich Fenstersims ist – eine Kreation aus Judiths Planung. So wird ein Möbel zur Architektur und macht dadurch doppelt Freude. Der Esstisch aus massiver Eiche ist von Stefan Zwicky. Auf den mikadoartig gestellten drei Beinen mit rechteckigen Durchmessern sitzt eine runde Platte. Am Tisch haben bis zu sechs Leute Platz. So sitzen bei kleineren Einladungen die Gäste gerne auch in der wirklich wohnlichen Küche. 

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3 — Einfach mal umkippen

Eines der ersten Möbelstücke war eine Truhe. In ihr hatte man den ganzen Haushalt verstaut und man nahm sie mit, wenn man weiterzog. Irgendeinmal stellte jemand eine Truhe auf den Kopf, und so entstand der Schrank. Die Bewohner einer freundlichen, grossen WG in Zürich, die wir vor ein paar Jahren mit Sweet Home besuchten, haben die gleiche Idee andersrum umgesetzt. Sie kippten einen Industriespind, also einen Garderobenschrank aus Metall, und schon entstand daraus ein absolut hübsches und praktisches Schuhmöbel. Die Idee ist wirklich raffiniert und eine der besten, die wir in Sachen Schuhschrank angetroffen haben. 

Kommen Sie mit in das Haus voller Freunde und cleverer Wohnideen. 

4 — Küche, Kommode, Theke

Dass ein Möbel nicht sein ganzes Leben lang seiner ursprünglichen Bestimmung nach eingesetzt werden muss, zeigt diese geniale Idee von Rachel und Alfredo Schillirò. Sie haben in ihrer offenen, grossen Wohnung im Zürcher Quartier Fluntern aus einer antiken Kommode eine Küchentheke kreiert. Mit einer grossen, bis an die Wand reichenden Steinplatte trennt dieses neue Möbel die Küche vom Wohnbereich ab und bringt erst noch viel Wohnlichkeit und praktischen Stauraum in die Wohnung.

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5 — Ich war mal ein Tisch

Der bekanntesten Modedesignerin in der Schweiz bedeutet neutrales, urbanes Wohnen ein grosses Stück Freiheit. So ist Dorothée Vogel in ein neu geschaffenes Quartier im Zürcher Unterland gezogen und hat dort einen Traumort zum Leben und Arbeiten gefunden. Beides verbindet sich auch in diesem cleverem Möbel. Es war nämlich einmal ein grosser Zuschneidetisch. Sie hat es selbst entworfen und damit ein elegantes und praktisches Begrüssungsmöbel geschaffen. 

Gefertigt hat es ihr treuer Kunsthandwerker-Freund, mit dem Sie schon seit Beginn ihrer Modekarriere zusammenarbeitet: Godi Hartmann ist nicht nur ein Schreiner, sondern ein kreativer Kopf, der Dorothée Vogel bei allen Ladeneinrichtungen und Ateliers geholfen hat. «Die beige Tischplatte ist eigentlich ein Turnhallenboden und eignet sich gut als Zuschneidetisch für Kleider. Man kann Stecknadeln reinstecken, und er ist sehr robust» erklärt die Modefrau das schöne Material. Das Innenleben ist pink lackiert und so konzipiert, dass es ein Ablagefach für Kleines wie Schlüssel, Laptop, Aufladegeräte und Kabel bietet. Letztere versorgt die ordnungsliebende Modedesignerin hübsch in Chanel-Beuteln. Die untere Schublade bietet den Handtaschen ein Zuhause.

Lassen Sie sich inspirieren von Dorothée Vogel!

6 — Wäschekorb wird Hundebett

Nicht bei allen schlauen Wohnideen aus unseren Homestories handelt es sich um grosse Möbel. Die Idee, die wir bei der Künstlerin Eugenia A. Burgo entdeckt haben, ist eine charmante Inspiration für Tierfreunde. Ihr Hund, die Weimaranerin Bahia, und die Katzen haben alle hübsche Betten aus alten Wäschekörben. Das ist nicht nur praktisch, sondern sieht auch schön aus. 

Kommen Sie mit in das romantische Haus der Künstlerin.

7 — Spind hinter Bett

Das clevere Einsetzen eines Spindschrankes führt uns nochmals zurück in die Wohnung von Judith Raeber und Stefan Zwicky. Die Einrichtungsidee, welche die beiden im Schlafzimmer umgesetzt haben, ist genial. Man gelangt in der grossen Altbauwohnung nämlich auch durchs Entree ins Schlafzimmer. Tritt man von dort ein, sieht man aber zuerst nur die Wand eines weissen Spindschranks. «Dieser war schon immer mein Kleiderschrank», stellt ihn Judith vor. Sie liess ihn weiss lackieren und mit passenden Metalltablaren versehen. Er ist aber nicht nur Schrank, sondern auch Kopfteil des Bettes. Auf der Rückseite bekam er eine weiss lackierte Holzwand und zwei angebaute Nachttischchen. Dazwischen steht das Bett. So sieht man beim Eintritt vom Entree nicht gleich das Bett, und es ist auf eine elegant einfache Art eine Ankleide entstanden. 

Schauen Sie sich die ganze Wohnung der beiden Architekten an.

8 — Da drin stecken Schuhe und Schulpläne und …

… alles was sonst noch in einem aktiven Familienalltag Platz braucht. Dass es sich durchaus lohnt, eine Mietwohnung so einzurichten und umzubauen, dass sie schön und familientauglich ist, beweist das Berner Zuhause der Einrichtungsexpertin Kathrin Wiedmer und des Creative Directors Thom Pfister. Sie benutzen etwa ihr Entree auch als eine Art Galerie. Die Bilder wurden aber so gehängt, dass die kleine Tochter Ella unbeschwert rennen und hüpfen kann. Für den Boden haben sich die Bewohner für einen dunklen Sisalteppich entschieden. Darauf leuchtet dieses grasgrüne USM-Regal, das eben all das stilvoll und praktisch schluckt, was man gern schnell zur Hand hat, aber nicht immer sehen mag. Im super praktischen Staumöbel finden alle Schuhe einen sauberen, geruchssicheren Platz. In der oberen Regalreihe befindet sich alles, was ein Familienhaushalt an kleinen Dingen braucht, von der Hausapotheke bis zur Taschenlampe.

Die Familie behauptet, dass sie nichts Bequemes in der Wohnung habe – sehen Sie selbst!

9 — Neue Beine, neues Möbel 

Es braucht nicht immer eine grosse Restauration, um aus einem bestimmten Möbel ein anderes zu machen. Annet Berge, die Frau hinter der renommierten Schweizer Keramikmanufaktur Linck, hat einigen Möbelstücken einfach Beine gegeben und sie damit komplett verwandelt. So auch der viel Wohnlichkeit vermittelnden, elegant wirkenden Vitrine. «Die Füsse liess ich von einem Schmid anfertigen. Der Schmid und andere Kunsthandwerker befinden sich auf dem gleichen Areal wie unsere Keramikmanufaktur», erklärt Annet.  

Schauen Sie, wie Keramik, Kunst und Kinder in der Wohnung von Anne Berger zusammenkommen.

10 — Auf einmal Architekt

Bei Roman und Julia Dieziger sind die auserlesenen Designklassiker, mit denen sie ihre Zürcher Wohnung eingerichtet haben, echte Wohnmöbel und täglich im Gebrauch. Aber für einige Wohnideen hat der Hausherr selbst Hand angelegt. «In einer 88-Quadratmeter-Wohnung ist jeder Platz wertvoll. Es braucht eine gute Planung, Ordnung und viel cleveren Stauraum», meinen die beiden. So ist mit einer partiellen Raumtrennung auch wichtiger Stauraum entstanden. Das Schrank-Regalmöbel hat Roman aus einem schlichten, weissen Schrank und Regalen selbst gemacht. Er hat alles mit Holzrahmen zusammen- und eingefasst. Damit gibt er ihm eine Midcentury-Anmutung und macht das Möbel zum Teil der Architektur. 

Wie man mit viel Liebe zu Design wohnt, sehen Sie in dieser Zürcher Stadtwohnung.

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