10 clevere Wohnideen aus unseren Homestorys

Bei diesen überraschenden Ideen aus Schweizer Wohnungen können wir nur einen Rat geben: Nachmachen, bitte!

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Anmerkung: Nicht alle der vorgestellten Bewohnerinnen und Bewohner wohnen heute noch gleich oder am selben Ort wie bei unserem Besuch für die Homestorys. 

1 — Kunststoff fürs Sofa

Kennen Sie das: Wein, Hundehaare oder die Konfitüre vom Mitternachtshäppchen auf dem Sofa? Muss nicht sein. Das dachte sich das kreative Paar Eric Schmid und Britta Pukall und gab seiner Eckgruppe einen silbernen Kunststoffbezug. Das sieht absolut toll aus, wirkt stilvoll und funktioniert, denn man kann den Bezug einfach abwaschen. Zudem ist er eine echte Alternative zu Leder für Menschen, die ohne Tierprodukte leben möchten. 

Entdecken Sie das ganze Haus und mehr Wohnideen von Eric und Britta.

2 — Dschungel an der Wand

Zwei Worte beschreiben den Stil und die Persönlichkeit von Charlotte Bollag: warm und herzlich. So zeigt sich auch ihre Wohnung, welche die Interiordesignerin natürlich selbst eingerichtet hat. Blickfang des grossen, offenen Wohnraumes ist eine fantastische dekorative Pflanzenwand. «Es sind echte Pflanzen», erklärte uns Charlotte. «Sie wurden mit einem speziellen Verfahren konserviert.» Mit dieser Technik bleiben die Pflanzen grün und frisch. Die Interiordesignerin wollte unbedingt eine Pflanzenwand. Mit Pflanzen, die jeden Tag Wasser brauchen, wäre das in einer Wohnung nicht so einfach; es könnte die Wände beschädigen. 

Besuchen Sie Charlotte Bollags cooles aber nicht kühles Zuhause.

3 — Boxen im Regal

Die Homestory von Daniel Hauri und Ana Simunovic war eine besondere, denn sie war ein Geburtstagsgeschenk von Daniel an seine Freundin Ana. Die beiden waren damals, bei unserem Besuch, erst kürzlich in die erste gemeinsame Wohnung gezogen. Daniel fand, dass Ana diese so liebevoll und schön eingerichtet habe, dass sie eine Homestory auf «Sweet Home» wert sei. Das fanden wir auch und besuchten das Paar in seiner grosszügigen Altbauwohnung in Luzern.

Diese Idee, ein günstiges Regal in ein Unikat zu verwandeln, ist von Daniel. Das tolle Regal, das sich genau über die Länge der Wand seines Homeoffice hinzieht, besteht aus Ikea-Regalelementen. Diese hat Daniel aneinandergereiht und mit selbst gezimmerten farbigen Holzboxen in ein elegantes, persönliches und raffiniertes Stück verwandelt. 

Lust auf einen Besuch in der inspirierenden Wohnung in Luzern?

4 — Spiegel am Fensterrahmen

Eine besondere Ehre war es für uns, das Zuhause des legendären Schweizer Architektenpaars Trix und Robert Haussmann für «Sweet Home» zu besuchen. Es gleicht einem himmelblauen Juwel, und wer eintritt, gerät in ein postmodernes Panoptikum der Stile und Formen. Natürlich gab es auch fantastische Wohnideen, von denen diese hier besonders heraussticht. Die beiden haben nämlich die Dachlukenfenster mit Spiegelrahmen versehen, damit sie mehr Licht in den abgeschrägten Raum bringen. 

Es lohnt sich, das betörend schöne Haus der beiden Interiorstars zu besuchen.

5 — Grosse Tapeten an kleinen Wänden 

Manchmal hat man Glück und entdeckt ein Bijou einfach so mit einer «Sweet Home»-Geschichte. Das Codewort zu einer inspirierenden Wohngeschichte war «Senfgelb». Nina Hohendorf hatte mir nämlich, als sie die Senfgelb-Geschichte auf «Sweet Home» gesehen hatte, ganz spontan ein paar Schnappschüsse ihrer Wohnung gemailt, um zu zeigen, wie sie die Farbe Senfgelb eingesetzt hat. Ich war so begeistert, dass ich sie zu einer Homestory überredete. Die Story war selbstverständlich ein grosser Erfolg, und von Ninas Ideen kann man sich auch für das eigene Zuhause inspirieren lassen. Clever ist zum Beispiel das Einsetzen grossgemusterter Tapeten an kleinen Wandstücken.  

Neugierig auf das farbige Bijou der Designerin?

6 — Mehr Platz zum Wohnen schaffen 

Vom Innenarchitekten Jürg Brawand kann man viel lernen. Zum Beispiel, wie man durch die Wahl von Möbeln und deren richtiges Platzieren das Wohnverhalten verbessern kann. 

Jürg Brawand schwärmt von seinen kleinen Wohnplätzen. Er hat sie überall eingerichtet, die Orte, an denen man sich hinsetzen und das Wohnen in vollen Zügen geniessen kann. Vorbild dafür waren ihm die Hotels, die er gern besucht. «In Hotels gibt es so viele Möglichkeiten, wo man sich einfach niederlassen kann und die Aussicht, das Licht oder einfach die Schönheit des Ortes geniessen kann. Das wollten wir auch zu Hause umsetzen.» Bei diesem kleinen Tisch mit Stühlen drumherum ist ihm das bestens gelungen.

Kommen Sie mit in das Zuhause des Innenarchitekten.

7 — Bestehendes einbeziehen

Einen anderen gestalterischen Beruf übt Victoria Steiner aus. Sie hat Modedesign studiert und arbeitet unter anderem als Stylistin. So weiss sie, wie alles schöner und besser aussieht. Diese Gabe hat sie auch in ihrer Wohnung eingesetzt, in der wir sie vor einigen Jahren besuchten. Gerade zu dem Zeitpunkt, als sie neu mit ihrem Freund Luca dort eingezogen war. 

Eine schöne Idee, die man auch mit anderen bestehenden Dingen umsetzen kann, ist die gelungene Einbindung eines alten Ofens. Der wunderschöne Ofen ist ein Teil der Wohnung, aber nicht mehr in Gebrauch. So haben ihm Luca und Victoria schlichte, filigran wirkende Regalelemente zur Seite gestellt. Auf diese Weise vermittelt er immer noch seine ursprüngliche Gemütlichkeit, verliert aber jegliche Schwere und verbindet sich mit der modern entspannten Einrichtung. Das Regal ist eine echte Wohnwand – da sind nämlich alle Dinge drauf, die die beiden in ihrem Wohnalltag brauchen. Kerzen etwa für stimmungsvolle Abendessen, Bücher, Gläser, Flaschen oder Vasen.

Entdecken Sie noch mehr Ideen des jungen Paares.

8 — Bretter für die Küche

Caroline Feuz‘ Wohnung gehört zu der Art von Wohnungen, aus denen man nach einem Besuch total inspiriert und voller neuer Pläne nach Hause geht. Diese Abdeckung aus matt lackierten schwarzen Holzbrettern etwa, die Caroline an die Küchenrückwand gestellt hat, ist einfach genial. Wie viele geniale Ideen ist sie auch genial einfach! Sie verhilft einer normalen Einbauküche zu mehr Stil. Etwas, das alle, die bestehende Einbauküchen haben, einfach nachmachen können. 

Die Bretter vor der Küchenrückwand sind auch praktisch! Caroline konnte hier einfach Haken einschrauben, um Lappen und Werkzeuge aufzuhängen. Sie hat sich für edle schwarze Schneidebretter entschieden und stellt die wichtigsten Kochzutaten wie Salz, Pfeffer und Öl in ein antikes kleines Holzkistchen. 

Hereinspaziert in Carolines Feuz‘ Wohnung in Basel.

9 — Vorhang fürs Regal

Nicht alle mögen Schrankwände, sind sie doch schwer, meist langweilig und immer dominant. Man kann seine Kleider und Sachen auch anders verstauen. Zum Beispiel in Regalen. Das hat die bekannte Schweizer Modedesignerin Dorothée Vogel gemacht. Ihr ist eine gewisse Atelierstimmung in der Wohnung wichtig. So hat sie sich anstelle eines Schrankes für ein grosses Industrieregal entschieden und dieses über eine ganze Wand eingesetzt. Hier ist alles drin. Sie hat sich beim Umzug nur auf das Wesentliche besonnen und alle ihre Sachen so reduziert, dass Sie nur noch das hat, was sie auch mag und braucht. Auf diesem Regal befinden sich auch ihre Bücher. Sie hat nur noch die Lieblingsbücher behalten und diese alphabetisch geordnet. 

Den Teil mit den Kleidern hat sie geschickt mit einem Vorhang versehen und diesen mit einer leicht hervorstehenden Stange am Regal befestigt. 

Besuchen Sie das urbane Wohnreich von Dorothée Vogel.

10 — Ein Wald am Fenster

Vorhänge bringen immer ein bisschen Drama in die Einrichtung. Diese Wirkung hat der Interiordesigner und Antiquitätenhändler Arthur Rooks mit diesem «Bildervorhang» noch unterstützt. Dafür hat er einen Stoff mit einem grossen Fotoprint eines Waldes wie ein Bild in den eigentlichen weissen Hauptvorhang eingenäht. Die beiden Art-Deco-Stehleuchten unterstützen assoziativ die Baummotive.

Auch Arthur Rooks hat keinen Schrank, sondern hat über die ganze Länge des Raumes einen üppigen Seidenvorhang gezogen und dahinter viel Stauraum geschaffen. Die Dramatik der Einrichtung zieht sich durch das ganze Schlafzimmer durch. Überall ist das Bildhafte, Ornamentale, Erzählerische zu entdecken. So ist auch eine Wand mit einer üppigen, orientalisch inspirierten Tapete von «Osborne and Little» bezogen und die anderen sind in einem passenden Farbton gestrichen. 

Und hier gehts in die Wohnung voller Wow-Effekte.

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