Streifzug durch die Wohnung

Ob Tapeten, Teppiche oder Möbel: Streifenmuster heitern uns auf und machen Lust auf wärmere Tage.

Sommerlaune

Kein Muster wirkt so sommerlich frisch wie Streifen. Markisen, Liegestühle, Badetücher oder Sonnenschirme zeigen sich mit Vorliebe bunt oder zweifarbig gestreift. In der Wohnung treten sie als starkes Statement, grafische Aufwecker und stilvolle Akzente auf. Unterschiedliche Streifenmuster kann man genauso schön untereinander wie zu anderen Mustern kombinieren. (Bild über: One Kings Lane, Foto: Nicole LaMotte) 

Statement

In der Mode sagt man den Längsstreifen nach, dass sie schlank machen, während Querstreifen das Gegenteil bewirken. Im Raum sind als Tapeten vor allem Längsstreifen beliebt, denn sie lassen diesen höher erscheinen und geben ihm erst noch Eleganz. Hier ein wunderschönes Beispiel, die Tapete Jaspe Stripes von Cole and Son, welche es in unterschiedlichen Farbtönen gibt. 

Grafische Hingucker

Blockstreifen, also breite Streifen in meist zweifarbiger Kombination, sind starke Muster – auch auf kleineren Flächen. So kann man mit diesen prächtigen verschiedenfarbigen Samtkissen der holländischen Firma HK Living ein Sofa aufwecken und ihm einen grafisch spannenden Look verleihen. (Info zu HK Living Produkten bekommen Sie über die Schweizer Agentur IDS Living.)

Preppy-Lieblinge

Streifen sind Lieblinge des Preppylooks. So nennt man den Stil der wohlhabenden Elite oder derer, die sich wie sie kleiden möchten. Der Ausdruck kommt von den amerikanischen Preparatory-Schools, den Schulen, die Schüler auf ihre Ausbildung vorbereiten; etwas, das vor allem den Privilegierten Amerikas vorbehalten ist. Der Kleidungsstil ist vom Sport inspiriert wie etwa von Golf, Polo, Segeln oder Rugby – bekannte Beispiele sind die Modemarken Tommy Hilfiger, Ralph Lauren oder J.Crew. So sind die Farben und grafischen Muster der Sportkleidung ein wichtiges Element des Preppylooks. Dazu gehören auch Streifen und die Kombination von Rosa und Grün. Dieser Look spielt natürlich auch im Einrichtungsbereich eine bedeutende Rolle und zeigt sich hier auf diesem Bild, entdeckt auf dem Blog «Style me pretty», sehr hübsch umgesetzt in einem Badezimmer. 

Quirlig und poppig

Über Instagram habe ich die ausserordentliche und kreative Interiordesignagentur JP Demeyer & Co entdeckt. Der belgische Designer Jean Philippe Demeyer spielt mit klassischen Elementen und bricht dabei auf exzentrische Art die Regeln. Er übertreibt, parodiert und bringt intelligenten Humor in seine Projekte. Lassen Sie sich vom Instagram-Account des Designstudios inspirieren

Bodenschätze

Wer denkt, dass sich Streifen nur auf Tapeten und Stoffen breitmachen, der kennt die starken Pavilion-Teppiche von Normann Copenhagen noch nicht. In Sachen Aufmerksamkeit machen sie jedem roten Teppich ernsthafte Konkurrenz. 

Starkes Stück

Dieser klassische Sessel zeigt einen rebellischen Samtbezug. Auch er ist eine Kreation des belgischen Designers Jean Philippe Demeyer

Alles in Schwarz-Weiss

Die Klassiker unter den Streifenmustern sind schwarz-weiss. Wie toll etwa einfache schwarz-weiss gestreifte Kissen auf einem farbigen Stuhl aussehen können, zeigt dieses Beispiel vom Blog Place Of My Taste

Gestreiftes aus der Onlineboutique

Zwei gute Shoppingtipps für Produkte, mit denen man schnell, günstig und unkompliziert den Streifenlook nach Hause zaubern kann, sind der Teppich Stockholm von Ikea und die Biobettwäsche von H+M Home.

Kontrastprogramm

Schwarz-weisse Streifen in der Wohnung haben immer wieder Hochsaison. Das erste Mal war es in der Empire-Zeit und dann im Art déco, welcher sich vom Empire inspirieren liess. Ein grosses Revival hatten sie in den Neunzigerjahren. Ich erinnere mich, dass ich damals unser Wohnzimmer maisgelb gestrichen habe, schwarz-weisse Tapetenbordüren mit Mäandermuster anbrachte und Vorhänge aus Stoff mit schwarz-weissem Blockmuster nähte. Nun tanzen sie wieder an, die kontrastreichen Streifen. Kein Wunder, denn man blickt trendmässig wieder vermehrt zurück in die Nineties. Hier ist die Tapete Jaspe Stripes von Cole and Son in schwarz-weiss zu sehen. 

Ein Hurra auf die Housse!

Im selben Wohnzimmer hatte ich, damals in den 90ern, über unsere günstigen Ikea- oder Interio-Sofas eine ziemlich ähnliche Housse genäht und übergestülpt. Auch solche Houssen sind Klassiker, die derzeit wieder öfter auftauchen und mässig schicke Sitzmöbel upgraden. (Bild über: Lee Ann Thornton)  

Fein gestreift

Die feinen, schwarz-weissen Streifenstoffe hierfür kommen vom klassischen Matratzenstoff, sogenannte Drillstoffe. Man kann mit ihnen auch schöne, robuste Sitzkissen oder Polsterkissen nähen, wie das hier in einem Esszimmer umgesetzt ist, entdeckt auf dem Blog «Style by Emily Henderson». Einen solchen Stoff habe ich in Hellgrau bei Ikea entdeckt. 

Ferienstimmung

Von den milderen, feinen Matratzenstreifen gehts zu den Streifenstoffen, die nicht mit Knallfarben um Aufmerksamkeit heischen, sondern sich gedämpfter und natürlicher zeigen. Dieser attraktive Bettüberwurf von Ferm Living entführt das sommerlich gestylte Bett stilmässig ins Ferienhaus. 

Neue Mitbewohner

Kissen kann man auch in der sonnigen Jahreszeit nicht genug haben. Ob auf dem Bett, dem Sofa oder der Gartenliege, die Streifenwunder Eclat von Normann Copenhagen sehen toll aus, wenn sie in Gruppen und unterschiedlichen Farben eingesetzt werden. 

Eine Portion Sonne gefällig?

Momentan tut jede kleine Aufmunterung gut. Zu Hause braucht es dafür manchmal nur ein paar coole neue Wohnaccessoires, und schon zieht Schönwetterlaune ein. Da sind diese fröhlichen Keramikvasen von Zara Home eine gute Idee. 

Credits: 

Shops und Kollektionen: H+M Home, Ikea, Zara Home, Normann Copenhagen, Ferm Living, HK Living
Tapeten: Cole and Son
Interiordesign: Jean Philippe Demeyer
Blogs und Magazine: Place Of My Taste. One Kings Lane, Style me pretty» Lee Ann Thornton, Style by Emily Henderson 

 

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