10 Gründe, den Januar zu lieben

Fallen Sie nicht ins Januarloch, sondern entdecken Sie die guten Dinge, die uns dieser erste Monat des Jahres bringt.

1 — Jetzt ist die beste Zeit für neue Pläne

Tagebuch führen, ein neues Instagram-Account eröffnen oder gar einen Roman schreiben? Endlich eine Businessidee umsetzen oder einem Club beitreten? Der Beginn eines neuen Jahres, und im aktuellen Fall gar eines neuen Jahrzehnts, ist der beste Zeitpunkt, um sich auf Neues einzulassen. Es geht nicht darum, die üblichen Vorsätze zu fassen, sondern Strukturen, Routinen und Traditionen zu überdenken, diese ein wenig neu aufzumischen oder gar zu brechen. (Bild über: One Kings Lane)

… und sich auf schöne Aussichten zu freuen

Nach der Partyzeit im Dezember ist der Januar nicht einfach ein Katermonat. Sehen sie ihn als so etwas wie der sonnige Sonntagmorgen, der erst mal zu einem langen Spaziergang an der frischen Luft lockt, bevor man gemütlich frühstückt. Das ändert nämlich die Sicht auf den Tag und bringt neue Ideen. Öffnen Sie die Fenster, schauen Sie heraus, und gucken Sie dabei auch mal um die Ecken und hinter die Dinge. Gehen Sie auf Entdeckungsreisen, und freuen Sie sich auf alles Neue. (Bild über: Sabon Home Blog

2 — Die Tage sind schon wieder viel länger

An dem Morgen, an dem ich diese Bloggeschichte schreibe, ist zwar noch nicht Januar, aber Weihnachten ist vorbei und endlich scheint, nach langen Regentagen, die Sonne in die Wohnung. Die Tage werden langsam aber sichtbar länger, und auch wenn es der Winter noch nicht ins Unterland geschafft hat, irgendwie kommen bei mir dabei immer ein bisschen Frühlingsgefühle auf. Das Licht ändert sich und macht Lust, alles ein bisschen aufzufrischen. Hellere Farben, Blumen, ein paar neue Akzente wie farbige Kissen oder ein Bild an der Wand unterstützen diese Energie in der Wohnung. (Bild über: SF Girl)

3 — Es gibt wieder Tulpen

Ziemlich genau am ersten Werktag nach den Festtagen entdecken wir (neben den Fasnachtschüechli) Tulpen in den Supermärkten. Ich bin zwar schon lange keine Freundin mehr von billigen Blumen aus dem Supermarkt. Denn mal abgesehen davon, dass ihre Herkunft nie ganz klar ist, sind sie meist so künstlich aufgepeppt, dass sie weder richtig blühen noch richtig verblühen. Meist erstarren sie einfach. Doch dem ersten Tulpenstrauss kann ich nie wirklich widerstehen. Bessere und schönere Blumen finden Sie bei Blumenhändlern auf dem Markt und Floristen Ihres Vertrauens. Denn die geben sich Mühe, weil sie ja möchten, dass Sie wiederkommen. (Bild über: Destination Pearl Street)

4 — Wir entdecken, dass neue Einrichtungsideen auch ohne Geld funktionieren

Januar ist aber auch der Monat, der nach der Konsumfreude und den Ausschweifungen des Dezembers zum Sparen zwingt oder zumindest inspiriert! Ich schreibe es hier nicht das erste Mal: Einschränkung ist die beste Ausgangslage für Kreativität. Und einer der besten Orte, seine Kreativität auszuleben, ist das Zuhause. Es ist unser Territorium, also stecken wir es neu aus. Viele neue Einrichtungsideen sind ohne finanzielle Investitionen möglich. Alles, was Sie einbringen müssen, ist Fantasie, ein bisschen Arbeit und die Lust auf Neues. Holen Sie einen alten Stuhl vom Estrich oder aus der Garage, und machen Sie daraus ein Nachttischen oder Beistellmöbel. Vielleicht tut ihm ein roter Lackanstrich gut? Tauschen Sie einige Leuchten aus. Platzieren Sie eine Stehleuchte in die Küche und ein Tischlämpchen auf den Esstisch. Solche kleinen Änderungen, die aus den bestehenden Ressourcen machbar sind, verändern das Wohngefühl und verschönern damit den Alltag. (Bild über: Homes to love

… und dass kleine Dinge die grösste Freude bringen 

Wenn Sie zum Beispiel durch neues Platzieren von bestehenden Möbeln eine neue Wohnsituation schaffen, dann bringt das viel Freude. Ein neuer Sitzplatz etwa kann mit den Korbstühlen vom Balkon und einem Beistelltischchen entstehen – in der Küche, im Entree oder im Schlafzimmer. Stellen Sie Blumen ein. Das können auch einfach ein paar Zweige sein. Sie bringen immer Lebensfreude ins Haus. Hängen Sie endlich diese Bilder auf, die Sie schon lange rumstehen haben, oder rahmen Sie alte Bilder neu mit einem Passepartout. Beziehen Sie Kissen mit neuen Überzügen, die Sie aus alten Stoffen nähen können. Oder färben Sie Altes um. Das geht übrigens auch wunderbar mit gemusterten Stoffen. Ein heller Blümchenstoff wirkt auf einmal superedel, wenn er mit einer dunklen Farbe gefärbt wird. Auch Flicken und Ausbessern gehören in die Kategorie «Erneuern ohne Ausgaben»: Rote Knöpfe an die Bettwäsche, Flicken in einer hübschen Form auf Löcher in Decken oder schwarze Passepoiles rund um Kissen, die ein bisschen an Glamour verloren haben. (Bild über: Harmony and Design

5 — Wir packen die Arbeit und das Homeoffice an

Egal, ob Sie nun neue Businesspläne schmieden oder nicht, die Arbeit ist für die meisten ein sehr wichtiger Teil des Lebens. Und immer mehr davon findet zu Hause statt. Packen Sie sie an. Verschönern Sie Ihr Homeoffice oder platzieren Sie es um. Geben Sie ihm diesen freundlichen Touch, der sichtbar macht, dass der Arbeitsplatz im Zuhause ist und nicht im Büro! Stellen Sie eine hübsche Wasserflasche mit Gläsern auf das Pult. Zieren Sie die Wände mit schön gerahmten Bildern, kreieren Sie Moodboards, die Sie zu neuen Ideen inspirieren, und achten Sie darauf, dass immer ein paar Blümchen auf dem Arbeitstisch stehen. (Bild über: One Kings Lane)

6 — Wir entdecken die Einfachheit

Käse und Brot, ein Glas Wein, eine Pasta mit Gemüse oder Rösti und Salat. Das einfache Essen ist der grösste Luxus, den wir uns im Januar leisten. Denn mal ehrlich, es ist auch das beste und macht uns glücklicher als ausschweifende, üppige Festmahle. (Bild über: Ingredients LDN

7 — Statt auszugehen, lesen wir lieber

Die beste Möglichkeit, weniger Geld auszugeben, ist, weniger auszugehen. Essen und Trinken in Restaurants, Cafés und Bars schaden jedem engen Januar-Budgetplan. Kochen Sie Gutes selber. Und dann tauchen Sie in das billigste und schönste Vergnügen – in ein gutes Buch! Lesen ist reisen, es erweitert den Horizont, entführt und regt an zu neuen Sichtweisen – und nicht selten auch zu neuen Plänen. (Bild: MKN

8 — Die Lust auf einen Frühlingsputz erwacht

Ok, dies ist ein unpoetischer Sprung aus den inspirierenden Seiten eines packendes Romans. Aber der Januar ist auch tatsächlich der Monat, in dem wir Lust bekommen, auszumisten und dabei alles wieder mal so richtig gründlich zu reinigen. Beide Tätigkeiten, das Aufräumen und Entrümpeln und das Putzen, verleihen viel Energie und machen uns stolz und glücklich. Dabei steckt man sein Territorium neu ab und beschäftigt sich mit seinem Leben. (Bild: MKN

9 — Es schneit bestimmt bald

Wer weiss, vielleicht wird auch draussen bald alles schneeweiss. Oft bringt uns nämlich der Januar den Schnee, den wir an Weihnachten meist vergeblich herbeiwünschen. (Bild: MKN

10 — Das Fernweh erwacht

Ob wir uns nun nach Schnee oder Sonne sehnen, das Fernweh gehört ganz fest zum Januar. Planen Sie also kleine und grosse Reisen. Manchmal genügt eine kurze Zugfahrt, und schon ist man in einer anderen Welt. Ich habe mir vorgenommen, wieder mal nach Einsiedeln zu fahren, nach Luzern oder nach Neuenburg. Meine erste Reise aber geht bald wieder nach Paris. Dort findet nämlich die wichtigste Interiormesse, die «Maison et Objet», statt, von der ich Ihnen selbstverständlich wieder die neusten Trends verraten werde. (Bild: MKN

Credits: 

Blogs und Magazine: Harmony and Design, Homes to love, Destination Pearl Street, Sabon Home Blog, SF Girl
Shops und Kollektionen: Ingredients LDN, One Kings Lane

8 Kommentare zu «10 Gründe, den Januar zu lieben»

  • filosof sagt:

    Bild 7: Lesen kann teuer kommen, ein gutes Buch kostet schnell einmal 20, 30 Franken. Tipp: Im Brocki nach Büchern stöbern oder aus der Gemeindebibliothek ausleihen – kostet nix. Und warum nicht einmal ein Buch mit leeren Seiten kaufen und selbst etwas schreiben? Gedanken des Tages, Reiseerlebnisse, Gedichte, Briefe an eine imaginäre Freundin…

  • Marlise Spirig sagt:

    wir laufen uns sicher in paris über den weg :-)

  • Bufi sagt:

    Sogar der biedere Klötzliparkettfussboden sieht auf Ihren Fotos auf einmal cool aus.

  • Christina sagt:

    Auf diese tollen Ideen wäre ich tatsächlich nicht selber gekommen.

  • Maria sagt:

    Ganz wunderbar geschrieben. Dankeschön dafür. :)

  • Maike sagt:

    Bin mal gespannt, wie Sie die Reise nach Paris managen wollen. Ich glaube kaum, das innerhalb der nächsten 14 Tage dort Ruhe einkehrt.
    Der beste Ehemann aller Zeiten hatte einen tollen Urlaub zu meinem 60igsten in Paris geplant, und letztenendes ist daraus ein nettes Essen im Winzerhaus geworden.
    Ich wünsche Ihnen mehr Glück mit Ihrer Planung

    • Oh je! Danke für den Hinweis liebe Maike. – den Arm hab ich auch noch im Gips … das wird wohl ein abenteuerlicher Start ins neue Jahr. Und herzliche Gratulation zu Ihrem Geburtstag, vielleicht wird ja was mit der Parisreise im Frühling?

  • Liselotte sagt:

    Heute leiste ich mir Tulpen
    Beim Spaziergang mit den Hunden gehe ich auch spazieren mit meinen Augen
    Bei meiner nächsten Brockitour sehe ich mich nach neuen alten Stühlen um
    Zum Essen hole ich mir Ideen aus dem vollen Gefrierschrank
    Ich schliesse Frieden mit den vielen ungelesenen Büchern aus meinem Regal
    Ich beende mein Gejammer über den fehlenden Schnee
    Putzen verschiebe ich und Fernweh kenne ich nicht
    Herzlichen Dank für tolle Inspirationen!

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