Gemütlich wird elegant

Dicke Polster, wohnliche Schlafzimmer und kuschlige Rückzugsecken sind auf einmal «very chic»!

Zusammenrücken schafft Wärme

Wer denkt, das Gemütlichkeit nur mit Arvenholz, Omasessel und Rüschen entsteht, liegt falsch. Man kann sich zu Hause wunderschön elegant und modern einrichten, sodass es trotzdem einladend, bequem, warm und privat wirkt. Darum setzen auch Hotels und Restaurants immer öfter auf Polster, Farben und intime Atmosphäre.

Tatsache ist, dass man sich in gemütlichen Räumen ganz einfach wohler fühlt. Ein wunderschönes Hotel, das sich das bei seiner Einrichtung auf modernste Art zu Herzen genommen hat, ist das Santa Monica Proper Hotel. Dieses habe ich entdeckt auf der inspirierenden Plattform Design Finder Escapés, die auf besonders schön eingerichtete Ferienunterkünfte spezialisiert ist.

Rundum gemütlich

Bleiben wir gleich noch ein bisschen in diesem inspirierenden Hotel. Die Bloggerin Taylr Anne hat es besucht und darüber geschrieben. Ich habe dieses Beispiel aus ihrem Bericht ausgesucht, weil es Lust macht, sich das Thema «Essen auf dem Sofa» mal aus einer anderen Perspektive anzuschauen.

Der Stoff, aus dem Gemütlichkeit entsteht

Stoffe sind im Wohnbereich sehr wichtig. Die meisten Architekten ignorieren sie, weil sie von ihrem Werk ablenken. So gibt es in vielen Neubauten keine Aufhängevorrichtungen für Vorhänge. Aber Architektur ist im Innenbereich nur ein Gerüst, um sich darin eine Wohnung, einen Arbeitsort, ein Geschäft, Hotel, Club oder Restaurant einzurichten. Selbst die Erfinder der Moderne im Bauhaus haben Textilien miteinbezogen.

Also keine Angst vor textiler Üppigkeit! Wie elegant und modern das aussehen kann, zeigt dieses Beispiel vom Blog SF Girl. Hier kommen Plüschsofa, mit Stoff gepolsterter Sessel, Samtvorhänge und Teppich zusammen, und trotzdem wirkt alles leicht und luftig. 

Farbtemperatur warm!

Auch Farbe spielt eine bedeutende Rolle. Je nach Ton und Kombination trägt sie viel dazu bei, ob eine Einrichtung Wärme ausstrahlt oder kühl und distanziert wirkt. Dieses wunderschöne rostfarbene Samtsofa ist hier vom schwedischen Top-Geschäft Artilleriet in Szene gesetzt. (Bild über: Coco Lapine Design

Rückzugsort persönlich

Ein komplett aufgeräumtes Pult ist nur in Grossraumbüros gefragt, bei denen sich die Mitarbeiter jeden Tag ein neues Plätzchen suchen müssen. Ich selbst habe das in der Zeit, als ich angestellt war, nicht erlebt. Als Designerin wie auch als Moderedaktorin war das Atelier oder das Büro ein wichtiger Treffpunkt, der auch die Persönlichkeit, das Talent und den Stil der Besitzerin reflektierte. Denn diese Kriterien waren damals wichtig bei der Anstellung. Klar waren meine Arbeitsräume nicht so chic wie die von Anna Wintour oder ihrer berühmten Vorgängerin Diana Vreeland. Aber ich habe jeweils das Bestmögliche herausgeholt.

Wichtig waren und sind mir immer noch Blumen und Inspiration. Beides sind wichtige Elemente für das Rückzugsgebiet in der Wohnung, wo man nachdenken, arbeiten und sich mit der Welt verbinden möchte. Denn egal wie tief man in den Bildschirm taucht, zur wahren Weitsicht gehört ein schönes und inspirierendes Umfeld. Sehr schön hat dies der Stylist Colin King umgesetzt, auf dem Bild, das ich in seinem Portfolio entdeckt habe. 

Moderne Eleganz wohnt in Frankreich

Die Eleganz hat ein Zuhause: Frankreich. Schon immer haben die französischen Aristokraten auf die absolute Eleganz gesetzt und gingen dabei so extreme Wege, dass es gar eine Revolution ausgelöst hat. Heute ist im französischen Innendekorationsbereich eine ganz eigenständige Art von moderner Eleganz entstanden, die anders wirkt als etwa die italienische oder jene aus dem angelsächsischen Raum. Ein schönes Beispiel dafür ist der Stil der Interiordesignerin Sarah Lavoine, die auch todschicke Einrichtungsboutiquen betreibt. 

Gewohnt wird auch im Schlafzimmer

Dass ein Schlafzimmer viel zu schade ist, um bloss darin zu schlafen, habe ich schon oft geschrieben. Beispiele dafür sind hübsche Hotelzimmer. Wenn man nämlich seine Partyzeit ausgelebt hat und bei einem Städtebesuch nicht praktisch 24 Stunden unterwegs ist, dann schätzt man ein schönes, wohnliches Hotelzimmer. Es inspiriert einen zu einem neuen Wohngefühl und ermöglicht, sich in einer fremden Stadt wirklich zu Hause zu fühlen. Ein cooles, elegantes Beispiel dafür, wie ein Schlafzimmer auch Salon sein kann, ist dieses Zimmer im Hotel Le Montana in Paris. 

 

So wirkt plüschig «très chic»!

Bleiben wir in Frankreich, genauer gesagt auf dem Pariser Flughafen Roissy. Dort gibt es nämlich das sehr hübsche Restaurant I Love. Es wurde von der französischen Interiordesignerin India Mahdavi eingerichtet. Die kleinen Nischen ganz aus Plüsch zeigen, wie modern und chic Gemütlichkeit sein kann. (Bild über: India Mahdavi, Foto: Derek Hudson) 

Mit Komfort arbeitet es sich besser

Solch plüschige Nischen helfen auch einem Arbeitsort. Dahin kann man sich nämlich zum In-sich-Gehen oder Austauschen zurückziehen und bleibt dabei auch noch von Lärm verschont. Das Bild ist von der Plattform Office Snapshots, Foto: David Barbour. Es zeigt das Büro von Virgin Atlantics in Crawley, England, gestaltet von Penson

Polstern Sie das Schlafzimmer aus

Auf eine ähnliche Art kann man das Bett oder gleich eine ganze Schlafzimmerwand auspolstern. Das macht schlafen nicht nur gemütlicher, sondern auch ruhiger. (Bild über: Bungalow Classic

Credits: 

Blogs und Magazine: SF Girl, Coco Lapine Design, Office Snapshots, Bungalow Classic
Interiordesign: Sarah Lavoine, India Mahdavi, Penson
Ferienorte und Hotels: Design Finder Escapés, Hotel Le Montana 
Restaurants: I Love
Shops:
Artilleriet 

Styling: Stylist Colin King 

2 Kommentare zu «Gemütlich wird elegant»

  • Martina Siegenthaler sagt:

    Weniger wäre mehr. Ich weiss, mein Geschmack ist nicht massgebend. Eine Frage hätte ich da aber doch zur Hygiene in einer Hoteleinrichtung mit soviel Stoff.

    • adam gretener sagt:

      Ich lebte mal in München in der Nähe des Cafes Jasmin. Da war auch alles mit Stoff und Teppichen ausgelegt. Im Winter ging es noch; aber im Sommer konnte ich mich da nicht reinsetzen.

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.