Dieses Haus ist auch eine Brücke

Häuser können sich in vielen Formen zeigen, sogar als Brücke, wie dieses Beispiel des australischen Architekten Max Pritchard beweist. Es berührt den Boden kaum und belässt dadurch die ursprüngliche Bachlandschaft, wie sie ist.

Architekt: Max Pritchard

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Die idyllische, wilde, australische Landschaft hat den Architekten zum Bau eines Hauses inspiriert, das sich als Brücke in die Umgebung stellt. Es berührt kaum den Boden und nutzt den freien Raum darüber.
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Die Brückenpfeiler haben eine ähnliche Ausrichtung wie die Äste der grossen Bäume. So zeichnet die Architektur ein diskretes Zickzackmuster in die Landschaft.
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Das Brückenhaus ist schmal und hat auf beiden Seiten Fensterfronten. So schwebt der Wohnraum über dem Bachgelände und bezieht es als natürlichen Lebensraum mit ein. Die Fenster, doppelt verglast, gehen nach Süden und Norden und regulieren auch die Wärme.
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Die Architektur des Brückenhauses verbindet diagonale und horizontale Linien auf eine schlichte und ganz selbstverständliche, unkomplizierte Art.
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Vom Hügel aus gesehen versinkt das Haus im Flusstal. Es gewinnt teilweise Strom aus Solarzellen und hat einen Regenauffangtank auf dem Dach. Die Materialien stammen alle aus der näheren Umgebung.
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Das Brückenhaus steht inmitten von Bäumen in einer idyllischen Landschaft, nimmt Rücksicht auf die Umgebung und, dank der nachhaltigen Bauweise, auch auf die Natur.

Keine Kommentare zu «Dieses Haus ist auch eine Brücke»

  • Skeleton in the cupboard sagt:

    dear oh dear,

    im bachbett bauen – wer jemals daran zweifelte, dass dummheit grenzenlos ist, wird hier eines besseren belehrt. hoffentlich kann die bude auch schwimmen, geht einem durch den kopf, wenn man sich an die jüngsten queensland-bilder in den nachrichten erinnert. tut mir leid, aber diesem ins bachbett gerutschtem, aufgemotzten schulzimmer-provisiorium kann ich rein gar nichts abgewinnen.

    wir pflanzen wenigstens einen schutzwald und stellen ein paar lawinenverbauungen in den hang, wenn wir hierzulande in lawinengefährdeten zonen siedeln.

  • Stefan Meier sagt:

    hmmm, im Gegensatz zur Situation bei uns, wo Südhänge bis zur Kimme mit einem Wildwuchs an leider meisstens sehr schlechten Terrassenhäusern zugepflastert werden und dadurch tatsächlich ganze Talschaften versauen, kauert sich dieses Haus diskret in einen Landschaftseiinschnitt und erweist damit der Landschaft ein Höchstmass an Respekt. Das der Naturbezug gelungen ist, beweist die Innenraumaufnahme (3. von oben).
    ‚Unsere‘ Bauvorschriften schützen die Öffentlichkeit höchstens vor der absoluten Katastrophe, verunmöglichen aber gleichzeitig hervorragende Lösungen. Gerade aber im konkreten Fall, dem Umgang in Uferzonen kommt mir spontan keine hiesige vergleichbar gute Lösung der letzten 10 Jahre in den Sinn: Angst vor dem Wasser scheint bei ‚uns‘ der einzige Ratgeber zu sein.

  • Hans Nötig sagt:

    Diese Baracke erinnert mich an den klobigen undförmigen ‚Fleetwood RV‘ Wohnmobil aus dem Streifen Jurassic Park. Es lebe die ’sinnberfreite‘ Architektur, die auch Land Down Under zu überfluten scheint. -.-

  • Andreas Stofer sagt:

    Ist ja ganz nett. Aber damit dieses Haus in dieser „ursprünglichen Bachlandschaft“ stehen kann musste das Grundstück mit einer Strasse erschlossen werden (in Bild 5 geschickt versteckt) plus wahrscheinlich mit allem weiteren was der Mensch so braucht (Wasser, Strom, Abwasser, Telekommunikation), von wegen „nimmt Rücksicht auf die Umgebung“, das ist die Illusion der Landeier sie würden trotz höherem Erschliessungsaufwand, Energie- und Flächenverbrauch in Einklang mit der Natur wohnen. Und wenn man sich dann vorstellt, dass noch mehr Leute auf die gleiche Idee kommen und wie das dann aussieht, aber in Australien geht das vielleicht.

  • Flückiger sagt:

    Der Grundentwurf für diese Art Haus, stammt von Graig Ellwood für ein Haus in San Luis Obispo (ca. 1960). Der Entwurf wurde nie realisiert. Bei einer späteren Studentenarbeit an GE’s Lehrstuhl (ca.1975) entstand eine Entwurf mit genau derselben Stützenanordnung wie beim Haus in Australien, nur war die Fassadengestaltung viel besser. Bei der obigen Arbeit handelt es sich um ein schlechtes Plagiat.

  • Rolf sagt:

    Ueber Geschmack laesst sich streiten, ueber den Standort wohl auch, gerade wenn ich an die Ueberschwemmungen in diesem Jahr denke.

  • kyrill sagt:

    Nichts für Leute mit Blasenschwäche!

  • Kevin Ochsner sagt:

    Es wurde in einem Kommentar erwähnt, ‚das Resultat unterliegt immer gewissen ästethischen Gesetzen, wie z.B. dem Goldenen Schnitt […]‘. Ist das wirklich so? Ich finde die Form, der Ort und dessen Kontext, das Programm und die Technik bedingen und ergänzen sich gegenseitig bei qualitätvoller, engagierter Architektur. Das auf rein formale Gestze zu reduzieren, finde ich schwierig. Denn in diesem Beispiel sehe ich weder klare Goldene Schnitte noch krasse, bewusste Abweichungen davon. Und trotzdem hat die fein, klare Fenstereinteilung eine schöne Proportionierung wie ich finde, wie auch die nächst grössere Ebene, die Fassade als Gesamtes.
    Eine etwas kritischere Betrachtung der vorgestellten Projekte würde diesem Blog sicher gut tun, da gebe ich René Stöckli absolut recht. Aber man darf sich, glaube ich, auch nichts vormachen. Der Blog heisst Sweet home. Architektur-Kritik im engeren Sinn ist sicherlich nicht die Absicht der Autorin. Wem das Haus gefällt, sollte sich auch mal das Haus am Genfersee von den Architekten ‚Made in Sàrl‘ anschauen (prix acier 2009).

  • René van Saramacca sagt:

    ja ja die ewigen Nörgler. Ich habe das Bild im Einstieg gesehen und hörte die bereits die« Ökoschere» im Kopf klappern – es hat sich, was ja durchaus begrüssenswert ist, ein Art «ökologische Korrektheit» ausgebildet, die sich nun aber nur zu oft einfach selbständig macht und reflexartig Kommentare ausstösst.
    Ich finde es eine wunderbare Lösung; leicht, filigran, im eigentlichen Wortsinn leichtfüssig mit minimalen Eingriffen in den Grund. Das Ganze kann wieder abgebaut und entweder wiederverwendet oder das Material rezykliert werden. Wie bereits gesagt wurde, ist die Konstruktion beständig gegen Insektenbefall, es muss also nicht mit bedenklichen Insektiziden hantiert werden. Ich weiss wovon ich spreche, ich wohne in den Tropen, die Termiten haben binnen drei Jahren das Badehäuschen komplett zerlegt – das wird nun in Stein neu aufgebaut. Zur Hochwassergefahr. Wie man mühelos erkennen kann ist das Haus als Brücke konzipiert, unter der, wie es sich für eine Brücke gehört, das Wasser üblicherweise wegfliesst – oder?

    Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten oder eben nicht – bösartig formuliert: Man hat ihn oder eben nicht. Etwas sachlicher gesagt: Innerhalb eines weiteren Spektums von Gestaltungsmöglichkeiten und Materialien unterliegt das Resultat immer gewissen ästhetischen Gesetzen, wie z.B. dem «Goldenen Schnitt» oder der bewusst gesetzten Abweichung davon.

    Gerne würde ich einmal von denjenigen, die immer etwas zu meckern haben, wenn ein Gebäude einigermassen zeitgenössisch daherkommt, erfahren, was denn für sie ein vorbildliches Gebäude wäre, auch in ästhetischer Hinsicht.
    Vielleicht bietet dieses Forum Hand, damit wir erfahren, wie denn solche Lösungen aussähen.

    • Bionic Hobbit sagt:

      Ich träume auch immer davon, mal so ein schönes, total ökologisches, biodegradierbares, und doch haltbares, CO2-neutrales Haus an einem wunderbaren, romantischen Ort bauen zu lassen…. allerdings gibt es in der Schweiz nicht viele solcher Grundstücke, die auch noch in der Nähe eines Jobs sind, und die Auflagen sind so kompliziert, und so ein Traum ist unglaublich teuer. Am Ende bin ich froh, wenn wir „irgendwo“ ein erschwingliches Häuschen für die 5köpfige Familie kriegen, das wenigstens nach Minergie Standard gebaut wird. Aber träumen darf man ja.
      Zeigen Sie uns bitte mehr Traumhäuser aus der Schweiz…vielleicht mit einige Details zum Herzblut/Preis, das es gekostet hat.

  • Mario Monaro sagt:

    Einmal mehr eine spannende Idee – die aber natürlich nicht jedem gefallen muss. Das Haus dürfte aber nur für gemässigte Klimazonen geeignet sein, viel Isolation ist da wohl kaum vorhanden. Diese Nähe zur Natur hat aber auch ihre Schattenseiten (ich wohne selber in einem solchen Haus). Man hat alle möglichen Tierchen, mit denen man sich das Haus teilen muss, aber das gehört halt dazu. Wer das nicht mag, braucht ein Penthouse in New York.

  • Edith Bolliger sagt:

    Praktisch ! Beim nächsten (garantierten) Hochwasser wird das Haus auch gleich noch durchgespült. Hoffendlich halten die Stahlträger?

  • kamber sagt:

    Ich finde es einen schönen fürs Auge, informativen, interessanten und unkomplizierten Bericht. rené stöckli verstehe ich nicht, aber wie man so schön sagt, jedem seine Meinung, oder vielleicht einfach Greenpaece Vertretung. Aber finde es nicht einen Eingriff in die Natur, so wie hier soll es doch überall sein. Geniesst die Bilder und das Wochenende

    • Beuret sagt:

      Ich bin absolut einverstanden mit Ihnen. An alle Kritiker, ich nehmen an Australien kann das Haus verkraften. Ich rege mich eher auf über die zugemauerte Schweiz. Da nützt auch keine Bauordnung mehr, das ist jeweils nur noch Augenwischerei.

  • Ella Müller sagt:

    Hässliche Baracke!

  • Werner Nepple sagt:

    Sehr schönes Projekt. Mir gefällt vor allem auch die filigrane Stahlkonstruktion. Es zeigt mit wie wenig Stahl eine solche Konstruktion realisiert werden kann ohne den Einsatz von Leimbindern, welche später als Sondermüll entsorgt werden müssen. Die Problematik des Schädlingsbefalls, der in Australien nicht unerheblich ist, konnte somit auch umgangen werden.

  • Sandra Meier sagt:

    Mir gefällt das Haus sehr gut.

  • Daniel Seiler sagt:

    Sieht doch schön aus. Und mehr über die nachhaltige Verwendung von Stahl gibt es auf ww.ökostahl.ch oder http://www.cocoon.ch

  • Philipp Betschart sagt:

    Herr Stöckli, grundsätzlich gebe ich Ihnen absolut Recht. Aber meines Wissens gibts in Australien ziemlich viel Eisenerz. Wie nachhaltigt die Wälder in Australien bewirtschaftet werden, wissen wir auch nicht genau. Einige, von Ihnen aufgeführte Punkte, die auch bestätigen kann, lassen allerdings nichts Gutes erahnen…

  • Bernhard Bider sagt:

    Zwei Stahlträger, ein Trailer, etwas Zugemüse – et voila. Ist dies ein Bericht wert? Solaranlagen gibt es hier auch!

  • yvonne garo sagt:

    Da muss ich aber lachen wenn dieses Haus in diese Landschaft passen soll .Fehlt nur noch dass gesagt wird es sei Kunst hässlicher gehts wohl nicht mehr .

    • Karin Gut sagt:

      Passt meiner Meinung auch nicht in die Landschaft. Zum Glück lassen unsere Bauvorschriften einen solchen Blödsinn nicht zu.

      • Dave sagt:

        Ow ja. Bauen wir lieber hässliche Betonblocks und unpassende Ferienhäuser in unsere Berge
        Freundliche Grüsse Dave

    • Peter Brunner sagt:

      Superschön. Ein Traum. Nichts für ‚Nörgeler‘.

      • mali sagt:

        Ganz einverstanden, einfach nur schön! Und die Frage stellt sich schon, was denn die „Nörgler“ mit ihren Bemerkungen über Termiten und anderen Tierchen sagen wollen. Ein Votum für ein 0815-Einfamilienhäuschen in der Schweiz? Da lobe ich mir ein Land, welches derartig phantasievolle und naturnahe Bauten zulässt…

  • rené stöckli sagt:

    so ein quatsch! von wegen nachhaltig, ich sehe sehr viel metall, ob verkleidung oder tragkonstruktion! das metall kommst bestimmt nicht aus der region und ist sehr energie intensiv, aber holz hätte es viel dort! eine brückenkonstruktion ist immer viel aufwendiger, da die spannweiten grösser als bei einem normalen haus sind. wo ist da die rücksicht auf die natur? es wird ein kleines tal „gesperrt“ und dies durch eine unnotwendige lage. solarenergie? zwei quadratmeter sonnenkollektoren und ein haus gilt gleich als oekologisches wunderding. wer schon mal in australien war und nicht blind ist, der weiss wie dort mit Energie umgegangen wird – alles andere als sparsam. und wie sieht es mit der versorgung aus? der strom erzeugt wohl ein generator?! Nein, diese haus nimmt keine rücksicht auf die landschaft und ist auch nicht oekologisch. liebe frau Kohler, schreiben sie doch bitte über dinge, von denen sie etwas verstehen und versuchen sie auch ein wenig kritisch zu sein!

    • Johnny Boy sagt:

      Die einen bauen sich schöne Häuser aus ein paar Eisenträgern, Aluminium, ein paar Brettern, und andere ziehen sich ins Stöckli zurück und schreien aus dem Fenster wenn die Kinder zu laut spielen.

    • Dave sagt:

      Glücklicherweise steht dieses Haus nicht bei Ihnen im Garten, lieber René Stöckli. Diese Wertung über den Energieverbrauch in anderen Ländern sollte man unterlassen.

      „have a look in your backyard first“ – Schauen Sie zuerst in Ihren Garten (neuseeländisch/australisches Sprichwort, ich selbst habe ein Austauschjahr in Neuseeland verbracht)
      Auch in der Schweiz ist nicht alles perfekt… Eine gute frühlingszeit wünscht Dave

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