Die schönsten Wohnideen aus Schweizer Küchen

15 Beispiele aus unseren Homestories zeigen, was Küchen besonders einladend macht.

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

1 — Platz für Kronleuchter und Sofa

Die Designerin Nina Hohendorf hat für ihre grosse Familie ein kleines Haus in Zürich-Oerlikon umgebaut und eingerichtet. Dabei wurde der Küche besondere Aufmerksamkeit zuteil. Sie ist eine wunderschöne Mischung von Gemütlichkeit, Moderne und Funktion – und dabei sehr persönlich. Grosszügig, elegant und supergemütlich bietet sie Platz für Neues und Altes, für riesige Töpfe, antikes Kochgeschirr und frische Küchenkräuter. Ein Sofa wird mit einem kleinen ovalen Tisch, einem passenden Stuhl und einem Kronleuchter zur charmanten Ecke, wie aus einem eleganten Bistro.

Entdecken Sie das ganze Zuhause von Nina Hohendorf.

2 — Schönheit im Alltag

Bei der Schmuck- und Modedesignerin Jenny Nyfeler vereinen sich Ordnung und die Tendenz zum Minimalismus wunderschön mit Stil, Persönlichkeit und der Liebe zu schönen Dingen. Auch in der Küche. Jenny hat beim Einzug in die alte, charmante Wohnung vor über sieben Jahren nie gedacht, dass sie so lange hier wohnen bleibt – und sogar eine Familie gründet. Das Haus war damals als Abbruchobjekt deklariert und wartet nun aber auf eine Totalsanierung. Die Küche und das Bad haben Jenny und ihr Mann Simon selber eingebaut. «Dafür ist ja die Miete tief», meint Jenny. 

Entdecken Sie das ganze Zuhause von Jenny Nyfeler.

3 — Beton, Wärme und Familienleben

Das grosse, unkonventionelle Haus am Waldrand, in dem die Familie Donati wohnt, bietet die Möglichkeit, Arbeit, Kreativität und Familienleben zu verbinden. Das Herzstück der Wohnung, die offene Küche, ist mittendrin und eine Eigenkreation von Daniel Donati: «Für uns ist die Küche sehr wichtig. Sie muss funktional, aber auch schön sein. So habe ich bereits in unserer Mietwohnung in der Stadt die bestehende Küche mit einer hübscheren von Ikea ersetzt. Das hat sich gelohnt, denn wir verbrachten viel Zeit darin.» In der Küche des Eigenheims vereinen sich Schönes und Praktisches. Das Backofenmodul ist, wie auch andere Elemente in der Küche, umfasst von einer Betonverschalung. Zwischen den beiden Backöfen stecken Kochbücher in einem Regal. Darüber sorgt eine Vintage-Industrieleuchte für stimmungsvolles Licht, und am Boden bringt ein Teppich Wärme und Farbe. 

Entdecken Sie das ganze Zuhause der Donatis. 

4 — Überall ein bisschen französischer Charme

Schön und stilvoll wohnen kann man auch am Anfang eines Wohnlebens. Das zeigt auf wunderbarste Art die charmante, persönlich eingerichtete Wohnung von Victoria Steiner und Luca Stadelmann in Luzern. Alles erinnert ein bisschen an Paris, der Lieblingsstadt des jungen Paars. Ein kleines Bistrotischchen lädt zum Kaffeetrinken ein, darauf stehen kokett eine rosa Vase mit Mohnblumen und eine Schale mit Croissants. Eine Wandnische wurde praktisch und schön mit Regalen versehen, ohne einem alten Ofen die Show zu stehlen. Die Regale sind aus Glas, was für Leichtigkeit sorgt. Darunter schlucken grosse Körbe Dinge wie Papiertüten.

Entdecken Sie das ganze Zuhause von Victoria und Luca

5 — Amerikanischer Chic und Schwarz

Barbara Hinder, die Frau hinter dem renommierten Zürcher Einrichtungsgeschäft Artiana, wohnt mit ihrer Familie in einem Haus aus den 60er-Jahren auf der Forch, das auf eine schlichte Art einen gewissen amerikanischen Charme ausstrahlt. Selbstverständlich hat sie es stilvoll, elegant und in dem unverkennbaren Artiana-Stil eingerichtet. Für die Küche hat Barbara Hinder Schwarz gewählt. Die Kacheln erinnern an die New Yorker Subway. Es sind viele Stylingideen erkennbar, die man am liebsten sofort kopieren möchte: gläserne Tortenplatten als Fruchtschalen, grüne französische Trinkgläser oder hübsche Rollos aus gestreiften Leinenstoffen. Ein praktisches «Vorzeige-Wandregal» bietet Platz für schöne Dinge, Geschirr und Kochbücher.

Entdecken Sie das ganze Zuhause von Barbara Hinder.

6 — Eleganz ist überall möglich

Der Interiordesigner Gaetano Irpinio recherchiert bei seiner Arbeit immer, wer die Räume, die er gestaltet, benützt, was die Bewohner am liebsten daheim machen und welche Bedürfnisse sie haben. Sein eigenes Zuhause war ein Heimspiel: «Da möchten wir uns vor allem wohlfühlen. So habe ich die Wände mit warmen, neutralen Tönen gestrichen. Das macht aus der Wohnung eine Art ‹Cocoon›, kleidet sie an und gibt ihr Sinnlichkeit», erklärt der Profi. Eleganz ist, gemäss Irpinio, überall möglich. «Auch mit Kindern und Hund und in der Küche», sagt er lachend. In Letzterer, die schlichte, hellgraue Einbauschränke hat, kreierte er mit einem kleinen Bistrotischchen, zwei Panton-Stühlen und einem Teppich einen eleganten Essplatz. Dieser dient für ein schnelles Frühstück an strengen Wochentagen oder gemütliche kleine Abendessen, wenn die Tavolata mal nicht angesagt ist.

Entdecken Sie das ganze Zuhause von Gaetano Irpinio und seiner Familie.

7 — Design im Kleinen

Bei der Renovation der Küche in ihrer schönen Berner Mietwohnung durften Regina Rüfenacht und ihr Mann ein wenig mitreden. Sie haben sich entschieden, die Küchenschränke in unterschiedlichen Farben zu wählen. So ist die Basis dunkel, und die oberen Schränke sind weiss, was dem Raum eine gewisse Leichtigkeit vermittelt. Der anthrazitfarbene, gegossene Boden nimmt die dunkle Farbe der Schränke auf und verleiht sehr viel Eleganz.  

Entdecken Sie das ganze Zuhause von Regina Rüfenacht.

8 — Der Trick mit der Bar

Charlotte Bollag habe ich bei der Arbeit kennen gelernt. Sie richtet nicht nur Privatwohnungen oder Hotels ein, sondern vertritt als Agentin einige spannende Kollektionen, von denen ich ab und zu tolle Bilder hier im Blog zeige. Ihre Begeisterung für schönes Wohnen lebt sie natürlich in ihrer eigenen Wohnung voll aus. In der Küche hat sich Charlotte für Weiss entschieden, da dieses sich diskret in den Hintergrund zieht und somit den Wohnbereich dominieren lässt. Aber Wohnlichkeit muss auch in der Küche sein, sagt Charlotte: Mit liebevollen Details und einem grossen Holzarbeitstisch hat sie es geschafft, dass die puristische Küche warm und wohnlich geworden ist. Wichtig ist die Küchenbar, die Barstühle bekommen hat und einen guten Platz fürs Frühstück abgibt. Der Bartrick lässt sich auch in einer kleinen Küche umsetzen, die nicht genügend Platz für einen Bistrotisch mit Stühlen bietet: mit einem kleinen, hohen Tisch und zwei Barhockern. 

Entdecken Sie das ganze Zuhause von Charlotte Bollag.

9 — Fantasie und Individualität

Die Küche der Modedesignerin Maya Burgdorfer ist, wie in vielen Altbauwohnungen, gross und geräumig. So haben denn auch einige besondere Vintage-Möbelstücke als Stauraum für Kochbücher, Küchenutensilien und Blumen Platz. Alles ist mit viel Geschmack und Sinn für Formen und schöne Details arrangiert. Da sind getrocknete Blumen, Zeitschriftenausschnitte und einfach hübsche Dinge. Einige davon finden sich auf dem halbrunden Verkaufsregal, das rechts sichtbar in der Küche steht. «Das war einmal ein Regal in einem Schuhgeschäft», erklärt Maya Burgdorfer. «Die andere Hälfte hat meine Schwester; so nimmt es weniger Platz ein, wir haben beide Freude daran, und es wirkt trotzdem.»

Entdecken Sie das ganze Zuhause von Maya Burgdorfer.

10 — Moderne Nischenlösung 

Ein echtes Traumhaus steht in Filzbach hoch über dem Walensee. Die beiden Kreativen Simone Ott und Reto Caduff wohnen nämlich in einem schönen alten Atelierhaus, wo schon Maler Hans Alder die dramatischste Aussicht auf den Walensee genossen hatte. Die Küche war ursprünglich in der oberen Etage, und der Platz, an dem sie heute steht, war der Kohlenkeller. Die Renovation hat sich gelohnt. So befinden sich im Parterre die «öffentlichen» Räume, die Wohnen, Essen und Kochen beinhalten. Simone, die sich um das Konzept der Küche kümmerte, wählte eine italienische Inox-Küche, «ganz ohne Schränkchen darüber!», wie sie sagt. «Ich wollte, dass dem Alten etwas Neues, Klares gegenübersteht, und ich brauche auch eine praktische, einfach zu bedienende Küche.» Vor der Küche steht ein mit Gläsern und Kochbüchern gefülltes Holzbuffet, das noch aus dem Haushalt von Hans Alder stammt.

Entdecken Sie das ganze Zuhause von Simone Ott und Reto Caduff.

11 — Holzregale für Gourmetschätze

Bei Foodscout Richard Kägi daheim ist die Küche der Hauptraum. Sie ist wunderschön und inspirierend, dank offenen, mit Leckereien und Utensilien gefüllten Regalen. Und so etwas wie der Thronsaal. Auch frische Blumen dürfen nie fehlen. Der Mann weiss, was schön ist und wie es am besten zur Geltung kommt. So schneidet er seine Blumen gekonnt in die richtige Grösse, damit sie in die ausgewählte Keramikvase passen. Auf dem offenen Holzregal in der Küche türmen sich Kägis Schätze: Gewürze, Tee, Tomaten, Eingemachtes und exklusive trockene Pasta, die laut dem Foodscout aus kleinen Manufakturen kommt und deshalb viel geschmackvoller ist als industriell gefertigte. Kochbücher, Notizen und vieles mehr, das Zeugnis abgibt, dass dies die Küche eines leidenschaftlichen Kochs und Geniessers ist.  

Entdecken Sie das ganze Zuhause von Richard Kägi.

12 — Vintagestücke mit Persönlichkeit

Auf eine ganz andere Art stellt der Grafiker Ueli Hinder seine Küchenschätze bereit. Ganz nach dem Motto «Schöne und feine Sachen darf man ruhig sehen», stehen verlockende Lebensmittel ausgestellt auf einem alten Industrierollwagen. «Von allen Ferienreisen nehme ich hübsch verpackte Dinge mit, die mein Grafikerauge anziehen. Auch koche ich gerne und oft, am liebsten einfache Hausmannskost und Eintöpfe», verrät der Geniesser. Dazu gehört natürlich ein kühles Bier oder ein Glas Wein. Dafür hat Hinder extra einen kleinen Getränkekühlschrank gekauft. 

Entdecken Sie das ganze Zuhause von Ueli Hinder.

13 — Schweizer Klassiker

Die Zürcher Altbauwohnung des Stylisten Philipp Junker befindet sich in einer idyllischen, an Paris anmutenden Strasse, in der Nähe des Helvetiaplatzes. Sie strahlt Ruhe und eine ganz selbstverständliche Art von Eleganz aus. «Es ist schön hier, freundlich, wir haben einen guten Kontakt in der Nachbarschaft, man kennt und grüsst sich und sitzt auch einmal zum Kaffee zusammen», schwärmt Philipp. Das kann man auch in seiner Küche, denn sie ist gemütlich und grosszügig wie oft in dieser Art Altbauwohnungen. Der Stylist unterstützt den Stil der Küche mit antiken, typisch schweizerischen Küchenmöbeln und bringt mit Bildern, Plakaten, edlen Vasen, Schalen und Blumen noch mehr Wohnlichkeit rein.

Entdecken Sie das ganze Zuhause von Philipp Junker.

14 — Ein kleiner Salon

Das «dritte» Zimmer in der charmanten Zweizimmerwohnung der Galeristin Frédérique Hutter ist die Küche. Hier wird der Blick auf die Wohnlichkeit und weg von der Einbauküche gelenkt. Als elegantes Wohnmöbel dient ein Salontisch voller hübscher Dinge und mit vielen Stauboxen darunter. Die Wände zieren Bilder, und als Esstisch dient ein Schweizer Designklassiker. Darüber sorgt eine schlichte skandinavische Hängeleuchte für stimmungsvolles Licht, wenn die Sonne einmal nicht in die hübsche Zürcher Altstadtwohnung scheint.

Entdecken Sie das ganze Zuhause von Frédérique Hutter.

15 — Handwerk und Gemütlichkeit

Das Haus, in dem Ines Boesch mit ihrer Familie wohnt, ist wie aus einer anderen Welt. Kein Wunder, hat doch sie es selbst entworfen – wie vieles im Haus auch. Sie malt, zeichnet, entwirft Stoffe, Keramik, Kleider und Schmuck – eigentlich eine ganze Welt zauberhafter Dinge. Einige davon hat sie in ihrer Küche. Diese ist freundlich, einfach und grosszügig gestaltet, ein wenig wie eine französische oder italienische Landhausküche.

Entdecken Sie das ganze Zuhause von Ines Boesch.

Anmerkung:
Da einige Homestorys etwas älter sind, kann es sein, dass die vorgestellten Bewohner heute nicht mehr am gleichen Ort leben.

 

7 Kommentare zu «Die schönsten Wohnideen aus Schweizer Küchen»

  • Rolando sagt:

    Na ja, die Bilder sind ja schön aber ich bezweifle die Zweckmässigkeiten einiger abgebildeten Küchen. Ein Indiz dafür, dass jene Person die es „entworfen“ oder eingerichtet haben, wenig kochen. Das ist sogar als Mann erkennbar.

  • adam gretener sagt:

    Ich persönlich hätte ja gerne irgendwie im Schopf eine kleine, aber feine Industrieküche. Edelstahlarbeitsflächen, Kühlschubladen, Abwaschstrasse und den Boden kann man mit dem Schlauch reinigen. Das würde meiner Arbeitsweise sehr entgegenkommen.

    Kleine Mengen kann ich einfach nicht. Und um Dekorationen reinigen ist nicht so mein Ding.

    Aber schön sind die Bilder natürlich trotzdem.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Eine Edelstahlküche wie von Ihnen beschrieben ist schon seit jeher mein Traum. Wird wohl einer bleiben. Interessant ist: jeder/jede, die gut und engagiert kochen, wünschen sich solche Küchen. Ausnahmslos. Ich habe als Teenager bei einem Schulfreund, dessen Eltern ein Restaurant besassen und wir beide jeweils einen Abend in der Woche den Laden schmeissen mussten, die Koch-Basics gelernt. Seither träume ich von einer Küche, wie sie in guten Restaurants anzutreffen sind.

      • adam gretener sagt:

        Ich helfe jeden Samstag ein paar Stunden kochen für benachteiligte Jugendliche, die Probleme haben. Wir haben dazu eine solche Küche zur freien Verfügung bekommen. Ein Traum.

        Vom Grosi der Gemeinde bekommen wir jeweils so 60 Kg Zwetschgen und machen dann jeweils Kuchen für das halbe Quartier.

        Sie sollten die stolzen Gesichter dieser Jugendlichen sehen. Und ab sofort ist man per Du und die Jungen helfen den Ömis über die Strasse. Ob die wollen oder nicht :-)

      • Bufi sagt:

        Mir scheint dass diese sterilen Edelstahlküchen hauptsächlich Männern gefallen. Mir kommen diese eher wie ein Schlachthaus vor.

  • karoline sagt:

    Tolle Inspirationen liebe Frau Kohler!
    Seitdem mir eine Freundin vor vielen Jahren den Blog empfohlen hat, schaue ich immer wieder hinein und erfreue mich an den Bildern, Ideen und Rezeptvorschlägen.
    Einen herzlichen Dank dafür aus Berlin!
    Karoline

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