Es wird heiter bis freundlich

Gerade weil es nun wieder kalt, dunkel und nass ist, brauchen wir zu Hause Farbe und Frische.

1 — Ganz schön unkompliziert

Fröhlich ist auch entspannt. In dieser Wohnung kommen Farben, Muster und Einzelstücke auf eine ganz selbstverständliche Art zusammen. Dabei ist Grosszügigkeit entstanden. Das Beste daran: Ein solcher Wohnstil kann organisch wachsen und sich verändern, ohne dass dabei gleich alles auf den Kopf gestellt werden muss. Auch teilen sich hier Designstücke und Günstiges aus dem Möbelhaus die Show. (Bild über: Decoholic, Interiordesign: Viva Vida)

2 — Es muss nicht alles todernst sein

Etwas Ähnliches ist auch hier, in einer ganz anderen Wohnung, entstanden. Einzelstücke und viele Muster und Bilder ergeben zusammen ein harmonisches fröhliches Ganzes. Dabei hat auch eine gute Portion Humor Platz. So sind etwa die Kerzenständer Hühnerbeine, oder eine Papier-Maché-Tiertrophäe hängt mit einem Augenzwinkern zwischen den vielen Bildern. (Bild über: Decorisme)

3 — Die Weihnachtszeit naht

Freundlichkeit bedeutet auch, das Schöne im Alltag zu sehen und zu leben. So entstehen bei entspannten Wohnstilen Dekorationen und Stylings aus dem Moment heraus und sind nicht ein lang überlegtes Gestaltungselement, das Perfektion ausstrahlt. Hier dient ein einfacher, rot lackierter Stuhl als Bühne für einen Strauss elegante Amaryllis. (Bild: Ikea

4 — Anders ist persönlicher

Freundlichkeit im Einrichtungsbereich bedeutet, das Beste mit dem zu machen, das man hat oder findet. Hier ist es ein antikes Möbel, das blau lackiert wurde und so sehr viel einzigartige Persönlichkeit ausstrahlt. (Bild über: Lovely Life)

5 — Farbe im Hintergrund hilft immer

Farbe bietet immer eine gute Bühne für Dinge. Aber es muss nicht immer eine farbige Wand sein. Die australische Interior- und Textildesignerin Anna Spiro liess hier die Rückwand eines Regals blau streichen. Das gibt den Büchern einen wunderschönen, frischen Hintergrund. (Interiordesign: Anna Spiro, Foto: Tim Salisbury)

6 — Rosa Vorhang, rosa Wolken

Entschieden Sie sich beim Einrichten nicht immer für die sichere Lösung. Diese ist nämlich austauschbar und meist langweilig. Wieso also nicht einfach Rosa statt Beige oder Weiss als Vorhangfarbe wählen? Diese sanfte Farbe schmeichelt und filtert das Licht angenehm warm. (Bild über: Planète Déco)

7 — In Blümchen gebettet

Kleine Details machen den Unterschied. So schaffen in diesem Kinderzimmer Blümchenbettwäsche und ein geblümter Quilt eine sanfte Portion Freundlichkeit, die viel Frische mitbringt. (Interiordesign: Michelle Kelly)

8 — Entspannen bitte

Modulare Sitzgruppen sind die beste Wahl für flexibles Wohnen. Man kann sie je nach Platz und Situation erweitern oder auseinandernehmen. Diese Sitzecke hier ist besonders gelungen. Die Sitzgruppe zeigt einen sogenannten Two-Tone-Stoff, bei dem, so ähnlich wie bei Jeans, zwei verschiedenfarbige Fäden verwoben werden. Das macht ihn weniger heikel. Der gelebte Effekt des Polsterstoffes wird unterstützt mit einem Vintage-Teppich. Dieser hat ein warmes Rot als Kontrast zum Jeansblau der Sitzgruppe. Zudem wurde die Sitzgruppe mit Kissen und Fellen in Sonnenuntergangsfarben bestückt. So wirkt die Gesamtanmutung warm, entspannt, wohnlich und freundlich. Die Grosszügigkeit der entspannten Einrichtung wird unterstützt mit grossen Stücken wie der Wandleuchte und den grossen Blumenarrangements. (Bild über: Instagram)

9 — Jede Jahreszeit hat Schönheiten

Die Blumenzeit geht zu Ende. Die Rosen vom Markt duften schon länger nicht mehr, und auch sonst ist die Natur im Rückzug. Doch jede Saison hat ihre Schönheiten. Man muss sich ihnen nur öffnen, wie ich das gerade mit Chrysanthemen gemacht habe. Eigentlich mag ich sie nicht, doch ich bin überzeugt, dass es keine hässlichen Blumen gibt – es kommt bloss drauf an, wie man sie einsetzt. So pur, in einer schönen Farbe, die zum Interieur passt, kommen ihre Schönheit und Eleganz zum Strahlen. Andere Schönheiten der Saison sind Clementinen und Mandarinen, die natürlich genauso köstlich sind wie schön. (Bild: MKN

10 — Kitsch tut gut

Fruchtschalen, die nur schön sind, und auch so bleiben, sind aus Porzellan oder Keramik. Wagen Sie ruhig etwas Kitsch, und geben Sie sich der Liebe zu Dingen hin, die bloss Dekoration sind. Sie können nämlich viel zur guten Laune beitragen. (Bild über: Designsponge, Foto: Alyssa Jill Harris)

11 — Tischlein, deck dich – mit Fernweh!

Das Dekorative spielt auch in der wunderschönen Kollektion von Les Ottomans die Hauptrolle. So zeigen sich Teller, Kissen oder Stoffe mit exotischen, überraschenden Motiven und Mustern. Alles macht Lust, damit den Tisch oder das Zuhause ein wenig aufzufrischen für die kommenden Festtage. Wohnaccessoires von Les Ottomans habe ich übrigens bei meinem Besuch bei Marlise und Roland Spirig in ihrem Geschäft Trouvaille in Widnau entdeckt. 

12 — Curry bringt Sonnenschein auf den Menüplan

So viel Farbenfreude und Exotik macht ein bisschen Fernweh. Da passt doch ein einfaches, leichtes Currygericht für einen Znacht mitten in der Woche perfekt. (Bild über: Anna Banana)

Zutaten für etwa 4 Schälchen:

Zubereitung:

Erdnussöl

1 Knoblauchzehe, gerieben

2 Peperoncini, fein gehackt

1 EL geriebener Ingwer

2 EL rote Currypaste

1 Dose Kokosnussmilch

1 Süsskartoffel, geschält und in Würfel geschnitten

3 Pak Choi, in Stücke geschnitten, die Teile mit den Blättern separieren 

10 kleine Tomaten, halbiert

6 dl Bouillon

1 EL Fischsauce

1 EL Palmzucker

100 g feine Reisnudeln

1 Handvoll Koriander

1 Limone

2 Frühlingszwiebeln, in Ringli geschnitten

Kichererbsen, geröstet

Geben Sie etwas Erdnussöl in einen Wok oder in eine tiefe Bratpfanne. Nun dünsten Sie die Currypaste mit dem Knoblauch, der Hälfte des gehackten Peperoncino und dem Ingwer an. Geben Sie nun das Gemüse bei und mischen alles gut. Geben Sie die Blätter des Kohls erst später dazu. Die Bouillon dazugiessen und das Gemüse etwa 7 Minuten kochen, bis die Kartoffeln gar sind. Nun kommt die Kokosmilch dazu, der Rest des Kohls, die Fischsauce und der Zucker. Nochmals einige Minuten kochen, bis alles warm ist. Mit Limonensaft abschmecken. Nun bereiten Sie die Nudeln gemäss Packungsangaben zu. Verteilen Sie die Nudeln in Schälchen und geben Sie die Currysuppe darüber. Mit Koriander, Frühlingszwiebeln, Peperoncino, gerösteten Kichererbsen und Limonenschnitzen servieren. 

Credits: 

Blogs und Magazine: Designsponge, Planète Déco, Lovely Life, Decorisme, Decoholic
Shops und Kollektionen: Les Ottomans, Ikea
Interiordesign: Michelle Kelly, Anna Spiro, Viva Vida
Foodblog: Anna Banana

3 Kommentare zu «Es wird heiter bis freundlich»

  • Sandra Sykora sagt:

    Liebe Frau Kohler-Nizamuddin
    Ihr Blog ist wirklich ganz wunderbar! „Einmal flachlegen, bitte“ etwa kam zur perfekten Zeit! Falls Sie Ideen für weitere Blogs suchen, ich wäre superglücklich über etwas Inspiration für:
    – einen langen, dunklen Kellerflur, der wohnlicher werden soll
    – Jugendzimmer! Viele Fotos zeigen hääääärzige Räume für Babys, aber was macht man mit einem Zimmer, wenn die Bewohner 12, 14 Jahre alt werden? Wir brauchen dringend ein „Makeover“.
    Mit den besten Grüssen
    Sandra

  • Maria Luisa Spirig Kehl sagt:

    Diese Art des Wohnens ist heiter und eben etwas ungewöhnlich…ich liebe solche Seitensprünge…Mut für Kitsch, Mut für Farben in dieser grauen Zeit.

    Grosses Kompliment – Maria Luisa Spirig Kehl aus Widnau

  • Bufi sagt:

    Einfach herrlich! Diese eklektischen natürlich gewachsenen Einrichtungen sind Immer zeitlos, persönlich und spannend! Ganz mein Stil!

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.