Machen wir es uns doch einfach schöner!

Es braucht ganz wenig, und das Zuhause wird hübscher und gemütlicher – hier 7 Anregungen.

1 — Die Küche bekommt mehr Persönlichkeit

Es ist völlig egal, wo Sie mit Ihrer Schönheitskur für die Wohnung beginnen. Die Küche ist auf jeden Fall kein schlechter Start. Sie ist meist klein und wird in diesen kalten und dunklen Tagen besonders oft genutzt. Denn nichts vermittelt schöneres Zuhausegefühl als eine warme Küche, in der etwas Feines im Topf schmort. Aber dieses Gefühl stellt sich nicht ein, wenn es keinen Platz hat, um sich hinzusetzen, und sich vor lauter Funktionalität die Wohnlichkeit aus dem Staub gemacht hat. Geben Sie Ihrer Küche die Liebe, die sie verdient. (Bild über: Alquimiadeco)

Diese Dinge helfen: 

  • Ein Sitzplatz – am schönsten sind ein Tischchen und zwei Stühle, aber ein Sessel ist auch eine gute Idee
  • Kissen oder Felle auf die Stühle oder die Bank
  • Bilder an die Wand. Und wenn da kein Platz ist, an die Schranktüren
  • Blumen und Pflanzen
  • Ganz wichtig sind Regalflächen, auf denen man Dinge, die man liebt, platzieren kann
  • Ein Teppich, weil er immer Wunder wirkt

Auf wunderschönste Art zeigt eine kleine Küche hier viel Charakter. Sie regt an, ein bisschen über den Tellerrand hinauszugucken und das eine oder andere in Angriff zu nehmen. Wie wärs zum Beispiel mit einem Vorhang statt mit dem üblichen Schranktürchen an der Küchentheke. Ein hübsches Tischtuch auf dem kleinen Frühstückstischchen macht dieses viel freundlicher. Ein Spiegel an der Wand vermittelt Grösse, und ein antikes Küchenbuffet erzählt eine neue Geschichte. (Bild über: Honestly WTF, Foto: Antonio Terròn)

2 — Regale werden hübsch bepackt

Wieso immer alles nur in Reih und Glied? Verbinden Sie Welten auf Tablaren. Mischen Sie mehr Liebe und Persönlichkeit ins Ordnungssystem. Und keine Angst, sie finden trotzdem alles, was Sie suchen. Befindet sich nämlich neben der Lieblingstasse gleich noch die wundervolle Zuckerdose aus Sardinien und das schöne Bild, das sie so inspiriert hat, dass Sie es aus dem Magazin ausgeschnitten haben und in schlichtes Glas rahmten, dann haben Sie jeden Tag mehr Freude daran, Ihre Tasse Kaffee oder Tee zu machen. Was an diesem Beispiel, entdeckt auf dem Blog Kikette, heraussticht, ist die Arbeitsleuchte, die so montiert wurde, dass sie in der Küche für stimmungsvolleres Licht sorgt.

Maximalismus tut dem Bücherregal immer gut. Denn es ist doch zu schade, den vielen kleinen Dingen, die einfach nur schön sind, keinen Platz im Leben und in der Wohnung zu geben. Wir leben schliesslich zu Hause und befinden uns weder in einer Bibliothek noch in einem Geschäft. Wir müssen nichts, wir dürfen und wir können. (Bild: MKN

3 — Tische sind immer belebt

Kennen Sie diese Wohnungen, in denen ein grosser Tisch steht, dem man beim ersten Blick ansieht, dass er bloss an Einladungen gedeckt wird? Er macht dann, so leer und ungenutzt, die Wohnung sehr leblos. Zudem ist es eigentlich schade, ein solch gemütliches Möbel einfach so da stehen zu haben. Beleben Sie die Tische. Geben Sie ihnen Schönheit und Status. Da helfen grosse Blumensträusse – oder jetzt, in der nicht gar so blumigen Zeit, Zweige mit Blättern oder Beeren. Dann sind Kerzen und Licht wichtig, sie schaffen Stimmung. Sorgen Sie dafür, dass etwas auf dem Tisch ist, das Sie anregt zu schaffen. Bücher, die Lust zum Schmökern machen, Stifte, mit denen man Gedanken und Ideen aufschreiben kann. (Bild über: The Chicacgo Life Blog, Foto: Halle Duesenberg)

Dieser Tisch zeigt so vieles, das Lust macht, Neues auszuprobieren: Er wird als Arbeitstisch benutzt, kann aber auch als Esstisch dienen. Er wirkt hell und freundlich und ist doch voll beladen. Man kann diese Wohnidee einfach in kleinen Wohnungen umsetzen und dabei Eleganz schaffen. (Bild über: Bungalow Classic)

4 — Die Böden bekommen Teppiche

Teppiche müssen nicht zwingend das ganze Jahr über eingesetzt werden. Ueli Hinder, den wir einmal an einem Sommerende für eine Sweet-Home-Story besucht haben, hat damals gleich Teppiche bereitgelegt, um sein charmantes kleines Atelierhaus auf den Winter einzustimmen. Teppiche tun einer Wohnung auf jeden Fall gut und verschönern sie, machen sie wärmer, farbiger, fertiger. (Bild: Rita Palanikumar für Sweet Home

Entdecken Sie die ganze Homestory über Ueli Hinder

Manchmal genügt ein Teppich nicht. Wenn zum Beispiel der Teppich Ihrer Träume zu klein ist, dann legen Sie ihn ganz einfach über einen anderen grösseren unifarbenen. Ein grosser Sisalteppich ist da etwa eine gute Idee. (Bild über: Juniper Home)

5 — Bücher nehmen überall Platz

Bei mir hat sich in den letzten Tagen das Wintergefühl und schon ein bisschen Weihnachtsvorfreude eingeschlichen. Das zeigt sich in einer Art Nestbau, der bei mir bei den Büchern beginnt. Ich türme sie überall, als Einladung, endlich abzuschalten und in andere Welten zu tauchen. Zudem finde ich, dass Bücher eine einhüllende warme Stimmung vermitteln. Ich will sie immer um mich haben. Ich verstehe die Menschen, die sie aus dem Blickfeld räumen, nicht so ganz – und die, die gar keine Bücher um sich möchten, bleiben mir immer ein bisschen fremd. Wer also ein bisschen tickt wie ich, der bringt seine Bücher jetzt näher, räumt sie vielleicht wieder einmal neu ein. Das ist nämlich eine sehr meditative sinnliche Arbeit, die einen wieder stärker mit der Wohnung und seinem Leben verbindet. (Bild über: Ben Stott

Mal ehrlich, wenn auf diesem Konsolenmöbel bloss Wohnaccessoires stehen würden, dann könnte es doch fast auch in einem Shop stehen. Die Lieblingsbücher aber vervollkommnen es zu einem sehr persönlichen, einzigartigen Stück. (Bild über: Style Blueprint)

6 — Schlafzimmer verwandeln sich in Winterparadiese

Auch das Bett wird gerade ein sehr attraktiver Ort. Es dunkelt früh, ist kalt geworden, und man bekommt Lust, sich unter die Decken zu kuscheln. Ich liebe viele und schwere Decken. So haben jetzt meine Wolldecken wieder Saison. Auch haben wir viele Kissen, denn diese helfen, dass man so richtig schön gemütlich lesen kann. Dafür helfen auch Kopfenden. Dieses hier ist einfach an die Wand montiert und gibt einem schlichten Bett Tiefe, Hintergrund und Polsterung. Auch brauchen gemütliche Winterschlafzimmer Extraportionen Wärme. Das schafft man mit Teppichen, Fellen, Bildern an der Wand und wohnlichen Möbeln. (Bild über: Design Travel)

Was man alles aus kleinen Schlafzimmern herausholen kann, lernt man aus gemütlichen Hotels oder Bed-and-Breakfasts, wie hier der Pension Edelweiss in Marseille, die ich auf dem Blog SF Girl entdeckte. In solchen Zimmern ist nämlich immer Platz für einen Tisch und ein Sofa oder Sessel. Was einem Schlafzimmer auch auf die Sprünge hilft, ist natürlich Farbe an den Wänden. 

7 — Ausstellungen werden eröffnet

Jetzt finden gerade überall Ausstellungen statt. Eröffnen Sie auch welche daheim. Stellen Sie die Dinge aus, die Ihnen grad besonders gefallen, die sie inspirieren und die sie glücklich machen. Dafür bieten Sideboards einen guten Platz. Rahmen Sie auch endlich die vielen Bilder, die Sie angesammelt haben, und hängen Sie sie auf. Manchmal hilft auch ein toller Stoff, der ein besonderes Muster und schöne Farben hat. (Bild über: Tali Roth Design, Foto: Claire Esparros) 

Ausstellungen entstehen nicht nur auf Regalen. Dieses Bild vom Blog und Interiorshop The Socialite Family zeigt, was alles auf kleine Tischchen passt. 

Die wichtigsten Tricks, mit denen üppige Stylings elegant wirken: 

  • Setzen Sie Paare ein, hier sind es zwei identische rote Vasen
  • Platzieren Sie Spiegel und verspiegelte Möbel
  • Edle Tischleuchten sind wie Skulpturen und dürfen auch mal auf einem Bücherstapel platziert werden
  • Mischen Sie echte Kunst unter
  • Brechen Sie Antikes mit modernen Stücken und Design mit Antikem

10 Kommentare zu «Machen wir es uns doch einfach schöner!»

  • Maike sagt:

    Ich weiss ja, der Mensch hat ganz früher mal ein einer Höhle mit vermutlich mehr dunklen Wänden gelebt. meine Theorie ist ja, weil er diese dunklen Wände satt hatte, ist er raus und hat sich was neues gebaut, wo er die Wandfarbe selber bestimmen konnte – hell !
    So halte ich es mit unseren Vorfahren – meine Wohnung ist und bleibt hell. Was Dunkles kommt mir nicht an die Wand.
    Aber das ist meine persönliche Einstellung, die will ich niemanden aufzwingen. Schliesslich muss einzig ich mich in meiner Wohnung wohl fühlen

  • Peter Schmucki sagt:

    Seit bald 10 Jahren werden wir sanft aufgefordert unsere Wohnungen in einem dunklen Farbton zwischen Grün und Petrol zu streichen. Das sieht eigentlich ganz schön aus, aber ich lebe immer noch in weissen Räumen. Ich glaube ich warte auf die nächste Jahrzehntfarbe.

  • misi sagt:

    Kann Punkt 5 aus tiefstem Herzen zustimmen! Nichts macht ein Wohnzimmer mehr zu einem gemütlichen Ort als ein grosses gefülltes Bücherregal.

  • Bufi sagt:

    Einfach herrlich diese gemütlichen Bilder anzusehen! Besonders an einem so nasskalten, grauen Novembertag. Vielen herzlichen Dank dafür liebe Frau Kohler. Was m.E. noch zur Gemütlichkeit fehlt sind Handarbeiten (stricken, häkeln) dazu eine Tasse Tee – herrlich – !

  • Dahlia Meier sagt:

    Der Grat zwischen gemütlich und unordentlich ist sehr schmal in meinen Augen. Ich lebe lieber weniger ist mehr!

    • Karin Stepi sagt:

      Dasselbe ging mir beim Betrachten einiger Bilder auch durch den Kopf. Gerade in Küchen…

    • KarinSo sagt:

      Genauso gehts mir auch- gerade bei den Küchen hatte ich geistig schon den Putzlappen in der Hand, weil Hygiene für mich an erster Stelle steht in Küche und Bad. Auf den Fotos steht mir zuviel rum – da ist weniger deutlich mehr und auch für die tägliche Reinigung nach dem Kochen einfach besser.

  • Salvia von Liebstöckelschuh sagt:

    Wunderschöne Ideen und Inspirationen. Viel schöner als entpersonalisierte cleane Wohnräume. Auf die vorgestellte Weise wird jede Wohnung von ihren Bewohnern beseelt!
    Vielen Dank für den inspirierenden Artikel.
    Salvia von Liebstöckelschuh

  • Suko sagt:

    Wunderbarer und passender Beitrag für diesen gemütlichen, verregneten, grauen Sonntagmorgen! Herrliche Bilder zum Schwelgen mit Texten die mir aus dem Herzen sprechen.

  • Gerber Tom sagt:

    Schrecklich, diese Tipps kann nur ein Messi gut finden. Im Leben sind Gegenstände am unwichtigsten. Fotos der Lieben und von Reisen einmal abgesehen.

Kommentar

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