Wissen Sie schon, was Sie heute kochen?

Oder: Lust auf etwas Besonderes und so gar keine Idee? Diese 8 Rezepte sorgen für mehr Abwechslung auf dem Menüplan.

1 — Vollkornspaghetti mit Zucchetti

Einfache Gemüsegerichte, die man sonst als Beilage oder Vorspeise kocht, eignen sich auch für eine schnelle Pasta. Eines davon sind gebratene Zucchetti. (Bild über: 101 Cookbooks

Und so gehts:
Schneiden Sie Zucchetti in Rädchen. Ich gebe dann reichlich Olivenöl in eine Pfanne. Meine Pfanne, die ich dafür benütze, ist eine Schnitzelpfanne von Riess. Aber jeder hat seine Lieblingspfannen zum Braten und Dünsten. Ich zerdrücke eine Knoblauchzehe und zerreisse ziemlich viel Basilikum. Den Knoblauch gebe ich mit dem Öl in die Pfanne und erhitze beides langsam. Es darf nie zu heiss werden. Wenn der Knoblauch duftet, kommen die Zucchettirädchen rein. Ich lege die Knoblauchzehe zur Vorsicht auf ein Zucchettirädchen, damit sie ja nicht anbrennt. Dann kommt der Basilikum dazu und etwas Meersalz. Mit Liebe und Geduld dünste ich die Zucchetti an, bis sie weich, aber noch bissfest sind. In der Zwischenzeit können Sie Vollkornspaghetti al dente kochen. Anschliessend mischen Sie die abgetropften Spaghetti mit den Zucchetti. Nehmen Sie vorher die Knoblauchzehe heraus und behalten Sie etwas Pastawasser zurück. Nun mischen Sie alles gut. Falls es zu trocken sein sollte, geben Sie etwas Pastawasser dazu.  

 

So bringen Sie Abwechslung in dieses Gericht: 

  • Servieren Sie das Gericht mit etwas zerbröseltem Fetakäse oder geriebenem Pecorino Romano.
  • Angebratene Frühlingszwiebeln machen diese Spaghetti rezenter.
  • Raffiniert wird es, wenn Sie geröstete Pinienkerne oder geröstete, geschälte Mandeln dazugeben. 

 2 — Wurst und Kartoffeln aus dem Ofen

Eintopf geht auch im Backofen. Dieses deftige Gericht mit Bratwürsten und Kartoffeln geht sehr unkompliziert und gelingt immer. (Bild über: Recipe Tin Eats)
Und so gehts:
Schälen Sie Kartoffeln und Rüebli und schneiden Sie sie in Stücke. Schneiden Sie einige Schalotten in Streifen. Mischen Sie das Gemüse und die Schalotten mit Olivenöl, etwas Salz und fein gehackten Kräutern wie Rosmarin und Thymian. Kaufen Sie qualitativ gute Schweinsbratwürste vom Metzger Ihres Vertrauens. Machen Sie aus einer Wurst zwei kleinere. Mischen Sie diese Würste auch mit dem Gemüse, dem Öl und den Kräutern. Nun machen Sie eine Bratensauce. Dafür geben Sie Butter in eine Pfanne und rühren beim Köcheln etwas Mehl dazu. Geben Sie etwas trockenen Weisswein und einen guten Fond dazu. Sehr gute Fonds gibts beim Le Saucier. Nun legen Sie das Gemüse in eine ofenfeste Form und legen dabei die Würste obenauf. Giessen Sie die Bratensauce dazu und backen Sie alles im 200 Grad heissen Backofen. Nach etwa 20 Minuten wenden Sie die Würste, sodass sie beidseitig gebraten sind. Backen Sie alles nochmals etwa 20–30 Minuten fertig. Servieren Sie das Gericht direkt aus der Ofenform.

3 — Schwarzer Reis mit Rüebli

Kennen Sie Riso Venere? Der schwarze italienische Reis schmeckt nussig, ist körnig und eignet sich gut als raffinierte, delikate Grundlage für ein einfaches Gericht. (Bild über: Edible Perspective)
Und so gehts: 
Kochen Sie Riso Venere gemäss Packungsbeilage. Schneiden Sie Rüebli in Scheiben und dünsten Sie diese in etwas Butter und Orangensaft an. Geben Sie etwas Bouillon dazu und kochen Sie sie so lange, bis sie gar, aber noch bissfest sind. Rösten Sie Pinienkerne. Servieren Sie den Reis in einer Schale mit den Rüebli darüber und garnieren Sie mit zerbröseltem Fetakäse, den Pinienkernen und etwas fein gehackter Petersilie.  

4 — Rösti mit Lachs und Burrata

Rösti kann man auch auf raffinierte Art servieren und damit ganz einfach ein Festessen zaubern. (Bild über: Sabon Home Blog)
Und so gehts: 
Kochen Sie Kartoffeln weich. Am besten nehmen Sie für eine gute Rösti die Kartoffeln vom Vortag. Ansonsten lassen Sie die Kartoffeln gut abkühlen. Anschliessend die Kartoffeln schälen und mit der Röstiraffel raffeln. Geben Sie Olivenöl oder Butter in eine Pfanne und braten Sie die Rösti beidseitig goldbraun an. Salzen. Servieren Sie die Rösti mit einer Burrata darüber oder/und einigen Lachstranchen. Servieren Sie alles mit gehackten Kräutern darüber wie Dill, Basilikum und Schnittlauch.

5 — Fisch mit Tomaten

Fisch, Gemüse, etwas Reis – und schon haben Sie ein herrliches, gesundes und einfaches Mahl. (Bild über: MKN)

Und so gehts:
Reiben Sie vier Dorschfilets mit Salz und Pfeffer ein. Geben Sie 1 EL Butter in eine Pfanne und dünsten Sie eine fein gehackte Knoblauchzehe an. Wenn der Knoblauch duftet, geben Sie 1 KL Honig bei und dann etwa 500 g kleine ganze Tomaten. Geben Sie etwas Salz darüber und köcheln Sie alles einige Minuten, bis die Tomaten beginnen, sich zu brechen. Dann rühren Sie 3 EL Butter ein und 4 EL gehackte Kräuter wie Basilikum, Petersilie und Schnittlauch. Legen Sie die Dorschfilets in eine ausgeölte Bratform und geben Sie die Tomaten darüber. Im 200 Grad heissen Backofen so lange backen, bis der Fisch gar ist. Das dauert etwa 15 Minuten. Mit frischen Kräutern garniert zu Reis oder Kartoffeln servieren. Ich habe dazu Taglierini gemacht – geht bloss drei Minuten!

Kochen Sie die Tomaten, legen Sie die mit Salz und Pfeffer gewürzten Fischfilets in eine Backform und geben Sie die Sauce darüber. (Bild über: MKN)

6 — Kartoffeln aus dem Backofen

Ein supereinfaches Gericht mit Kartoffeln geht im Backofen fast von allein. (Bild über: Dolly and Oatmeal)
Und so gehts: 
Kochen Sie Kartoffeln weich. Ich häute die Kartoffeln danach. Aber manche mögen Kartoffeln in der Schale. Nun legen Sie die weichen Kartoffeln auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und zerdrücken sie mit der Gabel. Träufeln Sie Olivenöl darüber und geben Sie Salz und fein gehackten Rosmarin darüber. Nun backen Sie die Kartoffeln im 200 Grad heissen Backofen, bis sie golden und knusprig sind. Servieren Sie dazu Joghurt oder Sauerrahm, Schalottenringe und frische Kräuter.

7 — Gefüllte Pastamuscheln

Sobald Sie ein Pastagericht in den Backofen schieben, wird es ein edles, substanzielles Gericht für kühlere Tage. (Bild über: Completely delicious)
Und so gehts:
Machen Sie eine cremige Tomatensauce. Dafür geben Sie Butter in eine Pfanne und dünsten darin eine fein gehackte Schalotte an. Geben Sie eine Dose gehackte Tomaten dazu und eine Handvoll zerrissenen Basilikum. Würzen Sie mit Salz und Pfeffer und etwas Muskatnuss. Köcheln Sie alles ca. 20 Minuten. In der Zwischenzeit kochen Sie Spinat. Geben Sie Olivenöl mit einer Knoblauchzehe und einem halbierten Peperoncino in eine grosse Pfanne. Erhitzen Sie alles zusammen, und wenn der Knoblauch duftet, nehmen Sie beides heraus. Geben Sie gewaschenen und gerüsteten Spinat in die Pfanne, legen Sie den Knoblauch und den Peperoncino darauf und dünsten Sie alles bei geschlossenem Deckel einige Minuten, bis der Spinat zusammenfällt. Nehmen Sie den Peperoncino und den Knoblauch heraus, hacken Sie den Spinat und mischen Sie ihn mit Ricotta. Füllen Sie grosse, al dente gekochte Pastamuscheln damit. Nun verfeinern Sie die Tomatensauce mit Rahm. Geben Sie die Tomatensauce in eine ofenfeste Form und legen Sie die Pastamuscheln darauf. Anschliessend geben Sie geriebenen Käse wie Pecorino oder Parmesan darüber und verteilen ein paar Butterflöckli darauf. Alles im Backofen etwa 30–40 Minuten backen und dann servieren. 

8 — Blumenkohl, Linsen und Süsskartoffeln

Blumenkohl statt Steak, Süsskartoffeln statt Kartoffeln und Linsen statt Gemüse – und schon haben Sie ein ganz neues Gericht auf Ihrem Menüplan. (Bild über: Dishing out health)
Und so gehts: 
Kochen Sie Belugalinsen ca. 20 Minuten in ungesalzenem Wasser gar. Bereiten Sie Blumenkohl wie ein Steak zu. Dafür schneiden Sie einen Blumenkohl in Scheiben und legen diese auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Mischen Sie Olivenöl, Salz, Zitronensaft und etwas Harissa und bestreichen Sie die Blumenkohlsteaks damit beidseitig. Im 180 Grad heissen Ofen beidseitig etwa 7–10 Minuten rösten, bis der Blumenkohl gar, aber noch knusprig ist. In der Zwischenzeit schälen Sie Süsskartoffeln und schneiden sie in kleine Würfel. Kochen Sie die Würfel in etwas Bouillon oder Salzwasser weich. Zerstampfen Sie die Süsskartoffeln und verfeinern Sie das Püree mit etwas Butter und Rahm. Schmecken Sie mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss ab. Anschliessend dünsten Sie die abgetropften gekochten Linsen in etwas Butter, fein gehackter Petersilie und Salz an. Nun servieren Sie alles chic und hübsch auf den Tellern. Dafür streichen Sie Kartoffelpüree auf den Teller, verteilen Belugalinsen mit Butter darüber und legen ein Blumenkohlsteak darauf. Mit gerösteten Pinienkernen und fein gehackter Petersilie oder Pfefferminze garnieren.  

Credits: 

Bilder über Blogs und Magazine: Dishing out health, Completely delicious, Dolly and Oatmeal, Sabon Home Blog, Edible Perspective, Recipe Tin Eats, 101 Cookbooks 

11 Kommentare zu «Wissen Sie schon, was Sie heute kochen?»

  • Isabelle sagt:

    Ui nein, bereits drei Ansätze was bei den Rezepten falsch gemacht wird. Da vergeht einem ja die Lust gänzlich.
    Ich finde die Rezepte gut ausgewählt, trotz Fleisch und Tomaten und Backofen Gerichten.
    Danke dafür. :)

  • Heidi Herrmann sagt:

    Kochen im Backofen braucht etwa 10 mal so viel Energie wie in der Pfanne. So gluschtig diese Rezepte sind und so toll die Ideen, meist geht es auch ohne Backofen weil der Strom kommt nicht einfach aus der Steckdose.

    • Ralf Schrader sagt:

      Klimaschutz und Kochen schliessen sich gegenseitig aus. Die einzig legitime Frage ist, wie ernähre ich mich ohne mehr als unbedingt nötig zu kochen?

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Toll, fast keine Tierleid-Produkte in diesen Rezepten. Ja, ich akzeptiere ja, dass ich den Lesern auf ihrem Trip zu maximaler kulinarischer Satisfaction auf den Geist gehe mit meiner nervigen Veganer-Trompete. Und ich muss daran glauben, dass empathiefähige Menschen über die Artgrenze hinaus die vegane Botschaft langsam in ihre Menuwahl integrieren werden. Umso mehr als immer mehr vegane Alternativen zu den so heiss geliebten Tierprodukten auf dem Markt erscheinen.
    Und ich bin eigentlich überzeugt, dass Marianne Kohler diese Entwicklung zu weniger Tierleid und mehr Empathie über die Artgrenze hinaus kompetent begleiten wird in diesem ansonsten hochqualitativen Blog !

    • Martin Frey sagt:

      Soso, nur Veganer sind empathiefähige Menschen (Der Begriff kommt gar zweimal vor): eine sehr, sehr gewagte Behauptung. Wenn sie stimmt, kann ich meine grosse Familie mit sehr grossem Zusammenhang einerseits und andererseits alle Schülerinnen und Schüler in 43 Jahren gar nicht gern (gehabt) haben, denn ich bin Fleischesser, schon immer. Was für eine Einseitgkeit! Und wie mir geht es so plus/minus 95 % empathieunfähigen Personen.
      Übrigens: Die Rezepte gefallen mir, ich habe schon viele heruntergeladen und ausprobiert. Ohne daraus eine neue Religion zu machen.

  • Maike sagt:

    Gefüllte Pastamuscheln – was sonst !

  • ri kauf sagt:

    hmmmm.! einen kleinen einwand habe ich Frau Kohler; jetzt sollte man keine frischen tomatern mehr kaufen. sie kommen alle von orten, wo wasser kanpp ist wie z.b. almeria/spaien, marokko…..und schmecken nicht mehr. ich weiche da auf dosen-tomaten aus.

  • Ralph Geh sagt:

    Ich schneide die Zucchetti mit dem Sparschäler in lange Streifen. Dünste diese mit geriebenem oder klein geschnittenem Knoblauch und fein geschnittener Zwiebel in Olivelöl an. Mische dies mit den gekochten Spaghetti.

Kommentar

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